Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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britje
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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von britje »

Teazer hat geschrieben:den Zusammenhang von milchfreier Ernährung und Verstopfung kann ich nicht ganz nachvollziehen. Um die abführende Wirkung von Laktose zu erhalten müsste man große Mengen Milchprodukte konsumieren.
Ich bin sehr empfindlich was Laktose angeht, aber eine richtige Laktoseintoleranz liegt laut Atemtest nicht vor.
Teazer hat geschrieben: Deine Trinkmenge finde ich zu hoch. Zu viel Flüssigkeit kann den Hormonlevel negativ beeinflussen.
Nicht wenige, die auf Milch reagieren haben auch Probleme mit Soja. Die Antikörper wurden bei Clemens gefunden?
Echt, zu viel? Meine Hebamme hat immer gesagt, ich solle mehr trinken und habe es nicht geschafft.
Ja, die Ak's gegen ß-Laktogloboline und Kasein wurden bei Clemens im Blut gefunden.
Teazer hat geschrieben: Wenn die Milchprodukte der Auslöser sind, dann müssten seine Symptome zurück gehen. Wenn nicht, dann ist es vielleicht ein anderes Eiweiß, das ihm Probleme beschert. Oder es hat rein gar nichts mit Deiner Ernährung zu tun.
Habe gerade eine Meinung eines Kinderarztes gelesen, woraus sich ergibt, dass sich das Milcheiweiß erst nach 14 Tagen komplett aus der
Muttermilch verflüchtigt. Dachte, dass die Besserung schon nach drei Tage eintreten sollte.
Vielleicht war es am Anfach der Placeboeffekt.
Teazer hat geschrieben: Denkst Du er schreit an der Brust wegen der Bauchschmerzen? Nuckeln ist für einen Säugling normal, weh tun sollte das jedoch nicht. Ich vermute allerdings, dass das eher vom Kopf Schmeißen kommt. Kannst Du die Stillsituation bitte nochmal deutlicher beschreiben.
Es kommt definitiv vom darauf herrumnuckeln, die Brustwarze festhalten und den Kopf wegdrehen.
Es grummelt zusätzlich ganz laut beim Trinken im Bäuchlein. Habe ihm seit heute das Traubenkernkissen beim Stillen auf den
Bauch gelegt und ihn bei jedem Wickeln mit Windsalbe nach einem Massageplan gegen Koliken massiert.
Teazer hat geschrieben: In der LINKSAMMLUNG STILLWISSEN findest Du Tipps gegen wunde Brustwarzen.
Danke, ich gucke mal!

@Larana
Danke, das macht Mut.

Ich bin gestern etwas durchgedreht. Habe innerhalb von 2 Tagen 3kg verloren und konnte meine Jeans heute ohne sie zu öffnen
runterziehen und zwar eine, die mir vor der Schwangerschaft etwas eng war.
Vielleicht überträgt sich einfach nur mein Stress wegen Wohnungssuche, Weihnachten mit Besuch von Schwiegereltern
(nach meiner letzten Begegnung hier mit ihnen ein Horrorszenario), Sorgen um ein akloholkrankes Familienmitglied und meine
Selbstgeißelung, dass wenn ich nicht so viele Allergien hätte, Clemens für den Schrott nicht so anfällig gewesen wäre, auf Clemens und er
merkt, dass es mir nicht gut geht.
Liebe Grüße von Christiane
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Teazer
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Re: AW: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von Teazer »

Guten Morgen!
britje hat geschrieben:Ich bin sehr empfindlich was Laktose angeht, aber eine richtige Laktoseintoleranz liegt laut Atemtest nicht vor.
Aber Du lässt sie ja weg. Dann müsste es Deiner Verdauung doch besser gehen. :?:
Echt, zu viel? Meine Hebamme hat immer gesagt, ich solle mehr trinken und habe es nicht geschafft.
Natürlich sollte man nicht zu wenig trinken, aber auch nicht über den Durst hinaus. Die meisten stillenden Mamas brauch ca. 2 Liter.
Ja, die Ak's gegen ß-Laktogloboline und Kasein wurden bei Clemens im Blut gefunden.
Habe gerade eine Meinung eines Kinderarztes gelesen, woraus sich ergibt, dass sich das Milcheiweiß erst nach 14 Tagen komplett aus der
Muttermilch verflüchtigt. Dachte, dass die Besserung schon nach drei Tage eintreten sollte.
Vielleicht war es am Anfach der Placeboeffekt.
Bei vielen setzt die Besserung recht schnell ein. Aber nicht ohne Grund sollte man je nach Quelle 3-6 Wochen die Auslassdiät durchführen.
meine
Selbstgeißelung, dass wenn ich nicht so viele Allergien hätte, Clemens für den Schrott nicht so anfällig gewesen wäre
(((britje))) Dafür kannst Du doch nichts. Und mit dem Stillen schenkst Du ihm die Möglichkeit sein Allergierisiko einzudämmen. Du nimmst so viel auf Dich um ihm den besten Start zu geben. Du bist eine tolle Mama.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von Larana »

