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Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 25.12.2014, 20:32
von MoinMoin
Hallo.
Jetzt scheint es endlich besser zu werden.
Es stehen ja verschiedene Theorien im Raum: zu viel Milch, zu wenig/fließt nicht schnell genug, Saugverwirrung.
Ich bin komplett verunsichert, insbesondere seit wir den Schnuller weglassen. Mit war er dann ja beruhigt und ist eingeschlafen. Ohne mussten wir ihn quasi neu kennenlernen.
Ich glaube, ich habe viel Milch. Vor allem nachts sind die Brüste "voll", fühlen sich prall an.
Ich glaube er hat einfach keinen Hunger, wenn er dieses ganz doll Schreien beim Loslassen macht. Kann das denn sein? Was mich so irritiert ist, dass er ja immer wieder ansaugt. Aber Vielleicht möchte er nur nuckeln und die Milch stört ihn?
Wir hatten jetzt wieder einige schöne Mahlzeiten. Vor allem nachts geht es viel besser, trotz der vollen Brüste.
Vorhin hat er sogar komplett ohne Loslassen getrunken!
Kann es sein, dass das kommt, weil wir seit Freitag den Schnuller weglassen und die Saugverwirrung jetzt "weg geht"?

Frohe Weihnachten. :)

Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 26.12.2014, 09:20
von Lauri13
Hallo,
Frohe Weihnachten ebenfalls [emoji4] das klingt ja schon sehr viel entspannter bei dir. Das freut mich. Bei uns gab es auch öfter diese Momente mit weinen beim stillen. Besonders wenn die Brust so voll und gespannt war oder wie ich schon schrieb, er eine andere Position wollte. Ich habe dann vorher ausgestrichen, bis die Brust etwas weicher wurde, bin mit ihm herumgelaufen.

Und wie gesagt, bei meinem Kind hätte ich viel öfter Bäuerchen machen lassen müssen. Das klingt bei dir ganz danach wie trinken wollen, aber klappt nicht und deshalb weinen. Wie alt ist denn deines? Kann das gerade nicht sehen. Mit dem Schnuller habe ich überhaupt keine Erfahrung, bei uns gab es keinen.

Ich wünsche dir alles gute und weiterhin hoffentlich wieder schöne Stillmomente.

______
11/2013

Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 26.12.2014, 10:01
von MoinMoin
Hallo.
Meiner ist 9 Wochen.
Bei ihm ist es aber oft so, dass er gar kein Bäuerchen macht, wenn ich ihn hochnehme...
Wie machst du das denn im Auto ohne Schnuller? Meine groß Tochter hatte einen, wir haben gar keine Erfahrung ohne.
Zu Hause geben wir den kleinen Finger, tragen ihn usw. Aber im Auto geht das ja nicht...

Viele Grüße!

Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 26.12.2014, 12:21
von ixcacienfuegos
Unserer hat keinen Schnuller, schläft aber im Auto ein. Habt ihr schon mal ein schnuffeltuch versucht?

Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 26.12.2014, 13:18
von Viveca
Wir hatten auch nie einen Schnuller, auch im Auto nicht, wobei ich den als "Notfall-Lösung" ausdrücklich mal empfehle. Aber NICHT, wenn bzw solange eine Saugverwirrung vorlieg und auch nicht in den ersten Wochen, bis das Stillen gut läuft. Sind von Anfang an Schwierigkeiten da, oder ergeben sich welche in den ersten Wochen, sind Schnuller und alle künstlichen Sauger usw wirklich GIFT! Das war jetzt sehr deutlich oder? :lol: :lol: :lol:
Man tut sich wirklich keinen Gefallen, man halst sich nur weitere Probleme auf bzw erschwert das Lösen der bereits vorliegenden Probleme. Ist einfach so ;)

Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 26.12.2014, 13:29
von kalinka
Wir haben auch keinen Schnuller. Wenn wir mit dem Auto fahren (ist ja meist nicht so spontan), dann achte ich darauf, dass das Baby gestillt und frisch gewickelt ist. Ich hab eine kleine Spieluhr am maxi Cosi. Die zieh ich ihm auf und dann hält er sich meist an dem ring fest oder spielt damit. Mit einem Spiegel habe ich den Kleinen während der Fahrt im Blick- das beruhigt mich schon mal sehr.
In der letzten Zeit hat das Autofahren aber auch immer super geklappt- kein Gejammer und kein Geschrei. Baby schläft meist nach ner Weile einfach so ein. Wenn ich sehr gestresst und ungestillt mit ihm aufgebrochen bin, war das nicht so toll- da hat er dann meist geweint und ich war froh, wenn wir am Ziel waren...

Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 26.12.2014, 15:16
von Brianna
Wir sind im ersten halben Jahr nur Auto gefahren, wenn es sich gar nicht vermeiden ließ, da J im Auto nur geweint hat. Schnuller hat er nicht genommen. War nicht schön. Je älter er wurde, desto besser wurde das Auto fahren. Seit er im Reboarder fährt, liebt er Auto fahren. Das Problem kann sich also auch ohne Schnuller verwachsen.
Gruß Brianna

Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 26.12.2014, 20:51
von Melli2
Hallo MoinMoin2,

was du beschreibst kommt mir sehr bekannt vor. Bei uns war es auch eine ganze Weile so, dass mein Sohn beim trinken immer wieder losgelassen und dann geweint hat. Manchmal ist das auch heute noch so. Ich hab auch einen recht starken MSR, wusste aber nicht, dass man da was tun kann, um dem Kind zu helfen. Wir haben es echt "ausgehalten". Ich war auch oft sehr traurig, weil er so viel geweint hat und ich doch eigentlich immer so stolz war, ihn so gut zu ernähren und satt zu bekommen. Er ist jetzt 12 Wochen und kommt inzwischen recht gut mit meinem MSR zurecht. Im Moment haben wir eher das Problem, das ich seine sehr subtilen Hungerzeichen nicht immer erkenne und oft auf Verdacht anlege und er dann weint, weil ich ihm die Brust "aufdränge" (im Grunde genommen biete ich sie nur an und er dreht sich dann oft weg, was auch schon seelisch weh tut, aber manchmal (oft abends) weint er dann auch gleich....)
Mir hat gehofen, immer tief durchzuatmen vorher und mir ganz bewusst zu sagen, dass es nicht schlimm ist, wenn er loslässt und dann auch erst mal nicht mehr will. Wenn er geweint hat, nach dem loslassen, habe ich mich ein bisschen mit der Brust weggedreht und hab versucht ihn abzulenken, indem ich mit ihm gesprochen hab. Wenn er sich beruhigt hat, hab ich noch ein bisschen weiter gemacht und irgendwann noch mal versucht ihm die Brust anzubieten. Manchmal hab ich auch dann zwischendruch ausgestrichen, in ein Spuktuch rein, aber eher um meine Brust zu entlasten, weil ich das mit dem MSR ja noch nicht wusste. Wenn es ganz schlimm war, kam auch mein Mann, hat mich getröstet, ihn mir abgenommen, um ihn zu beruhigen, oder um mir mit dem Anlegen zu helfen, indem er ganz ruhig mit ihm gesprochen hat. Das mache ich auch jetzt noch oft, beim anlegen spreche ich ganz ruhig mit ihm, lobe ihn, wenn er andockt und dran bleibt und sage ihm das er ein "braver Junge" ist. Bei mir ist es auch so, je entspannter ich bin, desto besser läuft es mit dem stillen.
Ich hoffe, du bekommst es mit den Tipps der Stillberaterin und der Hilfe deines Partners hin und kannst durchhalten. Ich wünsche dir, dass es bald besser wird. Zwischendruch war es ja schon besser und offensichtlich habt ihr ja das Potential dazu!

Liebe Grüße!

Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 31.12.2014, 09:29
von Lauri13
Wie geht es dir denn jetzt? Die Tipps oben kann ich nur unterschreiben. Da wir nie den Schnuller genutzt haben, kam auch nie die Idee auf, jetzt könnte er helfen, sondern wir haben die Situation durch tragen, wiegen, Brust geben gelöst usw.

Auto sind wir selten gefahren, ehrlich gesagt [emoji15] . Das mochte er nicht, das angeschnallt sein. Manchmal hat er geschlafen. Zweimal gab es schlimme Schreiattacken. Mit der bahn lief das Viel entspannter, wir sind also lieber mit dem Zug gefahren. Ich saß im Auto bei ihm hinten, wir haben angehalten, wenn er weinte und ich habe gestillt. So oft es eben nötig war. Wir haben uns immer gesagt, es sind ja nur ein paar Monate und dann wird es besser.

Zum Bäuerchen machen. Das dauerte bei uns manchmal länger, bis es kam. Hat dann der Papa übernommen, wenn er da War. Mit ihm klappte es besser. Über der Schulter hängend kam es nicht. Meine Hebamme hatte mir damals den Tipp gegeben, ihn aufrecht auf meinem schoss an mich zu lehnen. Bisschen nach vorn beugen, schaukeln, dann kam es. So macht er es jetzt auch allein. Aufrecht hinsetzen. Mehrere verpasste Bäuerchen führten bei uns immer zu Bauchschmerzen. [emoji20]

Hast du mal ungewöhnliche stillpositionen probiert? Dein Kind ist ja noch so klein. Richtig eingespielt hatte es sich bei uns erst mit 11/12 Wochen. Viel Geduld weiterhin![emoji4]

______
11/2013

Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 03.01.2015, 11:18
von MoinMoin
Hallo!

Uns geht es sehr gut. :) Ich bin so froh, dass wir durchgehalten haben. Jetzt nach 10 Wochen ist sie endlich endlich da: eine schöne Stillbeziehung. :)
Es wird die Saugverwirrung gewesen sein. Schnuller konsequent weglassen, Zungenspaziergang und aaaah üben - das hat geholfen. Und dass die IBCLC Stillberaterin zum Hausbesuch da war.
Und ganz viel Geduld, möglichst entspannt sein. Das war für mich ja zwischenzeitlich sehr sehr schwer.
Vielen vielen Dank, dass ihr hier mir zugehört habt! Eure aufbauenden Worte haben mir wirklich sehr geholfen als ich so traurig war.
Danke! :)