Es muss dir nicht leid tun, dass es uns "Mühe" gemacht hat. Du kannst mir bzw. uns leid tun, dass es dir durch den massiven Druck in deiner Familie und von deinem Umfeld nicht möglich ist, für das Stillen zu kämpfen.RegenbogenMama hat geschrieben: ich muss euch leider mitteilen, dass ich heute beschlossen habe aufzugeben. Es tut mir so leid, für all die Mühe, die ich euch gemacht habe.
Hier hättest du eigentlich deinen Mann wecken sollen und er dich tröstend in den Arm nehmen und dich in deinen Stillwünschen bestätigen sollen.Für euch mag es vielleicht komisch klingen, weil gestern noch alles super war, aber heute Nacht bin ich wieder mit Schmerzen in der Brust aufgewacht und konnte die halbe Nacht nicht schlafen, weil ich Angst hatte, wieder eine Entzündung zu bekommen und so lag ich mehrere Stunden weinend zwischen meinen zwei Männern.
Das bedarf eigentlich keinen Kommentars. Wie können dir nahe stehende Menschen so etwas sagen. Du hast dir Hilfe geholt, dich über den Weg zurück an die Brust informiert, deinem Baby etwas Gutes tun wollen und dann hauen die mit so Hammern auf dich drauf. Das ist nicht fair.
]ch kann ja nicht jeden Monat oder öfter immer wieder Antibiotika schlucken, mein Frauenarzt und meine Familie haben mir alle gesagt ich soll aufhören, wie würden sie reagieren, wenn ich wieder krank werden würde...
Die letzten 11 1/2 Wochen waren ein einziger Kampf. Ein Kampf gegen meinen Körper, die Ärzte und meine Familie. Ich schaffe das nicht mehr, vor allem schaffe ich es nicht alleine. Alle sagten mir immer nur: "Wir konnten es auch nicht, mach dir nichts draus", "Meine Milch war plötzlich weg", Ich hatte eine Brustentzündung und musste auch abstillen", "Ich oder mein Kind wurde auch mit der Flasche gefüttert und ist groß und gesund geworden". Dann später kamen Sätze wie "Du machst dir nur deine Brust kaputt", "Du quälst nur dich und dein Baby", "Nun hör schon auf so stur zu sein", "Jetzt musst du aber wirklich Abstillen". Und immer sollte ich die positiven Seiten daran sehen "Flaschenkinder werden größer", "Schau, du kannst jederzeit auch mal weggehen", "So schläft dein Baby viel besser durch"...
BitteNicht einmal hat mir jemand aus meinem persönlichen Umkreis gesagt, wie toll er oder sie es findet, was ich tue. Meine Stillberaterin machte mir Hoffnung, all die anderen Mamas aus der Babygruppe haben auch immer nachgefragt, wie es mir geht. Und natürlich wart ihr die letzten Tage da, um mir Mut zu machen und mir zu helfen. Vielen, vielen Dank,
Das ist wirklich traurig, da hast du Recht. Aber leider gibt es das ziemlich oft. Einer der häufigsten Gründe zum Abstillen ist fehlende Unterstützung aus dem Familien/Freundeskreis.ich hatte wirklich gehofft, dass ich es schaffe. Es ist so traurig, dass völlig fremde Menschen mehr hinter meiner Entscheidung stehen, als die Menschen, die mir nah sind, oder halt die meisten Ärzte/Krankenschwestern, die mit mir zu tun hatten. Ich weiß, dass sie nur das Beste für mich wollten, und dass sie es oftmals einfach nicht besser wussten, aber es war einfach keine Hilfe für mich.
Nein, dass ist nicht mehr als genug. Das ist ein toller Anfang. Aber man darf ruhig noch ein bisschen mehr wollen. Das ist normal und gut.Eigentlich sollte das ja mehr als genug sein, was man sich als Mama wünschen kann.
