Ich hole den Strang mal hoch, mit eigenen Fragen:
Mir wird immer mehr deutlich, dass ich so langsam abstillen möchte oder eher: Dass ich nicht über den 2. Geburtstag hinaus stillen möchte. Ich kann das gar nicht so genau begründen. Es ist mehr ein Bauchgefühl. Und dieses Gefühl verstärkt sich, je älter der Kleine wird. Inzwischen kann ich wichtiges und unwichtiges Stillen recht klar unterscheiden. Es gibt die wichtigen Momente (Kuschelbedürfnis etc.), aber auch Momente, bei denen ich das Gefühl habe, er stillt nur, weil er zufällig die Brust gesehen hat und gerade nix besseres zu tun ist (schwer zu beschreiben).
Nun habe ich mich hier zum allmählichen Abstillen belesen:
sog. "allmähliches Abstillen". Dabei lässt man nach und nach Stillmahlzeiten wegfallen (maximal 1 pro Woche). Diejenige Mahlzeit, die offenbar für das Kind am wichtigsten ist, sollte sinnigerweise erst als letzte wegfallen.
...
Weitere Maßnahmen sind i.A. nicht nötig. Richte Dich in Sachen Tempo am besten nach Deinem Gefühl und berücksichtige dabei die Reaktionen Deines Kindes.
Problem: Es gibt bei uns keine Stillmahlzeiten, schließlich stillen wir nach Bedarf
Ich würde höchstens sagen, dass das Einschlafstillen recht wichtig ist. Ansonsten ist es völlig durcheinander, von alle 10 Minuten bis 2 Stunden.
Ablenkung scheint einen großen Faktor zu spielen. Aber Kraft, permanent mit dem Kleinen raus zu gehen, habe ich nicht (die Nächte sind gerade wieder schlimmer geworden).
Was geholfen hat, war der Tipp aus dem Forum, feste Stillorte zu haben. Manchmal will er stillen, dann sage ich: "Okay, dann erst zum Sessel!" und auf dem Weg lenkt ihn etwas ab und es wird doch nicht gestillt.
Wiederum hat es dazu geführt, dass er viel eindeutiger das Stillen einfordern kann, indem er mich eben zum Sessel oder Bett führt und sich von einem "Jetzt nicht" oder "Pause" nicht abbringen lässt und zur Not eben schreit, bis ich komme.
Was soll ich nun machen? Ich glaube, wir brauchen mehr Struktur - aber wie? Oder soll ich darauf vertrauen, dass sich mit der Kita (die Eingewöhnung ist demnächst durch), etwas verändert?
Wenn er in der Kita gut angekommen ist, würde ich gerne das nachts abstillen angehen. Ich dachte, mit einer Zeitschaltuhr an einer Lampe, da der Kleine bereits viel versteht. Also: "Schau mal, wenn die Lampe leuchtet, dann stillen wir erst wieder." Allerdings wäre das nur eine Alternative, wenn die Nächte dadurch auch besser würden.
In dem Abstillpost stand zur Nacht ja auch was:
Wenn Dein Baby nachts weint und Du nicht mehr stillen willst, dann musst Du Dir was anderes überlegen, um Dein Kind zu trösten. Üblich ist kuscheln, singen, streicheln, schaukeln, einen Schluck Wasser anbieten, Saugersatz (Schnuller) anbieten. Ungünstig ist das Einführen von "Marotten", die vielleicht kurzfristig helfen mögen, aber auf lange Sicht eindeutig nachteilig sind (z.B: ewig auf nem Pezziball rumhüpfen, herumtragen, Flaschen mit Milch oder Brei drin anbieten, nächtliche Speisen anbieten, großes Tamtam mit Licht an usw.) - damit lieber gar nicht erst anfangen

und ich habe auch Pantley "Schlafen statt Schreien" gelesen. Beides passt nicht zu uns, da der Kleine eh meist ohne Brust einschläft und Berührung wie Streicheln usw. ablehnt.
Also wenn es gut läuft, stillt er, dreht sich weg, schläft ein.
Wenn es schlecht läuft oder ich sowas wie Pantley oder Gordon Methode probiere, dann wehrt er Berührungen ab und sucht schreiend nach der Brust.
Nur Tragen würde er akzeptieren, aber das wäre mir körperlich wirklich zu viel, so häufig, wie er noch aufwacht.