Ich hatte mir ja fest vorgenommen ein halbes Jahr vollzustillen, aber da das nicht mal ne Woche geklappt hat

, hab ich mich nochmal umgesehen...
Ich hab gelesen und gelesen.... Auch weil wir allergisch vorbelastet sind...
Man hört überall was anderes, aber die aktuellste Lehrmeinung scheint ja zu sein, dass ab dem 5. LM Beikost einzuführen i.O. ist, bei WEizen soll man ja sogar alles zwischen dem 4. und 6. einführen... (rein aus allergiebedingten Gründen...) Und sie haben ja wohl auch erkannt, dass man am besten während der Beikosteinführung weiter stillt, weil dann die Akzeptanz neuer Lebensmittel wesentlich besser verläuft...
Wir haben jetzt einfach mal angefangen ihm Sachen anzubieten. Angefangen mit Hirse - hätte ich schön gefunden weil glutenfrei, eisenreich, nicht stopfend- fand mein Sohn ekelhaft. Beim unter die Nase halten hat er das gesamte Gesicht verzogen. Karotten fand er so naja..hat dran gerochen war ok, als er dann mal probieren durfte, hat er erstmal dran rumgeschleckt... Als ich mal Milchreis gegessen habe, wurde er richtig böse

weil er nichts gekriegt hat, aber der war nicht babytauglich zubereitet... Und deshalb hab ich es mal mit Reisschleim versucht

Er hat mir das Zeug aus der Hand gerissen...
Ich weiß noch nicht genau wie ich jetzt weiter mache, weil ich nicht zu viel füttern will... Er hat heute 80ml gegessen... Und weil ich eigentlich auch so schnell keine Mahlzeit ersetzen will und auch keine Verdauungsprobleme riskieren will.
Ich für mich finde die neuesten "Erkenntnisse" beruhigend, da ich mir keine Vorwürfe machen muss, dass er jetzt schon was kriegt (auch wenn die 4 Monate noch nicht ganz voll sind), man fühlt sich eh schon schlecht genug, wenn man das Stillen nicht packt... Und ich fühl mich mit selbstgekochtem Brei aus Bio-Lebensmitteln und vorallem dann bald aus Gemüse/Obst aus unserem Bio-Garten und (dann vielleicht wenn es genügend Beikost ist nur noch )Muttermilch viel wohler als mit der PRE-Milch, die einfach mal gar nicht natürlich ist...
Ich werde einfach weiterhin mein Kind beobachten und versuchen ihm möglichst gerecht zu werden und seine Bedürfnisse zu befriedigen und dabei nicht wider besseren Wissens zu handelnd und ihn vielleichtauch etwas zu bremsen, damit er sich nicht übernimmt....
@lieselliesel: Paul sperrt den Schnabel weit auf, wenn ich ihm zu langsam bin, grabscht er sich den Löffel (meist da wo der Brei ist

) und schiebt ihn in den Mund. Er schluckt es auch sehr schnell runter, mir manchmal etwas zu schnell...
Ich hätte ihn nie zu irgendwas gezwungen oder "überredet", ich bin überhaupt kein Freund von "ein Löffelchen für..." und so weiter... Aber anbieten tu ich es ihm... Und wenn er nicht will, will er nicht...
Natürlich achte ich aber auch drauf, dass er nicht alles kriegt was er interessant findet, Schoki und Zuckerwasser würden ihm wahrscheinlich auch schmecken... Und er ist wahnsinnig fasziniert von Bier, weil da so schöne Bläschen aufsteigen....
