Premilchreduktionsdrama, schlechte Gewichtszunahme - noch eine Chance auf (Teil-)Stillen?

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Teazer
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Re: Premilchreduktionsdrama, schlechte Gewichtszunahme - noch eine Chance auf (Teil-)Stillen?

Beitrag von Teazer »

Guten Abend, Sophie.

360 ml Tagesmenge wäre vertretbar, weniger aber nicht. Teile diese so auf wie es für Euch passt.

Schön, dass das Pumpen besser läuft. Meinst Du, das kannst Du noch ausbauen?
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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sofie89
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Re: Premilchreduktionsdrama, schlechte Gewichtszunahme - noch eine Chance auf (Teil-)Stillen?

Beitrag von sofie89 »

Hallo Teazer,

ich hatte gestern mal wieder einen absoluten Tiefpunkt. Unser "Drama" geht jetzt schon fast 3 Monate und ich fühle mich total gefangen in der Situation. Es wird nicht besser, aber ich kann es auch nicht beenden, wenn ich an Abstillen und Flasche geben denke fühlt es sich auch nicht besser an. Ich schaffe nachts mit 3x Intervallpumpen 50-60 ml, kann dann aber nur so 3h schlafen, weil K. meist nach dem Morgenstillen aufstehen möchte. Tagsüber schaffe ich vielleicht noch 3-4x Intervallpumpen und komme damit vielleicht auf max. 80-90 ml in 24h. Tagsüber ist pumpen nicht ganz einfach, weil K. vor allem im Tragetuch schläft, d.h. wenn ich pumpe ist sie wach und das ist dann nicht gerade entspannt. Auf Dauer nachts so viel pumpen kriege ich aber eher nicht hin, denke die Müdigkeit bedingt auch meine negative Einstellung zu allem gestern; tagsüber schlafen kann ich nicht wirklich. Heute Nacht habe ich gar nicht gepumpt, nur K. nach Bedarf mit BES gestillt und heute Morgen ist alles schon wieder etwas besser ohne Müdigkeit. Ich weiß nur nicht wie es weiter gehen soll. Einfach weiter pumpen so viel ich schaffe, vielleicht nur 1x nachts und hoffen, dass es mehr wird? Es wurde ja mehr, anfangs konnte ich ein paar Tropfen pumpen, inzwischen tagsüber fast zuverlässig 15 ml, manchmal mehr und nachts doppelt so viel, aber ob ich damit was erreiche? Ich hätte so gerne, dass K. mehr Muttermilch als Pre bekommt und dass ich nicht mehr 8x zufüttern muss, sondern weniger. Aber meine Brust scheint nicht adäquat auf Stimulation zu reagieren, das Gefühl hatte ich von Anfang an. Ich biete übrigens doch weiter 8x 50 ml an in der Hoffnung, dass K. vielleicht doch auf die 400 ml Zufütterung kommt.

Lg Sofie


18.02. 3240 g, KH Geburt
21.02. 2800 g, HB, tiefstes Gewicht
28.02. 3140 g, KiA, Beginn Domperidon 3x30 mg
09.03. 3370 g, HB
14.03. 3380 g, HB
22.03. 3640 g, HB
29.03. 3790 g, HB
06.04. 4050 g, eW
13.04. 4130 g
14.04. 4170 g
15.04. 4160 g, 11x Stillen, 8x BES, 460 ml Pre, 4x Pipi, 1x Stuhl
16.04. 4190 g, 11x Stillen, 7x BES, 365 ml Pre, 4x Pipi, 0x Stuhl
17.04. 4250 g, 12x Stillen, 8x BES, 445 ml Pre, 6x Pipi, 1x Stuhl
18.04. 4200 g 10x Stillen, 8x BES, 395 ml Pre, 5x Pipi, 0x Stuhl
19.04. 4200 g (andere Wiegebedingungen, Ortswechsel), 9x Stillen, 7x BES, 405 ml Pre, 4x Pipi, 1x Stuhl
20.04. 4250 g (Ortswechsel), 11x Stillen, 7x BES, 320 ml Pre, 40 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
21.04. 4270 g (Ortswechsel), 11x Stillen, 8x BES, 390 ml Pre, 5x Pipi, 0x Stuhl
22.04. 4270 g (Ortswechsel), 10x Stillen, 8x BES, 310 ml Pre, 50 ml Mumi, 5x Pipi, 1x Stuhl
23.04. 4240 g (Ortswechsel), 10x Stillen, 8x BES, 380 ml Pre, 10 ml Mumi, 5x Pipi, 0x Stuhl
24.04. 4280 g (Ortswechsel), 12x Stillen, 8x BES, 330 ml Pre, 50 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
25.04. 4300 g 10x Stillen, 8x BES, 410 ml Pre, 20 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
26.04. 4400 g 10x Stillen, 8x BES, 315 ml Pre, 30 ml Mumi, 4x Pipi, 2x Stuhl
27.04. 4360 g 10x Stillen, 8x BES, 320 ml Pre, 50 ml Mumi, 5x Pipi, 0x Stuhl
28.04. 4400 g 11x Stillen, 8x BES, 305 ml Pre, 40 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
29.04. 4420 g 11x Stillen, 9x BES, 305 ml Pre, 50 ml Mumi, 4x Pipi, 0x Stuhl
30.04. 4460 g 10x Stillen, 8x BES, 320 ml Pre, 50 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
01.05. 4450 g 8x Stillen, 7x BES, 290 ml Pre, 50 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
02.05. 4450 g 8x Stillen, 7x BES, 240 ml Pre, 80 ml Mumi, 4x Pipi, 0x Stuhl
03.05. 4510 g 10x Stillen, 8x BES, 280 ml Pre, 45 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
04.05. 4500 g 10x Stillen, 8x BES, 290 ml Pre, 70 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
05.05. 4490 g
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Teazer
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Re: Premilchreduktionsdrama, schlechte Gewichtszunahme - noch eine Chance auf (Teil-)Stillen?

