Liebe darkdragonsoule,
du hast es bei diesen Frauen mit uninformierten Menschen zu tun. Aus welchem Grund auch immer sie uninformiert sind, deine ganze Energie, die du dort aufbringst, ist verschwendet. Du verausgabst dich und sorgst meiner Ansicht nach nur dafür, das diese Frauen nachher sagen, dass du eine Stillfanatikerin bist. Doch das "Stillen" an sich förderst du damit nicht.
Je verbissener Menschen auf ihrer Meinung beharren, desto geringer ist die Chance zu ihnen vorzudringen. Und selbst wenn du es schaffst sie mundtot zu machen......ist es zwecklos. Das Stillen werden sie niemals unterstützen.
Jeder Mensch hat ganz eigene Motive und Erfahrungen. All das fliesst in jedes Gespräch ein. Du hast dein Weltbild, das für dich richtig ist und die hat ihr Weltbild, das für sie richtig ist.
Lass sie doch einfach. Du musst ihren Lebensstil nicht gutheissen und sie den deinen auch nicht.
Das du so engagiert für das Stillen kämpfen möchtest, damit Kinder gesund ernährt werden, finde ich sehr gut. Doch verschwende deine Zeit nicht an Menschen, bei denen kein positives Ergebnis am Ende heraus kommt. Denn solche Aktionen sind auch frustrierend für dich.
Hilf denen, die Hilfe wollen. Alle anderen sind auch mit allen Argumenten nicht zu erreichen. Nur wenn stillen durch immer mehr Frauen offen gelebt wird, werden sich die Bilder im Kopf der Menschen ändern. Und nur wenn die Medien statt Flaschenfütterung und Nuckel im Babymund auch stillende Kinder zeigen, dann prägen sich solche Dinge ein. Dann ist stillen nichts unbekanntes mehr und dann wird es mehr Frauen geben, die auch ja sagen zum stillen.
Das sollten engagierte Frauen fordern. Denn wir werden geprägt durch das, was uns umgibt und nicht durch Worte alleine.
Ich kann dir da übrigens ein sehr gutes Buch von meiner Lieblings-Management-Trainerin Vera F. Birkenbihl empfehlen: "Jeden Tag weniger ärgern". Die Frau ist ganz großartig, schreibt super gute Bücher darüber wie der Mensch lernt, welche Dinge uns beeinflussen und noch vieles mehr. Von ihr habe ich eine ganze Menge gelernt, unter anderem auch mich weniger zu ärgern und meine Zeit nicht mit sinnlosen Diskussionen zu vergeuden.
Wenn du ihre Bücher liest, dann wird dir klar, warum die Menschen stillen als unnormal empfinden: Weil sie es nicht dauernd sehen. "Denn wenn man Tun und Worte empfängt und beide Informationen haben nicht den gleichen Inhalt, dann gewinnt immer die Handlung. So ist unser Gehirn ausgelegt."
Ergo: Würden mehr Frauen öffentlich stillen und das in Zeitungen, Filmen usw. wären die Bilder der Menschen auch anders. Solange dort flaschengebende Mütter gezeigt werden, ändert auch keine Diskussion das Weltbild der Menschen.
Ich wünsche dir ein friedliches Gemüt und weniger Ärger
Liebe Grüße
Petra
