Huhu Anja,
ich kann deine Argumentation ganz gut nachvollziehen. Warum der Unterschied zwischen LZS und Flasche nach Bedarf
so groß sein soll, ist für mich nicht nachvollziehbar. Klar ist Muttermilch (in der Regel) das Beste fürs Kind, und natürlich ist "Kunstnahrung" etwas anders zusammengesetzt.
Aber wenn man nun, aus welchen Gründen auch immer, Flaschennahrung füttert, warum soll ein z.B. 5 Monate altes Kind mehr Milch trinken dürfen als ein 1,5 Jahre altes, dass kaum Beikost ißt? Das ergibt für mich ernährungsphysiologisch keinen Sinn.
Ob die Milch aus der Flasche oder dem Becher gegeben wird, macht meiner Ansicht nach für die Gesundheit der Zähne überhaupt keinen Unterschied. Wahrscheinlich umspült die Milch die Zähne beim Trinken aus dem Becher sogar mehr als beim Trinken aus der Flasche. Ich gebe meine Sohn das Wasser auch aus dem Becher, aber eher, um die Flüssigkeitsaufnahme vom Milchtrinken abzugrenzen und weil er es viel lieber aus dem Becher trinkt. Auch aus dem Becher soll er nicht permanent trinken, sondern bekommt ihn von Zeit zu Zeit angeboten, denn auch Dauertrinken aus einem Becher ist nicht gut für die Zähne.
Er bekommt seit ca. dem 8. Monat Prenahrung, zunächst parallel zum Stillen, dann ausschließlich. Vorher habe ich gestillt, z.T hat er vom Vater auch abgepumpte Mumi bekommen. Er kam mit allen Varianten gleich gut zurecht, es gab keine Saug-, Darm- oder sonstige Verwirrung.
Jetzt ist er 17 Monate alt, seit ca. 2 Monaten ißt er gerne. Voher war die Aufnahme fester Nahrung, ähnlich wie bei Anja, seeehr tagesformabhängig. Was er nicht gegessen hat, hat er halt nach Bedarf per Pre-Flasche bekommen. Das hat sich dann irgendwann von selber gegeben, inzwischen ißt er zwar nur bestimmte Lebensmittel, diese aber mit großer Begeisterung. Und er bekommt weiterhin 2 mal täglich 200-250 ml Prenahrung (1er mag ich persönlich nicht so gerne geben, dann lieber Pre von einer der bösen Firmen

, aber das ist Geschmackssache). Eine Flasche zum Schlafengehen, eine nachts oder morgens. Das ist ihm wichtig, es beruhigt ihn neben mir im Bett zu liegen und die Flasche auszutrinken. Dann gibt er sie ab und schläft ein. Allerdings mag er bisher auch noch keine Kuhmilch trinken oder Joghurt, Käse etc. essen.
Ich stimme aber auch Jusl zu, dass Leila vielleicht wirklich wenig Hunger hat, weil sie ziemlich satt von der Milch ist oder vielleicht empfindet sie Flasche trinken als einfacher und angenehmer als Essen?
Versuch doch mal die Milch weiter zu verdünnen, einfach 2 Löffel weniger rein und mal sehen, ob sie in den nächsten Tagen mehr ißt?
Eine Frage noch an die Profis, das ist sehr interessant:
jusl hat geschrieben:...Und Stillkinder können durch ihr Stillverhalten die Zusammensetzung ihrer Milch, insb. Kaloriengehalt und Makro-Nährstoffe, selbst steuern.
Wie funktioniert das denn, die Zusammensetzung der Nahrung seber steuern?
Ich weiß, das die Muttermilch sich in den ersten Lebensmonaten mehrfach ändert und die Milchmenge sich an den "Verbrauch" des kindes anpasst (also mehr Milch produziert wird, wenn mehr bzw. öfter gerunken wird), aber wie kann denn das Kind den Kaloriengehalt der Milch steuern?
Uuups, ist ziemlich lang geworden, es ist aber auch eine interessante Diskussion