Beitrag von Teazer »

Liebe Sofie,

erst einmal möchte ich Dich virtuell umarmen, wenn ich darf. Ich kann verstehen, dass das alles sehr anstrengend ist. Respekt, dass Du Dich so engagierst.

Es ist leider so, dass es nach dem Wochenbett schwierig ist, die Milchmenge noch deutlich zu steigern. Von daher ist jetzt vielleicht der Moment gekommen, zu schauen, was Du erreicht hast und wie es realistisch weiter gehen kann.

Du hast es geschafft, dass Dein Baby mehr als die Hälfte seines Bedarfs durch Muttermilch deckt. Das ist großartig! Ich bin mir sicher, dass Du dieses Niveau halten kannst, auch wenn Du Deine Pumppläne etwas schlaffreundlicher gestaltest.

Kannst Du Dein Baby auf dem Rücken tragen? So ist pumpen auch möglich.

Ansonsten wäre mein Vorschlag, dass Du einfach versuchst, weiterhin so viel zu pumpen wie möglich und mit dem BES zu stillen. Ich denke, wenn die Stillfrequenz regulär 10x in 24h ist, dann kannst Du auch 1 bis 2x pumpen reduzieren. Wichtig ist dabei natürlich, dass Dein Baby gut saugt. Hast Du den Eindruck, dass das der Fall ist?

Bei Babys, die PRE ergänzend brauchen, ist es sinnvoll mit 4 Monaten hochkalorische Beikost einzuführen. Danach wird nach Bedarf gestillt und der Brei ersetzt die PRE. Babys, die zugefüttert werden, nehmen den Brei erfahrungsgemäß gerne an.

Du hast bis dahin noch sechs Wochen. Natürlich kannst Du noch versuchen, mehr Milch zu gewinnen. Aber vielleicht nimmt Dir die Perspektive etwas den Druck.

Wie möchtest Du, dass es weiter geht? Wenn Du den aktuellen Stand der Zufütterung hälst (im Durchschnitt 370 ml, etwa 50 ml Muttermilch plus 320 ml PRE), dann könnten wir die Dokumentation reduzieren und nur noch 2-3x pro Woche Wiegen. Das würde Dich entlasten. Was hältst Du davon?

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18.02. 3240 g, KH Geburt
21.02. 2800 g, HB, tiefstes Gewicht
28.02. 3140 g, KiA, Beginn Domperidon 3x30 mg
09.03. 3370 g, HB
14.03. 3380 g, HB
22.03. 3640 g, HB
29.03. 3790 g, HB
06.04. 4050 g, eW
13.04. 4130 g
19.04. 4200 g
26.04. 4400 g 10x Stillen, 8x BES, 315 ml Pre, 30 ml Mumi, 4x Pipi, 2x Stuhl
27.04. 4360 g 10x Stillen, 8x BES, 320 ml Pre, 50 ml Mumi, 5x Pipi, 0x Stuhl
28.04. 4400 g 11x Stillen, 8x BES, 305 ml Pre, 40 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
29.04. 4420 g 11x Stillen, 9x BES, 305 ml Pre, 50 ml Mumi, 4x Pipi, 0x Stuhl
30.04. 4460 g 10x Stillen, 8x BES, 320 ml Pre, 50 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
01.05. 4450 g 8x Stillen, 7x BES, 290 ml Pre, 50 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
02.05. 4450 g 8x Stillen, 7x BES, 240 ml Pre, 80 ml Mumi, 4x Pipi, 0x Stuhl
03.05. 4510 g 10x Stillen, 8x BES, 280 ml Pre, 45 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
04.05. 4500 g 10x Stillen, 8x BES, 290 ml Pre, 70 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
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Re: Premilchreduktionsdrama, schlechte Gewichtszunahme - noch eine Chance auf (Teil-)Stillen?

Beitrag von sofie89 »

Hallo Teazer,

danke für deine schnelle und ehrliche Antwort! Ich weiß gerade selber nicht wie es weitergehen soll.

