Film Elternschule im Kino
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ixcacienfuegos
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Re: Film Elternschule im Kino
Ich hab nix anderes erwartet. Ich meine, JKKSL ist b immer noch ein Bestseller. Und viele Eltern zwingen ihr Kind im Endeffekt zum Essen (auf den Schoß setzen, eine Hand hinter den Rücken, die andere festhalten, und dann ein Löffelchen für Mama, ein Löffelchen für Papa....)
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nido56
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Re: Film Elternschule im Kino
In den Kommentaren zum Zeit-Artikel ist der Tenor, dass Erziehung ohne Gewalt nicht möglich ist und verzogen Kinder ohne Sozialkompetenz hervorbringt. Sehr traurig, aber wohl der gesellschaftliche Kontext.
Ich finde allerdings noch immer, dass das größte Problem an dem Film ist, dass ein extremes (und kontrovers diskutiertes) Therapiekonzept hier als Erziehungskonzept verkauft wird.
Ich bin ansich ein Fan von Verhaltenstherapie, weil man damit eben in vielen Fällen schnell Fortschritte erzielen kann. Aber für Erwachsene, die sich bewusst dafür entschieden haben, auf diese Weise Strategien zur Bewältigung konkreter Probleme zu erarbeiten! Nicht für kleine Kinder, die den Zweck nicht verstehen können.
Ich finde allerdings noch immer, dass das größte Problem an dem Film ist, dass ein extremes (und kontrovers diskutiertes) Therapiekonzept hier als Erziehungskonzept verkauft wird.
Ich bin ansich ein Fan von Verhaltenstherapie, weil man damit eben in vielen Fällen schnell Fortschritte erzielen kann. Aber für Erwachsene, die sich bewusst dafür entschieden haben, auf diese Weise Strategien zur Bewältigung konkreter Probleme zu erarbeiten! Nicht für kleine Kinder, die den Zweck nicht verstehen können.
nido mit dem Piraten (01/2012)
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Nusserl
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Re: Film Elternschule im Kino
Im Tagesanzeiger ist gestern ein Artikel erschienen. Leider nur hinter der Abowall
Ein Interview mit Dr. Langer. Ohne Erwähnung des Films und irgendeinem kommentar der Redaktion.
Dieser Arzt schwärmt wie toll sein Schlaftraining funktioniert.
Das ganze bitte in der Stadt wo Dr. Largo seine Langzeitstudien gemacht hat (Babyjahre). Dabei wurde auch das Schlafverhalten untersucht und als Kommentar bemerkt, dass mit einem Jahr die Kinder wieder öfter im Elternbett schlafen, weil sie dann alleine vom Kinderzimmer ins Elternschlafzimemr gehen können.
Ein Interview mit Dr. Langer. Ohne Erwähnung des Films und irgendeinem kommentar der Redaktion.
Dieser Arzt schwärmt wie toll sein Schlaftraining funktioniert.
Das ganze bitte in der Stadt wo Dr. Largo seine Langzeitstudien gemacht hat (Babyjahre). Dabei wurde auch das Schlafverhalten untersucht und als Kommentar bemerkt, dass mit einem Jahr die Kinder wieder öfter im Elternbett schlafen, weil sie dann alleine vom Kinderzimmer ins Elternschlafzimemr gehen können.
Glücklich mit drei Mädels und Mann
07/2008, 11/2011 und 04/2014
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- Mutterhenne
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Re: Film Elternschule im Kino
Da mag ich unterschreiben!nido56 hat geschrieben: 16.11.2018, 11:00 Ich bin ansich ein Fan von Verhaltenstherapie, weil man damit eben in vielen Fällen schnell Fortschritte erzielen kann. Aber für Erwachsene, die sich bewusst dafür entschieden haben, auf diese Weise Strategien zur Bewältigung konkreter Probleme zu erarbeiten! Nicht für kleine Kinder, die den Zweck nicht verstehen können.
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mit Superheldin (09/2013), Piepselchen (11/2018) und den Schutzengel-* (März 2012, November 2017, April 2021)
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- Mutterhenne
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Re: Film Elternschule im Kino
Bzw.: Konzepte für Kinder müssen auf die Kinder zugeschnitten sein (und nicht Probleme therapieren, die Erwachsene mit Kindern haben). Ich kann mir allerdings auch nicht vorstellen, dass sich Kinder-VT (noch immer) darauf beschränkt...? Hat da jemand Ahnung?Mutterhenne hat geschrieben: 16.11.2018, 11:23Da mag ich unterschreiben!nido56 hat geschrieben: 16.11.2018, 11:00 Ich bin ansich ein Fan von Verhaltenstherapie, weil man damit eben in vielen Fällen schnell Fortschritte erzielen kann. Aber für Erwachsene, die sich bewusst dafür entschieden haben, auf diese Weise Strategien zur Bewältigung konkreter Probleme zu erarbeiten! Nicht für kleine Kinder, die den Zweck nicht verstehen können.
