Ja das lieben sie. Wir haben auch welche in den Ritzen und freuen uns wenn sie in der Dämmerung rumflitzen
Fledermäuse am Haus
- saiidi
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Re: Fledermäuse am Haus
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- blueberry
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Re: Fledermäuse am Haus
Nunja, Tollwut halt.Waldbewohnerin hat geschrieben: 03.07.2025, 21:16 Aber auch da geht es ja vornehmlich um Fledermäuse aus anderen Ländern. Ich habe auch noch mal recherchiert und nichts gefunden was europäische Fledermäuse an Krankheiten übertragen sollen.
Das sollte man einfach wissen und auch die Kinder aufklären, dass Bisse und Kratzer(!) sofort erzählt gehören, damit man ggf. eine Postexpositionsprophylaxe beginnen kann.
Bei allen anderen Tieren wie Hunden, Füchsen usw. ist in Mitteleuropa ja Tollwut seit fast 20 Jahren ausgerottet, so dass Kinder (und viele Erwachsene) die Erkrankung überhaupt nicht mehr auf dem Schirm haben.
Wenn man zugewandte, hilfsbereite Kinder für Fledermäuse begeistert, ihnen damit ja dann auch (hoffentlich) die Vorurteile und Scheu vor diesen schönen Tieren nimmt, und zudem welche auf dem Grundstück hat (vor allem in Norddeutschland, s.u.), kann es nicht schaden das mal ernsthaft besprochen zu haben, dass sich die Kinder auch bei einem unbedachten Fehler dann nicht schämen, sondern trotzdem Erwachsenen Bescheid geben sollen.
Ja, ist unwahrscheinlich, aber bei einer Krankheit, die zu 100% tödlich verläuft, bin ich da auf der "better safe than sorry"-Seite.
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Infos vom NABU hier:
Tollwut bei Fledermäusen - NABU https://share.google/0K4ctoj23KcXkKnVX
Zitate:
Menschen werden von erkrankten Tieren nicht aktiv angegriffen, sondern vielmehr gebissen, wenn sie die Tiere aufnehmen und ihnen helfen wollen.
Betroffen sind nur einige der 25 Arten, darunter vor allem die Breitflügelfledermaus, aber auch Abendsegler, Braunes Langohr, Zwergfledermaus, Teich- und Wasserfledermaus sowie die Fransenfledermaus.
Rund 90 Prozent der Nachweise stammen aus der norddeutschen Tiefebene, also von Schleswig-Holstein und Niedersachen bis Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg.
Die Tollwut wird ausschließlich über Speichel auf Hautwunden übertragen. Von Kot geht keine Gefahr aus. Ohne direkten Kontakt zu den Tieren sind auch Hausbesitzer mit einem Fledermausquartier zum Beispiel im Dachstuhl keiner erhöhten Gefahr ausgesetzt. Solange man die Tiere nicht anfasst, werden selbst tollwütige Fledermäuse Menschen nicht angreifen.
Wichtigste Schutzmaßnahme ist daher, Fledermäuse nur mit dicken (Leder-)Handschuhen anzufassen. Das gilt besonders bei Tieren, die tagsüber im Freien gefunden werden, die flugunfähig sind oder auffälliges Verhalten zeigen. Wer häufigen Kontakt hat, zum Beispiel als Fledermausforscher oder -schützer, sollte sich vorbeugend gegen Tollwut impfen lassen.
[...]
Kommt es doch einmal zu einem Biss, muss das Tier nicht gleich tollwütig sein, es kann auch aus Angst zubeißen. Dennoch gilt: Die Bisswunde sollte sofort gründlich mit Wasser und Seife gereinigt werden. Dann ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen, so dass eine postexpositionelle Impfung, also eine Impfung nach erfolgtem Biss, rechtzeitig erfolgen kann. Wie die Fuchstollwut ist die Fledermaustollwut eine ohne Behandlung für den Menschen tödlich verlaufende Krankheit.
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Re: Fledermäuse am Haus
So lange man sie nicht anfasst, ist alles easy.Dorkas hat geschrieben: 02.07.2025, 21:51 Gesundheitlich bedenklich sind lebende Fledermäuse nicht. Und tote auch nicht, würde ich mal so sagen. [...]
Auch, wenn die Vorstellung von Fledermäusen vielleicht nicht so toll ist, gerade, wenn man tote Babys findet, würde ich nichts weiter unternehmen.
Zu den tot aufgefundenen Tieren aber noch:
Man sieht einer toten Fledermaus nicht an, woran sie gestorben ist. Die Forschung zu Fledermaustollwut ist darauf angewiesen, dass die Bevölkerung mithilft:
Also nicht selbst entsorgen, begraben o.ä.[...] sind Forscher und Behörden bemüht, infizierte Fledermäuse zu erfassen und ein landesweites Kontrollsystem aufzubauen. Die Veterinär- und Gesundheitsbehörden sind dabei auf die Mitarbeit von Fledermausbiologen und ehrenamtlichen Fledermausschützern angewiesen. Daher helfen sie mit und übergeben sie bitte gefundene tote Tiere an die zuständigen Behörden, so dass die Tiere in die deutschlandweite Kontrolle einfließen können.
