ich gebe ja zu, ich vergleiche gern. Ich finde es total spannend, wie meine Kinder sich gleichermaßen (weitgehend) und in Details unterschiedlich entwickeln. Wo sie so parallel laufen, wie man es kaum glauben kann (innerhalb einer Woche die ersten zwei Zähne, dann einen Monat nichts, dann beide die nächsten zwei Zähne; krabbeln innerhalb von einer Woche, nachdem sie motorisch im Sommer enorm unterschiedlich drauf waren). Ich finde, der Unterschied ist die Wertung - und wie man damit vor den Kindern umgeht.
Was gar nicht geht, ist den einen als Vorbild, als leuchtendes Beispiel hinzustellen und bei dem anderen immer nur mit "na endlich…" zu reagieren. Da kann ich deinen Frust gut verstehen.
Viola, ich bin auch gespannt, wie das später wird, beiden gerecht zu werden. Ich muss mich da auch zusammenreißen, weil ich schon jetzt merke, wie ich die beiden unterschiedlich behandle - weil sie auch unterschiedlich sind. Der Grat zwischen gerecht und ungerecht ist da sicher oft schwer. Gleich behandeln finde ich bei unterschiedlichen Individuen aber noch problematischer, weil eben jeder andere Bedürfnisse hat.
Ein-Kind-Nachmittage sind traumhaft, hier aber leider viel zu selten. Gestern hatte ich das Vergnügen, mit Großkind allein zum Tanzen zu gehen. Sonst macht das mein Mann und ich habe in der Zeit die Babys oder ich bin mit Babys und Großkind beim Tanzen. Gestern den Weg hin und zurück mit Großkind allein zu haben und unsagbare 45 min allein während der Tanzstunde, in denen ich lesen konnte… Grandios, ich werde das öfter machen.
Prinzipiell ist es aber so, dass ich meist nur Kindfrei habe, wenn ich arbeite. In der Zeit, wo ich nicht arbeite, arbeitet entweder mein Mann oder wir machen zusammen Dinge. Bei unserer knapp bemessenen Zeit gemeinsam ist mir das immer wichtiger als Zeit für mich allein oder mit nur einem Kind.