Das Wiegen und Dokumentieren ist nicht schön, aber das stresst mich nicht. Eher dass ich so an die Wohnung gebunden bin und alles so nach Zeitplan läuft.

Ich denke, dass der Pumpaufwand bei mir nicht wirklich in Relation steht zu der zusätzlich gewonnenen Muttermilch, oder? Und es scheint ja auch nicht wirklich besser zu werden. Ich weiß noch nicht, ob ich es schaffe das weiter zu machen, habe gerade fast eine Aversion dagegen und das hilft auch nicht die erpumpte Menge zu steigern. Ich glaube K. hat mehr davon, wenn ich entspannt bin und mich mit ihr beschäftige, als wenn sie das bisschen mehr Muttermilch bekommt?

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass K. die Hälfte ihres Bedarfs aus der Brust deckt. Wir können eigentlich ohne BES gar nicht mehr stillen. Das geht nur zum Einschlafen oder zur Beruhigung, wenn K. satt ist. Ansonsten trinkt sie an der besseren Seite ca. 3 Minuten, an der schlechteren noch kürzer und beschwert sich dann. Wenn sie richtig Hunger hat, schreit sie sofort. Auch beim Wechselstillen gibt es bei jedem Seitenwechsel Geheul, solange sie noch hungrig ist. Deshalb kann ich mir auch nicht vorstellen, dass wir eine entspannte Stillzeit genießen könnten, wenn die Pre durch Beikost ersetzt ist... Klar, das kann keiner voraus sagen. Aber ich ertrage langsam Geheule an der Brust nicht mehr. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass meine Brust das aus irgendeinem Grund nicht hinbekommt und es hat sich bewahrheitet. Ich habe einfach Angst, dass ich uns jetzt weiter quäle und das worauf ich hoffe wieder nicht möglich ist. Würde es vielleicht helfen, wenn ich einfach mal ein paar Tage versuche K. zwischen den BES-Mahlzeiten so anzulegen, um zu sehen, ob das überhaupt geht? Wobei sie da auch oft ziemlich satt ist und dann eh nicht richtig saugt. Heute habe ich schon bei 50 ml Pre alle 3h das Problem, dass K. völlig unmotiviert vor sich hin nuckelt, bis die Pre nach 1h alle ist. Oder ich biete 11x 35 ml Pre an statt 8x 50 ml, in der Hoffnung, dass K. dann nicht so satt ist? Und mehr Muttermilch müsste sie dann auch bekommen, oder? Das kann ich mir gerade eher vorstellen als Pumpen, aber vielleicht ändert sich das auch nochmal.

Ich habe in den letzten Tagen auch schon darüber nachgedacht, ob K. noch so richtig gut saugt. Ich habe schon das Gefühl, dass da eine gewisse Gewöhnung an das BES ist und sie weiß, dass sie deutlich leichter an Milch kommt, sobald der Schlauch offen ist und sich ohne nicht mehr immer so richtig engagiert. Obwohl wir das BES immer schon mit dem kleinsten Schlauch und die Flasche auf K.'s Kopfhöhe gelagert verwenden, eigentlich tropft da nicht wirklich was raus so. Aber ich denke daran kann ich nichts ändern?

Wenn wir ohne BES nicht stillen können wären die einzigen Alternativen für immer BES oder Abstillen, oder? Wobei ich dann gar nicht wüsste wie K. einschläft und wie sie sich bei einer ihrer Reizüberflutungen beruhigen könnte. Alles schwierig.

Lg Sofie
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Re: Premilchreduktionsdrama, schlechte Gewichtszunahme - noch eine Chance auf (Teil-)Stillen?

Beitrag von Teazer »

Hallo, Sofie.
sofie89 hat geschrieben: 05.05.2019, 14:50 Das Wiegen und Dokumentieren ist nicht schön, aber das stresst mich nicht. Eher dass ich so an die Wohnung gebunden bin und alles so nach Zeitplan läuft.
Ja, das kann ich verstehen. Aber das bleibt nicht für immer so.
Ich denke, dass der Pumpaufwand bei mir nicht wirklich in Relation steht zu der zusätzlich gewonnenen Muttermilch, oder? (...) Ich glaube K. hat mehr davon, wenn ich entspannt bin und mich mit ihr beschäftige, als wenn sie das bisschen mehr Muttermilch bekommt?
Das ist eine Bewertung, die nur Du geben kannst. Jeder Milliliter Muttermilch ist toll. Aber nur Du weißt, was Du dafür investieren kannst. Niemand verurteilt Dich dafür, wenn Du mit dem Pumpen aufhörst. Und ich werde Dich weiter anfeuern, wenn Du weiterhin pumpen möchtest.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass K. die Hälfte ihres Bedarfs aus der Brust deckt. Wir können eigentlich ohne BES gar nicht mehr stillen. (...) Deshalb kann ich mir auch nicht vorstellen, dass wir eine entspannte Stillzeit genießen könnten, wenn die Pre durch Beikost ersetzt ist...
Das können sich viele Mütter nicht vorstellen und sind dann ganz überrascht wie gut es läuft. Natürlich würden wir das Stück für Stück machen.

