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Re: Ich hasse das FB und stillen nachts.. GRRRRR
Verfasst: 05.01.2009, 23:42
von Waldfee
(((((Nina))))) ,
ich reiche dir die Hand und schicke dir Luft zum Atmen, Freiraum für dich und Ruhe und Gelassenheit, um Kraft zu tanken.
Hier ist es ähnlich, ausser, dass Luna ja seit längerem allein in ihrem Bett schläft, es sei denn, sie ist heftig krank, dann schläft sie bei mir (und ich schlafe dann gar nicht

, weil ihre Füsse hinten in meiner Hose stecken und
ihre Hände fest in meinen Haaren sind, zuletzt bestand sie darauf ihr Gesicht auf meines zu legen, aber das ging wirklich zu weit!).
Je nach Stimmung und Körperschwäche versuche ich seit Wochen, einmal nachts und dann wieder tagsüber abzustillen - völlig erfolglos.
Dann wieder befolge ich Majas Tipp und gehe um 19 Uhr mit den Mädels ins Bett. Ich bin dann zwar meist von 1- 3 oder 4 Uhr wach, aber
dann habe ich auch genug zu tun oder kann mal lesen oder hier sein.
Jetzt die letzten Tage gehts so einigermassen. soll heissen, ich renne "nur" ca. alle 30min nach oben, weil eine oder beide was wollen

.
Gestern und heute versuche ich wieder nachts abzustillen, diesmal läuft es endlich besser, Elisa ist heute nur 4 mal seit 19 Uhr aufgewacht, sonst immer mindestens
alle 10-15 min zum Dauernuckeln (sie hat erst vor ca 4 Monaten damit begonnen).
Leider von mir also keine Hilfe, aber wie schon so oft, solidarische Grüsse!
Ich fühle mit dir!!!
Re: Ich hasse das FB und stillen nachts.. GRRRRR
Verfasst: 06.01.2009, 00:38
von aeselschatz
Schöner Gedanke von Maja

Das ist halt dieses "Einstellung ändern", was ungemein helfen kann, verfahrene Situationen zu entspannen. Hat mir auch schon viel geholfen. Außerstehende denken immer, es wäre der total Rückschritt, aber es ist einfach nur ein Umdenken.
Doch auch dafür braucht man halt noch immer ein bissel Kraft, ein wenig Leine, die man nachgeben kann. Und ich befürchte, der Puffer ist bei Nina schon lange aufgebraucht
Und vielleicht muss man auch die Dinge unterscheiden, wo man auch wirklich aus tiefstem Herzen nach-/aufgeben kann. Nicht schlafen zu dürfen, dafür aber nebenher Musik hören, lesen, Freundschaften/Kontakt per sms pflegen zu können ... halt einfach den Zeitpunkt der persönlichen Freizeitgestaltung bestmöglich an die gegebenen Möglichkeiten anzupassen - das klingt ja noch plausibel, verlockend, motivierend, potenziell befriedigend.
Aber zu Dauernuckelei, also einer Sache, die mir körperlich "angetan" wird, die ich als unangenehm empfinde, finde ich persönlich nix, rein gar nix, was es mir erleichtern könnte, das dauerhaft auszuhalten. Mein rein persönliches Empfinden. Auch wir haben hier Phasen (Zahnen

), wo dauernuckeln angesagt ist. Und ICH breche das regelmäßig nach ca. 1h ab, weil ich diesen Übergriff auf meinen Körper - ja, so empfinde ich es dann, das hat mit stillen nichts mehr zu tun - einfach nicht aushalte. Lieber trage ich in diesen Phasen mein dann brüllendes Baby stundenlang durch die Nacht
Was ich sagen will: Klingt gut, aber ist in der Umsetzung für Nina wahrscheinlich auch nicht einfacher.
Re: Ich hasse das FB und stillen nachts.. GRRRRR
Verfasst: 06.01.2009, 09:30
von Maja
Diese Dauernuckelei kann ich auch nicht ertragen und das ist auch meine persönliche Grenze. Bei Yara war ich da auch früher konsequent als bei Amelie.
