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Re: Binational

Verfasst: 20.09.2009, 12:48
von coccolone
whoopsy2006 hat geschrieben:@kiri

ich mag deine beiträge immer sehr :D

wie sieht es denn in ghana aus? würdet ihr euch das sorgerecht im falle einer trennung teilen? und dürftest du unabhängig von deinem mann dort leben?

das war ja einer der gründe, warum ich damals in der schwangerschaft die usa verlassen hatte (unsere situation war so ungeklärt und überhaupt...).... :?
Wie laeuft's eigentlich mit der long distance Beziehung? Wisst ihr schon, wann ihr euch das naechste Mal seht?

Re: Binational

Verfasst: 20.09.2009, 21:17
von Ziana
Danke Kiri für deine Nachdenk-Anregungen!! :)

Re: Binational

Verfasst: 21.09.2009, 10:22
von EhUKr
at Woopsy: Wir haben keine Ehevertrag. Jedoch ist für uns beide etwas anderes als die gemeinsame elterliche Sorge auch nach einer Scheidung unvorstellbar. Der Aufenthalt ist hier so geregelt, dass ausländische Ehepartner nach fünf Jahren normaler Aufenthaltsbewilligung eine unbeschränkte Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung beantragen können. Diese wird auch beim Tod des Ehepartners oder bei einer Scheidung nicht entzogen. Diese Möglichkeit gibt es allerdings erst seit ein paar Jahren. Eine Gruppe von ausländischen Frauen mit ghanaischen Ehepartnern, welche z.T. seit Jahrzehnten hier leben, hat sehr viel politische Lobbying-Arbeit dafür gemacht, vorallem im Hinblick auf eine mögliche Verwitwung. Falls es diese Möglichkeit nicht geben würde, würde ich darüber nachdenken, die Staatsbürgerschaft anzunehmen (Doppelte Staatsbürgerschaft ist möglich sowohl in Ghana wie auch in der Schweiz, sowohl mein Mann wie auch unser Kind sind Doppelbürger).

at Coccolone: Ich bin ziemlich sicher, dass auch ich bei einer Scheidung den Wunsch verspüren würde, in die Schweiz zurückzukehren.

Re: Binational

Verfasst: 21.09.2009, 21:49
von Falcon
Ich bin Deutsche und mein Mann ist Schotte. Aidan ist beides. 8)

Re: Binational

Verfasst: 30.09.2009, 22:42
von Leila
Wir sind beide Deutsche, allerdings ist mein Schwiegervater aus dem Iran, allerdings kein wirklich gläubiger Moslem, und mit einer nicht wirklich praktizierenden katholischen Christin verheiratet. Mein mann ist katholisch getauft, und auch ich habe mich mit 24 freiwillig und ohne Druck taufen lassen. Unsere Tochter ist Deutsche, und da sie in Canada geboren ist, auch Canadierin (wir warten immer noch auf die Deutsche Geburtsurkunde... Die im Standesamt Berlin 1 sind schon bei September 2006, was die Bearbeitung angeht... :shock: :roll: ). Also wirklich Multi-Kulti, würde ich sagen... :mrgreen:

Lieben Gruß

Anja

Re: Binational

Verfasst: 30.09.2009, 23:08
von coccolone
Leila hat geschrieben:(wir warten immer noch auf die Deutsche Geburtsurkunde... Die im Standesamt Berlin 1 sind schon bei September 2006, was die Bearbeitung angeht... :shock: :roll: ).
Oh je... Mir wurde damals gesagt, dass die ewig dafuer brauchen. Wir haben uns dann entschlossen, keine Deutsche Geburtsurkunde zu beantragen. Sonst wuerden wir bestimmt auch noch drauf warten. :roll:

Re: Binational

Verfasst: 30.09.2009, 23:23
von Leila
Aber da wir in D leben, wird sie sie früher oder später (ich meine, zur Einschulung, wurde mir gesagt) brauchen, aber spätestens zur Hochzeit... Aber dafür haben die ja dann noch mind. 16 1/2 Jahre Zeit... :mrgreen: :roll:

Lieben Gruß

Anja

Re: Binational

Verfasst: 30.09.2009, 23:25
von Leila
Wir haben sie beantragt, als die Maus 3 Monate alt war, und damals waren die angeblich auch schon bei September 2006... Frage mich, was die in dem Jahr dazwischen gemacht haben, und vor allem, wie viele Leute da arbeiten. Oder gibt es so viele Deutsche, die im Ausland geboren werden? :?:

Lieben Gruß

Anja

Re: Binational

Verfasst: 12.08.2010, 15:13
von maryam
ich habe diesen Beitrag heute zufälligerweise gefunden.Er ist letztes Jahr scheinbar an mir vorbei gegangen.

Ich selber bin mit einem gebürtigem Marokkaner verheiratet.Er ist aber nun schon seit etwa 7 Jahren eingebürgert.
Unser Sohn ist aber dem Papier nach bisher nur Deutscher.Die Marokkanische Botschaft ist so verpeilt das wir nun über 10 Jahren nach unserer standesamtlichen Heirat nach wie vor nach marokkanischem recht nicht verheiratet sind.Wir waren mehrfach auf der Botschaft und die benötigten beamten waren nie vor ort.Wenn wir in Marokko jetzt heiraten würde wäre unser Sohn unehelich.Wir sind aber nach islamischen Recht verheiratet und in unserem Vertrag steht das er kein Recht hat eine weitere Frau zu heiraten.

Ich selber bin ebenfalls zum Islam konvertiert.Wobei mein Mann aber zu anfang unserer Beziehung und Ehe den Islam nicht praktiziert hat.
Ich selber habe mich mit seiner Kultur und so zwangsläufig mit dem Islam auseinander gesetzt.
Um einen weiteren Aspekt hinein zu bringen so denke ich das der Islam so wie er in Nordafrika praktiziert wird auch anderes als der Arabische ist aber bedingt durch die Kultur.

Ich finde um zu wissen welches Frauen Bild der Mann hat ist es wichtig in einer Binationalen Ehe zu schauen wie die Frauen in der Familie im Heimat Land leben.
Meine Schwiegermutter hat Politik studiert und hat immer gearbeitet sie ist Französisch Lehrerin.Sie hat fast immer gearbeitet und ihre eigenen entscheidungen getroffen.Sie hat sich wie viele Marokkaner ihrer generation mit dem Sozialismus auseinander gesetzt und ist erst spät richtig praktizierend geworden.
Ich habe viel von ihr gelernt gerde auch über meine rechte in der ehe.Für sie und alle die ich kenngelernt habe ist es übrigens undenkbar das ihr mann eine weitere Frau hat.