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Jadzia
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Re: Film Elternschule im Kino
Das mag ich nicht unterschreiben.Mutterhenne hat geschrieben: 16.11.2018, 11:23Da mag ich unterschreiben!nido56 hat geschrieben: 16.11.2018, 11:00 Ich bin ansich ein Fan von Verhaltenstherapie, weil man damit eben in vielen Fällen schnell Fortschritte erzielen kann. Aber für Erwachsene, die sich bewusst dafür entschieden haben, auf diese Weise Strategien zur Bewältigung konkreter Probleme zu erarbeiten! Nicht für kleine Kinder, die den Zweck nicht verstehen können.
VT ist nicht gleich Gewalt.
Und kleine Kinder können natürlich medizinische oder therapeutische Interventionen nicht verstehen. Wenn es danach ginge dürfte man ja nie helfen.
Unterlassene Hilfeleistung ist auch eine Art Gewalt.
Die Würde muß gewahrt bleiben. Und DA sehe ich das allergrößte Problem un den Kernaussagen des Films - in dem es Termini gibt wie "Prinzessin" etc.
Kinder zu helfen die in existentiellen Notlagen befinden ist eine ethisch höchst verwickelte Frage. Einfach Antworten gibt es da nicht.
Daß der Film , bzw die Filmemacher negieren, daß dies überhaupt zu beachten sei, sagt alles.
In solchen Fällen werden immer Übergriffe "passieren" weil wir hier von echten Menschen reden.
Nur den Übergriff in dein Konzept fest zu schreiben und nicht nach Alternativen zu suchen ist unethisch.
Es hat aber auch gedauert bis Elektroschocks vom Tisch waren und ich glaube dies ist aus der Medizin selbst heraus gekippt worden,
nicht von Gerichten. Aber genau weiß ich das tatsächlich nicht.
Alles kann, Liebe muss
Jadzia mit Dax (03/11)
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Sind unser Ziel ( psst, geht auch doppelt und dreifach und sogar ohne Zuzuhören 😊)
https://open.spotify.com/episode/4UUhYl ... OBYY39nlir
https://youtu.be/4fegPvOL94Y?si=-3kT2Fg70wF1BD7H
https://www.instagram.com/12briefe_der_ ... _source=qr
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- Mutterhenne
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Re: Film Elternschule im Kino
Icvh habe blöd zitiert, sorry: Ich meinte den ersten Teil von Nidos Satz (deshalb mein Hinterher-Post). Ich habe einfach zuwenig Ahnung von Kindertherapie.Jadzia hat geschrieben: 16.11.2018, 11:53Das mag ich nicht unterschreiben.Mutterhenne hat geschrieben: 16.11.2018, 11:23Da mag ich unterschreiben!nido56 hat geschrieben: 16.11.2018, 11:00 Ich bin ansich ein Fan von Verhaltenstherapie, weil man damit eben in vielen Fällen schnell Fortschritte erzielen kann. Aber für Erwachsene, die sich bewusst dafür entschieden haben, auf diese Weise Strategien zur Bewältigung konkreter Probleme zu erarbeiten! Nicht für kleine Kinder, die den Zweck nicht verstehen können.
VT ist nicht gleich Gewalt.
Und kleine Kinder können natürlich medizinische oder therapeutische Interventionen nicht verstehen. Wenn es danach ginge dürfte man ja nie helfen.
Unterlassene Hilfeleistung ist auch eine Art Gewalt.
Die Würde muß gewahrt bleiben. Und DA sehe ich das allergrößte Problem un den Kernaussagen des Films - in dem es Termini gibt wie "Prinzessin" etc.
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Daß der Film , bzw die Filmemacher negieren, daß dies überhaupt zu beachten sei, sagt alles.
In solchen Fällen werden immer Übergriffe "passieren" weil wir hier von echten Menschen reden.
Nur den Übergriff in dein Konzept fest zu schreiben und nicht nach Alternativen zu suchen ist unethisch.
Es hat aber auch gedauert bis Elektroschocks vom Tisch waren und ich glaube dies ist aus der Medizin selbst heraus gekippt worden,
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Re: Film Elternschule im Kino
...in diesem Sinne, danke, Jadzia, nach sowas hatte ich gefragt.
"Die meisten Zitate im Internet sind falsch." (Aristoteles)
Grüße von der Henne
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- cebe
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Film Elternschule im Kino
Ich kann Jazida gerade nicht zitieren am Handy, aber danke für den Beitrag.
Ich konnte meine Gedanken dazu so schnell nicht in Worte fassen.
VT ist nicht gleich Gewalt oder nicht mal gleich invasiv...
Sehr viele andere Therapien beim Tropf angefangen über Atemhilfen bis hin zu OPs sind aber invasiv. Also irgendwo "Gewalt". Und trotzdem sinnvoll, lebensrettend...