Sie darf jede Seite einmal trinken, insgesamt maximal 20 Minuten, dann docke ich sie ab und sie darf kuscheln. Wenn sie dann brüllt gehe ich erstmal mit ihr aufs Töpfchen, denn Dauernuckeln ist oft nur ein Zeichen dass die Blase drückt, und wenn wir dort fertig sind gehen wir zurück ins Bett und dann wird gekuschelt und geschlafen. Meinetwegen singe ich auch noch ein Dutzend Nachtlieder, aber genuckelt wird nicht mehr. Stress hatten und haben wir darüber eher selten, gut, sie ist manchmal wütend und frustriert, das darf sie ja auch und das halte ich aus, aber meistens ist es ok für sie. Ein Fläschchen mit Wasser steht auch immer bereit, falls sie wirklich Durst hat oder noch nuckeln muss.
(Und bevor jetzt jemand sagt, mit einem großen Kind ist das ja auch einfacher: wir machen das schon seit vor ihrem ersten Geburtstag so

).
Viele Grüße!
Re: Ich hasse das FB und stillen nachts.. GRRRRR
Verfasst: 06.01.2009, 09:31
von (ka)
Hallo NIna
ich hab mich jetzt grad durch den Fred geackert weil ich nicht das schreiben wollte, was hundert vor mir schon geschrieben haben
Erstmal muss ich sagen, dass ich deine Geschichte immer wieder mit Bestürzung verfolge und oft an euch denke und mich frage, wie euch geholfen werden kann!
Als ich dein Post gelesen habe, kam mir als erstes der, vielleicht unrealistische, Gedanke, ob es nicht vielleicht die Möglichkeit gibt, ein Kurhaus zu finden, das sich bereit erklärt in der Zeit der Kur sich mit dir und deinen Kinder speziell um euer Problem zu kümmern. Also das du speziell nachts von einer liebevollen Person dort Unterstützung findest, um eure Schlafsituation zu ändern. Und ich meine nicht im Sinne von Ferbern oä sondern eben auf eure Art und Weise.. KLar wäre es dann immer noch anstrengend für dich, aber du würdest es nicht alleine tun! Hättest tagsüber dann die Möglichkeit, Schlaf nachzuholen oder auch mal freizeit zu geniessen.. eine Anwendung oä..
ev gibt es Häuser die auf solche Dinge spezialisiert sind oder sich darauf einlassen, es auszuprobieren? Ein Versuch wäre es wert!
Ich hoffe sehr für euch, das das neue Jahr für euch eine grosse Portion Entspannung mitbringt!!!!
Lg Ka
Re: Ich hasse das FB und stillen nachts.. GRRRRR
Verfasst: 06.01.2009, 13:37
von Johana
Nina,
Ich habe jetzt aus Neugier mal im Unterforum "Bibliothek" deinen link verfolgt (im Anna Wahlgern-thread). Zu der "Methode" habe ich auch ein paar Gedanken geschrieben...
Ohne jetzt nochmal zu dem Buch und der Theorie Stellung nehmen zu wollen, muss ich sagen: Man KANN das doch gar nicht schaffen (zwei Nächte mind. komplett wach bleiben!). Das hat nichts mit Versagen zu tun; das ist schlicht unmöglich!
Gib dir bitte nicht die Schuld, dass du DAS nicht durchgehalten hast!
Liebe Grüße
Re: Ich hasse das FB und stillen nachts.. GRRRRR
Verfasst: 06.01.2009, 21:11
von Nina
So viele Antworten, wow. Danke, daß ihr euch alle Gedanken gemacht hat zu meinem Problem. Ich werde versuchen, auf alles einigermaßen einzugehen.
