Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
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- blueberry
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Die freien Werte fT3 und fT4 sollten innerhalb des (jeweils laborspezifischen!*) Normbereichs liegen und Du solltest Dich wohlfühlen (keine Über- oder Unterfunktionssymptome).
Wo der TSH dann landet (der ja nur ein indirekter und im Vergleich zu den freien Werten weit weniger aussagekräftiger Wert ist, der allein zur Beurteilung nicht ausreicht), ist unterschiedlich. Bei manchen gut unter 1 (evtl. sogar offiziell unterhalb der Norm), bei manchen höher als 1 oder 2 - das muss man schauen. Dein Endokrinologe wird Dir helfen, das zu beurteilen (und u.U. noch mehr Blutwerte als nur diese drei Blutwerte bestimmen).
Wichtig ist, dass nicht mit veralteten TSH-Normwerten (bis 4,5) gearbeitet wird, was manchmal noch vorkommt. Und es sollte regelmäßig geschaut werden, solange man stillt (also bei SD-Hormoneinnahme in der Schwangerschaft nach der Geburt direkt wie mit dem Arzt vereinbart die Dosis der Tabletten reduzieren und dann spätestens sechs Wochen nach der Geburt die Werte überprüfen - und dann z.B nach drei Monaten wieder usw. Ab dem zweiten Stilljahr ist mein Endo immer auf halbjährlich gewechselt, weil die Werte stabil wurden, kann aber unterschiedlich sein.)
LG blueberry (Ex-ModTeam Stillberatung)
*(Normbereich für freie Werte immer mit dazusagen lassen, wenn Du Dir die Werte gebe lässt - oder besser eine Kopie des Laborbogens geben lassen - die Werte sind sonst völlig aussagelos. Es gibt im Netz Rechner, um freie Werte verschiedener Labore vergleichbar zu machen bzw. man kann das auch selbst in % umrechnen...)
Wo der TSH dann landet (der ja nur ein indirekter und im Vergleich zu den freien Werten weit weniger aussagekräftiger Wert ist, der allein zur Beurteilung nicht ausreicht), ist unterschiedlich. Bei manchen gut unter 1 (evtl. sogar offiziell unterhalb der Norm), bei manchen höher als 1 oder 2 - das muss man schauen. Dein Endokrinologe wird Dir helfen, das zu beurteilen (und u.U. noch mehr Blutwerte als nur diese drei Blutwerte bestimmen).
Wichtig ist, dass nicht mit veralteten TSH-Normwerten (bis 4,5) gearbeitet wird, was manchmal noch vorkommt. Und es sollte regelmäßig geschaut werden, solange man stillt (also bei SD-Hormoneinnahme in der Schwangerschaft nach der Geburt direkt wie mit dem Arzt vereinbart die Dosis der Tabletten reduzieren und dann spätestens sechs Wochen nach der Geburt die Werte überprüfen - und dann z.B nach drei Monaten wieder usw. Ab dem zweiten Stilljahr ist mein Endo immer auf halbjährlich gewechselt, weil die Werte stabil wurden, kann aber unterschiedlich sein.)
LG blueberry (Ex-ModTeam Stillberatung)
*(Normbereich für freie Werte immer mit dazusagen lassen, wenn Du Dir die Werte gebe lässt - oder besser eine Kopie des Laborbogens geben lassen - die Werte sind sonst völlig aussagelos. Es gibt im Netz Rechner, um freie Werte verschiedener Labore vergleichbar zu machen bzw. man kann das auch selbst in % umrechnen...)
Zuletzt geändert von blueberry am 10.11.2016, 09:05, insgesamt 2-mal geändert.
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
- blueberry
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Achso, Nachtrag: wie meinst Du diesen Teil?Habe in anderen Foren mal was von 1 gelesen. Dasselbe habe ich auch schon in Bezug auf Kinderwunsch und Schwangerschaft gelesen da hat es definitiv nicht gestimmt
LG blueberry
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Sebastjana
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Meine Lieben, ich habe eine reine Interessensfrage.
Eine Freundin meiner Mutter ist mit 51 Jahren ungeplant schwanger geworden. Sie hat bereits drei erwachsene Kinder und dachte nun, dass die Wechseljahre durch sind und sie die Verhütung weglassen kann. Ein Trugschluss, wie sie bei stärker werdenden Kindsbewegungen nun merken musste....
Nun zu meiner Frage, Der Körper war ja hormonoll eher auf Menopause eingestellt, kann das auch bedeuten, dass Stillen, v. a. langes Stillen erschwert sein kann? Oder kann man davon ausgehen, dass eine Schwangerschaft/ Geburt auch das Stillen ermöglicht?
