antje, das hast du ganz ganz toll geschrieben! thaleska, nimm dir das zu herzen, es macht dich nicht als mutter aus!!antje143 hat geschrieben:hallo thaleska,
ich mag dir gerne einfach schreiben,das du doch "stillst"...denn du "stillst" die bedürfnisse deiner kinder nach nähe,nach liebe und vertrauen...das ist so viel...und die trauer um das "nicht-stillen" an deiner brust,die will gesehen und gelebt werden...
Gibts auch negative Seiten am Stillen?
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Re: Gibts auch negative Seiten am Stillen?
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Re: Gibts auch negative Seiten am Stillen?
Amen!kiska hat geschrieben:gehe erhobenen hauptes durch die welt, ob du stillen kannst, ist doch nicht wichtig, entscheidend ist, dass du deinem kind liebe gibst, geborgenheit, vertrauen, respekt, .... und das schafft keine brust und keine milch der welt!!!
Hast du schön geschrieben
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katrinsternenmeer
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Re: Gibts auch negative Seiten am Stillen?
Hallo Thaleska,
Der wichtigste Nachteil am Stillen ist meiner Meinung nach, dass der Vater des Kindes dabei außen vor ist. Ich glaube, mein Mann bedauert das wirklich.
Als ich neulich einmal nicht schnell genug vom Frisör zurück kam, hat er unserer Tochter etwas abgepumpte Milch aus einem Becher gegeben (MuMi Fläschchen nimmt sie nicht). Irgendwie hatte ich den Eindrück, dass ihn das total stolz und glücklich gemacht hat, sie auch einmal füttern zu können. Auch Babyliebe geht eben durch den Magen.
Der zweite Nachteil ist, dass man eben höchsten mal kurz ohne Kind aus dem Haus kann. Zumindest dann, wenn die Kinder die Flasche neben der Brust ablehnen. So richtig mit einem Becher füttern ist glaube ich unpraktikabel, es geht doch zu viel daneben, wir machen das nur zur kurzen Überbrückung.
Für mich waren daher jetzt schon viele Veranstaltungen wie z.B. Weihnachtsfeier mit den alten Kollegen nicht möglich.
Ein anderer kleiner Nachteil ist der veränderte Hormonspiegel. Ich merke das fehlende Östrogen schon. Vor allem an meiner ziemlich schlechten Haut, die um Jahre älter aussieht. Und bei der Liebe.
Dennoch stille ich aus Überzeugung und es klappt auch meistens ziemlich gut.
Allerdings hatte auch wir am Anfang ziemlich Schwierigkeiten, ich hatte in den ersten drei Wochen eine tierische Brustentzündung und musste nach einer Woche Zuhause mit der Kleinen zurück in die Klinik. Wir hatten in der Zeit ganz kurz zugefüttert aber in der Klinik wurde ich sehr gut betreut und konnte das zum Glück gleich wieder lassen. Trotzdem hatte ich am Anfang fürchterliche Schmerzen beim Stillen, hab teilweise geweint oder geschrieen oder auf meiner Hand rumgebissen. In der Zeit wurde mir natürlich von vielen geraten, doch abzustillen.
Heute bin ich aber trotz der Nachteile froh, dass ich durchgehalten habe, die Nachteile von wegen nicht weg gehen geben sich ja, wenn sie Beikostreif wird.
Zu Deiner Befürchtung, dass Du zu wenig Mutterliebe gibst, wenn Du nicht stillst, kann ich mich allen anderen nur anschließen. Liebe kann man auch anders geben und das tust Du ja. Und Du musst ja auch an Deine Gesundheit denken.
LG von Katrin
Der wichtigste Nachteil am Stillen ist meiner Meinung nach, dass der Vater des Kindes dabei außen vor ist. Ich glaube, mein Mann bedauert das wirklich.
Als ich neulich einmal nicht schnell genug vom Frisör zurück kam, hat er unserer Tochter etwas abgepumpte Milch aus einem Becher gegeben (MuMi Fläschchen nimmt sie nicht). Irgendwie hatte ich den Eindrück, dass ihn das total stolz und glücklich gemacht hat, sie auch einmal füttern zu können. Auch Babyliebe geht eben durch den Magen.
