Hexen fliegen bekanntlich nachts, oder doch ganztags

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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Fortresca
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Re: Hexen fliegen bekanntlich nachts, oder doch ganztags

Beitrag von Fortresca »

Nachdem es knappe 2 Monate richtig gut war, haben wir nun wieder ganz viel, hoch verzweifeltes Geschrei. Oft, kurz nachdem sie nuckelnd eingeschlafen ist. Allgemein muss man sagen, dass sich das Ritual so verkürzt hat, dass ich mich direkt mit ihr hinlege, sie nuckeln, bekommt Flasche (inzwischen 1er nachts und nur noch tagsüber Pre, geht sich auf ca 1:1,5 aus) und nuckelt wieder festgehalten, bis sie so tief schläft, dass sie loslässt.

Drei Bautellen glaube ich identifiziert zu haben:
1. Temperatur: Unsere Wohnung ist schwierig zu temperieren. Wir haben Nachtspeicheröfen. Finde wir es also kalt, halten wir an und es ist frühestens am nächsten Tag warm. Die Fenster in schlafzimmer liegen mittig an der langen Wand, sodass auch beim Stoßlüften schnell viel Wärme verloren geht. Dazu gehts der Hexe wie mir: Wir sind Heizöfchen, uns ist quasi immer warm und wir schwitzen leicht. Daher schläft sie normalerweise in (WW)Windel+Body+Schlafanzug+Socken. Schlafsack wird nach wie vor nicht toleriert. Decke leg ich ihr selten über, maximal bis zur Hüfte eine dünne. Strampelt sie meist weg, akzeptiere ich dann so. Sie schwitzt wie nur was. Hab schon Socken und Body weggelassen und abends gelüftet, aber da hilft auch nur bedingt, da sie das Gefühl des Reißverschlusses des Schlafanzugs anscheinend nicht auf der Haut mag. Füße waren dann auch kalt. Hm.

2. 1er statt Pre: Da bin ich unsicher, da es später in der Nacht bisher erst einmal zu so einer Schreiattacke kam. Wir haben langsam umgestellt, alle 2 Tage eine Nachtflasche Pre durch 1er ersetzt. Geändert hat sich eigentlich nichts, wie oft sie Hunger hat. Sie kommt imemr noch 2-4 Mal. War davor bei Pre nachts genauso. Sie lehnt die 1er auch beim Zufüttern nicht ab. Es fält aber halt zeitlich mit dem Start der Schreiattacken zusammen. Auch isst sie seit Neustem mittags so gern und viel, dass es langsam eine Mahlzeit ersetzt.

3. großer motorischer Sprung: Innerhalb kurzer Zeit (meines Empfindens nach) hat sie krabbeln gelernt, ohne gerobbt zu sein, stellt sich nun hin und geht die ersten Schritt mit Festhalten. Sie übt tagsüber kaum etwas anderes mehr als Hinstellen und auf mir rumklettern. Sie bleibt auch wieder null Komma gar nicht allein, immer soll ich da sein, braucht sie die enge Bindung als Sicherheit. Ist sie überfordert mit dem, was sie da auf einmal kann, und muss es sich von der Seele schreien? Sollte ich versuchen, sie einzuschränken, damit es nicht so viel zu viel wird?

4. (fällt mir beim Schreiben ein, kam aber eig erst kurz nach den ersten Schreiereien) Meine Anspannung: Da ich ab September wieder (Teilzeit) arbeiten gehen muss (ab Oktober Vollzeit) und unse TraumKita sich in Luft aufgelöst hat, bin ich ziemlich am Rotieren. Wie im vorherigen Punkt angesprochen orientiert ich HExi gerade sehr an mir. Das merkt man auch an ihrer reaktion auf andere Leute: Immer geht der Blick zu mir, wie ich reagiere. Vorhin war sie sogar Oma gegenüber kritisch, die sie sonst mag, weil ich in der Zeit mit meinem Freund rumgezickt hab.


Ich weiß nicht recht, wie ich das lösen soll/kann. Punkt 2 wäre ja easy, aber das halte ich für unwahrscheinlich. Punkt 1 ist ja nun auch nicht so neu, auch wenn die Temepraturen ja noch nicht lang höher sind. Gut, dann halt nachts kalte Füße fürs Kind und demnächst mal Stoffy nachts testen. Punkt 4 wird sich hoffentlich in 2-3 Wochen gelöst haben, wir klappern alles an TaMus ab, was es in der Umgebung gibt. Aber Punkt 3?
Oder einfach aussitzen und hoffen?

Gerade hab ich sie im TT aufm Pezziball, schlummernd. Ich schleiche/stehle mich teils wieder ins Bett. Manchmal langt es auch, sie auf den Arm zu nehmen und sich hinzusetzen, sodass sie aufgerichtet ist, manchmal ein bisschen Spiegelbild gucken. Aber oft geht es dann wieder los, sobald sie in der Waagrechten ist, als würde man einen Schalter umlegen. Hab auch überlegt, ob eben das Liegen das Problem ist, ob es da was mit der Verdauung ist, aber dann müsste es doch auch bei den anderen Schläfchen über den Tag sein. Da ist aber nix.

Tja. Ein Auf und Ab.

Hat vielleicht jemand einen Rat? Oder auch nur Trost?
Danke schon mal!
viele Grüße
von Forti mit der kleinen Nebelhexe (10/15) & dem Elfenöhrchen (12/19)

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"Es ist nicht das, was man empfindet, nicht nur das, was man fühlt, nicht, was man voller Sehnsucht sucht, Liebe ist das, was man tut" Kettcar - Rettung
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