Es ist Aufgabe von Eltern und Ärzte nutzen und Belastung abzuwägen. So was wie eine... Finde kein passendes Wort...vernunft-Motivation gibt es bei (kleinen) Kindern ja nie ...
Das müssen Eltern (und Ärzte) für sie immer übernehmen...
Aber dieses Abwägen das fehlt mir bei dem Film/ der Elterschule... Ist die Therapie (also z. B. Das Schlaf- oder Esstraining) überhaupt die der Wahl? Wirkt sie überhaupt? Gibt es nicht andere, weniger invasive Alternativen? Und WENN ich sie anwende, WIE setzte ich das dann um (dazu hatte ich ja schon mal geschrieben)...
Ich konnte meine Gedanken dazu so schnell nicht in Worte fassen.
VT ist nicht gleich Gewalt oder nicht mal gleich invasiv...
Sehr viele andere Therapien beim Tropf angefangen über Atemhilfen bis hin zu OPs sind aber invasiv. Also irgendwo "Gewalt". Und trotzdem sinnvoll, lebensrettend...
Es ist Aufgabe von Eltern und Ärzte nutzen und Belastung abzuwägen. So was wie eine... Finde kein passendes Wort...vernunft-Motivation gibt es bei (kleinen) Kindern ja nie ...
Das müssen Eltern (und Ärzte) für sie immer übernehmen...
Aber dieses Abwägen das fehlt mir bei dem Film/ der Elterschule... Ist die Therapie (also z. B. Das Schlaf- oder Esstraining) überhaupt die der Wahl? Wirkt sie überhaupt? Gibt es nicht andere, weniger invasive Alternativen? Und WENN ich sie anwende, WIE setzte ich das dann um (dazu hatte ich ja schon mal geschrieben)...
Gruß CeBe
2x großes Glück und Herzensöffner
"Sweet life is a gift, and it wants to be lived, so do it your own way - no matter what the people say!"
Die TUF Band
meine KK-Bewertungen... bitte hier entlang...
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nido56
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Re: Film Elternschule im Kino
Ich habe mich da etwas blöde ausgedrückt. Ich denke nicht, dass VT grundsätzlich nicht bei kleinen Kindern angewendet werden darf. Ich meine nur, dass in dem Fall besonders genau abgewogen werden muss, welche Methode wie und unter welchen Bedingungen angewendet werden sollen.
Ich als Erwachsene kann zustimmen, mich freiwillig auf eine für mich schwierige Therapie einzulassen. Ich weiß, was auf mich zukommt, ich kann die Motivation dahinter hinterfragen und verstehen. Wenn ich davon ausgehe, dass ich damit positive Ergebnisse erzielen kann, dann ist die Therapie vielleicht hart, aber sie traumatisieet mich nicht.
Ein Kleinkind versteht das alles so aber erstmal nicht. Da muss man doch viel vorsichtiger sein und sehr genau abwägen, welche Gefahren die Behandlung birgt und welche Ergebnisse zu erwarten sind. Wie ich schonmal geschrieben habe, in Extremfällen, ist es sicher manchmal besser, die Kinder solch einer Behandlung zu unterziehen, wenn dadurch zB die Eltern-Kind-Beziehung gerettet werden kann.
Chemotherapie zB ist ja auch eine schreckliche Erfahrung für ein Kleinkind, und hinterlässt sicher viele Traumata. Trotzdem ist sie das kleinere Übel. Aber auch da kommt man doch immer mehr von der Idee "Hauptsache, es hilft" weg und versucht die Therapie so kindgerecht wie möglich zu gestalten und Traumata zu minimieren.
Gerade sehe ich cebe in der Vorschau. Eigentlich will ich genau das gleiche sagen.
Ich als Erwachsene kann zustimmen, mich freiwillig auf eine für mich schwierige Therapie einzulassen. Ich weiß, was auf mich zukommt, ich kann die Motivation dahinter hinterfragen und verstehen. Wenn ich davon ausgehe, dass ich damit positive Ergebnisse erzielen kann, dann ist die Therapie vielleicht hart, aber sie traumatisieet mich nicht.
Ein Kleinkind versteht das alles so aber erstmal nicht. Da muss man doch viel vorsichtiger sein und sehr genau abwägen, welche Gefahren die Behandlung birgt und welche Ergebnisse zu erwarten sind. Wie ich schonmal geschrieben habe, in Extremfällen, ist es sicher manchmal besser, die Kinder solch einer Behandlung zu unterziehen, wenn dadurch zB die Eltern-Kind-Beziehung gerettet werden kann.
Chemotherapie zB ist ja auch eine schreckliche Erfahrung für ein Kleinkind, und hinterlässt sicher viele Traumata. Trotzdem ist sie das kleinere Übel. Aber auch da kommt man doch immer mehr von der Idee "Hauptsache, es hilft" weg und versucht die Therapie so kindgerecht wie möglich zu gestalten und Traumata zu minimieren.
Gerade sehe ich cebe in der Vorschau. Eigentlich will ich genau das gleiche sagen.
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