Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Bienchen2016
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Bienchen2016 »

anni1110 hat geschrieben:Hallo!

Ich habe jetzt nicht alles nachgelesen, bin aber hier hängengeblieben:
Bienchen2016 hat geschrieben:
pqr hat geschrieben:Habt Ihr das Kleine denn schon bei einem KISS spezialisierten Arzt oder Osteopathen anschauen lassen? Einige User hier im Forum scheinen da gute Erfahrungen gemacht zu haben.

Kurzform: nach mehreren Besuchen beim Ostheopathen wurde uns bescheinigt, dass die Schreiprobleme hausgemacht seien, das Kind sei gesund. Nicht mehr nach Bedarf zu füttern, ausschreien lassen, Nukki geben, maximal 1 h täglich tragen würden das Problem schnell lösen.
Behandlung beim Manualtherapeuten erbrachte Besserung in der Beweglichkeit, aber bzgl. dem Schreien ist es unverändert.
Unser großes Kind (fast 10 mittlerweile) hat die ersten 1,5 Jahre geschrien und nicht geschlafen. Wir wussten uns auch nicht zu helfen. Physio brachte kurzzeitigen Erfolg, der nach 2 Tagen wieder verschwand. Osteopathie - naja, der hat nix weiter.

Kurz vor der Geburt von Kind 2 waren wir dann bei einem spezialisiertem KISS-Arzt, da wir echt am Ende waren. Und nur zwei Wochen nach der Behandlung war der Spuk vorbei. :shock: :mrgreen:
Kinderärztin, Physio, Osteopathin,... - alle waren der Meinung, KISS hat das Kind nicht. Der KISS Arzt hat dann geröntgt und mehrere Blockaden gelöst und von da an hatten wir ein anderes Kind.

Ich mag dir Mutmachen, dich evtl doch mal an einen KISS Arzt zu wenden. Einen Versuch ist es wert.

Alles Gute!
Hätte ich vielleicht noch deutlicher schreiben sollen: wir waren nach der Osteopathengeschichte noch in einer auf Kinder spezialisierten Fachpraxis (ca 1000 Babys werden dort pro Jahr behandelt), Orthopädie/Manualtherapie/Chiropraktik. Dort wurde auch geröntgt, es wurde auch was gefunden und behoben.
Die Bewegungen sind deutlich besser geworden, u.a. Kopf in beide Richtungen drehen usw. Bzgl. des Schreiens hat sich allerdings nichts getan. Leider :(
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Bienchen2016 »

klecksauge hat geschrieben:Ich finde das so unglaublich......

Ich möchte aber fett bei Anni unterschreiben!
Schau doch mal auf der Homepage, ob es jemanden bei euch gibt oder frage hier im Unterforum deiner Region nach
Wir waren bereits in der Praxis von Dr. Biedermann in Köln, der als "Entdecker" des KISS-Syndroms gilt.
Da wurde geröntgt, etwas entdeckt und behandelt.
Ihre Bewegungen sind auch besser geworden, aber am schreien hat das nichts geändert. Leider.
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von klecksauge »

((()))
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soda
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von soda »

Als ich das Schreien mal bei der Kinderärztin ansprach, empfahl diese mir eine Psychotherapie gemeinsam mit Kind. Um die Zusammenhänge in unserer mutmaßlich gestörten Beziehung zu bearbeiten.
Da war meine Tochter allerdings erst sechs Wochen alt.
Und ich war irgendwie nicht so von einer Beziehungsstörung überzeugt.

Du kannst dir denken, dass ich das Schreien dann nicht mehr zur Sprache brachte. Mein Joker war Stillen. Das hab ich dann halt ständig gemacht. Schlafen-Aufwachen-Schreien-Stillen-Schlafen. Als sie klein war, hat sie sicher 12-14 Stunden täglich gestillt. Mir ging es damit nicht immer gut - aber besser, als das Schreien hilflos mitanzuhören.

Diese Leute im SPZ sehen euch wenige Minuten. Manche Eltern möchten vielleicht auch eine solche leicht abzuarbeitende Liste bekommen. Es kann auch einfacher auszuhalten sein, als ständige Zweifel, ob man es richtig macht. Ob man zu sehr verwöhnt, weil Kind endlich nicht mehr weint - oder ob man etwas übersieht, weil Kind immer noch weint....
Ich denke, man wird sich auf die Ursachenforschung auf körperlicher Ebene einlassen. Allerdings werden sie vermutlich auch Tips oder Hinweise in Schlafmaßnahmen/Beruhigungsversuchen geben bzw. dort die Gründe vermuten, wenn ihr (immer wieder?) erwähnt, dass das bei euch nicht ohne elterliche Anstrengungen funktioniert.
Thema sollte eurerseits möglichst streng auf die körperlichen möglichen Ursachen für Schreien eingeschränkt werden.

