Artikel zur Logopaedie in Nido

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annibi
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Re: AW: Artikel zur Logopaedie in Nido

Beitrag von annibi »

yanni geht seid dem er knapp 4,5 ist ... jetzt wuerde ich eher drauf bestehen ... wir sind jetzt beim dritten rezept ... er war ein late talker ... verdeckte polypen ... aber er macht super fortschritte u er liebt die logopädin ....

aber ich hab ne frage an die profis hier .... der luette 3,5 stottert momentan ... lt logopaedin u auch da es beim gr so war geht sie von entwicklungsstottern aus .... wie lange haelt sich das? und auch er hat den vermerk *multiple dyslalie* im u-heft .... hoeren u verstehen tut er gut aber er spricht auch eher schlecht .... ich bin mir sicher auch er braucht logo .... aber ab wann?
dann wrrd ich mich diesmal mehr mit der kia austauschen ....

danke
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Re: Artikel zur Logopaedie in Nido

Beitrag von Maja »

SchneFiMa hat geschrieben:
logo77 hat geschrieben:warum gehen logopäden in kindergärten? ganz einfach: logopädinnen arbeiten i.d.r. nicht nur am nachmittag, sondern auch am vormittag. da aber immer mehr kinder immer früher in die kita gehen und die mütter arbeiten, sie also am vormittag nicht in eine praxis bringen können, gehen die logopädinnen eben zu den kindern.
lange zeit war es "verboten" eine behandlung außerhalb der praxis zu machen (es sei denn es musste ein hausbesuch sein bspw. bei bettlägrigen patienten), das ist nun vorbei. ihr könnt es also als service sehen, wenn eure kinder in der kita behandelt werden. oder denkt ihr nach der kita am nachmittag lässt es sich mit einem "müden" kind leicht lernen? morgens sind die kinder einfach noch aufnahmebereiter.
Es ist auch jetzt nicht komplett erlaubt, nur bei Integrativkindern in den enstprechenden Ganztagseinrichtungen! Das ist schon ein unterschied zu: Alle Kinder dürfen auf rezept im Kindergarten behandelt werden.

Und es kann die Zulassung kosten, wenn man das macht. Allerdings gibt es eben auch massive Existenzängste, denn man immer mehr und mehr eingeengt.
Ich habe das für unseren Schulhort vor wenigen Wochen so recherchiert: Eine logopädische Behandlung im Kindergarten oder im Hort ist dann möglich, wenn im Konzept der Einrichtung die entsprechende Selbstverpflichtung zur Sprachförderung verankert ist; dazu reicht aber auch, dass man sich selbst auf die Fahnen schreibt, inklusiv zu arbeiten (ohne also gleich als Integrativ-Kita geführt zu werden). Die Hürden sind also m.E. schon deutlich verringert worden.
Jedenfalls haben wir das jetzt so gelöst und die Logopädin kommt in die Einrichtung und alle sind zufrieden damit :D
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Re: Artikel zur Logopaedie in Nido

Beitrag von SchneFiMa »

Ja, die Inklusion bringt Chancen, aber auch vieles, was man jetzt noch nicht vorher sehen kann. Es gibt natürlich auch Einzelentscheidungen, wann man wie in Einrichtungen gehen kann. Wenn es die Einrichtung bezahlt, dann ist das ja auch nochmal losgelöst von den Verordnungen der Krankenkassen.
Ich hatte in meiner alten praxis auch einen Vertrag mit der Stadt, die mir für Integrativkinder die Logopädie bezahlt haben. Schließlich bekommt die Stadt dafür geld und die sollten genutzt werden.

In Regelkindergärten, bei Regelkindern ist aber keine behandlung auf Rezept im Kindergarten erlaubt, nach wie vor. Damit wird aber viel Schindluder getrieben und ja, es gibt LogopädInnen, denen das egal ist. Ich lehne es ab, denn ich bin auf meine Zulassung angewiesen.

@angelika: Mit 3,5 würde ich auch noch von entwicklungsstotter ausgehen. Entwiclungsstottern wird nicht mehr, bzw. sollte nicht allzu lang anhalten. Außerdem kommen Wiederholungen eher von ganzen Wörtern vor. Sollten einzelne Laute gestottert werden, könnte es in die Richtung Stottern gehen. Welche Laute kann er denn nicht? Bei multipler Dyslalie sind ja mehrere Laute betroffen, das können dann eben 2, 3 oder noch mehr Laute sein. Wobei ich dann wieder denke, man könnte auch vor dem 4. Geburtstag anfangen, denn oft hat man bei mehreren Lauten ja auch etwas länger zu tun.