Das ist ja keine Allergie, sondern eine Unverträglichkeit. Und bei den meisten geht sie innerhalb der ersten drei Jahre weg.
Meine Tochter ist jetzt 2 und ihr Lieblingsessen ist Käse Käse Käse :)

Bei uns trat nach 3 tagen eine Besserung ein. Aber der kia meinte damals zu mir das könne bis zu 3 Wochen dauern.
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AnnieMerrick
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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von AnnieMerrick »

und meine
Selbstgeißelung, dass wenn ich nicht so viele Allergien hätte, Clemens für den Schrott nicht so anfällig gewesen wäre, auf Clemens und er
merkt, dass es mir nicht gut geht.
das verstehe ich sehr gut, mir geht es ähnlich, aber ich möchte dir mut. Machen. Bei mini verflüchtigt e sich die Unverträglichkeit nach ein paar Wochen. V
Viele Grüße
AnnieMerrick mit 🐭 2014 und 🐦 2018
---
Ich reduziere meine Onlinezeit und antworte unter Umständen erst einige Tage später.
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britje
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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von britje »

Teazer hat geschrieben:
britje hat geschrieben:Ich bin sehr empfindlich was Laktose angeht, aber eine richtige Laktoseintoleranz liegt laut Atemtest nicht vor.
Aber Du lässt sie ja weg. Dann müsste es Deiner Verdauung doch besser gehen. :?:
Ich neige leider seit der Geburt, warum auch immer, zu sehr festem Stuhl und mit etwas Laktose aus dem Joghurt
ging das ganz gut ohne, dass ich Bauchschmerzen hatte.
Vielleicht probiere ich wirklich mal ein wenig Laktosepulver, als natürliches Abführmittel,
dann ist das wenigstens keine Chemie!
Teazer hat geschrieben: (((britje))) Dafür kannst Du doch nichts. Und mit dem Stillen schenkst Du ihm die Möglichkeit sein Allergierisiko einzudämmen.
Du nimmst so viel auf Dich um ihm den besten Start zu geben. Du bist eine tolle Mama.
Danke, das ist Balsam für die Seele!
Larana hat geschrieben:Das ist ja keine Allergie, sondern eine Unverträglichkeit. Und bei den meisten geht sie innerhalb der ersten drei Jahre weg.
Meine Tochter ist jetzt 2 und ihr Lieblingsessen ist Käse Käse Käse :)
Bei uns trat nach 3 tagen eine Besserung ein. Aber der kia meinte damals zu mir das könne bis zu 3 Wochen dauern.
Nein, es ist eine Allergiereaktion (noch eine sekundäre bzw. eine verzögerte Reaktion) und bei zu viel kann es tatsächlich zu
einem anaphylaktischen Schock kommen (was wir nicht hoffen!).
Ich ziehe das jetzt eisern durch! Habe mir schon ein milchfreies Weihnachtsmenü zusammengestellt.
Und mir drei Bücher bestellt. Zwei Koch- bzw. Backbücher zum Thema milchfreie Ernährung und ein Beikostbuch
für Milchallergikerbabys. Ich hoffe, damit bin ich dann gut gerüstet.
In drei Monaten (also mit 6 Monaten dann) soll noch mal eine Provokation mit Kuhmilch in der Kinderklinik durchgeführt werden.
Ich hoffe sehr, dass du recht hast und sich das noch verwächst, aber ich habe in vielen Quellen gelesen,
das gerade Kinder mit der ß-Laktoglobulinallergie häufig eine Persistenz entwicken.
Aber erstmal denken wir positiv und hilft ja alles nix, da müssen wir durch! Kann ja mein Kind nicht umtauschen,
geschweige denn, dass ich das wollte :lol:

Und einen Milchstau mit kleiner Rötung habe ich nun auch noch bekommen... blöder Stress!
Habe von meiner Hebamme noch abgefüllte Globolis, aber ich weiß leider nicht wie sie heißen,
aber Hauptsache sie helfen und das tun sie Gott sei Dank!
Liebe Grüße von Christiane
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Teazer
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Re: AW: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von Teazer »

Ich habe mit Dörrpflaumen sehr gute Erfahrungen bei Verstopfungen gemacht.