Ich frage nicht für die Freundin meiner Mutter, so nah stehen wir uns nicht, es hat mich einfach zum Überlegen gebracht, als ich von dieser besonderen Schwangerschaft gehört habe....
Liebe Grüsse
Sebastjana
Eine Freundin meiner Mutter ist mit 51 Jahren ungeplant schwanger geworden. Sie hat bereits drei erwachsene Kinder und dachte nun, dass die Wechseljahre durch sind und sie die Verhütung weglassen kann. Ein Trugschluss, wie sie bei stärker werdenden Kindsbewegungen nun merken musste....
Nun zu meiner Frage, Der Körper war ja hormonoll eher auf Menopause eingestellt, kann das auch bedeuten, dass Stillen, v. a. langes Stillen erschwert sein kann? Oder kann man davon ausgehen, dass eine Schwangerschaft/ Geburt auch das Stillen ermöglicht?
Ich frage nicht für die Freundin meiner Mutter, so nah stehen wir uns nicht, es hat mich einfach zum Überlegen gebracht, als ich von dieser besonderen Schwangerschaft gehört habe....
Liebe Grüsse
Sebastjana
Sebastjana mit Bohne (2012) und Gurke (2015)
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Aurora0881
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Re: RE: Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Naja... dass ich ganz häufig gelesen habe, dass bei schwangerschaft oder kinderplanung der wert bei 1 liegen muss...blueberry hat geschrieben:Achso, Nachtrag: wie meinst Du diesen Teil?Habe in anderen Foren mal was von 1 gelesen. Dasselbe habe ich auch schon in Bezug auf Kinderwunsch und Schwangerschaft gelesen da hat es definitiv nicht gestimmt
LG blueberry
Das stimmt den aussagen meiner ärzte nach aber nicht... der wert kann gerade in der schwangerschaft je nach trimenon bis zu 2,5-3,0 betragen.. und bei 2,5 meinte mein arzt sei eine schwangerschaft kein Problem...
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Regenbogen82
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Es gibt Kinderwunschkliniken, die wohl so einstellen. Eigentlich reicht aber ein normaler Wert. Ich bin immer superschnell schwanger geworden und war in der Einnistungsphase von Nummer drei beim Betriebsarzt und weiß daher, dass mein TSH da bei 1,4 lag, also über 1, aber sicher im Normbereich.
Brüderchen (09/11) und Schwesterchen (04/13) und kleines Schwesterchen (08/16)
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Regenbogen82
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Also superschnell spontan schwanger geworden, ohne Kinderwunschklinik.
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pqr
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Den Vormittag nur mit Beikost zu verbringen wäre bei uns in dem Alter kein Problem gewesen.Birdie hat geschrieben:Ich mache mir so langsam Gedanken über die Kita. Eingewöhnung startet im Januar, dann ist die Kleine 8 Monate alt. Bisher ist sie mit viel Spaß Fingerfood und ab und zu mal ein bisschen Brei. Wenn ich nicht da bin, hält sie auch mal mehrere Stunden ohne Stillen aus. Sie wird nach der Eingewöhnung bis mittags in die Kita gehen. Was denkt ihr? Muss ich da abpumpen oder hält die das ohne aus? Oder wäre ganz ohne über den Vormittag ein problem?
Wie ist das in dem Alter mit Saugverwirrung? Kann die noch entstehen? Sie nimmt keinen Schnuller, wurde aber die ersten Wochen mit Flasche zugefüttert. Wenn ich dann abpumpen sollte, ginge dann eine Flasche am tag oder besser ein Becher?
Du kannst ja mittags und nachmittags dann vermehrt stillen.
Viele Grüße
pqr
pqr mit Mini 04/2015
und Mini2 12/2017
pqr
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Hallo,
ich habe vor mittlerweile 4,5 Monaten abgestillt, die Brüste haben teilweise leicht gespannt und einmal musste ich Quarkwickel machen, war ansonsten aber problemlos und auch nicht total abrupt. Vor ein paar Wochen habe ich aber einen harten "Strang" in der Tiefe meiner rechten Brust gefühlt, ich kann mich erinnern, dass der auch schon immer recht prall gefüllt war während der Stillzeit. Heute hab ich mal probiert ob ich ausstreichen kann, und es kam noch recht viel gelbliche Milch. Schmerzen/ Fieber etc. hab ich nicht und hatte ich auch nicht. Auch während der Stillzeit hatte ich nie einen Milchstau oder eine Brustentzündung.