Dann kam noch die Frage zu den Lauten vor dem 4. Geburtstag. Die Fachwelt hat da auch verschiedene Meinungen. Fakt ist aber, dass mit dem 4. Geburtstag die Lautentwicklung abgeschlossen ist. Richtig ist aber auch, dass viele Kinder mit 4 nochmal einen Schub machen. Aber das weiß man eben nicht! Dann wird es wieder "gefährlich" Mir ist es wichtig, dass die Kinder zur Einschulung fit sind, klappt natürlich nicht bei jedem, aber oft. Ich finde es halt immer so schade, dass Kinder mit gut 5 kommen und einige Laute nicht können. Viele Eltern sagen dann, ihnen wurde geraten zu warten, denn "das gibt sich noch" Ja, es hätte, aber so wurde dann ein gutes Jahr verschenkt. Dann kommt der Hintergedanke Schule und der Arzt baut dann da wieder Druck auf.
Ich selber finde mit 4-5 ist einfach ein gutes Alter um spielerisch die Laute zu trainieren. Wenn eben eine Mutter mit ihrem fast 4jährigen kommt und der kann /k-g/ nicht, dann rate ich schon zur Therapie, denn dann kann es gut sein, dass es nach 20 Stunden gegessen ist. Wenn ein 3 jähriges mit /l-g/ vor mir sitzt, dann sage ich ganz klar warten. Ebenso mit /sch/ und die entsprechenden Lautverbindungen. Und dann gehört ja auch noch das ganze Drumrum dazu... also Hören, Mundmototik, Grammatik etc. Das ist eben sehr vielschichtig.
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Re: Artikel zur Logopaedie in Nido

Beitrag von Schlingoline »

Ich habe als Heilpädagogin im Inklusiven Kindergarten gearbeitet.
Wir hatten einige I- kinder die bei einer Logopädin waren, die Hausbesuche im Kiga gemacht hat.

Was ich aber jetzt eigetnlich sagen wollte ist, dass ich eher das Gefühl habe, dass es vor so 15 Jahren schlimmer war mit dem Therapiewahn.
Als ich meine Ausbildugn als Erzieherin 1996 angefangen habe war es gerade super Mode, dass fast jedes Kind mal schnell ein paar Ergo Stunden bekommen hat (das eine war ängstlich, das nächste zu wild usw...)
Sowohl Ergo als auch Logopädiepraxen sprossen aus dem Boden. Fuhr meine Mutter in den 90ern noch 50 km, hätte sie 10 Jahre später zwischen 3 Praxen in unserer Kleimnstadt wählen können..
Dann kamen große REgressforderungen an die Ärtzte (die Profis wissen da sicher mehr), sie durften nur noch einen gewissen Betrag pro Quartal verschreieben..und plötzlich war es sehr schwierig ein Rezept zu bekommen.
So hab ich es zumindest erlebt.

ICh wage zu behaupten, dass es bei fast allen Kindern, die Logopädie hatten, sinnvoll war.
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annibi
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Re: AW: Artikel zur Logopaedie in Nido

Beitrag von annibi »

SchneFiMa hat geschrieben: @angelika: Mit 3,5 würde ich auch noch von entwicklungsstotter ausgehen. Entwiclungsstottern wird nicht mehr, bzw. sollte nicht allzu lang anhalten. Außerdem kommen Wiederholungen eher von ganzen Wörtern vor. Sollten einzelne Laute gestottert werden, könnte es in die Richtung Stottern gehen. Welche Laute kann er denn nicht? Bei multipler Dyslalie sind ja mehrere Laute betroffen, das können dann eben 2, 3 oder noch mehr Laute sein. Wobei ich dann wieder denke, man könnte auch vor dem 4. Geburtstag anfangen, denn oft hat man bei mehreren Lauten ja auch etwas länger zu tun.

.
ich gruebel grad .... es ist mal so u.mal so,also wg laut od wort wiederholung aber eher laute .... es wird nicht mehr ... eher weniger ... ich hoffe es gibt sich wie beim grossen ... ich weiss nicht woher, aber er hat sich jetzt schon zweimal vor mir in einem *starken stotteranfall* auf den mund gehauen u gesaht er kann nicht sprechen :-? ... das tat mir sehr weh ...
er hat probleme beim sch t/k u muss noch weiter gruebeln ... er macht große fortschritte ... heute war ich hellauf begeistert wie schoen.er gesungen hat ... wie viel er mitgenommen hat die letzten wochen ...

bei uns gibt es.nur fuer die i-kinder logo im kiga ... yanni muss inne praxis,was ich sehr schade finde weil es doch einiges an.aufwand mit sich bringt. auf der anderen seite verknuepft es so keiner mitm kiga ...

glh
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Re: Artikel zur Logopaedie in Nido

Beitrag von logo77 »

Hallo!
Ich möchte alle Mütter bitten, die konkrete Fragen zu Ihren Kindern haben, diese Ihren Logopädinnen zu stellen oder den KiArzt zu befragen. Ich persönlich finde es unverantwortlich hier Ferndiagnosen zu stellen und zu sagen, wann man abwarten soll und wann nicht.

Der Begriff Entwicklungsstottern ist -auch wenn Ärzte diesen Begriff noch verwenden- seit über 10 Jahren überholt!!! Entweder stottert ein Kind oder nicht.

Multiple Dyslalie ist als Begriff ebenso nicht aktuell, findet nicht mal mehr in der Heilmittelrichtlinie Anwendung. Man muss schon differentialdiagnostisch unterscheiden, ob es eine phonetische oder phonologische Störung oder sogar eine Dyspraxie ist, bzw. eine Mischform.

