Ihr könnt euch auf jeden Fall auf was freuen! Es ist natürlich auch anstrengend und es ist viel Trubel. Besonders wenn sich beide Mädels gleichzeitig beschweren. Aber ihr glaubt garnicht wieviel Kraft man hat. Ich bin zu 99% des Tages die Ruhe selber, das hätte ich ja nie von mir gedacht. Besonders wenn ich meinen Eröffnungspost lese, wie voller Selbstzweifel ich war. Es ist wirklich so, man wächst mit seinen Aufgaben.
Wir unternehmen auch ganz viel. Sind viel spazieren oder besuchen besondere Orte wie tolle Spielplätze oder Parks oder Tiergehege oder besuchen Freunde oder oder oder. Das sind so schöne Erinnerungen und gleichzeitig sind wir gut beschäftigt.
Ich finde es auch einen erheblichen Vorteil, dass man sich seinem eigenen Rhythmus hingeben kann und nicht auf Kindergartenzeiten achten müssen. So bleiben wir im Bett liegen wenn uns danach ist und wenn die Kleine mal länger Mittags schlafen will, dann ist das eben so. Das tut wirklich gut.
Die Große hat auch Wege gefunden, mit der Kleinen zu spielen. Oft führt sie irgendwas vor oder macht irgendeinen Blödsinn und die Kleine ist der begeisterte Zuschauer, der laut giggernd Anerkennung vergibt. Das ist wirklich zu putzig!!!!! Sie sagt jeden Tag, dass sie sich schon freut, wenn ihre Schwester endlich laufen kann. Dann nimmt sie sie an die Hand und sie laufen um die Wette.
Unilein, ich finde es ganz ganz toll, dass du deine Kinder nicht in den KiGa geben willst. Ich habe für mich zumindest sämtliche Regelkindergärten ausgeschlossen. Ich versuche einen Platz in einem Waldkindergarten zu bekommen. Das wird wahrscheinlich aber erst nächstes Jahr sein, weil der hier in der Nähe total gefragt ist und ich mich zu spät drum gekümmert habe. (Unser auserkorene Waldorfkindergarten muss leider schließen. Traurige Geschichte) Finde ich aber garnicht schlimm, dass sie dann halt erst nächstes Jahr geht. Außer meiner Mutter (die nichts von Fremdbetreuung hält und zwei ihrer Kinder auch nicht in den KiGa gegeben hat) reagieren die Leute hier allerdings immer entsetzt, wenn man sagt, dass man sein Kind erstmal nicht in den KiGa gibt. Sie sind der Meinung, dass die Kinder zu Hause nicht genug gefördert werden und zur Vorbereitung auf die Schule ect in den KiGa müssen.
Halte ich immer mehr für ausgemachten Blödsinn. Ich bin der Überzeugung, dass es für die Schule keinen Unterschied macht, ob das Kind jetzt im KiGa war oder nicht. WENN man sich mit dem Kind beschäftigt, natürlich. Wenn man seine Kinder vor dem Fernseher parkt, dann wären die Anregungen im KiGa sicher besser.
Warum ich mir für mein Kind allerdings einen KiGa wünsche und einen guten suche, sind Spielkameraden. Meine Tochter hat sich da in den letzten Wochen ganz toll entwickelt und geht unheimlich offen auf andere Kinder zu. Wenn das andere Kind auch aufgeschlossen ist, hat meine Tochter schon in wenigen Minuten einen "Freund" gefunden und spielt dann unheimlich schön. Ich würde mir wünschen, dass sie das dann im Waldkindergarten auch ohne mich so toll hinbekommt. Ich denke, das ist dann eine Bereicherung für sie. Darum möchte ich einen KiGa nicht generell ausschließen.
Julia, deine Fotos sind sooooooooooo wunderschön. Man sieht, wie glücklich ihr seid!
Newmanekineko, du kannst dich wirklich auf was freuen. Man darf sich zwar nicht der Illusion hingeben, dass man sich mal 5 Minuten setzen kann, aber die Zeit kommt irgendwann mal wieder und dann kannst du auf eine turbulente aber wahnsinnig intensive Zeit zurückschauen. Ich bin jedenfalls schon traurig, wenn ich im November wieder arbeiten muss. Dann darf der Papa aber auch mal ran, da freut er sich schon total drauf. Und hier wird es auf jeden Fall noch eine Nummer Drei geben. Dann darf ich wieder ein Jahr zu Hause bleiben. Aber erstmal die Kleine etwas größer kriegen. Noch stillen wir ja voll....
