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Re: Bindung und Nähe: Unterschied Still-Flaschenkinder
Verfasst: 07.12.2014, 15:39
von Sakura
nido56 hat geschrieben:Sakura hat geschrieben:Blueberry, ist mir klar

. Das sollte nur ein zugespitztes Gegenbeispiel sein zum Stichwort, es sei unmöglich, ohne Körperkontakt zu stillen (wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass die Posterin dabei die Wiegenhaltung im Hinterkopf hatte).
Nein, hatte ich nicht. Ich habe das tatsächlich darauf bezogen, dass das Baby beim stillen unweigerlich ein Stück Mama im Mund, vor der Nase und eventuell in den Händchen hat

Meine Große wurde 4 Monate mit Stillhütchen gestillt, hatte also einen Silikonsauger im Mund, greifen konnte sie noch nicht. Sie hatte tatsächlich "nur" Mama in der Nase. Was sie auch gehabt hätte (jaaaaaaaa, ich weeeeeiiiißßß, weniger und anders....), wenn ich mit meiner Hand die Flasche gehalten hätte.
Worauf ich hinaus will: WENN ich meine Große mit der Flasche gefüttert hätte, hätte sie BEIM TRINKEN mehr Körperkontakt und Nähe gehabt, als sie real beim Stillen hatte. Dafür habe ich sie den ganzen Tag getragen, und DA hatte sie dann full body contact, ihre Nase zwischen meinen Brüsten vergraben... also völlig unabhängig vom Stillen.
Re: Bindung und Nähe: Unterschied Still-Flaschenkinder
Verfasst: 07.12.2014, 16:09
von CarpeDiem
Ich hab nun auch beides da.
Katharina bis 4.5 Monate gestillt, davon teilweise zugefüttert, extrem ums stillen gekämpft. Sie war ein KS.
Annika direkt vom ersten Tag gut gestillt, nie zugefüttert und kam natürlich zur Welt. Annika ist nun fast ein Jahr alt.
Beide sind vom Typ her ähnlich. Bei Katharina bin ich das erste Mal allein abends weg, da war sie 8 Monate oder so. Bei Annika schon nach nem guten Monat. Weil ich einfach gemerkt hab ich brauch bisschen Zeit für mich allein ohne immer ein Ohr beim Kind zu haben.
Ich denke nicht das ihre Unterschiede aufs stillen zu reduzieren sind. Beide haben ihre nur Mamaphase und nur Papaphase. Ich musste bei Katharina erst in der Mutterrolle ankommen, dass fiel mir bei Annika viel leichter.
Iphonitis, Autokorrektur kann für viel Gelächter sorgen.
Re: Bindung und Nähe: Unterschied Still-Flaschenkinder
Verfasst: 07.12.2014, 16:17
von ixcacienfuegos
Ich gehe, seit der Kleine 4 Wochen alt ist, 2 Mal die Woche abends weg und brauche das auch. Obwohl ich das stillen sehr genieße.
Re: Bindung und Nähe: Unterschied Still-Flaschenkinder
Verfasst: 07.12.2014, 18:21
von Mamalinchen
Hallo,
Ich habe mangels zu kleiner Stichprobe inhaltlich nichts hinzuzufügen, möchte aber bei den Mods anregen, den Thread zu den Fachfragen zu veschieben. Es geht hier ja nicht um ein konkretes Problem der TE. Und ich könnte mir vorstellen, dass Frauen auf der Suche nach Hilfe bei Stillproblemen durch einzelne Aussagen hier verunsichert werden. Danke
Viele Grüße
Lina
Re: Bindung und Nähe: Unterschied Still-Flaschenkinder
Verfasst: 07.12.2014, 18:48
von Seerose
Ainoha hat geschrieben:Also ich finde, es kommt bei "mir der Flasche stillen" nicht darauf an, was in der Flasche drin ist, sondern wie sie gegeben wird.
Abgesehen davon daß das schon wieder eine dieser Umfragen ist, denen man nie, nie, nie auf den Grund kommen wird und ich im Thread nur bis hierher gekommen bin, finde ich der Ausdruck "mit der Flasche stillen" stimmt so oder so was nun auch immer in der Flasche ist, denn der Hunger wird ja tatsächlich gestillt, ob nun mit oder ohne Flasche.
Vom Gefühl her würd ich die Umfrage vergleichen mit der Impfumfrage "Sind geimpfte oder ungeimpfte Kinder gesünder"...
So, jetzt les ich mal weiter..

Re: Bindung und Nähe: Unterschied Still-Flaschenkinder
Verfasst: 10.12.2014, 19:52
von AnnieMerrick
ixcacienfuegos hat geschrieben:Ich gehe, seit der Kleine 4 Wochen alt ist, 2 Mal die Woche abends weg und brauche das auch. Obwohl ich das stillen sehr genieße.
wie das? hast du einen babysittter?
mini schreit außer bei mir, papa und opa zeter und mordio sobald sie jemand fremdes erblickt.
nachdem ich so sehr um das stillen gekämpft habe, nun das gegenteil: mini läßt sich von niemanden mehr füttern. nur stillen und zwar im 2 stunden takt.
ich würde gerne mal 4 h am stück schlafen und papa würde das auch gerne ermöglichen, wenn mini was von papa nehmen würde.
so habe ich nun den "salat" und muss mini zu physio, großeinkauf und co mitschleppen bzw.abends allein zu hause bleiben.
bis jetzt hat es mich wegen der absoluten übermüdung nicht gestört, doch mal abends zum weihnachtsmarkt, mit ein paar freunden treffen oder einfach zum geburtstag zum traditionellen konzert gehen, klappt nun nicht mehr

