Wisst ihr, gerade was Spielzeugchaos betrifft, bin ich unempfindlich, solange wirklich gespielt wird. Was ich nicht leiden kann:
- Socken in den Sofaritzen
- 3 leere Wasserflaschen hinter Sofakissen, unter der oberen Platte vom Wohnzimmertisch versteckt oder hinter dem Nachtschrank geparkt
- Wochen alte Notizen vom Fußball, die nur noch in den Müll gehören aber stattdessen aus Jacken und Hosen raus und in die Küche oder ins Bad reinverteilt werden
- hingeschmissene Jacken und Papierschnipsel überall
- im Wohnzimmer 6 Tonnen Duplo auskippen und direkt danach weggehen, um die Kinderküche komplett auszuräumen, nur um gleich danach basteln zu wollen.
Meinen Mann kann ich nicht mehr 'erziehen', der vergisst das mit den Socken, Zetteln und Flaschen entweder wirklich so schnell wie ein Goldfisch, oder es ist ihm einfach egal.
Aber mein Kind.... da hab ich noch Hoffnung. Und weil ich es wirklich überhaupt nicht einsehe, das alles allein zu machen, darf sie eben nicht die dritte Sache anfangen, solange noch 1005279 Duplosteine herumliegen. Und ich hole gewiss keine Bastelsachen raus, bevor nicht die Jacke aufgehängt ist. Ich geh gern mit ihr zusammen zum Haken. Kein Thema. Aber dass sie am Tisch sitzt und mir mit dem Kleber die nächste Ladung Arbeit produziert, während ich ihren Kram aufräume, aus dem Alter sind wir mit 3,5 heraus *find*.
Die übrige Haushaltsfrage hier im Thread hab ich auch öfters. Ich schaffe es jetzt schwanger auch nicht mehr, die Wäsche gleich wegzuräumen, immer am selben Tag die Küche sauberzumachen, täglich zu saugen und gleichzeitig noch jeden Löwenzahn aus dem Beet zu stechen. Aber das ist eben einfach so!
Wobei ich sagen muß, daß es meiner Meinung nach daran liegt, daß ich einfach alles allein machen muss bis auf Handwerk und Kochen. Der Haken für mich, warum ich es oft ungerecht empfinde, liegt darin, daß mein Mann seine Arbeiten so plant und erledigt, daß ich in der Zeit das Kind habe und er trotzdem mind. 1 Tag am Wochenende frei für sein Hobby. Das heißt, er benötigt den anderen für die anfallenden Arbeiten....
Ich mache die ganzen Sachen vor, zwischen oder nach meiner Arbeit, damit ich nachmittags und abends und am Wochenende Zeit hab. Nur kann er das so ja gar nicht, weil er viel länger außer Haus ist als ich. Am liebsten hätte ich ihn in Teilzeit. Aber das "geht" bei Männern natürlich nicht. 
Ein weiterer Aspekt beim ungerechten Gefühl: die Arbeiten, bei denen etwas herauskommt, sind viel leichter wahrzunehmen (eine Hütte bauen, Holz machen, Kinderzimmer renovieren, Abendessen kochen). Daß hier hoffentlich *kein* Dreck in den Ecken liegt und man den Fußboden normal nutzen kann, ist aber der angestrebte Normalzustand und wird nicht als Leistung erkannt, leider aber permanent zerstört (das würde ja z. B. auch niemand mit einer Hütte machen).
PS: ein Hoch auf den Roboter Staubsauger! Seit ich den habe, ist es zumindest oben immer voll okay am Boden.