Der zweite Nachteil ist, dass man eben höchsten mal kurz ohne Kind aus dem Haus kann. Zumindest dann, wenn die Kinder die Flasche neben der Brust ablehnen. So richtig mit einem Becher füttern ist glaube ich unpraktikabel, es geht doch zu viel daneben, wir machen das nur zur kurzen Überbrückung.
Für mich waren daher jetzt schon viele Veranstaltungen wie z.B. Weihnachtsfeier mit den alten Kollegen nicht möglich.
Ein anderer kleiner Nachteil ist der veränderte Hormonspiegel. Ich merke das fehlende Östrogen schon. Vor allem an meiner ziemlich schlechten Haut, die um Jahre älter aussieht. Und bei der Liebe.
Dennoch stille ich aus Überzeugung und es klappt auch meistens ziemlich gut.
Allerdings hatte auch wir am Anfang ziemlich Schwierigkeiten, ich hatte in den ersten drei Wochen eine tierische Brustentzündung und musste nach einer Woche Zuhause mit der Kleinen zurück in die Klinik. Wir hatten in der Zeit ganz kurz zugefüttert aber in der Klinik wurde ich sehr gut betreut und konnte das zum Glück gleich wieder lassen. Trotzdem hatte ich am Anfang fürchterliche Schmerzen beim Stillen, hab teilweise geweint oder geschrieen oder auf meiner Hand rumgebissen. In der Zeit wurde mir natürlich von vielen geraten, doch abzustillen.
Heute bin ich aber trotz der Nachteile froh, dass ich durchgehalten habe, die Nachteile von wegen nicht weg gehen geben sich ja, wenn sie Beikostreif wird.
Zu Deiner Befürchtung, dass Du zu wenig Mutterliebe gibst, wenn Du nicht stillst, kann ich mich allen anderen nur anschließen. Liebe kann man auch anders geben und das tust Du ja. Und Du musst ja auch an Deine Gesundheit denken.
LG von Katrin
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Re: Gibts auch negative Seiten am Stillen?
ja, an ein brusternährungsset hab ich schon gedacht (hab sogar noch eins da, noch von meiner großen tochter damals), aber leider darf ich die brust gar nicht erst stimmulieren - aus medizinischer sicht.kerstin10 hat geschrieben:Liebe Thaleska,
ich weiß, es macht einige Umstände, aber hast Du schon mal Brusternährungsset gedacht?
Oder vielleicht gäbe es ja mittlerweile stillfreundliche Medikamente für Dich (die von Embryotox könnten Dir da weiterhelfen) und Du könntest eine Relaktation versuchen? Wenn Du Dir das Stillen doch so wünschst ...
LG Kerstin
somit fällt stillen wirklich komplett flach!
06/2005 & 09/2010
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Re: Gibts auch negative Seiten am Stillen?
danke, das hast du sehr schön gesagt - und du hast absolut recht. das ist auch einer der gedanken mit dem ich mich tröste!ricky1974 hat geschrieben:meine tochter war sehr brustfixiert, sowohl was die nahrungsaufnahme, als auch das beruhigungsnuckeln und das sicherheitsbedürnis angeht. das war phasenweise schon sehr anstrengend. wenn sie krank war (ab einem jahr aufwärts) konnte ich mich dauerhaft auf dem sofa einrichten und stillen. beim ersten kind ging das noch, wäre söhnchen genauso hätte ich echt ein dickes problem.
aber das wird dir alles nichts helfen, du trauerst und das steht dir zu. ich habe meine baustelle da an anderer stelle . stillen kann ich prima, aber im gebären bin ich eine null. unter natürlichen bedingungen, wären meine kinder nicht in den genuß der stillkunst ihrer mutter gekommen, weil ich wahrscheinlich schon beim ersten kind der natürlichen selektion zum opfer gefallen wäre und das kind gleich mit.ohje, das tut mir sehr leid, daß du deine zwei nicht so entbinden konntest, wie du es dir gewünscht hast. Mir ging es ebenso - beides notkaiserschnitte, bei beiden wäre ich aus unterschiedlichen gründen fast gestorben. ich kenne diese gedankengänge sehr gut - leider.
