Re: Dioxin in Eiern - welche kann man noch essen?
Verfasst: 16.01.2011, 15:37
Ja Seerose, da magst Du rechte haben! Und vermutlich bin ich selbst der Beweis dafür, meine Mutter hatte, als ich Kind war, zeitweise einen Bioladen 
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Ich muß das nochmal erläutern, da es einige wenige gibt, die manche Worte auf die Goldwaage legen...Seerose hat geschrieben:Andersrum verstehen mich selbst viele nicht, denn sobald ich irgendwie Geld habe (meine Lage ohne Geld ist ja bekannt) geb ich dieses als allererstes im Bioladen aus. Allerdings dann auch für eher gesundes Essen (Obst, Gemüse, Getreide) als für ungesundes (Biopizza, Biofertiggerichte, Biohackfleisch etc.).
Ich glaub wirklich, daß man wie oben geschrieben diese Wertschätzung für das Essen von Kindesbeinen an mitbekommen haben muß, um so ein Selbstverständnis für gutes Essen zu entwickeln. Ich fühlte mich tatsächlich als Kind eher als Außenseiter, da meine Familie nie außerhalb essen gegangen ist, noch dazu war ich, glaub ich, eine der wenigen in der Klasse deren Eltern in einer Mietwohnung wohnten. Aber ich hab immerhin schon früh festgestellt, daß in den meisten Familien wo ich eingeladen war das Essen nicht schmeckt obwohl zum Teil 3 schicke Autos vor dem Haus standen...
Oh, Meli, das sagst Du was, wie wahr!!! Was war ich beeindruckt! Ich war 1980 das erste Mal in Frankreich bei einem Schüleraustausch in Nantes.... Unglaublich! Ich kam zurück mit der Idee, daß Franzosen in erster Linie überhaupt leben um zu essen, was ich außerordentlich sympathisch fand! Zudem hab ich damals schon wahrgenommen wie schlank die alle sind, obwohl das Essen im Lebensmittelpunkt steht (obwohl ersetzt man durch weil, und dann hat man des Rätsels LösungMeli 307 hat geschrieben:ich glaub das ist ein deutsches Problem-in anderen Ländern geben die Menschen einen größeren Teil des Geldes für Lebensmittel aus.
in Frankreich wird lieber weniger dafür qualität gekauft.wobei da die Discountermentalität im Kommen ist...
Echt? Na dann warst Du sowieso priviligiert!lala hat geschrieben:Ja Seerose, da magst Du rechte haben! Und vermutlich bin ich selbst der Beweis dafür, meine Mutter hatte, als ich Kind war, zeitweise einen Bioladen
Dazu gibt es nen netten Spruch:Meli 307 hat geschrieben:ich glaub das ist ein deutsches Problem-in anderen Ländern geben die Menschen einen größeren Teil des Geldes für Lebensmittel aus.
in Frankreich wird lieber weniger dafür qualität gekauft.wobei da die Discountermentalität im Kommen ist...
Ich habe letzte Woche dazu etwas Passendes im Radio gehört: ein spanischer Lieferant von Paprika muss geäußert habe, dass England die Ware erhält mit den wenigsten Pestizidrückständen, Frankreich die schmackhafteste und Deutschland die Billigste.~Anna~ hat geschrieben:Dazu gibt es nen netten Spruch:Meli 307 hat geschrieben:ich glaub das ist ein deutsches Problem-in anderen Ländern geben die Menschen einen größeren Teil des Geldes für Lebensmittel aus.
in Frankreich wird lieber weniger dafür qualität gekauft.wobei da die Discountermentalität im Kommen ist...
"Die Deutschen kochen in den teuersten Küchen das billigste Essen. Bei den Franzosen ist es andersherum."
Das befremdet mich nicht so sehr, viele Leute fangen dann erst an, sich Gedanken darum zu machen, was alles im Essen "versteckt" ist. Vielleicht sind da Leute bei, die dann generell anfangen, sich für die Zukunft um das Essen der ganzen Familie zu machen, nicht nur für die Babyzeit der Kinder.Seerose hat geschrieben:Mich befremden ja schon Menschen, die sich im Leben nie Gedanken um ihr Essen gemacht haben und nur weil sie plötzlich schwanger sind oder ein Kind bekommen haben anfangen im Bioladen einzukaufen. Da bin ich dann vollkommen perplex, denn ich denke dann, waren die es sich selber nie wert "gutes" Essen zu kaufen? Aber die Kinder sind'*s dann plötzlich wert?Also schon da hab ich ein großes Verständnisproblem, weil ich es einfach nicht nachvollziehen kann.
Das war um Himmels Willen keine Kritik, denn ich find's ja toll wenn man wenigstens spät dazu kommt sich Gedanken zu machen über's Essen. Ich weiß ja, daß so einige hier erst wegen der Kinder angefangen haben darüber nachzudenken. Es paßt eher zu meinen Ausführungen, daß wohl vermutlich schon in der Kindheit eine gewisse Prägung da ist; waren da die Eltern schon kritisch, dann ist man es selbst auch.Misurina hat geschrieben:Das befremdet mich nicht so sehr, viele Leute fangen dann erst an, sich Gedanken darum zu machen, was alles im Essen "versteckt" ist. Vielleicht sind da Leute bei, die dann generell anfangen, sich für die Zukunft um das Essen der ganzen Familie zu machen, nicht nur für die Babyzeit der Kinder.Seerose hat geschrieben:Mich befremden ja schon Menschen, die sich im Leben nie Gedanken um ihr Essen gemacht haben und nur weil sie plötzlich schwanger sind oder ein Kind bekommen haben anfangen im Bioladen einzukaufen. Da bin ich dann vollkommen perplex, denn ich denke dann, waren die es sich selber nie wert "gutes" Essen zu kaufen? Aber die Kinder sind'*s dann plötzlich wert?Also schon da hab ich ein großes Verständnisproblem, weil ich es einfach nicht nachvollziehen kann.
Misurina hat geschrieben:
Ich habe letzte Woche dazu etwas Passendes im Radio gehört: ein spanischer Lieferant von Paprika muss geäußert habe, dass England die Ware erhält mit den wenigsten Pestizidrückständen, Frankreich die schmackhafteste und Deutschland die Billigste.
ich habe da auch erst so richtig mit Kind drüber nachgedachtSeerose hat geschrieben:
Das war um Himmels Willen keine Kritik, denn ich find's ja toll wenn man wenigstens spät dazu kommt sich Gedanken zu machen über's Essen. Ich weiß ja, daß so einige hier erst wegen der Kinder angefangen haben darüber nachzudenken. Es paßt eher zu meinen Ausführungen, daß wohl vermutlich schon in der Kindheit eine gewisse Prägung da ist; waren da die Eltern schon kritisch, dann ist man es selbst auch.