Die Zahlen sprechen klar dafür, dass Du ihren Bedarf aktuell bis zu 65 % mit Deiner Milch deckst. So wenig trinkt sie also gar nicht aus der Brust. :)
Klar, das kann keiner voraus sagen. Aber ich ertrage langsam Geheule an der Brust nicht mehr. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass meine Brust das aus irgendeinem Grund nicht hinbekommt und es hat sich bewahrheitet.
Ich denke nicht, dass Deine Brust das nicht kann. Du hast bloß in den ersten Wochen nicht die richtige Unterstützung bekommen. Leider gibt es ein Zeitfenster zur Etablierung der Milchproduktion. Das war vermutlich schon zu, als wir hier zusammen angefangen haben. Dass Du dennoch so viel erreicht hast, zeigt, dass Du eine tolle Mama bist, die für ihr Kind kämpft. Wir sollten schauen, dass Du Dein Baby auch genießen kannst. Bald sieht es schon ganz anders aus. Du wirst sehen.
Würde es vielleicht helfen, wenn ich einfach mal ein paar Tage versuche K. zwischen den BES-Mahlzeiten so anzulegen, um zu sehen, ob das überhaupt geht? Wobei sie da auch oft ziemlich satt ist und dann eh nicht richtig saugt.
Genau deshalb würde ich es nicht machen. Da ist sie eher genervt. Aber Du kannst das BES zunächst einfach geschlossen halten und erst öffnen, wenn sie nicht mehr von sich aus saugt.

Du kannst das BES auch immer wieder zwischendurch abklemmen und erst wieder öffnen, wenn sie gut saugt. Damit gewöhnt sie sich in 6 Wochen auch schneller ans "pur" Stillen.
Heute habe ich schon bei 50 ml Pre alle 3h das Problem, dass K. völlig unmotiviert vor sich hin nuckelt, bis die Pre nach 1h alle ist. (...) Obwohl wir das BES immer schon mit dem kleinsten Schlauch und die Flasche auf K.'s Kopfhöhe gelagert verwenden, eigentlich tropft da nicht wirklich was raus so. Aber ich denke daran kann ich nichts ändern?
Es ist nicht Sinn der Sache, es ihr mit dem BES so schwer wie möglich zu machen. Natürlich soll sie erst einmal gut saugen und versuchen, selbst Milch aus der Brust zu holen. Aber wenn das BES offen ist, dann sollte pro Sekunde 1-2 Tropfen heraus fließen, von alleine. So dauert eine Stilleinheit 20-30 min.

Der dünnste Schlauch ist für PRE nicht geeignet. Nimm den mittleren. Die Flasche hängst Du so hoch, dass die o.g. Tropffrequenz entsteht.
Ich habe schon das Gefühl, dass da eine gewisse Gewöhnung an das BES ist und sie weiß, dass sie deutlich leichter an Milch kommt, sobald der Schlauch offen ist und sich ohne nicht mehr immer so richtig engagiert.
Dem kannst Du entgegen wirken, indem Du immer wieder das BES abklemmst und erst wieder öffnest, wenn sie ein paar Mal kräftig gesaugt hat.
Oder ich biete 11x 35 ml Pre an statt 8x 50 ml, in der Hoffnung, dass K. dann nicht so satt ist? Und mehr Muttermilch müsste sie dann auch bekommen, oder? Das kann ich mir gerade eher vorstellen als Pumpen, aber vielleicht ändert sich das auch nochmal.
Nein, Du musst Deine Milchmenge nicht noch weiter steigen. Sollte ein "Knoten platzen" und es wird mehr: Super! Aber auch wenn nicht, so bekommt Dein Baby mit Muttermilch plus hochkalorischen Brei alles, was sie braucht.
Wenn wir ohne BES nicht stillen können wären die einzigen Alternativen für immer BES oder Abstillen, oder? Wobei ich dann gar nicht wüsste wie K. einschläft und wie sie sich bei einer ihrer Reizüberflutungen beruhigen könnte. Alles schwierig.
Lass uns diese Brücke doch überqueren, wenn wir da sind. Ich sehe nichts, das fürs Abstillen spricht. Und ich bin überzeugt, dass ihr das BES in zwei Monaten los seid. :)
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ViolaBo
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Re: Premilchreduktionsdrama, schlechte Gewichtszunahme - noch eine Chance auf (Teil-)Stillen?

Beitrag von ViolaBo »

Liebe Sofie,

vielleicht kann Dir meine Geschichte ein bisschen die Angst nehmen, dass ihr für immer nur mit BES stillen werdet.
Auch mein Baby hatte sich sehr an das BES gewöhnt, vor allem daran, dass immer sofort Milch kommt, so dass wir zeitweise ausschließlich mit BES gestillt haben. Ich habe mir lange nicht vorstellen können, dass wir das jemals los werden.
Ebenso kenn ich das Gefühl, dass es gar nichts aus der Brust holt. Aber dass Dein Baby einen großen Teil der Milch aus der Brust bekommt, siehst Du ja an der relativ kleinen Menge, die Du zufütterst.