Jusl, dein Posting klingt für mich ein bißchen so, als würdest du dich angegriffen fühlen. Natürlich ist das Familienbett der natürlichste Weg, ebenso wie das Stillen. Aber es ist eben auch natürlich, ein natürliches Bedürfnis, nachts zu schlafen. Für Erwachsene ebenso wie Kinder. Wie ich schon schrieb, wenn ich sehen und fühlen würde, daß meine Kinder mit der Situation zufrieden und glücklich sind, würde ich es wohl in Kauf nehmen. Aber es zerreißt mir das Herz, wenn eines meiner Kinder müde ist, aber nicht schlafen kann - das muß sich schrecklich anfühlen. Und ich BIN nunmal alleine, so unnatürlich das auch sein mag. Und ich denke sehr wohl, daß FB und Stillen meinen Kindern bisher die Chance genommen hat, zu lernen, sich selber zu beruhigen und sich auch alleine geborgen und sicher zu fühlen. Und mit "alleine" meine ich nicht alleine im Keller oder sonstwo, sondern ich meine in meiner unmittelbaren Nähe, aber eben ohne Körperkontakt bzw. ohne Stillen.
Und daß meine beiden, ansonsten sehr unterschiedlichen Kinder genau dasselbe Schlafverhalten an den Tag legen deutet für mich eben schon darauf hin, daß es an der Schlafsituation liegt.
Warum sollen junge und werdende Mütter denn nicht auch lesen dürfen, daß es eben nicht immer so glatt läuft? Nicht alle Baby+Mutter-Paare sind gleich, du stellst es so dar als sei das FB und Stillen das einzig richtige, was für alle Gültigkeit haben muß, und daß alles andere auf Kosten der Kinder ginge... teuer erkauft kann in zB meinem Fall eben auch das Co-Sleeping sein - und den Preis bezahlen dann wir alle drei.
Maja, danke für deine Tips. Ich gehe oftmals ganz früh ins Bett, so auch gestern, aber ich schlafe dann schlecht und fühle mich am nächsten Morgen wie gerädert, selbst wenn ich 10 Stunden oder länger im Bett war. ich "darf" mich halt auch nie mal bequem hinlegen, durch das Dauergenuckel.
Nein, ich suche nun tatsächlich nicht mehr "nur" nach Aufmunterung oder Strategien, es erträglicher zu machen für mich a la "Es ist nur eine Phase", nein, ich möchte, ich MUSS etwas ändern. Der Krug geht nur so lange zu Wasser, bis er bricht. Ich kann einfach nicht mehr.
Aeselsschatz, du bringst es nochmal auf den Punkt. Der Puffer ist aufgebraucht. Und nein, es gibt nichts, was mir die Dauernuckelei erträglich machen könnte. Ich fühle mich dann wie vergewaltigt. Würde nicht Emily daneben liegen, würde ich es auch regelmäßig beenden, aber dann würde siee wach werden. Maja, wie hast du das damals gemacht? Amelie schlief/schläft doch auch noch bei euch, oder?
Hoppsasa-Kerstin, magst du mal erzählen, wie du beim Ausquartieren vorgegangen bist?
Ka, gute Idee mit dem Kurhaus. Ich werde mal recherchieren!
Johana, ich schreib gleich im Bibliothek-Fred nochmal was. Ich habe die Methode für mich etwas modifiziert
So, und nochmal abschließend: DASS ich etwas ändern möchte und muß ist mir mehr als klar. Ich weiß nur noch nicht genau, was und wie. Die Wahlgren-Methode, abstillen nach Gordon, Schnuller angewöhnen, ausquartieren... darüber werde ich mir in den nächsten Tagen Gedanken machen und nach wie vor bin ich dankbar für Tips und Erfahrungsberichte!
Re: Ich hasse das FB und stillen nachts.. GRRRRR
Verfasst: 06.01.2009, 22:33
von Feleni
Ach, Nina, ich drück Dich mal und hoffe, daß Du eine Lösung für Dich findest. Hab ich richtig rausgelesen, daß Du alleine bist? Dann erst Recht Hut ab! Seit Jan da ist, habe ich einen noch größeren Respekt vor Alleinerziehenden und Mehrlingsmüttern!