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Bei lebend aufgefundenen Tieren:
Beide Zitate von hier:Was ist zu tun?
Aufgefundene Fledermäuse sollten nicht mit bloßen Händen angefasst werden . Verwenden Sie dicke Handschuhe, um das Tier in einem Karton mit kleinen Löchern sicherzustellen. Verständigen Sie eine(n) Fledermausbeauftragte(n) oder das Veterinäramt, damit das Tier gepflegt und gegebenenfalls untersucht werden kann.
Fledermaustollwut – Landesfachausschuss Fledermausschutz NRW https://www.fledermausschutz.de/biologi ... ustollwut/
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Re: Fledermäuse am Haus
Ein letztes: oben stand in einem der Zitate "Wie die Fuchstollwut ist die Fledermaustollwut eine ohne Behandlung für den Menschen tödlich verlaufende Krankheit."
"ohne Behandlung" ist dabei unglücklich ausgedrückt. Man kann Tollwut nicht "behandeln", wenn sie einmal ausgebrochen ist (ich glaube, die Ärztin bei der Tollwut-Reiseimpfung sagte was von weltweit zwei Menschen, die jemals Tollwut überlebt haben?).
Man kann aber direkt im Anschluss an eine potentielle Infektion mit Impfungen (und Gabe von Immunglobulinen) wirksam den Ausbruch verhindern.
Wenn man es nicht sofort getan hat, sollte man es nachholen.
Die Inkubationszeit kann bei Tollwut zwischen wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren(!) liegen.
Nachholen lohnt sich also ggf. (auch bei unsanftem Zusammentreffen mit Straßenhunden/streunenden Katzen in Tollwutrisikogebieten wie z.B. der Türkei)
---------
[/Tollwut-Infoblock]
Das liegt mir echt am Herzen. Sorry.
"ohne Behandlung" ist dabei unglücklich ausgedrückt. Man kann Tollwut nicht "behandeln", wenn sie einmal ausgebrochen ist (ich glaube, die Ärztin bei der Tollwut-Reiseimpfung sagte was von weltweit zwei Menschen, die jemals Tollwut überlebt haben?).
Man kann aber direkt im Anschluss an eine potentielle Infektion mit Impfungen (und Gabe von Immunglobulinen) wirksam den Ausbruch verhindern.
Wenn man es nicht sofort getan hat, sollte man es nachholen.
Die Inkubationszeit kann bei Tollwut zwischen wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren(!) liegen.
Nachholen lohnt sich also ggf. (auch bei unsanftem Zusammentreffen mit Straßenhunden/streunenden Katzen in Tollwutrisikogebieten wie z.B. der Türkei)
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Das liegt mir echt am Herzen. Sorry.
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Re: Fledermäuse am Haus
Ich finde die Infos super hilfreich 


LG
Anika
mit Grinsebacke (04/11) & Mini-Kämpfer (11/14) an der Hand, Blondinchen und den wilden Jungkatern auf der Bettdecke sowie Apportierkatze, rotem Einohrtiger und Kampfkuschelkater fest im Herzen
Anika
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Re: Fledermäuse am Haus
Ja das ist wirklich gut zu wissen.
Mit stellt sich jetzt nur die Frage, wie und wo ich eine tote Fledermaus konkret abgeben sollte. Ich hatte ja an den Fledermausschutz geschrieben und nie eine Antwort erhalten. Also wenn ich nicht innerhalb von 24 Stunden den Kadaver anderweitig loswerde, kommt er in die Tonne, tut mir leid...
Mit stellt sich jetzt nur die Frage, wie und wo ich eine tote Fledermaus konkret abgeben sollte. Ich hatte ja an den Fledermausschutz geschrieben und nie eine Antwort erhalten. Also wenn ich nicht innerhalb von 24 Stunden den Kadaver anderweitig loswerde, kommt er in die Tonne, tut mir leid...
Kleine 02/21
Kleiner 06/23
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Waldbewohnerin
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Re: Fledermäuse am Haus
Ja, ich schrieb vorher ja auch, dass sie Tollwut übertragen können und deshalb nur mit Handschuhen angefasst werden sollen. Weitere Krankheiten, die sie übertragen hatte ich nach Recherche nicht gefunden. Mir ging es nur darum, dass sie eben nicht Corona oder sonstwas übertragen und auch der Kot nicht giftig ist. Auch das Paper von Sabina sagt ja im Grunde nur, dass sie viele Viren in sich tragen, die aber so ja erstmal nicht auf den Menschen direkt übertragbar sind. Sie haben aber theoretisch das Potenzial sich zwischen unterschiedlichen Arten zu übertragen.