Was hat geholfen? Klar, wie Teazer schon sagt, immer mal abklemmen oder Fluss reduzieren. Aber ganz wichtig, mach da keinen Kampf draus. Wenn Dein Baby sich da zu sehr aufregt und gestresst ist, bringt das nichts.
Es gab bei uns viele Auf und Abs, mal gingen einzelne Stillmahlzeiten ohne BES, mal keine einzige. Mein Baby stillte außerdem nur noch liegend und fast ausschließlich im Halbschlaf.
ABER: mit Einführung der Beikost sind wir das BES ganz fix los geworden. Ganz konkret habe ich einfach beim Stillen vor den Mahlzeiten kein BES verwendet. So konnte ich relativ entspannt bleiben, wenn mein Baby keine Geduld an der Brust hatte, weil ich wusste, dass er Hunger ja danach mit Brei stillen kann.
Ich habe gerade nochmal nachgeguckt, ab Beikosteinführung waren wir das BES in weniger als 2 Wochen komplett los. Bis dahin unvorstellbar für mich!
Klar, wie schnell das geht, hängt von der Zufüttermenge ab, und wie das Baby die Beikost annimmt.
Aber ich habe hier schon in vielen Threads gesehen, dass zugefütterte Babys die hochkalorische Beikost oft gut annehmen und die Pre schnell ausgeschlichen ist.

Stillen wurde nach der Beikosteinführung relativ schnell ganz entspannt. Mein "Baby" ist mittlerweile 26 Monate alt, und wir stillen immer noch (übrigens auch dank Teazer ☺️).

Vielleicht macht Dir das ein bisschen Hoffnung. Ich finde es ganz klasse, wie sehr Du bisher gekämpft hast.
Alles Gute für Euch!!
Vio mit kleinem Zauberer 03/17
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Re: Premilchreduktionsdrama, schlechte Gewichtszunahme - noch eine Chance auf (Teil-)Stillen?

Beitrag von sofie89 »

Liebe Viola,

vielen Dank für deinen Bericht, das hilft tatsächlich, wenn man sieht, dass andere es geschafft haben. Toll, dass du das durchgezogen hast und jetzt dafür belohnt wirst :) Trotzdem bleibt der Respekt vor dem, was noch vor uns liegt und was an Energie kosten wird.


Liebe Teazer,

mal wieder danke für deine Worte! Wenigstens für kurze Zeit sehe ich dann auch das Positive wieder.

Ich lege K. jetzt vor dem BES wieder "nackig" an. Das geht schon, sie saugt dann auch gut, aber beschwert sich halt nach sehr wenigen Minuten, weil nichts mehr kommt und weint, wenn ich sie abdocke. Ich kann ja später nicht einem weinenden Kind Brei anbieten? K. müsste schon mehrere Mahlzeiten essen, um ca. 350 ml Zufütterung zu ersetzen, oder? Und auch nachts werde ich ihr ja nicht zu essen anbieten, im Moment stillen wir aber auch nachts mit BES. Oder hat sie dann nachts nicht mehr so viel Hunger, weil der Brei abends satter macht? Sorry, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das jemals entspannt wird.

Wenn ich den mittleren BES-Schlauch nehme ist K. eher nach 10 min mit den 50 ml fertig, mit dem dünnsten Schlauch nach ca. 30 min, bei Hunger auch weniger. Verstopft ist mir der dünne Schlauch nie. Soll ich trotzdem den mittleren nehmen?

Das Pumpen habe ich mir überlegt zwanglos zu integrieren, 3x schaffe ich gut, vielleicht auch 4x in 24h, aber damit komme ich ja vielleicht auf 50 ml Muttermilch mehr wenns gut läuft.

Ich habe jetzt nochmal versucht in mich hinein zu fühlen und für mich fühlt es sich wie vorzeitiges Aufgeben oder Versagen an, wenn ich jetzt einfach bei der Zufüttermenge bleibe und einfach abwarte. Wäre es vielleicht eine Option das Domperidon für eine Zeit noch höher zu dosieren und noch eine ganz kleine Pre-Reduktion zu versuchen? Das was ich in den letzten Tagen abgepumpt hatte, hat die Brust ja zusätzlich gebildet, es würde ja fast schon reichen, wenn K. das aus der Brust abfordern könnte. Ich würde so gerne unter 300 ml Zufütterung kommen und mal eine Mahlzeit ohne BES schaffen und wenn es nachts ist. Ohne das Domperidon hatte ich ja gar keine Milch, es hat also eine gute Wirkung gezeigt und wäre vielleicht einen Versuch wert? Ich denke nur Adoptivmütter, die stillen hatten ja gar kein Wochenbett und da klappt ja teilweise auch eine gute Milchetablierung... Wenn du natürlich sagst das macht keinen Sinn oder das lässt K.'s Gewichtsverlauf nicht zu, dann muss ich mich wohl damit abfinden und schauen wie ich weiter mache. Für mich ist die Situation im Moment so belastend, dass ich immer noch manchmal denke vielleicht wäre gar nicht stillen besser als so :(

