IsaMuch hat geschrieben:04.04.2018, 15:35
Hallo zusammen,
ich hatte turbulente Ostertage mit Höhen und Tiefen. Für die letzten Tage, in denen ich offline war, wollte ich mich ja bewusst entspannen, mal nicht aufschreiben und wiegen und versuchen, das ganze Stillthema locker(er) zu sehen. Es klappt dann auch gleich ganz gut. Allein die Entscheidung hat dazu geführt, dass die Milch beim Stillen besser lief. Ich hörte den Kleinen deutlich schlucken und er wirkte glücklich und zufrieden. Wir waren bei Freunden und da habe ich gehört, dass bei mir das Problem vielleicht gar nicht die Milchmenge ist, denn die Brüste fühlen sich eigentlich sehr prall an, tropfen manchmal und ziehen stark, sondern der Milchspendereflex. Das macht für mich Sinn, denn ich habe tatsächlich ein Problem mit Entspannen und Loslassen.
Als mir das bewusst wurde, lief es am ersten Tag noch besser und ich war total motiviert. Ich hatte ein paar Tipps bekommen, wie ich mich entspannen kann. Aber schon am zweiten Tag kam der Druck wieder. Jetzt nicht "mehr Milch produzieren" sondern "mehr entspannen". Jedes mal wenn ich anlegte, versuchte ich die "Tricks", also z.B. langes Ausatmen, Ablenken, Musik hören etc. aber wenn es nicht gleich funktionierte und die ersehnten Schluckgeräusche ausblieben, wurde ich wieder nervös, versuchte es krampfhafter und so ging dann natürlich gar nichts mehr. Ich habe dann immer nach dem Stillen 70 ml zugefüttert, obwohl er mehr getrunken hätte, damit er zwar erst mal zufrieden ist, aber wieder relativ bald kommt, damit ich erneut anlegen kann. So lief es eigentlich ganz ok.
ABER heute war die Hebamme wieder da und er hat tatsächlich seit Freitag nicht oder nur sehr wenig zugenommen... Sie war sehr schockiert und ich natürlich auch. Sie sagt, ich bin einfach zu besessen von dem Thema und mache mich total verrückt und das Kind unglücklich, weil es im Prinzip nie richtig satt wird. Das will ich natürlich nicht und deswegen werde ich jetzt nicht mehr krampfhaft versuchen, die Milchmenge zu steigern, um zum Vollstillen zu kommen. Sondern ich werde mein Kind anlegen, aber nach max. 20 Minuten (10 Minuten pro Seite oder wenn er nicht mehr schluckt) werde ich ihm 100 ml oder noch mehr PRE anbieten und schauen, wie viel er mag. Ich werde dabei wahrscheinlich zum Teil mit BES zufüttern, aber dann auch einen sehr stillfreundlichen Sauger nehmen, den ich heute extra bestellt habe. Und falls dann die Milchmenge zurück geht, weil ich nicht mehr 12 mal sondern nur noch 6 mal anlege, versuche ich ihn wenigstens zum Kuscheln nach den Mahlzeiten oder abends im Bett an der Brust zu halten.
Wenn ich das schreibe werde ich wieder ganz traurig, aber ich glaube, das ist erst mal besser für den Kleinen. Vielleicht ändert sich die Situation ja noch mal oder es geschehen Zeichen und Wunder...
Ich bin gespannt, ob Ihr noch Tipps oder Kommentare für mich habt, aber seid bitte nicht zu hart mit mir, weil ich mich vom Wunsch "Vollstillen" und den hier vorgeschlagenen Techniken "keine künstlichen Sauger" abwende. Es ist halt auch drittes Kind und ich brauche auch Energie für die anderen beiden und dazu muss mein Kopf mal frei sein vom Thema Stillen, das bis jetzt jeden Tag von morgens bis abends bestimmt hat.
Euch alles Gute!
Geht nicht, gibt’s nicht!??? Milchmenge steigern klappt nicht...
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Re: Geht nicht, gibt’s nicht!??? Milchmenge steigern klappt nicht...
Die TS bat mich, das hier zu für sie zu posten:
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
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Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
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