Ich wünsche Euch, dass es sich verwächst. Und zum Trost, falls nicht: Es gab wohl nie eine bessere Zeit um in Europa gegen Milch allergisch zu sein.

Wenn Du wegen des Milchstaus Unterstützung brauchst, meldest Du Dich einfach. Die Tipps bei Milchstau kennst Du?
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von britje »

Danke, Teazer.
Hoffe, wir bekommen das so in den Griff.
Die Tipps habe ich gerade schon geleben.
Liebe Grüße von Christiane
Larana
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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von Larana »

Ich wollte das nicht runterspielen. Auch bei einer Unverträglichkeit kann Mischkonsum anscheinend schwerwiegende folgen haben. Vll. hatten wir ja auch eine Allergie. Testen lassen haben wir das nie und ich hab ein Jahr auf Milch verzichtet (ohne irgendwelche Tests) bis wird mal wieder probiert haben.
Aber ich hatte mich eigentlich schnell an milchfrei gewöhnt, auch wenns wie bereits geschrieben in Gesellschaft manchmal schwer war.
Weshalb fällt dir der Verzicht denn schwer / was fehlt dir?
Vll. kann man dir ja einen ersatztip geben?
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britje
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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von britje »

Hallo Ihr Lieben,

von mir auch mal wieder ein Lebenszeichen...
Clemens wächst prächtig und das mit der Milch bekomme ich jetzt auch ganz gut hin.
Mein Milchstau ist auch gut überstanden und ich hoffe, das kommt nicht so schnell wieder.

@Teazer
Nehme morgens jetzt immer einen 1/2 TL Laktose in den Sojajoghurt,
da klappt das ganz gut mit dem Abführen und ich habe nur sehr selten Bauchweh.

Den richtigen Milchersatz für mein heißgeliebtes Müsli habe ich aber noch immer nicht gefunden
und Saft im Müsli geht einfach mal gar nicht :? .
Sojamilch finde ich, ganz im Gegensatz zum Joghurt, den ich mitlerweile echt gerne esse, immer
noch eher als Brechmittel geeignet. Ich habe diverse Sorten von Sojamilch natur probiert und
sie schmecken tatsächlich sehr unterschiedlich.
Was auch gar nicht geht sind die "Getreidemilchen", wie Reis- oder Hafermilch. Die werden immer mehr
im Mund habe ich das Gefühl.
Das Einzige, was so halbwegs erträglich ist, aber was furchtbar übersüßt und künstlich schmeckt,
ist Sojamilch mit Bananengeschmack oder eben die Mandelmilch.
Nur ist die Mandelmilch entweder sehr teuer oder in der Eigenherstellung nicht lange haltbar und damit
auch wieder teuer, da man die Hälfte wegkippen muss und jeden Tag frisch zubereiten ist mir zu aufwändig.

Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus :roll:
Ich habe eine Frage zum Thema Saugverwirrung...
Ich habe ja so viel Milch (komischerweise laufe ich aber nicht aus, Einlagen habe ich nur während des Milcheinschusses benötigt),
dass ich sehr schnell einen Milchstau bekomme, wenn Clemens nicht lange genug nuckelt.
Momentan, so seit einer Woche ca., will er abends immer lieber an meinen Fingern saugen, als an meiner Brust und ärgert sich dann, dass dort nichts
raus kommt und wird sehr unzufrieden. Er massiert meine Brüste mit den Händen, aber sobald er an Stelle meines Fingers die
weiche Brustwarze an den Mund gehalten bekommt, fängt er an zu Weinen. Gestern Nacht (er hat sich bis 1Uhr nicht zum Schlafen überreden lassen)
habe ich einen Schnulli ausgepackt um vielleicht sein Saugbedürfnis damit zu stillen,
aber Pustekuchen, der wurde sofort mit angeekeltem Gesicht entfernt und flog dann im hohen Bogen wieder aus dem Bett.
Ist das gerade irgendeine orale Phase, dass er testet, wie sich was anfühlt? Er wird übermorgen genau 4 Monate alt.
Wenn er richtig Hunger hat, dann nimmt er ja die Brust :?:
Liebe Grüße von Christiane
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Teazer
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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von Teazer »

Hallo britje!

Die ganze Babyzeit ist eine orale Phase. :) Der Mund ist eines der wichtigsten Sinnesorgane für Babys.

Schön, dass es Euch besser geht. Ich weiß, dass es von Provamel Haselnuss- und Mandeldrink in 200-ml-Packungen gibt. Und von EcoMil gibt es Mandelmilchpulver (ist allerdings ziemlich süß).
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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