Liebe Grüße
Sofie


18.02. 3240 g, KH Geburt
21.02. 2800 g, HB, tiefstes Gewicht
28.02. 3140 g, KiA, Beginn Domperidon 3x30 mg
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14.03. 3380 g, HB
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13.04. 4130 g
19.04. 4200 g
26.04. 4400 g 10x Stillen, 8x BES, 315 ml Pre, 30 ml Mumi, 4x Pipi, 2x Stuhl
27.04. 4360 g 10x Stillen, 8x BES, 320 ml Pre, 50 ml Mumi, 5x Pipi, 0x Stuhl
28.04. 4400 g 11x Stillen, 8x BES, 305 ml Pre, 40 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
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01.05. 4450 g 8x Stillen, 7x BES, 290 ml Pre, 50 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
02.05. 4450 g 8x Stillen, 7x BES, 240 ml Pre, 80 ml Mumi, 4x Pipi, 0x Stuhl
03.05. 4510 g 10x Stillen, 8x BES, 280 ml Pre, 45 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
04.05. 4500 g 10x Stillen, 8x BES, 290 ml Pre, 70 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
05.05. 4490 g 11x Stillen, 9x BES, 335 ml Pre, 10 ml Mumi, 4x Pipi, 0x Stuhl
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Re: Premilchreduktionsdrama, schlechte Gewichtszunahme - noch eine Chance auf (Teil-)Stillen?

Beitrag von Teazer »

Hallo, Sofie.
sofie89 hat geschrieben: 06.05.2019, 17:39 Ich kann ja später nicht einem weinenden Kind Brei anbieten?
Das wirst Du auch nicht. Mach Dir darüber jetzt wirklich nicht so viele Gedanken. Übe es einfach ein. Dein Baby wird sich schnell an die Umstelling gewöhnen.
K. müsste schon mehrere Mahlzeiten essen, um ca. 350 ml Zufütterung zu ersetzen, oder?
Ja, ca. drei. Das ist bei hochkslorischer Beikost die Regel.
Und auch nachts werde ich ihr ja nicht zu essen anbieten, im Moment stillen wir aber auch nachts mit BES. Oder hat sie dann nachts nicht mehr so viel Hunger, weil der Brei abends satter macht?
Genau so ist es. :)
Sorry, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das jemals entspannt wird.
Das verstehe ich. Aber vor Dir sind schon hunderte von Frauen mit ihren Babys diesen Weg erfolgreich gegangen. In zwei Monaten werdet Ihr dazu gehören.

Bis dahin versuche, das Hier und Jetzt zu genießen. Über die Zukunft zu grübeln zieht so viel Energie ab. Nutz sie lieber für Dich.
Wenn ich den mittleren BES-Schlauch nehme ist K. eher nach 10 min mit den 50 ml fertig, mit dem dünnsten Schlauch nach ca. 30 min, bei Hunger auch weniger. Verstopft ist mir der dünne Schlauch nie. Soll ich trotzdem den mittleren nehmen?
Ja. Häng die Flasche so tief wie möglich und klemm den Schlauch einfach immer wieder ab, so dass Ihr auf 20 min stillen kommt.
Das Pumpen habe ich mir überlegt zwanglos zu integrieren, 3x schaffe ich gut, vielleicht auch 4x in 24h, aber damit komme ich ja vielleicht auf 50 ml Muttermilch mehr wenns gut läuft.
Das ist eine ganze Portion. Ist doch klasse. :)
Ich habe jetzt nochmal versucht in mich hinein zu fühlen und für mich fühlt es sich wie vorzeitiges Aufgeben oder Versagen an, wenn ich jetzt einfach bei der Zufüttermenge bleibe und einfach abwarte. Wäre es vielleicht eine Option das Domperidon für eine Zeit noch höher zu dosieren
Natürlich kannst Du es auch weiterhin versuchen. Ob eine höhere Dosierung möglich ist, musst Du mit Deiner/Deinem Gyn (oder wer das Rezept ausstellt) besprechen. Dr. Jack Newman gibt bis zu 4x 40 mg.
und noch eine ganz kleine Pre-Reduktion zu versuchen? Das was ich in den letzten Tagen abgepumpt hatte, hat die Brust ja zusätzlich gebildet, es würde ja fast schon reichen, wenn K. das aus der Brust abfordern könnte.
Dann hätte K. die gleiche Milchmenge wie vorher. Klar, das Pumpen fiele weg. Ansonsten würde sich jedoch nichts verändern.

Aber natürlich können wir daran abeiten. Ganz klar. :) Klassisch nutzt man dafür das Wechselstillen. Immer, wenn K. ur noch nuckelt - also nicht mehr saugt oder schluckt - wechselst Du die Seite.

