Also versprechen tu ich mir davon tatsächlich nichts. Ich hatte ja schon „aufgegeben“ und akzeptiert, dass ich eben für mich einen Weg finden muss, damit umzugehen. ER wollte ja, dass ich ihm weiterhin sage, was zu tun ist in einem Rahmen, der stete Sauberkeit und vor allem Abwehr von „Schäden“ wie nicht mehr zu reinigenden Fensterrahmen, weil vertraut durch ewigen Dreck garantiert. Ich hab dazu aber keine Lust mehr. Daher eben aufschreiben. Ob und wie er die Liste nutzt, bleibt ganz ihm überlassen. Ehrlich. Ich hänge da keine Erwartungen dran. Er ändert sich doch nicht, nur weil ich ihm da einen Zettel hinhänge.
Die Axt war allerdings heute morgens schon verschwunden und die Notiz gestrichen

das wird aber wohl der Effekt des Neuen sein…
Die Videos von Secret Slob hab ihm auch verlinkt und er will sich die heute mal ansehen. Kann er, wenn er will. Wenn nicht, dann eben nicht.
Mehr kann und will ich da nicht mehr hinterher. Es ist zu zermürbend für mich.
Ich verstehe, dass es für alle unterschiedlich ist und ich glaube meinem Mann ja sogar, dass er die Dinge nicht so leicht oder auch gar nicht sieht, dass ihm da alles viel schwerer fällt. Er hat auch einfach die Angewohnheit, alles, was er nicht benötigt, sofort auf die nächstbeste freie Fläche abzulegen. Auch Müll. Auch wenn „der Platz“ direkt daneben ist @Dorkas. Und er sieht auch nicht ein, dass man putzen sollte, um zwar sauber zu halten. Putzen muss man erst, wenn etwas dreckig ist. Und „dreckig“ erkennt er erst, wenn es schon echt übel ist.
Sowas müsste er sich ja mal ab/umgewöhnen oder es ist jedes Mal eine große Anstrengung für ihn.
@muh und er kann deine Erkenntnis nicht haben, denn ich lasse es selten so weit kommen, dass es einen Zustand erreicht, bei dem er selbst merkt, so geht es nicht und es macht sonst keiner. Ein paar mal kam es aber schon: „krass, wie sieht die Küche denn schon wieder aus, ich hab doch heute morgens erst aufgeräumt“ nachdem ich einfach mal nichts aufgeräumt und auch nach dem kochen alles hab stehen und liegen lassen (so wie er). Ich glaub, in Bezug auf die Küche hat er das schon erkannt. Naja, seine Lösung: wir müssen weniger Geschirr dreckig machen und kann man das nicht vielleicht mehrmals verwenden? Äh… nein. Kann man nicht.
@Esche, danke für deine Beschreibung, die trifft es echt gut, glaube ich. Ich würde manchmal gerne anders herum mir selbst einen Chaos- und Dreckfilter einbauen. Das würde ja auch helfen
Was ich bei mir ja schon geändert habe, ist weg von „es muss alles auf einmal und picobello geputzt sein, sonst macht es keinen Sinn“ hin zu „es hilft, wenn ich nur eben schnell die Küche wische und wenn ich immer mal kurz hier und da und dort… dann ist das Haus am Ende auch sauber“ und natürlich ganz allgemein Abstriche an Qualität und Quantität. Und auch Listen und Planen brauche ich nicht mehr so. Ich starte lieber direkt durch und greif das an, was mich am meisten anspringt.
Ach, und nicht, dass hier wieder ein falscher Eindruck entsteht. Manchmal lasse ich auch die Dinge einfach stehen. Ich mache das dann aber bewusst, weil ich eben was anderes machen will oder keine Lust habe. Ich sehe es aber halt trotzdem.
Und ein großes Chaos oder ein schlimmer Hotspot kitzeln eher meine Motivation, als dass sie mich hemmen. Das ist einfach so, da hab ich dann wohl Glück.