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Re: Nicht mehr lange und ich mache aus ihr ein Flaschenkind
Verfasst: 18.04.2017, 15:13
von Mausebär
FloppyDisc hat geschrieben:Liebe Miaui123,
hier noch eine Stimme für: alles ganz normal! Anstrengend, aber normal.
Unsere Tochter hat die ersten 4,5 Monate mit ständigem Körperkontakt verbracht, tags und nachts. Mit ca vier Monaten hat sie zum ersten Mal AN, statt AUF mir geschlafen, da war mir schon nach Feiern zumute. Mit 4,5 Monaten konnte ich sie dann das erste mal auf einer Decke ablegen, ohne dass sie geweint hat. Mit 5 Monaten konnte ich sie plötzlich im Bett einschlafstillen und aufstehen, oft ist sie noch wach und schläft dann alleine ein.
Gestillt wird hier nachts immer noch alle 1-3 Stunden, tagsüber hat Madame mit ihren 7 Monaten jetzt keine Zeit mehr für solche Späße

Sie liegt teilweise über Stunden auf ihrer Decke und beschäftigt sich ganz alleine.
Meine Mama hat gestern etwas sehr schönes gesagt: die Kleine hat jetzt gelernt, wenn ich Mama brauche, dann bekomme ich Mama. Jetzt braucht sie das nicht mehr ständig einfordern.
Gib dem süßesten Baby die Nähe, die es braucht. Bleib Zuhause auf der Couch, wenn es sein muss. Und auch unterwegs ist ein weinendes Baby zwar manchmal stressig, aber jetzt im Frühling kann man sich ja zum Glück überall kurz hinsetzen zum Stillen ohne zu erfrieren

Das ist ja das Tolle: jederzeit genügend Essen dabei und so die Bedürfnisse des Kindes jederzeit erfüllen zu können!
In ein paar Monaten blickst du - wie jetzt ich - zurück und denkst, alles halb so wild und einfach eine Phase :- D
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Danke für diesen wundervollen Beitrag, dem ist nichts hinzuzufügen!
Re: Nicht mehr lange und ich mache aus ihr ein Flaschenkind
Verfasst: 19.04.2017, 05:58
von Miaui123
Danke dafür, dass ihr eure Erfahrungen mit mir teilt. Ich habe oft das Gefühl, dass viele der jungen Mütter aus meinem Umfeld und den vielen Kursen, die Schwierigkeiten aus dem Mutter-Alltag mit Absicht nicht erwähnen. Deshalb fühle ich mich oft alleine mit meinen Problemen. Gestern hat man im Pekip-kurs darüber gestaunt, dass ich noch keine Einschlafrituale habe. Könnt ihr mir Tipps dazu geben? Ich frage mich wie das gehen soll wenn sie nur auf meinem Arm einschläft und sofort wach ist beim ablegen oder beim stillen einschläft und momentan an meiner Brust dauernuckelt. Ich
Re: Nicht mehr lange und ich mache aus ihr ein Flaschenkind
Verfasst: 19.04.2017, 06:31
von Lösche Benutzer 15449
Du hast doch ein Einschlafritual: stillen und kuscheln!

Seit Urzeiten das effektivste Einschlafritual der Welt!

Ich geh jetzt mal davon aus, dass du sie vorher auch umziehst und wickelst (Ritual).
Ich weiß, es ist beim ersten Kind nahezu unmöglich, aber ein gepflegtes Schulterzucken ist meist die beste Antwort.
Ich les gerade "born to be wild", das nimmt mir selbst beim zweiten Kind nochmal echt Druck aus der Sache. Der Autor stellt die evolutionären Grundbedürfnisse (zB Einschlafstillen und Schlafen auf Mama) neben die kulturellen Gepflogenheiten (zB gibt es in Südeuropäischen Ländern keine "Einschlafrituale", Babys laufen auf dem Arm oder im Tuch mit und pennen, wenn sie pennen, weil das bei deren Abendleben sonst schlicht unpraktisch wäre, bei uns gibt es das auch nur, weil wir abends autark vom Kind sein wollen) und nimmt echt etwas Druck aus der Vorstellung "man muss...", "Babys müssen..." und "Eltern müssen..."
Sein Grundtenor ist: richtig ist, was funktioniert und Eltern + Kindern Kosten/Nutzen-mäßig ok ist.

