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Re: kein Zurück?
Verfasst: 10.08.2010, 23:56
von Erika
BEcKa hat geschrieben:
Eine Stillberaterin die es noch nicht selbst genutzt hat wird wirklich weniger dazu sagen können als jemand der über 4 Jahre täglich mehrmals das Teil genutzt hat! Meine Beraterin kannte sich kaum damit aus, obwohl sie eine supertolle Stillberaterin ist! Sie gibt ürignend anderen Kundinnen die ein BES nutzten wollen immer meine Nummer.....

Das hast Du absolut recht, so hatte ich das auch nicht gemeint. Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass man sich das zeigen lassen sollte, genau wie eine korrekte Anlegetechnik beim "normalen" Stillen. Ich bin der Meinung, dass die Tipps aus dem Forum das eine sind und der persönliche Kontakt zu einer Beraterin/and. Mutter, die einem das zeigt und Hilfestellungen geben kann das andere. Beides ist wichtig. Klar weißt Du mehr als eine Stillberaterin, die das nur "Trocken" gelernt hat und hast vor allem Erfahrung in 1000 Situationen gesammelt. Das wollte ich gar nicht in Abrede stellen.
Re: kein Zurück?
Verfasst: 11.08.2010, 23:06
von Squeeziemami
Ja, ihr habt absolut recht, ein persönliches Gespräch mit einer Stillberaterin ist äußerst ratsam! Ich lese derweil hier viel im Forum - gibt Kraft und Zuversicht! Euch allen die herzlichsten Grüße, hab mir eure Beiträge genau zu Gemüte geführt und arbeite daran, dass wir es schaffen! Tausend Dank für eure tatkräftige Unterstützung!!!
Re: kein Zurück?
Verfasst: 12.08.2010, 01:01
von mrbutton
Hallo,
ich habe jetzt nicht den ultimativen Tipp, aber wollte mal schreiben, wie es war, als mein Sohn ein bisschen saugverwirrt war - vielleicht hilfts ja. Ich hatte im Krankenhaus für die eine Seite ein Stillhütchen bekommen und da ich zuerst Angst hatte, dass er sich beim Trinken nachts wegdreht und ich dann "brüllend" aufwache, habe ich es nachts immer benutzt. Hat ihm nix ausgemacht, tagsüber ohne und nachts mit. Dann akzeptierte er nach einigen Wochen den Nuk-Schnuller und mir taten aufgrund einer beginnenden Brustentzündung die Brustwarzen weh, weshalb ich ein paar Tage nur mit Hütchen gestillt habe. Baby wollte dann nicht mehr ohne Hütchen trinken, Schnuller war aber weiterhin ok. Ich hatte mehr denn je einen Hass auf den Schnuller und gab ihm dann nur noch einen Kirschkernschnuller, weil ich gelesen hatte, dass die Saugtechnik der an der Brust ähnlicher ist. Hab das Hütchen fast immer weggelassen und ihm, wenn er sich aufgeregt hat, dass es nicht da war den K-Nucki gegeben und dann wieder die Brust angeboten. Es hat ganz gut geklappt, nach wenigen Tagen war alles wieder in Ordnung und wir stillen komplett ohne alles.. das war mir eine Lehre - nachdem meine Hebamme zuvor meinte, eine Saugverwirrung gäbe es gar nicht, wusste sie in der Situation auch nicht weiter und tat das mit "musste halt probieren" ab.
Meine Theorie ist, dass es manchmal sein kann, dass es etwas bringt normale Schnuller durch anders geformte zu ersetzen.
Wünsche dir alles Gute!! Das wird schon
Lg Sarah
Re: kein Zurück?
Verfasst: 12.08.2010, 18:10
von Squeeziemami
Danke Dir, Sarah

Bei uns läuft es sehr überraschend und interessant. Heute Morgen verlangte sie nach der Brust die Flasche. Der Vormittag war ruhig und entspannt, ich habe sie dann später nochmal gestillt, ohne Murren oder Weinen. Irgendwann lehnte sie wieder ab und wollte die Flasche, aber auch nur für 20 ml. Nachmittags hatte ich einiges zu erledigen und sie mit dabei. Brust wollte sie nicht zur Beruhigung, nur Schnulli, aber den auch mehr sporadisch, eher die Welt beobachten und dabei viel sabbern

Zu Hause angekommen, schon recht maulig, bot ich ihr versuchsweise dennoch die Brust und sie trank ordentlich und lachte mich und die Brust an! Andere Seite ebenso, dann Gemaule, keine Flasche sondern Schnulli, nochmal Gemaule, andere Brust, wieder Gemaule - Schnulli und mit Schnulli in der Brust verkrochen zum Schlafen...
Manchmal denke ich, sie ist echt nicht saugverwirrt sondern eigensinnig und weiß einfach wann sie was will - denn ich überprüfe beim Maulen die Brust und wenn ich Streiche oder vorne leicht drücke kommen noch gute Mengen Milch, also kann sie nicht wütend sein, dass da nichts kommt. Werde mir jetzt erstmal das Rezept für so eine Pumpe holen und ihr bei Bedarf die Muttermilch dann in der geforderten Flasche geben. Das tat ich ja nur nicht, weil ich dachte, meine Milch sei unzureichend.... bin mal gespannt, was noch so kommt

Beim Spazierengehen war ohne Schnulli mit Finger schlafen auch gut!
Re: kein Zurück?
Verfasst: 12.08.2010, 19:14
von Muschelsucherin
Soweit ich weiß, kannst du ab 50ml Zufüttermenge am Tag das Zufüttern sein lassen.