Ich wollte auch einen ähnlichen Thread aufmachen.
Nicht, daß ich die Situation bei uns schon als "hassen" bezeichnen würde, aber ich finde es unangenehm.
Wir haben einen Babybalkon - aber da schläft Mathis kaum drin, denn wenn ich beim Stillen einschlafe und beim nächsten Mal erst wieder aufwache - wer packt Mathis da rein??? Also schläft er mit mir recht eng zusammen und wir queschen uns zusammen, wenn Jan noch dazukommt.
Was mich am Meisten stört, ist, daß Mathis sich permanent abdockt. Da wir das im Dunkeln nicht schaffen, muß ich dann immer zum Taschenlämpchen greifen, andocken, Lampe aus und schwupps wieder abgedockt. Das ggf. 1 1/2 Stunden - NERV....
Dazu schläft Mathis unruhig und geräuschvoll - ohne Licht zu machen sehe ich nicht, ob er die Augen auf hat und stillen will oder ob er unruhig schläft und ich ihn durch Andockversuche erst wecke....
Was mich irgendwie davon abhält, Mathis jetzt schon in sein Babybett in Jans Zimmer zu legen, ist die Gefahr, daß Jan nachts durch Mathis wach wird. Denn wenn, will Jan mich oder es gibt Gebrüll...
Andererseits haben wir Jan auch schon mit 2 Tagen ausqaurtiert, weil wir mit der Schlafsituation damals nicht klar kamen. Jan hat von seinem 3. Tag zu Hause in seinem Bett, in seinem Zimmer geschlafen. Durch eine kleine Wohnung war der Weg dahin von unserem Bett nicht lang. Wir sind damit super gefahren.
Wie gesagt, nun ist Jan mit im Zimmer und man ist nicht so "frei" mit Mathis, wie nur mit einem Kind.
Jan wird allerdings auch grad schwieriger ins Bett zu bringen. Eigentlich schläft er super in seinem Bett ein. Jetzt sagt er immer sofort nachdem er seine Nachttischlampe ausgemacht hat, daß er in "MamaPapaBett" will, aber wir wollen das nicht vom Einschlafen an. Wenn er nachts wach wird, holen wir ihn eh. Aber er soll bitte in seinem Bett einschlafen. Das war zumindest die letzten drei Abende unser "Kampf" - das war nicht schön, aber Jan hat sich immer vorm Einschlafen vom WEinen gut beruhigt und ist mir mit Hand in Hand eingeschlafen.
Ob dieser "Kampf" vorbei wäre, wenn er weiß, daß Mathis komplett bei ihm mit im Zimmer schläft??? Ich verstehe voll und ganz, daß Jan auch zu uns will, wenn Mathis auch da ist, nur er alleine bleiben soll...
Ich gebe zu, daß ich gerne im Bett bleiben würde, wenn ich stillen muß. Das gefällt mir schon, aber allgemein fühle ich mich mit der aktuellen Situation nicht wohl, auch wenn ich schon fürs Familienbett bin. Ich muß dann im Kinderzimmer ein gemütliches und warmes Plätzchen finden....
Vielleicht hat hier ja auch ein paar gute Tipps für mich...
Re: Ich hasse das FB und stillen nachts.. GRRRRR
Verfasst: 06.01.2009, 22:51
von Waldfee
Zum Stillen im Dunkeln fällt mir nur gerade ein, dass ich bis vor kurzem noch immer eine Kerze die gesamte Nacht habe brennen lassen,
damit ich sehe, wann Elisa nur unruhig ist und wann sie stillen mag. Hilft dir das evtl.?
Re: Ich hasse das FB und stillen nachts.. GRRRRR
Verfasst: 06.01.2009, 22:53
von hoppsasa
Liebe Nina,
ich werde mal erzählen, allerdings bin ich fernab des Sut Standards vorgegangen.