leider.
Re: Bindung und Nähe: Unterschied Still-Flaschenkinder
Verfasst: 10.12.2014, 19:58
von AnnieMerrick
Seerose hat geschrieben:Ainoha hat geschrieben:Also ich finde, es kommt bei "mir der Flasche stillen" nicht darauf an, was in der Flasche drin ist, sondern wie sie gegeben wird.
Abgesehen davon daß das schon wieder eine dieser Umfragen ist, denen man nie, nie, nie auf den Grund kommen wird und ich im Thread nur bis hierher gekommen bin, finde ich der Ausdruck "mit der Flasche stillen" stimmt so oder so was nun auch immer in der Flasche ist, denn der Hunger wird ja tatsächlich gestillt, ob nun mit oder ohne Flasche.
Vom Gefühl her würd ich die Umfrage vergleichen mit der Impfumfrage "Sind geimpfte oder ungeimpfte Kinder gesünder"...
So, jetzt les ich mal weiter..

nein, es ging nicht darum, sondern eher um eine diskussion zwischen einer freundin und mir, die uns beide sehr zum grübeln gebracht hat. vielleicht ist der hintergrund auch eine gemeinsame sehr schwierige stillgeschichte, die uns beide sehr bewegt hat.
wer stillen will, und nicht kann, bei dem taucht so eine frage irgendwann auf. dann tauchen sorgen auf, man kommt ins grübeln. ich kann und konnte keinen rat darauf geben. mini ist auch mein 1. kind
wäre ich nicht durch co+lu auf das sut aufmerksam geworden, mir wäre es genauso ergangen, wie meiner freundin!
(danke nochmal an co+lu)
Re: AW: Bindung und Nähe: Unterschied Still-Flaschenkinder
Verfasst: 10.12.2014, 19:59
von ixcacienfuegos
AnnieMerrick hat geschrieben:ixcacienfuegos hat geschrieben:Ich gehe, seit der Kleine 4 Wochen alt ist, 2 Mal die Woche abends weg und brauche das auch. Obwohl ich das stillen sehr genieße.
wie das? hast du einen babysittter?
mini schreit außer bei mir, papa und opa zeter und mordio
Ne, er bleibt beim Papa, wenn der nicht kann, weil er arbeitet, dann kümmern sich entweder meine Eltern oder seine Mutter.
Ich geh aber auch ein bisschen arbeiten in der Zeit, nicht Party machen

.
Re: Bindung und Nähe: Unterschied Still-Flaschenkinder
Verfasst: 10.12.2014, 22:12
von DolphinFFM
AnnieMerrick hat geschrieben:
wer stillen will, und nicht kann, bei dem taucht so eine frage irgendwann auf. dann tauchen sorgen auf, man kommt ins grübeln. ich kann und konnte keinen rat darauf geben. mini ist auch mein 1. kind
wäre ich nicht durch co+lu auf das sut aufmerksam geworden, mir wäre es genauso ergangen, wie meiner freundin!
(danke nochmal an co+lu)
Kennst du die Bindungstheorie? Psychologische Beobachtungen haben ergeben, dass Menschenkinder sich scheinbar an die Person binden, die ihre Signale korrekt verstehen und ihre Bedürfnisse schnell und korrekt erfüllen. Es ist also erstmal unabhängig davon, ob gestillt oder mit Flasche gefüttert wird. Das drumherum ist viel wichtiger. (Angemerkt es ist eine Theorie - und wird auch immer eine bleiben, da sich wissenschaftliche Studien in dem Bereich selbst verbieten)
Wobei ich als stillende Mutter denke, dass mir die Erfüllung der Bedürfnisse meiner Tochter durch das Stillen einfacher fällt, als wenn ich mit der Flasche füttern würde. Das heißt aber somit nur,
das ich denke dass es flaschenfütternde Mütter (und Väter) in manchen Punkt einfach schwerer haben. Weshalb ich denen eine große Anerkennung ausspreche, da doch die meisten (soweit ich sehen kann) es sehr gut schaffen!
Re: Bindung und Nähe: Unterschied Still-Flaschenkinder
Verfasst: 11.12.2014, 10:52
von Carraluma
Ich glaube schon, was laut Blueberry ja auch statistisch gezeigt wurde, dass es (weil natürlich/ vererbbares Verhaltensprogramm ansprechend) leichter ist, eine gute Bindung aufzubauen, wenn man stillt. Das trifft vielleicht vor allem Erstlingsmütter/ Mütter denen Bindungsaufbau eher schwer fällt. Eine erfahrene/selbstsichere/ empathische Mutter wird egal ob mit Fläschchen oder Stillen eine gute Bindung aufbauen.
Zudem erfüllt man durch Stillen normalerweise mehr Bedürfnisse (Nähe, Hautkontakt,...) Beim klassischen Fläschchen geben besteht eher weniger Hautkontakt außer man achtet speziell darauf. Also man kann die "Nachteile des Fläschchen gebens" teilweise "ausgleichen", aber es ist dazu besondere Aufmerksamkeit nötig...
Die Stillhormone fördern wohl auch die Aufmerksamkeit gegenüber dem Baby.
Ich persönlich bedauere beispielsweise, dass ich nicht mehr nackt mit großflächigem Körperkontakt mit meinem Neugeborenen gekuschelt habe. Das wäre bestimmt für uns beide gut gewesen. Aber so als Erstlingsmutter mit Winterkind war ich schon so gefordert mit dem Wickeln, Anziehen, Stillen usw, dass ich froh war, wenn mein Kind ordentlich angezogen war...und mit der ganzen Lebensumstellung usw, dass ich daran gar nicht wirklich gedacht habe.