Re: kein Zurück?
Verfasst: 12.08.2010, 21:21
von nwsurgeon
Hallo squeeziemami,
ich glaub auch, dass ein Kind dass nach der Brust noch 20ml aus der Flasche nachtrinkt keinen Hunger mehr hat. Sie nuckelt hat an allem, was Du ihr in den Mund steckst, und aus der Flasche tropft ja immer was raus.
Squeeziemami hat geschrieben:Das tat ich ja nur nicht, weil ich dachte, meine Milch sei unzureichend....
Wie schrecklich mußt Du Dich da gefühlt haben.

Deine Milch kann gar nicht unzureichend sein, oder bist Du unterernährt/ magersüchtig.
Alles Liebe
Re: kein Zurück?
Verfasst: 12.08.2010, 21:32
von Teazer
Squeeziemami hat geschrieben:sie trank ordentlich und lachte mich und die Brust an!
Ich könnte gerade heulen. Sowas von schön!!!

Re: kein Zurück?
Verfasst: 12.08.2010, 21:55
von Erika
Das hört sich doch richtig gut an. Nachdem, was Du schreibst, könnte es wirklich klappen, wenn Du konsequent immer zuerst die Brust anbietest, wenn Dein Kind unruhig wird und saugen will. Ich freue mich wirklich sehr mit Dir.
Deine Tochter scheint wirklich ein sehr starkes Saugbedürfnis zu haben und es wäre gut, wenn sie mit der Zeit lernt, dieses Bedürfnis vor allem an Deiner Brust zu stillen. Lass Dich nicht verunsicher, wenn Deine Maus alle 0,5-1-2 Stunden trinkt, denn Mumi macht nicht so lange satt, wie Flaschenmilch - ist dafür aber viiiiiel leichter verdaulich. Zur Ankurbelung Deiner Milchproduktion sind auch kurze Stillabstände ideal. Wenn das Anlegen jetzt schon so gut klappt, solltest Du die nächsten Tage jedesmal, wenn Deine Tochter unruhig wird, immer zuerst die Brust anbieten. So kann sie richtiges Saugen lernen und lernt, dass man sich durch Stillen beruhigen und satt werden kann und Du erhöhst durch das häufige Anlegen die Milchmenge auf das erforderliche Maß.
Nicht wohl ist mir bei dem, was Du vom Wechsel zwischen Brust, Flasche und Schnuller schreibst. In der Umgewöhnungsphase, die ihr gerade meistert, würde ich persönlich die verschiedenen Saugreize reduzieren und auf Flasche und Schnuller verzichten und nur Brust und ggf. Finger zum Saugen anbieten. Damit stellst Du sicher, dass Deine Tochter eine möglichst effektive Saugtechnik für das direkte Stillen an der Brust lernt. Abgepumpte Mumi oder Fertigmilch zum Zufüttern (wenn das bei Euch überhaupt notwendig ist) kannst Du auch aus einem kleinen Becher oder Glas anbieten. Vielleicht schreibt eine Stillberaterin noch mal was dazu?
Re: kein Zurück?
Verfasst: 12.08.2010, 23:04
von Squeeziemami
ne bin eher überernährt

ja, ich will das auch versuchen nur Finger und zufüttern anders lösen. Bloß ist sie wirklich sehr sehr willensstark. Sie nimmt auch den Finger und mag es, an der Brust zu liegen und zu nuckeln, aber dann muss irgendwann der Schnuller her, sonst wird sie richtig böse! Vielleicht nervt es sie, dass aus der Brust was rauskommt?

Wäre mein Verdacht.

Und der Finger ist nicht so schön passend wie das maschinell erstellte Sauding. Die Stillabstände sind leider noch recht lang. Sie ist eine abenteuerlustige und ansonsten gerne Schlafende. Umherschauen, beoachten, lachen, viele Geräusche erzeugen und viel viel auf dem Arm verbringen, von wo aus man die Welt unnuckelnd aber quiekend entdecken kann. Maximal an meiner Kleidung wird dann gesuckelt

Und sonst schläft sie oder will Schnulli... Ich arbeite sie drauf hin. Nachts braucht sie keinen Schnuller, keine Flasche. Nur Brust und Körperkontakt.
Re: kein Zurück?
Verfasst: 12.08.2010, 23:31
von jusl
Hallo Squeeziemami,
meine besten Wünsche für Euch weiterhin - Ihr macht das super! Erika hat im Prinzip Recht: natürlich wäre günstig, weiteres Saug-Wirrwarr jetzt möglichst zu vemeiden. ABER: manchmal sieht die Praxis eben anders aus als die Theorie

und dann gilt einfach: das, was funktioniert, ist RICHTIG. Es ist richtig klasse, wie Du auf die unterschiedlichen Signale Deiner Tochter eingehst, beharrlich bleibst, aber dennoch geduldig und flexibel. Weiter so!
Auf eines möchte ich noch hinweisen - die Sorgfaltspflicht lässt da nichts anderes zu:
Bei sämtlichen Umgewöhungen von Flasche zu Brust ist es wichtig, in angemessener Art und Weise zu überprüfen, dass das Baby stets genug Milch bekommt, und zwar so lange, bis die Umgewöhnung vollständig (bzw. das zuvor festgelegte Ziel, aber bei Euch ist das ja das Vollstillen) abgeschlossen ist.
Dies soll keineswegs Zweifel an der Stillfähigkeit säen oder sowas, im Gegenteil: dies soll nicht zuletzt der Mutter SICHERHEIT geben, dass alles gut läuft.
Empfehlenswert ist im Allgemeinen:
* Zählen der Pipiwindeln
jeden Tag (es sollten mind. 4 fühlbar schwere Wergwerfwindeln, mind. 6 nasse Stoffwindeln sein)
* Wiegen des Babys
einmal wöchentlich, mit
guter Methodik
Rückfragen immer gerne,
LG;
Julia