Ich habe keine Bücher gelesen, im Nachhinein interessieren die mich aber sehr, Gorden und Co.
Vor allen dingen bei Avi war es sehr schwierig.
Avi hat die ersten neun Monate immer geweint beim Einschlafen, egal ob im Tuch oder im Bett. Er hat nie Nuckel akzeptiert. Am Anfang schlief er mit im FB, aber Einschlafstillen und dann auch Schlafen klappte nicht. Wir haben ihn rumgetragen, er weinte und weinte, meist 2, 3 Stunden, war er irgendwann eingeschlafen, habe ich ihn ins FB gelegt und mich gleich dazu, damit, wenn er wach wird, nach sehr kurzer Zeit, wenige Sekunden meist, gleich gestillt werden kann. Wenn das geklappt hatte und er schlief, konnte ich aber nicht aufstehen, er ist immer wieder aufgewacht und ich bin dann also mit ihm ins Bett. Doch oft hat das Stillen nicht funktioniert und ich habe ihn wieder getragen. Jeden Abend 2, 3 ungewisse Stunden. Wenn er einmal in den Tiefschlaf gefunden hatte, schlief er wunderbar, mit kurzen Stillunterbechungen.
Aber dieser lange Kampf bis dahin hat mich fertig gemacht. Und meinen Mann auch. Ich hatte das Gefühl, ihn eher vom in den Schlaf finden abzuhalten, als ihn zu begleiten.
Eines Abends, ich war nur am Heulen, hat mein Mann mich rausgeschickt und hat sich neben Avi gelegt und mit ihm gesprochen, irgendwann, nach 20 min vielleicht schlief er. Und Tom konnte auch wieder rauskommen.
Da war klar, dass wir etwas ändern.
Tagsüber habe ich Avi bis er ein Jahr war zum Schlafen nur getragen, zu festen Zeiten.
Für die Nacht haben wir ihm ein Bettchen neben unserem Bett aufgestellt und ihn nach dem Stillen-Wickeln-Liedchen singen hineingelgt und sind rausgegangen. Er hat dann geweint und ich bin hin, habe meine Hand auf den Bauch gelegt und mit ihm gesprochen. Ich habe ihn nicht aus dem Bettchen rausgenommen. Er ist am ersten Abend nach 20 min weinen eingeschlafen. Nach ein paar Abenden bin ich auch immer wieder rausgegangen und immer wieder rein. Manchmal schlief er ein, wenn ich drinnen war, manchmal aber auch, wenn ich nicht da war.
Er hat sehr lange gedauert, bis er beim Einschlafen gar nicht mehr weinte. Aber da er auch tagsüber im Tuch weinte, war mir klar, dass er das Weinen irgendwie braucht. Es war seine Art loszulassen. Doch oft war es oft wirklich schwer.
Mit acht Monaten haben wir unser Schlafzimmer zum Kinderzimmer erklärt und sind mit unserem Bett in ein anders Zimmer gezogen. Ich wollte ihn nachts abstillen. Das hat wieder Erwarten sehr gut geklappt. In der ersten Nacht ist er zweimal aufgewacht und hat geweint, Tom ist zu ihm und Avi ist sofort wieder eingeschlafen. Zwei Nächte später schlief er durch.
Bei Gil habe ich von Anfang an darauf geachtet, dass ich sie nicht ans Einschlafstillen gewöhne. Ich habe sie abends im FB gestillt, wenn sie dabei einschlief wars ok, wenn nicht, war ich bei Ihr und habe sie mit Anwesenheit und Worten begleitet. Mit der Zeit habe ich sie abends zu einer bestimmten Zeit gestillt und sie dann in ihr Bettchen gelegt. Sie hat auch geweint und ich war bei ihr. Wenn ich merkte, dass sie selbst nicht zur Ruhe findet, habe ich immer mal wieder gestillt. Das wurde aber immer weniger. Irgendwann bin ich zwischendurch auch rausgegangen und habe ein bisschen gewartet. Allerdings ohne Zeitplan, mehr nach meinem Bauch-Kopfgefühl folgend.