Ist das normal, dass da eine Milchkammer noch voll ist? Kann sich das entzünden? Soll ich versuchen, sie ganz leer zu bekommen durchs Ausstreichen?
Danke!
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ich habe vor mittlerweile 4,5 Monaten abgestillt, die Brüste haben teilweise leicht gespannt und einmal musste ich Quarkwickel machen, war ansonsten aber problemlos und auch nicht total abrupt. Vor ein paar Wochen habe ich aber einen harten "Strang" in der Tiefe meiner rechten Brust gefühlt, ich kann mich erinnern, dass der auch schon immer recht prall gefüllt war während der Stillzeit. Heute hab ich mal probiert ob ich ausstreichen kann, und es kam noch recht viel gelbliche Milch. Schmerzen/ Fieber etc. hab ich nicht und hatte ich auch nicht. Auch während der Stillzeit hatte ich nie einen Milchstau oder eine Brustentzündung.
Ist das normal, dass da eine Milchkammer noch voll ist? Kann sich das entzünden? Soll ich versuchen, sie ganz leer zu bekommen durchs Ausstreichen?
Danke!
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- blueberry
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Re: RE: Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Ah, verstehe. Nein, er MUSS natürlich nicht bei genau 1,0 liegen. Es ist einfach ein Erfahrungswert vieler Praxen, in denen Frauen mit Kinderwunsch behandelt werden, dass ein weit von 1,0 abweichender TSH das Schwangerwerden und Schwangerbleiben erschweren kann. (Da der SD-Hormonbedarf in der Frühschwangerschaft recht schnell ansteigt, schafft man sich mit niedrigem TSH bei Kinderwunsch sozusagen einen "Puffer", den man nicht hätte, wenn man schon mit TSH 2,5 in die Schwangerschaft starten starten würde...)Aurora0881 hat geschrieben:Naja... dass ich ganz häufig gelesen habe, dass bei schwangerschaft oder kinderplanung der wert bei 1 liegen muss...blueberry hat geschrieben:Achso, Nachtrag: wie meinst Du diesen Teil?Habe in anderen Foren mal was von 1 gelesen. Dasselbe habe ich auch schon in Bezug auf Kinderwunsch und Schwangerschaft gelesen da hat es definitiv nicht gestimmt
LG blueberry
Das stimmt den aussagen meiner ärzte nach aber nicht... der wert kann gerade in der schwangerschaft je nach trimenon bis zu 2,5-3,0 betragen.. und bei 2,5 meinte mein arzt sei eine schwangerschaft kein Problem...
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Meines Wissens schaut man bei bekannten SD-Problemen aber gerade in der Frühschwangerschaft nach den freien Werten und stellt die Medikation nach diesen ein, nicht nach dem TSH, der dann gern auch mal nur bei 0,1 liegen kann. Der TSH kann in der Frühschwangerschaft nämlich "falsch-niedrig" sein - das hängt mit dem hCG zusammen, das den (wie gesagt ja nur indirekten) TSH-Wert nach unten verfälschen kann. (Als Screening-Wert für "bisher nicht SD-Patientinnen" ist der TSH dennoch gut!)
Ein guter Endokrinologe, Gynäkologe oder Kinderwunsch-Arzt weiß das alles und wird je nach Zusammenspiel der verschiedenen Werte richtig die Medikation einstellen. Mit "TSH muss genau da und da liegen" hat das dann bei tatsächlichen SD-Patientinnen meist aber eben nicht mehr viel zu tun, drum vermutlich die verschiedenen Aussagen und Erfahrungen von Patientinnen in Foren.
Soweit zum off-topic Teil. Für die Stillzeit gilt, was ich oben schrieb: gute Werte + Wohlfühlen + TSH im Normbereich (bis 2,5) + (gerade im ersten Stilljahr) engmaschigere Kontrollen als nichtstillend.
LG blueberry (Ex-ModTeam Stillberatung)
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Ot ft3/4 wurde bei mir nie wieder bestimmt...
ob man die sd-medis nach der Geburt reduziert, hängt natürlich davon ab, ob man überhaupt steigern musste.
kontrollieren sollte man allerdings trotzdem.
ob man die sd-medis nach der Geburt reduziert, hängt natürlich davon ab, ob man überhaupt steigern musste.
Liebe Grüße
Delfin*
mit Delfinzwerg(1/17), Delfinknirps(12/18)und Delfinmini(5/21) *(11.14) *(2.18) *(2.26)
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