beim ersten kind hat mir der kaiserschnitt unglaublich zu schaffen gemacht, beim zweiten konnte ich meinen frieden damit schließen. es ist wie es ist, ich habe zwei wunderbare gesunde kinder, sie kamen nicht so zur welt, wie ich mir das gewünscht und immer vorgestellt hatte (bin selbst hebamme), aber ich habe sie und das ist das was auf lange sicht zählt. ich denke mal nicht, dass ich mich an ihrer hochzeit (sofern sie heiraten werden) darüber grämen werde, dass ich sie nicht natürlich auf die welt gebracht habe. und mit den jahren wird es dir hoffentlich ähnlich gehen.
stillen ist schön, aber es ist nicht alles und es ist längst nicht das wichtigste im leben unserer kinder.
alles gute
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Re: Gibts auch negative Seiten am Stillen?
aus diesem blickwinkel hab ich das noch gar nicht gesehen.... und ich danke dir für deine aufbauenden worte!kiska hat geschrieben:liebe thaleska,
es gibt so einige nachteile am stillen, wie hier ja auch schon viele aufgezählt haben. genauso viele nachteile wird es auch beim flasche-geben geben.
ich denke, es ist wichtig, dass du dir klar machst, dass du nicht schuld bist und dass niemand sein kind mehr liebt, weil er es stillt.
dass du traurig bist, kann ich verstehen. aber vielleicht gucken dich die leute nicht wegen der flasche an!? vielleicht sehen sie auch nur, dass du deinem kind beim flasche-geben viel liebe gibst (JA, DAS IST HIER UNGEWÖHNLICH, bei dir in der region vielleicht auch?)
als ich schwanger war, dachte ich, die leute gucken mich wegen meines bauches an, ich war total genervt davon. irgendwann habe ich ihnen ins gesicht geguckt und gesehen, dass die meisten gelächelt haben. ehrlich, ich bin ca. 5 monate umhergelaufen mit dem gefühl "ich bin hässlich,w eil alle mich so intensiv anschauen". und wenn sie dich nicht direkt anlächeln-viele lächeln, wenn sie blickkontakt mit dir aufbauen. natürlich waren auch solche dabei, die die augen weit aufgerissen und "oh mein gott" riefen, als sie mich sahen (das lag rückblickend bestimmt an der kombination über-30-grad-draußen-und-schwanger). genauso, wie heute beim tragen.
gehe erhobenen hauptes durch die welt, ob du stillen kannst, ist doch nicht wichtig, entscheidend ist, dass du deinem kind liebe gibst, geborgenheit, vertrauen, respekt, .... und das schafft keine brust und keine milch der welt!!!
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Re: Gibts auch negative Seiten am Stillen?
ich danke auch dir vielmals für deine lieben worte! das fühlt sich wirklich wie balsam für meine seele an! dankeantje143 hat geschrieben:hallo thaleska,
ich mag dir gerne einfach schreiben,das du doch "stillst"...denn du "stillst" die bedürfnisse deiner kinder nach nähe,nach liebe und vertrauen...das ist so viel...und die trauer um das "nicht-stillen" an deiner brust,die will gesehen und gelebt werden...ich kann deine traurigkeit spüren und denke,diese gefühle wollen raus...auch durch das schreiben hier läßt du sie ein stück raus und damit kommst du wieder "in fluß"...gefühle,die stocken,die bereiten manchmal auch echte probleme...
es ist traurig,das du deinen wunsch jetzt wieder nicht leben kannst...ich wünsche dir,das du deinen frieden mit deiner situation irgendwann schaffen und du deine ganz eigene sicht auf möglichkeiten des "stillen" finden kannst...denn stillen ist mehr wie das baby an der brust trinken lassen...stillen ist liebe,vertrauen,respekt,achtung und sehr viel nähe...
06/2005 & 09/2010
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Re: Gibts auch negative Seiten am Stillen?
möcht an dieser stelle allen für ihre beitrage danken.
ich merke immer mehr wie recht jusl doch in ihrem posting hatte. es sind weniger die nachteile des stillens, die mir helfen, sondern das trauern dürfen ums stillen und eben auch die einsicht, daß (mutter)liebe nicht unbedingt mit muttermilch gekoppelt sein muß!
ich merke immer mehr wie recht jusl doch in ihrem posting hatte. es sind weniger die nachteile des stillens, die mir helfen, sondern das trauern dürfen ums stillen und eben auch die einsicht, daß (mutter)liebe nicht unbedingt mit muttermilch gekoppelt sein muß!
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