Und gerade zum Thema Aussprache gibt es nun schon länger sehr genaue Zahlen für den deutschen Sprachraum, da ist sich die "Fachwelt". m.E. ziemlich einig.
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Re: Artikel zur Logopaedie in Nido

Beitrag von SchneFiMa »

logo77 hat geschrieben:Hallo!
Ich möchte alle Mütter bitten, die konkrete Fragen zu Ihren Kindern haben, diese Ihren Logopädinnen zu stellen oder den KiArzt zu befragen. Ich persönlich finde es unverantwortlich hier Ferndiagnosen zu stellen und zu sagen, wann man abwarten soll und wann nicht.

Der Begriff Entwicklungsstottern ist -auch wenn Ärzte diesen Begriff noch verwenden- seit über 10 Jahren überholt!!! Entweder stottert ein Kind oder nicht.

Multiple Dyslalie ist als Begriff ebenso nicht aktuell, findet nicht mal mehr in der Heilmittelrichtlinie Anwendung. Man muss schon differentialdiagnostisch unterscheiden, ob es eine phonetische oder phonologische Störung oder sogar eine Dyspraxie ist, bzw. eine Mischform.

Und gerade zum Thema Aussprache gibt es nun schon länger sehr genaue Zahlen für den deutschen Sprachraum, da ist sich die "Fachwelt". m.E. ziemlich einig.
Wenn du mich damit meinst, finde ich das nicht gut. Ich denke, ich gebe nur ein paar Tips und meine Meinung, was ich auch dazu schreibe. Unverantwortlich handele ich hier ganz sicher nicht. Ich möchte hier auch nicht über Fachbegriffe diskutieren, es gibt sie nunmal noch und sie werden von Ärzten benutzt und so kommen sie auch bei Eltern an. Deshalb kann man sie doch kurz erklären.

Ich fühle mich von dir hier etwas angegriffen, als hätte ich keine Ahnung.
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Re: Artikel zur Logopaedie in Nido

Beitrag von Zierbanane »

Hallo Logo, vielleicht stellst Du Dich ja erstmal im Forum vor? Irgendwie bist Du mir auch zu harsch.
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Re: Artikel zur Logopaedie in Nido

Beitrag von annibi »

logo77 hat geschrieben:Hallo!
Ich möchte alle Mütter bitten, die konkrete Fragen zu Ihren Kindern haben, diese Ihren Logopädinnen zu stellen oder den KiArzt zu befragen. Ich persönlich finde es unverantwortlich hier Ferndiagnosen zu stellen und zu sagen, wann man abwarten soll und wann nicht.

Der Begriff Entwicklungsstottern ist -auch wenn Ärzte diesen Begriff noch verwenden- seit über 10 Jahren überholt!!! Entweder stottert ein Kind oder nicht.

Multiple Dyslalie ist als Begriff ebenso nicht aktuell, findet nicht mal mehr in der Heilmittelrichtlinie Anwendung. Man muss schon differentialdiagnostisch unterscheiden, ob es eine phonetische oder phonologische Störung oder sogar eine Dyspraxie ist, bzw. eine Mischform.

Und gerade zum Thema Aussprache gibt es nun schon länger sehr genaue Zahlen für den deutschen Sprachraum, da ist sich die "Fachwelt". m.E. ziemlich einig.

zum einen sind wir in behandlung u mein kleiner sohn wurde - wie geschrieben- unserer logopädin vorgestellt und hat eine komplette hörrelevante diagnostik hinter uns ...

entwicklungsstottern benutzt unsere logopädin, multiple dyslalie unsere kiä ... entschuldige wenn ich das hier einfach übernehme ...


ICH bin erwachsen genug um mir hier austausch zu holen,anregungen, ICH werde bestimmt nicht wg ausagen von hier etwas unternehmen oder lassen,aber es ist eine aussage, die mir eine neuen input gibt ...


und nu mag ich mich zierbanane anschließen ♥
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Re: Artikel zur Logopaedie in Nido

Beitrag von logo77 »

Ich habe sachliche Informationen gegeben. Und keinen angegriffen. Wer sich den Schuh anziehen möchte, soll es tun.

Es ging doch grundsätzlich darum, wie man den Artikel in der NIDO findet und ich wollte lediglich aktuelles Wissen dazu geben, damit man sich ein Bild machen kann.
Warum man heute nicht mehr von multipler Dyslalie spricht, sondern weiter differenziert, wird ja einer Logopädin sicherlich bekannt sein, und es ist nicht zu viel verlangt, dies auch den Eltern zu erläutern, da man ja auch das Therapiekonzept vorstellt.
Ich würde mein eigenes Kind natürlich nicht selber behandeln, aber ganz sicher auch nicht von einer Logopädin, die noch von Entwicklungsstottern und multipler Dyslalie spricht.

Und nun halte ich meine Klappe, melde mich hier ab und ihr könnt Euch über meine Unverschämtheit aufregen. Viel Spaß dabei und schönen Tag!
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