Nusserl hat geschrieben:
Und ich finde es eine wahnsinnige Ressourcenverschwendung, wenn mal alles weg wirft.
Nusserl, ja, das geht mir auch so.
Wir machen es hier so:
Die Babysachen vom Großen habe ich alle aufgehoben, naja, so ungefähr bis Gr. 98, teils 104. Danach nur noch Lieblingsstücke.
Gerade bei den Babysachen finde ich persönlich die älteren Teile teils hübscher als das, was ich neu in den Läden hängen gesehen habe.
Da aber auch die Sachen vom Großen zu 95% gebraucht gekauft wurden, waren gerne getragene Teile dann auch irgendwann 'durch' und konnten nicht mehr weiter getragen werden.
Kleinere Löcher flicke ich bzw. die bekommen einen Wunschhäkelbutton, das mag auch der Große noch.
Aktuell trägt mein Kleiner einen Schlafanzug seines Onkels, voll retro

und 32 Jahre alt. Keine Löcher, nichts ausgeleiert, supersüßes Unisexmotiv.
Die 90er Klamotten meines Neffen beispielsweise würde ich aber auch meinen Kindern nicht mehr anziehen wollen. Die sind nicht retro, die sind hässlich.

Da lagern aber auch nur noch ein paar Lieblingsstücke, der Rest wurde verkauft, als das noch alle so trugen.
Gummizüge z.B. in Schlafanzughosen oder Unterwäsche sind hier und da mal ausgeleiert und 'durch', die lassen sich ja aber ganz schnell ersetzen.
Mein Großer liebt es, wenn er Kleidung von seinem 2 Jahren älteren Freund 'erbt', weil, die Sachen sind von A. und den mag er so gerne und seine Sachen nochmal tragen zu können, das freut ihn einfach.
Ich denke, man muss da auch aufs Kind schauen, individuell. Ich habe in den 80ern teils Sachen 'geerbt', die ich niemals freiwillig angezogen hätte, wenn ich nicht dazu gezwungen worden wäre, aber das waren dann auch Sachen, die oft schon über 10 Jahre alt etliche Cousinen vor mir 'beglückt' hatten- und ich war die Jüngste und bekam allen Ramsch ab.
Mein Sohn weiß genau, was er tragen mag und was nicht und hat da seinen eigenen Geschmack und äußert auch, was er nicht mag.
Für uns passt das so.