Ich gehe davon aus, dass sie völlig gesund ist und wünsche euch das!
Und dann: gute Nerven! Schreien vegeht.
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von pqr »

Bienchen2016 hat geschrieben:
pqr hat geschrieben:Ah okay.
Was stand denn genau auf Eurer Überweisung?
Regulationsstörung?
Ich konnte das leider nicht so genau entziffern: "Vorstellung Schreiambulanz" auf jeden Fall und noch etwas was ich nicht lesen konnte.
Nachfragen war in dem Moment des Entgegennehmens für mich nicht möglich -> weinendes Kind auf dem Arm und Hektik meinerseits so schnell es ging aus der Praxis heraus zu kommen :(
Okay. Dann ist das mit dem Zettel und dem Protokoll wohl deren Ansatz für Schreibabies.
Viele Grüße
pqr

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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Vivilotta »

Magst du vielleicht ein bisschen mehr erzählen? Wie oft und wie lang schreit deine Tochter? Hast du beim Kinderarzt um Hilfe gebeten oder hat er euch weitergespielt? Es liest sich für mich so, als ob sie zweimal bei den U Untersuchungen geschrien hätte, und ihr deswegen zur Schreiambulanz sollt?


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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Vivilotta »

Weitergeschickt statt weitergespielt meine ich natürlich.


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Bienchen2016
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Bienchen2016 »

Vivilotta hat geschrieben:Magst du vielleicht ein bisschen mehr erzählen? Wie oft und wie lang schreit deine Tochter? Hast du beim Kinderarzt um Hilfe gebeten oder hat er euch weitergespielt? Es liest sich für mich so, als ob sie zweimal bei den U Untersuchungen geschrien hätte, und ihr deswegen zur Schreiambulanz sollt?


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Sie hat bei den Untersuchungen bzw. Impfungen geschrien, genau. Aber nicht erst aufgrund der Untersuchung oder Impfung. Teils schon auf dem Hinweg zur Praxis bzw. beim warten, beim ausziehen. Darauf hin bin ich gefragt worden, ob sie das immer so macht bzw. wie häufig. Das habe ich dann entsprechend erklärt.

Sie war schon im Krankenhaus sehr unruhig als sie zu Kräften gekommen ist. Seit wir zu Hause sind schreit sie, wenn wir es durch Protokoll führen zusammenrechnen, täglich mehrere Stunden (die maximal von uns notierte Zeit waren 9!!! Stunden). Daran hat sich auch nichts geändert. Von der Tageszeit unabhängig. Die einzige Möglichkeit, sie zu beruhigen ist das Tragen, was aktuell nicht so durchgehend wie sie es bräuchte, für mich möglich ist (beide Hände mit Sehnenentzündung und eine lädierte Schulter meinerseits). Daher konnte ich sie dann vor und nach den letzten beiden Arztterminen gar nicht beruhigen, was dann Anlass gegeben hat uns zu überweisen.
Wir hatten zuvor selbst schon mal begonnen, die Zeiten zu notieren, um uns einen überblick zu verschaffen. Eigentlich hatte ich die Hoffnung, dass sich die Gesamt-Schreizeit nur so lange für mich anfühlt, weil es nicht angenehm auszuhalten ist. Das Ausmaß, wie viele Stunden es dann insgesamt wirklich am Tag sind, das ist mir/uns erst durch unsere eigenen Protokolle bewusst geworden.
Bienchen2016
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Bienchen2016 »

pqr hat geschrieben:
Bienchen2016 hat geschrieben:
pqr hat geschrieben:Ah okay.
Was stand denn genau auf Eurer Überweisung?
Regulationsstörung?
Ich konnte das leider nicht so genau entziffern: "Vorstellung Schreiambulanz" auf jeden Fall und noch etwas was ich nicht lesen konnte.
Nachfragen war in dem Moment des Entgegennehmens für mich nicht möglich -> weinendes Kind auf dem Arm und Hektik meinerseits so schnell es ging aus der Praxis heraus zu kommen :(
Okay. Dann ist das mit dem Zettel und dem Protokoll wohl deren Ansatz für Schreibabies.
Vermutlich. Das schlafen haben wir gar nicht thematisiert, da wir da keinen Handlungsbedarf sehen, dazu wurden wir jedoch befragt.
Das abendliche einschlafen an sich gestaltet sich sehr schwierig bis lange. Wenn sie dann in den Schlaf gefunden hat, dann schläft sie nach den nächtlichen Mahlzeiten prima mit ein wenig Hilfe wieder ein. Also völlig okay. Der Zettel liest sich für mich so, als ob dann mit 6 Monaten kein Hunger mehr vorhanden wäre. Davon sind wir aber meilenweit entfernt, sie nimmt sich nachts den meisten Teil der täglichen Milch und trinkt die größten Mengen und vor allem sehr ruhig und ausdauernd. Deswegen kommt es für mich gar nicht infrage, sie einfach weinen zu lassen, wenn sie sich nachts meldet.
pqr
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von pqr »

Ich verstehe Dich so, dass Stillen und Weiter schlafen nachts bei Euch kein Problem sind (abgesehen vom Einschlafen) sondern dass das vielleicht sogar die Ruheinseln Deines Babys sind und von ihm als positiv/ angenehm wahrgenommenen werden. Vielleicht könnte man hier ansetzen und schauen, was man davon in den Tag übertragen könnte?
Viele Grüße
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