Re: Kinderlose: Wie haltet ihr das Warten aus?
Verfasst: 15.04.2014, 11:46
Hallo meine Lieben ich melde mich auch mal wieder.
Ich habe mich vor fast einem halben Jahr still und heimlich aus dem Forum geschlichen. Die Gründe waren, dass ich meine Examensvorbereitung begonnen habe und der Kinderwunsch grade mal eher im Hintergrund war. Ich wusste, wenn ich mich aus dem Forum raus halte habe ich die Chance, dass der mir nicht in die Examensphase, die schon schwer genug war, rein funkt.
Nun habe ich Anfang April mein Examen geschrieben (und mit einer dramatisch besseren Note als gedacht bestanden - yeah!) und spinxe hier vorsichtig wieder rein.
Erst mal herzlichen Glückwunsch den Schwangeren und frisch verheirateten! Jetzt, wo ich nach dem Examen wieder Mensch und nicht mehr Zombie bin, läuft unsere Planung auch wieder an. Demnächst werden die Ringe geschmiedet, darauf freue ich mich total! Und wir haben auch eine schöne Gegend für die Verlobungsfotos gefunden.
Tja, und das mit den Kindern... ich sehe grade, dass ich meine Signatur ändern sollte. Momentan kann ich mir, so sehr ich es mir wünschen würde, einen Hibbelstart diesen Sommer nicht vorstellen. Ich bin ab Mai für ein Jahr im PJ, danach mündliches Examen, danach Stelle suchen. Finanziell ist die Lage momentan durch die (extrem teure
weil sehr große) Hochzeit angespannt. Die Familie meines Freundes hat mit eigenen, nicht selbst verschuldeten, finanziellen Problemen zu kämpfen, sodass er uns mehr als ich mit seiner Nachhilfe ernährt und gleichzeitig für die Hochzeit spart. Dazu kommt, dass er seit letzten Herbst nicht mehr familienversichert ist und heilige Banane ist Krankenversicherung teuer! Auf mich kommt das auch nächsten Herbst zu. Wenn ich mir dann vorstelle... Sommer 14 hibbeln, Frühjahr 15 Kind, ein Jahr Pause, Frühjahr 16 Jobsuche, Berufseinstieg mit Kleinkind *und* weitaus(!) geringeres Elterngeld... wenn ich diesen Plan nur um ein Jahr verschiebe, sieht das alles schon ganz anders aus...
Noch wichtiger ist, dass er noch so gar nicht bereit ist. Das ist für mich das Schlimmste. Um mich herum können alle Freundinnen mit ihren Partnern, auch wenn sie frisch zusammen und jünger sind als ich
, zusammen von gemeinsamen Kindern schwärmen, egal ob das Thema jetzt akut ist oder ganz weit weg. Meiner blockt ab. Ich *weiß*, dass er großen seelischen Ballast mit sich rum schleppt, ganz besonders zum Thema Familie und Vaterschaft. Ich wüsste gerne genauer, wie dieser Ballast aussieht, aber er ist nicht jemand, der über seine Sorgen redet, selbst wenn man ihn beinahe darum anbettelt. Vor ein paar Wochen hatte ich einen meiner vielen prä-Examens-Zusammenbrüche inklusive komplett verschwundenem Selbstwertgefühl und da hat er endlich mal mit seinen Ängsten ausgepackt. Eine derer war: Was, wenn ich nie Kinder wollen werde? Das saß. Ich habe mein bestes getan, es mir nicht anmerken zu lassen, aber ich glaube er weiß, wie sehr er mich verstört hat. Und, ja, ich weiß, dass es ihm deutlich besser gehen wird, wenn a) wir geheiratet haben und b) er eine Stelle in Aussicht hat. Das Problem ist eben auch, dass er auf Lehramt studiert, seine absolute Traumstelle aber an der Uni ist, die jedoch von großem Wohlwollen seitens gleich mehrerer Personen dozentenseitig abhängt. Ich verstehe, was er für einen Druck hat. Trotzdem bin ich traurig.
Es fühlt sich sehr komisch an, selber die zu sein, die das Hibbeln aufschiebt. Ein bisschen wie ein Schnitt ins eigene Fleisch. Wenn er wenigstens mit mir träumen könnte.
Gestern habe ich einer Freundin SST-Tests vorbei gebracht, da sie jetzt bei Pille das zweite Mal ihre Tage nicht hat. Sie hatte eine riesige Angst vor einer Schwangerschaft, da sowohl sie als auch ihr Mann familiären Ballast haben. Trotzdem wollen sie Kinder, nicht unbedingt jetzt, aber demnächst. Er hat sich die Tage schon zu Betreuungsmöglichkeiten an der Uni umgehört. Heute war der Test negativ. Der Mann ist geknickt und ich schwanke zwischen den Gedanken des Neides auf seine Einstellung und dem eine schlechte Freundin zu sein, weil ich mir schon erhofft hatte, wenigstens durch sie meinen Kinderwunsch ausleben zu können.
Ich habe mich vor fast einem halben Jahr still und heimlich aus dem Forum geschlichen. Die Gründe waren, dass ich meine Examensvorbereitung begonnen habe und der Kinderwunsch grade mal eher im Hintergrund war. Ich wusste, wenn ich mich aus dem Forum raus halte habe ich die Chance, dass der mir nicht in die Examensphase, die schon schwer genug war, rein funkt.
Nun habe ich Anfang April mein Examen geschrieben (und mit einer dramatisch besseren Note als gedacht bestanden - yeah!) und spinxe hier vorsichtig wieder rein.
Erst mal herzlichen Glückwunsch den Schwangeren und frisch verheirateten! Jetzt, wo ich nach dem Examen wieder Mensch und nicht mehr Zombie bin, läuft unsere Planung auch wieder an. Demnächst werden die Ringe geschmiedet, darauf freue ich mich total! Und wir haben auch eine schöne Gegend für die Verlobungsfotos gefunden.
Tja, und das mit den Kindern... ich sehe grade, dass ich meine Signatur ändern sollte. Momentan kann ich mir, so sehr ich es mir wünschen würde, einen Hibbelstart diesen Sommer nicht vorstellen. Ich bin ab Mai für ein Jahr im PJ, danach mündliches Examen, danach Stelle suchen. Finanziell ist die Lage momentan durch die (extrem teure
Noch wichtiger ist, dass er noch so gar nicht bereit ist. Das ist für mich das Schlimmste. Um mich herum können alle Freundinnen mit ihren Partnern, auch wenn sie frisch zusammen und jünger sind als ich
Es fühlt sich sehr komisch an, selber die zu sein, die das Hibbeln aufschiebt. Ein bisschen wie ein Schnitt ins eigene Fleisch. Wenn er wenigstens mit mir träumen könnte.
Gestern habe ich einer Freundin SST-Tests vorbei gebracht, da sie jetzt bei Pille das zweite Mal ihre Tage nicht hat. Sie hatte eine riesige Angst vor einer Schwangerschaft, da sowohl sie als auch ihr Mann familiären Ballast haben. Trotzdem wollen sie Kinder, nicht unbedingt jetzt, aber demnächst. Er hat sich die Tage schon zu Betreuungsmöglichkeiten an der Uni umgehört. Heute war der Test negativ. Der Mann ist geknickt und ich schwanke zwischen den Gedanken des Neides auf seine Einstellung und dem eine schlechte Freundin zu sein, weil ich mir schon erhofft hatte, wenigstens durch sie meinen Kinderwunsch ausleben zu können.