Ich kenne außerhalb des Forums leider wenige Menschen die Fledermäuse nicht eklig finden oder Angst vor ihnen haben. Wahrscheinlich liegt es mir deshalb so am Herzen...
Kleine Anekdote am Rande: Meine nette Krankenkasse wollte mir damals als ich anfing mit Fledermäusen zu arbeiten NICHT die Tollwut Impfung zahlen und riet mir daher dazu mich beißen zu lassen, denn die passive Immunisierung würden sie dann übernehmen. Äh nein, vielen Dank. Die ist viel schlechter verträglich und das Risiko ist mir bei einer immer tötlich verlaufenden Krankheit echt zu groß (spannend, dass es anscheinend zwei Fälle gibt, die das überlebt haben).
Ich habe gerade ganz frisch eine Bartfledermaus im TK, die auf Untersuchung wartet oder eventuell auch ausgestopft wird.
Ich kenne außerhalb des Forums leider wenige Menschen die Fledermäuse nicht eklig finden oder Angst vor ihnen haben. Wahrscheinlich liegt es mir deshalb so am Herzen...
Kleine Anekdote am Rande: Meine nette Krankenkasse wollte mir damals als ich anfing mit Fledermäusen zu arbeiten NICHT die Tollwut Impfung zahlen und riet mir daher dazu mich beißen zu lassen, denn die passive Immunisierung würden sie dann übernehmen. Äh nein, vielen Dank. Die ist viel schlechter verträglich und das Risiko ist mir bei einer immer tötlich verlaufenden Krankheit echt zu groß (spannend, dass es anscheinend zwei Fälle gibt, die das überlebt haben).
Ich finde, dass kann auch niemand von einer Privatperson erwarten. Du hast dich ja schon gekümmert, das würden wahrscheinlich die wenigsten machen. Wer generell weiß, dass es aktiven Fledermausschutz in der Gegend gibt und nur gerade niemanden erreicht, kann die Tiere auch einfrieren.GemeineEsche hat geschrieben: 06.08.2025, 15:01 Ja das ist wirklich gut zu wissen.
Mit stellt sich jetzt nur die Frage, wie und wo ich eine tote Fledermaus konkret abgeben sollte. Ich hatte ja an den Fledermausschutz geschrieben und nie eine Antwort erhalten. Also wenn ich nicht innerhalb von 24 Stunden den Kadaver anderweitig loswerde, kommt er in die Tonne, tut mir leid...
Ich habe gerade ganz frisch eine Bartfledermaus im TK, die auf Untersuchung wartet oder eventuell auch ausgestopft wird.
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Re: Fledermäuse am Haus
Ja, duesen Ekel bekommen wir auch immer wieder zu spüren, insbesondere die Kinder, wenn sie voller Begeisterung über unsere Mitbewohner sprechen.
Das ist so schade…
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LG
Anika
mit Grinsebacke (04/11) & Mini-Kämpfer (11/14) an der Hand, Blondinchen und den wilden Jungkatern auf der Bettdecke sowie Apportierkatze, rotem Einohrtiger und Kampfkuschelkater fest im Herzen
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- GemeineEsche
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Re: Fledermäuse am Haus
Einfrieren, nein danke
ich hab noch ne Plazenta auf Eis, die muss erstmal weg.
Für mich ist es aber auch eher Allgemeinwissen/gesunder Menschenverstand, tote Tiere nicht mit bloßen Händen zu berühren.
Aber bei lebenden Tieren, vor allem bei süßen flauschigen, ist es schon wichtig, darauf hinzuweisen. Meine Eltern haben es uns auch noch bei Mäusen beigebracht, dass die Tollwut haben können, was wahrscheinlich da schon sehr unwahrscheinlich gewesen wäre.
Aber wie schon gesagt wurde, bei einer tödlichen Krankheit ist auch eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit ernst zu nehmen.
Und wie ich gelesen habe tritt der Tod nach Ausbruch der Krankheit auch sehr schnell ein
Für mich ist es aber auch eher Allgemeinwissen/gesunder Menschenverstand, tote Tiere nicht mit bloßen Händen zu berühren.
Aber bei lebenden Tieren, vor allem bei süßen flauschigen, ist es schon wichtig, darauf hinzuweisen. Meine Eltern haben es uns auch noch bei Mäusen beigebracht, dass die Tollwut haben können, was wahrscheinlich da schon sehr unwahrscheinlich gewesen wäre.
Aber wie schon gesagt wurde, bei einer tödlichen Krankheit ist auch eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit ernst zu nehmen.
Und wie ich gelesen habe tritt der Tod nach Ausbruch der Krankheit auch sehr schnell ein
Kleine 02/21
Kleiner 06/23
Kleiner 06/23
- lala
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Re: Fledermäuse am Haus
Das schweift etwas ab, aber bei Mäusen auch an das Hanta-Virus denken (ist aber nicht so gefährlich wie Tollwut), wolle ich aber gerne ergänzen,
Viele Grüße von lala mit größerer Tochter (03/05) und kleinerer Tochter (11/07).