Re: Nicht mehr lange und ich mache aus ihr ein Flaschenkind
Verfasst: 19.04.2017, 06:36
von Serafin
Vergiss das mal mit dem Einschlafbrimborium. Unser Kind bekommt irgendwann des Abends obenrum frische Sachen, wenn er dreckig ist. Schlafanzug hat er keinen, umziehen hasst er nämlich. Und wenn er müde ist, Hose ausziehen und eine frische Windel an und fertig. Ab zum Stillen! Wenn das nicht klappt, geht Papa ne Runde spazieren.
Hauptsach, das Kind schläft. Der Rest ist bei kleinen Kindern eher für die Eltern.
Re: Nicht mehr lange und ich mache aus ihr ein Flaschenkind
Verfasst: 19.04.2017, 07:14
von pqr
Serafin hat geschrieben:Vergiss das mal mit dem Einschlafbrimborium. Unser Kind bekommt irgendwann des Abends obenrum frische Sachen, wenn er dreckig ist. Schlafanzug hat er keinen, umziehen hasst er nämlich. Und wenn er müde ist, Hose ausziehen und eine frische Windel an und fertig. Ab zum Stillen! Wenn das nicht klappt, geht Papa ne Runde spazieren.
Hauptsach, das Kind schläft. Der Rest ist bei kleinen Kindern eher für die Eltern.
Wollte grade denselben letzten Satz schreiben.
Die "Einschlafrituale" würden sich eh noch 10 mal ändern.
Re: Nicht mehr lange und ich mache aus ihr ein Flaschenkind
Verfasst: 19.04.2017, 08:50
von klecksauge
Hier gibt es übrigens ein Unterforum, Kontakte gesucht. Vielleicht schaust du mal in deiner Region nach SuTlerinnen?
Ansonsten kann ich mich den anderen nur anschließen.
Re: Nicht mehr lange und ich mache aus ihr ein Flaschenkind
Verfasst: 19.04.2017, 08:53
von Lösche Benutzer 15449
Wenn man solche Diskussionen beenden will, hab ich festgestellt, dass der Satz "Ach, mein Kinderarzt findet das sehr gut so." Diskussionen schnell beendet. Wofür mein KiArzt schon alles herhalten musste.

Re: Nicht mehr lange und ich mache aus ihr ein Flaschenkind
Verfasst: 19.04.2017, 09:09
von Miaui123
Wölfin1983 hat geschrieben:Wenn man solche Diskussionen beenden will, hab ich festgestellt, dass der Satz "Ach, mein Kinderarzt findet das sehr gut so." Diskussionen schnell beendet. Wofür mein KiArzt schon alles herhalten musste.

Sehr guter Tipp
Danke
Re: Nicht mehr lange und ich mache aus ihr ein Flaschenkind
Verfasst: 19.04.2017, 09:25
von Serafin
Miaui123 hat geschrieben:Wölfin1983 hat geschrieben:Wenn man solche Diskussionen beenden will, hab ich festgestellt, dass der Satz "Ach, mein Kinderarzt findet das sehr gut so." Diskussionen schnell beendet. Wofür mein KiArzt schon alles herhalten musste.

Sehr guter Tipp
Danke
Oder die Hebamme. Da muss te bei mir auch einiges herhalten
Re: Nicht mehr lange und ich mache aus ihr ein Flaschenkind
Verfasst: 19.04.2017, 10:32
von Lucccy
Hallo,
Serafin hat geschrieben:Oder die Hebamme. Da muss te bei mir auch einiges herhalten
am besten ist es, wenn man zufällig ne Hebamme hat, die selber kleine Kinder hat und z.B. Familienbett auch nach der Babyzeit völlig normal findet.
@TE: ich vermisse jetzt beim zweiten Kind durchaus das stundenlange Anhimmeln des schlafenden Babys. Das heisst aber nicht, dass mein Baby ohne Körperkontakt schliefe, sondern einfach nur, dass es häufig seine Nickerchen am Tag in der Tragehilfe hält.
Und was andere Mütter erzählen, hängt manchmal auch nur davon ab, was man hören will/darf. Wenn mich jemand fragt, schläft mein Baby im eigenen Bett. Dass dieses Bett als XXl-Beistellbett am Elternbett steht und mein Baby so nachts komfortabel Körperkontakt bekommt, während ich schlafe, das muss ich ja nicht jedem auf die Nase binden.
Gruß Lucccy