Weg vom Zufüttern - gibt es noch Hoffnung?

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delfinstern
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Re: Weg vom Zufüttern - gibt es noch Hoffnung?

Beitrag von delfinstern »

Hat sie nachts einfach Durst und nimmt daher ein paar Schlucke? Der Zwerg hat in den letzten 2 Wochen auf durchschlafen umgestellt. Wenn er wach wird, will er aber trinken (da ich zu wenig Milch habe, gibts den Wasserbecher) danach noch ein paar Mal nuckeln und er schläft wieder. Jeden Versuch ihn anders zum Schlafen zu bekommen endet darin, dass alle wach sind.
Ich habe mir das nachts so erklärt: er versucht weiter zu schlafen, schafft es nicht ganz, kommt ein paar Schlucke trinken (als noch Milch in nennenswerter Menge da war), stellt fest, dass er wieder entspannt ist und versucht nochmal alleine einzuschlafen (wegdrehen). Oft ist er 2-3x nochmal zurück gekullert und wollte doch noch mal ein paar Schluck. Auf die Dauer (Wochen, Monate) gesehen, wurde es immer weniger.
Ich würde da erst mal wenig ändern. Wenn ich da bin, ist Papa auch oft abgehakt. Ist er mit ihm alleine, ist alles gut.
Liebe Grüße
Delfin*
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Ahornblatt
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Re: Weg vom Zufüttern - gibt es noch Hoffnung?

Beitrag von Ahornblatt »

Also Wasser haben wir immer da und ich biete es ihr auch immer vor dem Stillen an. Sie kann es sich theoretisch sogar selber nehmen.

Wir haben auch gerade eine Phase in der sie häufiger durchschläft. Letzte Nacht zum ersten Mal 9 Stunden :shock: Dafür will sie dann manchmal um 4.30 aufstehen. Naja man kann nicht alles haben :lol:
Aber nur weil es seit ein paar Tagen so ist, heißt es ja nicht dass es nicht nächste Woche wieder anders ist...
LG von Ahornblatt + Blättchen (*01/17)
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deidamaus
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Re: Weg vom Zufüttern - gibt es noch Hoffnung?

Beitrag von deidamaus »

Ahornblatt hat geschrieben: 27.06.2018, 23:10
Ich vermute es ist eine Kombination aus Zähnen und Schnupfen. Inzwischen ist es auch wieder etwas besser, aber noch nicht ganz weg.
Sehr schön.
Ich würde das nächtliche Stillen eigentlich gerne so langsam ausschleichen, weil ich den Eindruck habe, die Kleine kann auch ohne Stillen weiterschlafen. Manchmal reicht es, ihr gut zuzureden und ihr den Rücken zu streicheln. Das ist aber momentan noch sehr selten der Fall. Sie dreht sich beim Stillen aber oft schon bevor sie richtig eingeschlafen ist von selber wieder weg.

Wenn es nur (für mich) nicht so praktisch wäre... Da ich wieder arbeite und daneben Haushalt und Kind zu 95 % an mir hängen, bin ich um jede Minute ungestörten Schlaf dankbar, und das geht auf diese Weise einfach am schnellsten.
Dann bleibe dabei.
Das Thema Stillen belastet aber auch die Beziehung mit meinem Mann. Die Kleine ist ein ziemliches Mamakind und schreit, wenn ich sie mit ihm alleine lasse, um z.B. einkaufen zu gehen, Wäsche aufzuhängen usw. Dass sie dafür in der Krippe problemlos bleibt und auch Zeit alleine bei den Großeltern verbringt, macht es umso schlimmer für ihn. Irgendwie sieht er das Stillen dafür verantwortlich, als hätte ich die Kleine "zu sehr" an mich gebunden und er sei daher für das Kind überflüssig geworden.
Das ist so nicht richtig. Du bist die primäre Bezugsperson für dein Kind und solange du verfügbar bist, will dein Kind auch deine Nähe, wenn es um - für das Kind - schwierige Dinge wie Einschlafen geht. Das ist normal. Bei Oma und Opa und in der Kita bist du nicht da, deswegen klappt das recht problemlos. Wenn dein Mann sich aktiver und häufig einbringt, daran glaubt, dass er auch ohne Stillen eine feste Beziehung zu seinem Kind aufbauen kann, dann wird er sie auch irgendwann ins Bett bringen können.

Selbst bei Flaschenkinder, die fast nur von Mama für uber ein Jahr zu Hause ins Bett gebracht bzw. nachts versorgt wurden, ist Mama auch wichtiger und Papa wird oft "abgelehnt". Das hat nichts mit dem Stillen zu tun.
Ich glaube nicht, dass komplettes Abstillen etwas an der ganzen Konstellation ändern würde.
Würde es nur dann, wenn er dann regelmässig die Betreuung abends und nachts ubernehmen würde. Das kann er aber auch jetzt schon.
Aber irgendwie müssen doch die Bedürfnisse aller Familienmitglieder zählen. Und da haben wir ein Kind, das nachts (aus Gewohnheit?) stillt, eine Mama die zu bequem ist, etwas daran zu ändern, und einen Papa der völlig entnervt vom nächtlichen Gewecktwerden ist. Es würde vermutlich schon dem Familienfrieden dienen, nachts nicht mehr zu stillen. Tagsüber könnten wir es ja noch eine Weile beibehalten.
Kannst du mit deinem Kind einfach nachts in einem anderen Raum schlafen, damit er nicht aufwacht?