Die Gewichtsentwicklung gibt leider keine klassische PRE-Reduzierung her, nur eine Pumpsteigerung. Warum hatte ich Dir ja schon erklärt.
und mal eine Mahlzeit ohne BES schaffen und wenn es nachts ist.
Das kannst Du auch aktuell schon angehen. Besonders nachts fließt die Milch oft leichter. Versuch es doch einfach mal. Vielleicht überrascht K. Dich. :)
Für mich ist die Situation im Moment so belastend, dass ich immer noch manchmal denke vielleicht wäre gar nicht stillen besser als so :(
Was genau wäre besser?

Ich verstehe, dass es im Moment schwierig ist. Möchtest Du Argumente fürs Weiterstillen? Oder Dich einfach mal ausk*tzen?

Egal für welchen Weg Du Dich entscheidest: Ich werde Dich auf ihm begleiten.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
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sofie89
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Re: Premilchreduktionsdrama, schlechte Gewichtszunahme - noch eine Chance auf (Teil-)Stillen?

Beitrag von sofie89 »

Hallo Teazer,
Bis dahin versuche, das Hier und Jetzt zu genießen. Über die Zukunft zu grübeln zieht so viel Energie ab. Nutz sie lieber für Dich.
Vielen Dank für diesen Satz, der hat glaube ich was bewirkt. Ich denke ich habe mich wieder gefangen, aktuell zumindest ;) Heute hat K. beim Wechselstillen vor dem BES besser, machmal sogar gut an der Brust getrunken. Wenn sie sich beschwert und ich mache dann Brustkompression spritzt die Milch in drei Strahlen. Wahrscheinlich möchte sie einfach mehr auf einmal (wie vom BES) als so dünne Strahlen? Heute hat sie aber auch Hunger gehabt, wir könnten seit längerem mal wieder die 400 ml Pre schaffen.

Ich nehme jetzt 4x 40 mg Domperidon und schaue was passiert. Wie lange sollte ich die höhere Dosierung wohl nehmen, bis man einen positiven Effekt ausschließen kann? Ich kann nach jedem Stillen 10 min nachpumpen, das kriege ich gut hin. Das bringt zwar milchmengenmäßig fast nichts, aber reicht das trotzdem für eine bessere Stimulation? Intervallpumpen zusätzlich schaffe ich 3x/ 24h, da kommt mehr Milch. Denkst du das ist sinnvoll so?
Für mich ist die Situation im Moment so belastend, dass ich immer noch manchmal denke vielleicht wäre gar nicht stillen besser als so :(
Was genau wäre besser?
Es wäre der einfachere Weg. Und eine endgültige Entscheidung. Ich hätte kein Geheul mehr an der Brust, was mich emotional so mitnimmt. Und unterwegs könnte ich einfach ein Fläschchen geben, mit BES nervt mich das alles so, dass ich lieber alle 3h zu Hause vorbei schaue. Also wäre ich deutlich flexibler. Und ich könnte nach Bedarf füttern. Ich mache mir schon Gedanken bzgl. Essstörungen und Diabetes z.B., weil K. in ihrem ersten Lebenshalbjahr kein eigenes Ess- und auch Schlafverhalten entwickeln darf. Aber jetzt habe ich fast 3 Monate investiert, das wäre ja alles umsonst gewesen, wenn ich jetzt aufgebe.

Lg Sofie


18.02. 3240 g, KH Geburt
21.02. 2800 g, HB, tiefstes Gewicht
28.02. 3140 g, KiA, Beginn Domperidon 3x30 mg
09.03. 3370 g, HB
14.03. 3380 g, HB
22.03. 3640 g, HB
29.03. 3790 g, HB
06.04. 4050 g, eW
13.04. 4130 g
19.04. 4200 g
26.04. 4400 g 10x Stillen, 8x BES, 315 ml Pre, 30 ml Mumi, 4x Pipi, 2x Stuhl
27.04. 4360 g 10x Stillen, 8x BES, 320 ml Pre, 50 ml Mumi, 5x Pipi, 0x Stuhl
28.04. 4400 g 11x Stillen, 8x BES, 305 ml Pre, 40 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
29.04. 4420 g 11x Stillen, 9x BES, 305 ml Pre, 50 ml Mumi, 4x Pipi, 0x Stuhl
30.04. 4460 g 10x Stillen, 8x BES, 320 ml Pre, 50 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
01.05. 4450 g 8x Stillen, 7x BES, 290 ml Pre, 50 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
02.05. 4450 g 8x Stillen, 7x BES, 240 ml Pre, 80 ml Mumi, 4x Pipi, 0x Stuhl
03.05. 4510 g 10x Stillen, 8x BES, 280 ml Pre, 45 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
04.05. 4500 g 10x Stillen, 8x BES, 290 ml Pre, 70 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
05.05. 4490 g 11x Stillen, 9x BES, 335 ml Pre, 10 ml Mumi, 4x Pipi, 0x Stuhl
06.05. 4560 g (später gewogen) 9x Stillen, 7x BES, 290 ml Pre, 30 ml Mumi, 4x Pipi, 1x Stuhl
07.05. 4540 g Domperidon 4x40 mg
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Teazer
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Re: Premilchreduktionsdrama, schlechte Gewichtszunahme - noch eine Chance auf (Teil-)Stillen?

