Re: geschwister - ja oder nein!?
Verfasst: 01.09.2011, 11:53
Ich bin Einzelkind und habe es gehasst, aus verschiedenen Gründen.
Für uns war immer klar, mehrere Kinder.
Und nach dem ersten war das auch noch klarer. Denn ich finde, Kinder sind Herdentiere
Alles, was sich rankt um Miteinander, sich gemeinsam Freuen, Kommunizieren, Interaktion, voneinander lernen (nicht nur von Erwachsenen gezeigt bekommen) - das geht nicht als Einzelkind. Ich bin an Theo nochmal richtig aufgeblüht, als ich erlebt habe, wie er mit Lotti ZUSAMMEN macht, spielt, isst, quatscht, lebt.
Ja, es ist anstrengend. Und vielleicht auch anstrengender als ein einzelnes Kind. Das kommt dann wohl aufs erste Kind drauf an. Ich finde es hier nicht wirklich anstrengender. Theo war und ist hier der Hauptteil an "anstrengend". Klar streiten sie und schreien und diese Geschichten, aber je älter sie werden, muss das auch nicht mehr immer mein Problem sein
Lotti läuft eher nebenher in Sachen anstrengend.
Ob man Liebe teilen kann? Ja, und sie wird dadurch nicht weniger. Ob man zwei Kindern das gleiche ermöglichen kann wie einem? Mit meinem Geldbeutel nein. Ist es das Ziel? In meinen Augen nein. Da kommt der Hintergrund dazu, was einem wichtig ist - wenn Materielles im Vordergrund steht, dann ist das vielleicht eher ein Thema als wenn das nicht so ist. Nun ist unser Lebensstil natürlich anders als Eurer - völlig wertfrei! Das ist halt eine Überlegung, die man durchspielen muss: Bin ich unglücklich im Namen meiner Kinder wenn ich ihnen dies und das nicht ermöglichen kann? Und wie sehr bin ich dann unglücklich? Diese Frage ist ja sehr dehnbar - und auch das Ausmaß von "ermöglichen".
Weniger Zeit für sich selbst hat man wohl, ja. Wenn Theo vorher Mittagschlaf gemacht hat, macht Lotti das jetzt nicht. Ich habe tagsüber wenigst Zeit allein mit mir. Das heisst aber nicht, dass ich nicht auch Sachen für mich machen kann und Kinder dabei habe. Ich nähe, stricke, koche, buddele im Garten. Klar hätte ich gern mehr Allein-Zeit, Ruhe, Sauna, Shoppen - in 10 Jahren dann wieder. Und das mit dem abends bis halb 11...tja, böse gesagt ist das halt auch ne Sache, die sich steuern liesse. Für mich wäre das unmöglich. Ich freue mich auf meinen Abend, mit mir und mit meinem Mann. Die Kinder gehen nach dem Abendbrot ins Bett. Wenn sie schlafen, schön. Wir bleiben eine Weile dabei, manchmal schlafen sie dann schon ein, manchmal quaken sie rum, manchmal lesen sie Bücher oder oder oder. Wenn sie nicht schlafen, auch okay - solange sie da oben bleiben. Wenn ich diese zwei Stunden abends nicht hätte, wäre ich wesentlich unausgeglichener den Kindern gegenüber und ich finde, es ist in Ordnung sie dahingehend einzuschränken. Aber - persönliche Entscheidung und Umsetzung
Fazit ist: Man wächst an mehreren Kindern. Es ist "mehr", mehr Zeit, weniger "ich", mehr Geld, mehr Logistik. Aber das was zurückkommt, ist auch mehr - und das macht es für mich wieder gut. Und der Gedanke daran, dass die auch mal alle groß sind, im KiGa oder Schule und ich dann auch wieder mehr Ich sein kann. Mit einem Einzelkind beschneidet man sich selbst und das Kind, finde ich. Den Altersabstand finde ich dabei inzwischen ziemlich egal. Denn auch hier kann man nicht wirklich von dauernd miteinander spielen reden - ich glaub, da sind 4 oder 5 Jahre auch egal, anders halt.
Für uns war immer klar, mehrere Kinder.
Und nach dem ersten war das auch noch klarer. Denn ich finde, Kinder sind Herdentiere
Ja, es ist anstrengend. Und vielleicht auch anstrengender als ein einzelnes Kind. Das kommt dann wohl aufs erste Kind drauf an. Ich finde es hier nicht wirklich anstrengender. Theo war und ist hier der Hauptteil an "anstrengend". Klar streiten sie und schreien und diese Geschichten, aber je älter sie werden, muss das auch nicht mehr immer mein Problem sein
Ob man Liebe teilen kann? Ja, und sie wird dadurch nicht weniger. Ob man zwei Kindern das gleiche ermöglichen kann wie einem? Mit meinem Geldbeutel nein. Ist es das Ziel? In meinen Augen nein. Da kommt der Hintergrund dazu, was einem wichtig ist - wenn Materielles im Vordergrund steht, dann ist das vielleicht eher ein Thema als wenn das nicht so ist. Nun ist unser Lebensstil natürlich anders als Eurer - völlig wertfrei! Das ist halt eine Überlegung, die man durchspielen muss: Bin ich unglücklich im Namen meiner Kinder wenn ich ihnen dies und das nicht ermöglichen kann? Und wie sehr bin ich dann unglücklich? Diese Frage ist ja sehr dehnbar - und auch das Ausmaß von "ermöglichen".
Weniger Zeit für sich selbst hat man wohl, ja. Wenn Theo vorher Mittagschlaf gemacht hat, macht Lotti das jetzt nicht. Ich habe tagsüber wenigst Zeit allein mit mir. Das heisst aber nicht, dass ich nicht auch Sachen für mich machen kann und Kinder dabei habe. Ich nähe, stricke, koche, buddele im Garten. Klar hätte ich gern mehr Allein-Zeit, Ruhe, Sauna, Shoppen - in 10 Jahren dann wieder. Und das mit dem abends bis halb 11...tja, böse gesagt ist das halt auch ne Sache, die sich steuern liesse. Für mich wäre das unmöglich. Ich freue mich auf meinen Abend, mit mir und mit meinem Mann. Die Kinder gehen nach dem Abendbrot ins Bett. Wenn sie schlafen, schön. Wir bleiben eine Weile dabei, manchmal schlafen sie dann schon ein, manchmal quaken sie rum, manchmal lesen sie Bücher oder oder oder. Wenn sie nicht schlafen, auch okay - solange sie da oben bleiben. Wenn ich diese zwei Stunden abends nicht hätte, wäre ich wesentlich unausgeglichener den Kindern gegenüber und ich finde, es ist in Ordnung sie dahingehend einzuschränken. Aber - persönliche Entscheidung und Umsetzung
Fazit ist: Man wächst an mehreren Kindern. Es ist "mehr", mehr Zeit, weniger "ich", mehr Geld, mehr Logistik. Aber das was zurückkommt, ist auch mehr - und das macht es für mich wieder gut. Und der Gedanke daran, dass die auch mal alle groß sind, im KiGa oder Schule und ich dann auch wieder mehr Ich sein kann. Mit einem Einzelkind beschneidet man sich selbst und das Kind, finde ich. Den Altersabstand finde ich dabei inzwischen ziemlich egal. Denn auch hier kann man nicht wirklich von dauernd miteinander spielen reden - ich glaub, da sind 4 oder 5 Jahre auch egal, anders halt.