Meine Überlegungen zum Schlafen waren: Ich finde es gut, wenn mein Kind sich alleine beruhigen kann und alleine in den Schlaf findet. Sicher gibt es Kinder, die das von selbst können, egal ob im FB oder allein im Zimmer. Und es gibt Kinder, die einschlafgestillt werden und gut schlafen. Mir war und ist die Nähe zu meinen Kindern sehr wichtig, doch bei Avi habe ich gemerkt, dass die Abende nichts mit Nähe geben und Kind begleiten zu tun hatten. Er hat Unterstützung gebraucht um es selber zu lernen. Die haben wir ihm gegeben.
Wir haben ihm ein Abendritual eingeführt und feste Zeiten. Er konnte sich so darauf verlassen, dass alles immer gleich ist und er einschlafen kann.
Ich habe ja auch so ein Einschlafritual: Zähneputzen, umziehen, ins Bett, lesen...
Sicher ist es schön, mit dem Kindern in einem Bett und ich wäre auch nie auf die Idee gekommen das zu ändern, wenn Avi nicht so danach verlangt hätte. Für ihn waren die stundenlangen Weineren auch nicht schön.
Ich finde es auch schön, wenn ich von anderen höre, dass es ihnen gut geht mit FB. Aber ich weiß, dass es nicht für alle Eltern und nicht für alle Kinder die beste Lösung ist.
Es gibt viele Wege etwas zu ändern. Doch eins ist so gut wie sicher: Ohne Tränen geht es nicht. Und bleibe bei der Entscheidung (z.B. nicht Einschlafstillen). Mir hat immer geholfen, dass ich fest davon überzeugt war, na ja, ausser manchmal, dass dieser Weg uns allen wieder mehr Lebensqualität gibt. Und mir ist auch klar: Ich habe etwas angewöhnt, womit ich nicht leben kann und meine Kinder sehr schlecht, also müssen wir etwas ändern. Doch um Gewohnheiten zu ändern, Bedarf es viel Ratio und da Kinder die noch nicht so steuern können eben viele Tränen. Ich habe mir auch oft, wenn sie so weinten gesagt, es ist schön bei meinem Kind sein zu können und seine Tränen aufzufangen. Manchmal habe ich aber auch welche dazugeben, still und leise. Ich war sehr verbunden in solchen Momenten mit ihnen. Ich habe versucht, mir immer wieder zu sagen: Wenn es jetzt so ist, dann ist es so. Ich nehme es an. Ich werde ihnen helfen. Und mir.
Als wir Gil mit zu Avi ins Zimmer betteten, haben die beiden sich gegenseitig geweckt und geweint. Erst haben sie viel gelacht, dann waren sie übermüdet und weinten. Nach der ersten Nacht wollte ich Gil wieder rausholen. Doch Tom meinte gib ihnen noch ein paar Tage. Zum Glück! Die beiden schlafen wunderbar zusammen in einem Zimmer, und wenn mal einer aufwacht, dann schläft der andere meist weiter.
Du musst ein paar Entscheidungen treffen:
Willst Du dass sie sich alleine beruhigen und weiter im FB schlafen, dann bleib bei ihnen und erkläre, dass es keine Brust gibt. Lass sie weinen, nimm sie in den Arm, finde irgendeinen Weg, mit dem Du leben kannst.
Du kannst ihnen sicher auch ein Zimmer zum Schlafen geben und sie dort begleiten.
Über das Rausgehen trotz Weinen gibt es sehr unterschiedliche Meinungen, und hier im SuT Forum eigentlich nur eine: Es sei grausame Quälerei. Ich bin mir da nicht so sicher.
Aber jeder muss seinen eigenen Weg finden, das ist mir ganz wichtig. Ob mein Weg auch der anderer ist, weiss ich nicht.