Du bist eine ganz wundervolle Mama, die ein riesiges Kämpferherz für ihr Baby hat. Davon könnten sich andere Mütter eine dicke Scheibe abschneiden. Nichtstillen macht keine schlechte Mutter. Flaschenmütter können genauso liebevoll mit ihren Babys umgehen und ihnen ebenso viel Nähe und Liebe geben, wie stillende Mütter. Und es ist auch kein Versagen von dir, wenn es nicht geklappt hat. DU bist daran nicht schuld. Das liegt in der Verantwortung vieler anderer Menschen.Danach allerdings verlief nichts mehr so, wie ich es mir vorgestellt hatte (siehe Anfang). Ich konnte die Zeit einfach kaum genießen. Während ich mich im Krankenhaus mit Pumpe usw. abgemüht hatte, musste ich mit ansehen, wie die Babies von 10 Jahre jüngeren Müttern, die auf Nachfrage der Kinderkrankenschwestern noch nicht einmal wussten, ob sie jetzt stillen wollen oder nicht, schmatzend die ganze Zeit an ihren Brüsten hingen. Die Ganze Zeit musste ich mich fragen, ob ich denn nicht das Beste für mein Kind will (blöde TV Werbung!), demnach musste ich also eine schlechte Mutter sein. Den Rest der Geschichte kennt ihr ja.
Dein Baby lebt deine Gefühle. Er hat gemerkt, wie du dich fühlst und dass du total zerrissen und angespannt bist. Darauf reagiert er mit dem einzigen Ausdrucksmittel, was er in der Situation hat, er schreit.Heute morgen waren die Schmerzen in den Brüsten wieder weg. Nach dem super Versuch gestern habe ich mich heute wieder ans BES getraut. Habe alles vorbereitet und dann nehme ich ihn nur hoch und er schreit schon wie am Spieß, bevor ich überhaupt etwas machen kann.
.Ich wünschte ich könnte noch irgendetwas tun, aber ich kann einfach nicht mehr
Das tut mir total leid.
Du kämpfst nicht gegen deinen Körper (der ist fürs Stillen gemacht), sondern gegen deine Familie. Und da hast du wenig Chancen, besonders, wenn dein Mann nicht voll und ganz hinter dir steht.Ich möchte nicht mehr gegen meinen Körper und meine Familie ankämpfen. Der ganze Stress macht sowieso nur noch weniger Milch und eine noch größere Chance auf weitere Milchstaus. Selbst wenn es theoretisch noch möglich wäre, die Milchmenge weder zu erhöhen oder meinen Schatz dazu zu bringen an der Brust zu Trinken, würde das so einfach nichts bringen... Leider.
Dein Kuscheldrache hat die beste Mama der Welt. Wirklich! Und wenn du nochmal den Schritt zurück wagen willst (d.h. die Kraft dafür hast, dann weisst du ja, wie es geht und wo du Hilfe findest).Es tut mir so leid, besonders natürlich für meinen kleinen Kuscheldrachen, der sicherlich Besseres verdient hat. Er ist so lieb, schlau und neugierig, ich würde einfach alles für ihn tun. Und ich würde auch stundenlang pumpen und mir eine eigene Pumpe kaufen, wenn es der ganzen Sache helfen würde. Vielleicht passt alles eines Tages wieder und ich schaffe es wieder zurück, ich kann es nicht sagen, aber zur Zeit geht es nicht mehr. Sollte ich jemals ein zweites Kind bekommen, so bin ich jetzt um einiges schlauer. Das hilft zwar meinem Baby jetzt nicht, aber ich habe glücklicherweise trotzdem viel dazulernen können. Vielleicht kann ich auch anderen weiterhelfen, und wenn es nur das ist, dass ich ihnen Verständnis zeigen und sagen kann, wo sie Hilfe bekommen können.
Vielleicht wäre hier auch ein Gespräch unter professioneller Anleitung mit deinem Partner sinnvoll?
Ich werde schauen, dass ich nächste Woche einen Termin bei einer nachgeburtlichen Beratung für Mütter vereinbare, damit ich mit jemandem darüber sprechen und die Sache verarbeiten kann.
Mach dir um mich/uns keine Sorgen. Du brauchst deine Kraft für dich und deinen Sohn.Tut mir wirklich leid für die traurige Nachricht. Ich wünschte, ich könnte euch etwas Positives sagen.
Das würde mich freuen.Danke noch einmal für eure Tipps und Unterstützung. Ich werde euch auf jeden Fall weiter berichten, wie es uns geht.
Alles, alles Liebe und Gute für dich und deinen kleinen Sohn
und KOPF HOCH!
deidamaus