Beitrag von Teazer »

Guten Abend!
sofie89 hat geschrieben: 07.05.2019, 20:57 Vielen Dank für diesen Satz, der hat glaube ich was bewirkt. Ich denke ich habe mich wieder gefangen, aktuell zumindest ;) Heute hat K. beim Wechselstillen vor dem BES besser, machmal sogar gut an der Brust getrunken.
Super! :)
Wenn sie sich beschwert und ich mache dann Brustkompression spritzt die Milch in drei Strahlen. Wahrscheinlich möchte sie einfach mehr auf einmal (wie vom BES) als so dünne Strahlen?
Nein, Strahlen sind ganz normal. Und das BES tropft ja. Vielleicht kitztelt sie einer der Strahlen ein wenig, aber das verwächst sich. Toll, dass die Brustkompression so gut klappt.
Ich nehme jetzt 4x 40 mg Domperidon und schaue was passiert. Wie lange sollte ich die höhere Dosierung wohl nehmen, bis man einen positiven Effekt ausschließen kann?
Einen Effekt sollte man in wenigen Tagen sehen.
Ich kann nach jedem Stillen 10 min nachpumpen, das kriege ich gut hin. Das bringt zwar milchmengenmäßig fast nichts, aber reicht das trotzdem für eine bessere Stimulation?
Für die Stimulation ist die gepumpte Menge ausschlaggebend. Aber über den Tag sammelt sich da ja schon etwas an. Mit mehr Domperidon kann es auch zur Steigerung der Pumpmenge kommen. Lassen wir uns überraschen.
Intervallpumpen zusätzlich schaffe ich 3x/ 24h, da kommt mehr Milch. Denkst du das ist sinnvoll so?
Wenn Du das organisatorisch und kräftemäßig schaffst, dann klingt das nach einem guten Plan. Achte dabei gut auf Dich. Der Plan muss zu Dir passen und nicht umgekehrt.
Es wäre der einfachere Weg. Und eine endgültige Entscheidung. Ich hätte kein Geheul mehr an der Brust, was mich emotional so mitnimmt. Und unterwegs könnte ich einfach ein Fläschchen geben, mit BES nervt mich das alles so, dass ich lieber alle 3h zu Hause vorbei schaue. Also wäre ich deutlich flexibler.
Ich weiß, dass es sich für Dich unwahrscheinlich anhört, wenn ich Dir sage, dass all das in wenigen Tagen oder Wochen Deine Realität sein wird (außer die Flasche, aber dafür gibt es Brei). Auch das BES wird in nicht allzu weiter Zukunft Geschichte sein. Du wirst entspanntes Kuschelstillen genießen, Dein Kind am Shirt zupfen und Dich erwartungsvoll anstrahlen. Wenn sie sprechen lernt wird sie vielleicht nach "Mimi" o.ä. fragen und der ganze Stress, den Du jetzt hast, wird gefühlt ewig lang hinter Dir liegen. Ich erzähle das nicht als Rosarot-Malerei. Genau das haben mir Mütter erzählt und geschrieben, die exakt in Deiner Situation waren.
Und ich könnte nach Bedarf füttern. Ich mache mir schon Gedanken bzgl. Essstörungen und Diabetes z.B., weil K. in ihrem ersten Lebenshalbjahr kein eigenes Ess- und auch Schlafverhalten entwickeln darf.
Ich verstehe Deine Bedenken. Aber gerade in Bezug auf Diabetes ist die Studienlage sehr deutlich: Abstillen erhöht das Diabetesrisiko. Und da spielt - wie bei vielen Erkrankungen, deren Risiko für Mutter und Kind durch frühes Abstillen steigen - die Stilldauer eine große Rolle.
Eine Studie mit über 150.000 Frauen hat z.B. gezeigt, dass mit jedem Jahr, das gestillt wird, das Brustkrebsrisiko um 4,3 % abnimmt.

Ja, es läuft nicht ganz nach dem Bedarf-Schema. Aber Du machst Deiner Tochter auch aktuell nur Angebote, achtest sehr gut auf ihre Signale. Das ist mit der Flasche im übrigen deutlich schwieriger, da selbst satte Babys - absichtlich oder versehentlich - zum weitertrinken animiert werden können. Das funktioniert an der Brust nicht, da sie da selbst aktiv sein müssen. Das hebelt auch das BES nicht aus; außer es steht auf Sturzbach. ;)

Ja, voll stillend würdest Du nicht auf die Uhr schauen. Aber die Abstände wären vermutlich nicht deutlich anders als jetzt. Und Du würdest Deine Kleine auch zum Stillen wecken, z.B. weil Deine Brüste Entlastung bräuchten oder Du noch dringend einkaufen gehen musst. So ist das Leben und Deine Kleime wird keine Ess- oder Schlafstörung bekommen, weil Du Dich darum gekümmert hast, dass sie so lange wie möglich Muttermilch trinken kann.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
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