Ich wünsche Dir, dass Du einen Weg findest, versuche Dich von allen möglichen Schranken zu befreien, es gibt keine idealen Lösungen für alle Familien, nur individuelle. Das eine ist nicht nur gut und das andere nur schlecht. Ich bewege mich oft in Grauzonen. Es geht nicht darum, die Kinder radikal irgendwo wegzusperren. Auch ein eigenes Zimmer ist kein Wegsperren. Es kann eine Lösung sein.
Finde die Deine. In Gedanken und in Taten.
Alles Gute.
Re: Ich hasse das FB und stillen nachts.. GRRRRR
Verfasst: 06.01.2009, 22:55
von Talgaro
Nina hat geschrieben:So, und nochmal abschließend: DASS ich etwas ändern möchte und muß ist mir mehr als klar. Ich weiß nur noch nicht genau, was und wie. Die Wahlgren-Methode, abstillen nach Gordon, Schnuller angewöhnen, ausquartieren... darüber werde ich mir in den nächsten Tagen Gedanken machen und nach wie vor bin ich dankbar für Tips und Erfahrungsberichte!
Da mich nach meinem ersten Post hier jemand gefragt hatte, wie wir es gemacht haben, kann ich den Text mal kopieren, da du ja nach Erfahrungsberichten fragts:
So dann versuch ich es mal:
Achso zuerst: einen Beruhigslaut angewöhnen (z.B. leises schhhh), den beim Trösten, Stillen usw einführen und verwenden, alternativ geht auch eine Melodie zu summen, den sollte das Kind schon kennen und mit Beruhigung verbinden.
Ausgangsituation: Im Sitzen gestillt, anfangs bis in den Tiefschlaf und dann gaaaanz vorsichtig ins Bett gelegt.
[kleine Anmerkung: das Einschlafstillen ging eh schon langsam nicht mehr so gut, da es immer länger dauerte bis er richtig schlief bzw irgendwann gar nicht mehr richtig einschlief, nur so Halbschlaf]
Dann habe ich langsam nicht mehr ganz so sanft und laaaangsam hingelegt, sondern so, dass er dass hinlegen leicht merkte (aber gleich wieder wegsackte), dann bis kurz vorm Tiefschlaf gestillt, weiter langsam reduzieren. Wenn mein Kleiner noch wach war und meckerte, beruhigte ich ihn mit dem "schh" Laut, Hand ruhig auf seinem Brustkorb (Herzgegend) gelegt, leiser werden, bis zum Einschlafen dableiben - dies auch immer weiter reduzieren (kürzer den Laut, Handdruck verringern) - das alles Schritt für Schritt bis es klappt, nicht aufgeben, irgendwann klappt es bestimmt! Man muss sich und seiner Sache sicher sein. Notfalls wieder etwas länger und dann wieder reduzieren. Nicht die Geduld verlieren.
Wenn es aber dann mal soweit ist: auch nicht mehr bis in den Tiefschlaf dableiben, sondern schon mal einen Schritt zurück, wenn nötig wieder ran, aber immer mal probieren auch einen Schritt zurück und allein einschlafen lassen, später 2, 3 Schritte, zur Tür usw. Aber das kann man dann intuitiv machen, wie weit dein Kind schon ist. Ich bin auch mal raus, weil ich zum Großen mußte, dann hab ich gesagt, ich komme gleich wieder, was ich auch getan habe und dann bin ich nochmal raus ("kurz zum Großen") und dann schlief er schon, als ich wiederkam.
Kurz nach dem alleine Einschlafen kam beim Kleinen übrigens auch das Durchschlafen - wobei ich mich da jetzt nicht aus dem Fenster lehnen möchte, das kann auch Zufall sein. Jedenfalls bin ich bis dahin nachts immer noch zu ihm, wenn er sich meldete, stillte und legte ihn wieder ins Bett (wenn er wieder eingeschlafen war). Dauernuckeln könnte ich ehrlich gesagt kaum ertragen

.