Und dein Kind stillt natürlich aus einem inneren Bedürfnis heraus und die gewohnte Handlung gibt ihm die Sicherheit, wieder beruhigt weiterschlafen zu können. Diese "Gewohnheit" kann man durch eine andere "Gewohnheit" ersetzen. Dies braucht aber Zeit und bedeutet für dein Kind eine große Umstellung, es ist nämlich noch nicht sehr groß und im besten Stillalter.

Hilft dir das weiter?
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
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Ahornblatt
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Re: Weg vom Zufüttern - gibt es noch Hoffnung?

Beitrag von Ahornblatt »

Hallo deidamaus,

ich finde erst jetzt wieder Zeit, zu antworten, die Tage sind zur Zeit so voll. Deine Worte helfen mir insofern weiter, dass sie mein Gefühl bestätigen. Wir machen also erst mal so weiter. Nachdem die Kleine in den letzten Tagen auch 2 x durchgeschlafen hat, hoffe ich einfach, dass sich das nun häuft.
deidamaus hat geschrieben: 29.06.2018, 22:48 Wenn dein Mann sich aktiver und häufig einbringt, daran glaubt, dass er auch ohne Stillen eine feste Beziehung zu seinem Kind aufbauen kann, dann wird er sie auch irgendwann ins Bett bringen können.
Das ist denke ich das Hautpproblem. Er glaubt nicht daran und ist einfach extrem eifersüchtig auf die Nähe zwischen dem Kind und mir, die gleichzeitig bedeutet dass er "weniger von mir" hat. Ich weiß aber auch nicht, wie ich ihm helfen kann, gut zureden bringt leider nichts. Wenn die Kleine ihn "ablehnt" reagiert er extrem verletzt und wütend. Und ich bin dann wütend auf ihn, weil ich es unangemessen finde, einem so kleinen Kind Vorwürfe zu machen. Naja, das ist wohl eher ein Thema für ein anderes Unterforum hier :|

Ach ja, das Schnalzen ist nun wieder weg.
LG von Ahornblatt + Blättchen (*01/17)
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Re: Weg vom Zufüttern - gibt es noch Hoffnung?

Beitrag von koalina »

Krümel hat meinen Mann die ersten 6 Monate komplett abgelehnt, ab 1 Jahr dagegen war die beiden ein Herz und eine Seele. Dasbkrpmelchdn akzeptierte ihn viel eher. Dafür hat sie nun immer mal Phasen wo nur Mama geht.

Mein Mann trug die kleinen viel im sling. So haben sie echt gern bei ihm geschlafen. Wichtig war Bewegung. Auf dem Arm auf dem computerstuhl wurde das nichts.
--.-'-;@

mit Krümel (*15) und Krümelchen (*17)

Unsere kleinen Wunder... kamen überraschend und haben unser Leben mehr bereichert als man es in Worte fassen kann.
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Re: Weg vom Zufüttern - gibt es noch Hoffnung?

Beitrag von nido56 »

Wir haben uns die Kinderbetreuung schon früh geteilt. Bereits nach wenigen Wochen bin ich einen halben Tag in der Woche arbeiten gegangen und der Pirat ist vom Papa betreut worden. Nach 5 Monaten habe ich wieder Vollzeit gearbeitet. Trotzdem war und ist der Pirat ein totales Mamakind.

Er ist es natürlich gewöhnt, mit dem Papa alleine zu sein und das war auch nie ein Problem, aber wenn ich da bin, zieht er immer mich vor. Der Papa hat anfangs auch das lange Stillen dafür verantwortlich gemacht, aber immerhin stillen wir nun seit über 4 Jahren nicht mehr und es hat sich nicht viel verändert.

Warum das so ist, weiß ich nicht. Er ist mir in vielem sehr ähnlich, vielleicht deshalb.
nido mit dem Piraten (01/2012)
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deidamaus
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Re: Weg vom Zufüttern - gibt es noch Hoffnung?

Beitrag von deidamaus »

Es ist für die Väter nicht einfach, wenn ihre Partnerin auf einmal von so einem kleinen Wesen in Beschlag genommen wird. Daran müssen sich viele erst gewöhnen. Ab und zu eine kurze Paarzeit hilft da ganz gut.

Ansonsten ist es einfach so, dass bei Anwesenheit der Hauptbezugsperson diese immer bevorzugt wird. Das ist weltweit bei allen Babys gleich.
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
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