Also nicht das hier ein falsches Bild von mir aufkommt. Ich mache hier vieles so, wie ihr es auch macht, obwohl das Leben später anders sein wird und finde das auch völlig richtig so.
Aber ein paar Beiträge vorher kam schon mal auf, ob ein 6-jähriges Kind ein Handy bekommt, nur weil es sein sooooo großer Wunsch ist und da sage ich eben nein, das gibt es nicht.
Für mich gibt es Dinge, die ich absolut nicht in meinem Haus haben möchte und da stehe ich dazu (z.B. Barbies, Spielzeugwaffen, später Fernseher im eigenen Zimmer usw.). Von mir aus kann mein Kind bei anderen Kindern damit spielen, da habe ich keine Probleme mit. Aber ich muss, will und kann nicht alle Wünsche erfüllen und dann muss unser Kind auch lernen mit Enttäuschungen klar zu kommen. Ich sehe mich selbst da auch ganz klar in der erzieherischen Verantwortung. Und ja, auch ich habe mit Barbies heute ein gewisses Problem.
@sandküste: Die Dinge, die du gerade genannt hast, sind für mich überwiegend menschliche Grundbedürfnisse, die ich auf die für mich und das Kind bestmögliche Art erfüllen möchte. Da trenne ganz klar materielle Wünsche ab, denn Wünsche sind keine Bedürfnisse. Und diesen Unterschied müssen Kinder MEINER Meinung nach lernen.
Ja im Leben gibt es keine rosa Wattebäusche und darauf bereite ich meinen Sohn vor, allerdings sehr langsam und sehr behutsam und daran finde ich insgesamt nichts schlechtes. Es ist immer eine Frage des Wie.
@Zierbanane: Du hast immer alles bekommen, was du dir gewünscht hast? Ich bin in einer recht wohlhabenden Familie aufgewachsen und hätte weitaus mehr bekommen können als ich bekommen habe. Ich habe aber eben nicht alles bekommen, was ich wollte, sondern häufig ausgewählte hochwertige Dinge, die meistens "pädagogisch wertvoll" waren, aber eben auch nicht immer. Es war ein guter Kompromiss. Viele "nicht pädagogische" Dinge musste ich mir selbst ersparen, dann war es ok, denn mit meinem Geld durfte ich machen was ich wollte. Es war also für mich nie aussichtslos

. Ich habe auch heute überhaupt nicht das Gefühl, dass ich als Kind mit dieser Art meiner Eltern ein großes Problem hatte. Ich war zwar manchmal beleidigt (Handy, Gameboy, Barbies...), aber ich ja in der Regel über Freunde Zugang zu diesen Dingen. Das war nach meiner Erinnerung ok für mich.
Dafür habe ich aber vor meinem Musikstudium ohne wenn und aber eine Klarinette im Wert eines kleinen Gebrauchtwagens bekommen und dieses Geschenk weiß ich heute noch sehr zu schätzen und hüte es wie meinen Augapfel.