Mirimama hat geschrieben: 04.11.2018, 12:23
Ja, und irgendwo hatte ich auch gelesen, dass Herr Langer sich den Begriff „Elternführerschein“ geschützt habe. Dazu gibt es auch eine Homepage. Offensichtlich werden da allgemeine Kurse angeboten. So viel zu seinen Dementi, er habe ja nie gesagt, dass das allgemeine Erziehungswmpfehlungen seien...
Insgesamt finde ich wirklich man muss da sehr aufpassen und auch differenzieren... Deshalb hätte ich den Film auch gerne selber gesehen...
Nora Imlau beschreibt das (ich glaube sie wars) sehr schön, dass da ein Stück weit auch jeder "seinen eigenen Film" sieht... Eine Userin hier hat das auch bestätigt, dass das was NICHT gezeigt wird sehr viel "Interpretationsspielraum" lässt.
Man muss finde ich bedenken, dass der Film eben auch "gemacht" ist. Der Trailer zumindest ist ja auch sehr sensationsheischend gemacht... Renz-Polster hinterfragt ja z. B. auch warum denn die "beziehungsstärkenden" Elemente die Hr. Langer benennt (Snoozeln z. B.) gar nicht dargestellt werden...
Dieser Satz von Hr. Langer aus dem Trailer z. B. "der ist der Boss, ne?"... Das köntne ja auch eine Formulierung sein, die er von den betroffenen Eltern übernommen hat und mur "wiederholt" um "in ihrer Sprache" etwas aufzugreifen.. Dann wäre das fachich sogar gut...
Fakt ist eben, dass wir durch die ART der Doku die Szenen unter einer schon vorher festgelegten Wertung der Filmemacher gezeigt bekommen und daher... nix genauer weiß man nicht...
Es scheint aber doch genügend Anhaltspunkte zu geben, dass die Methoden der Klinik zumindest teilweise fragwürdig sind...
UND - wenn ich die Ausführungen der Fachleute richtig verstanden habe- sind die Regularien der VT insgesamt mMn auch zu reflektieren und zu verändert. Die "Extinktion = schreien lassen" steht wohl nach wie vor (unter gewissen Bedingungen) in den Richtlinien der VT...
Ich meine "Schreien lassen" und "Schreien lassen" sind ja so wie so nicht unbedingt gleich zu setzen...
Ein sagen wir mal 5 Jahre altes Kind zu Hause nach "jedes Kind kann schlafen lernen, schreien zu lassen" (würde ich persönlich nicht tun), wäre für mich aber von ganz anderer Qualität als (wie im Film) ein ca. 2 Jähriges Kind für die Nacht/ Nächte des "Schlaftrainings" von der gewohnten Umgebung und den Bezugspersonen zu trennen um es dann "unter der Kontrolle einer (ihm sicherlich nicht so sehr vertrauten) Schwester schreien zu lassen".
UND ersteres wäre mit den Richtlinien der VT in Deutschland (sofern ich das richtig verstanden habe, sonst korrigiert mich bitte) Regelkonform (wenn das Kind eine entprechende Indikation als Schlafstörung hat) - sprich wenn Langer dass z. B. in seinem Elternführerschein einzelenen Betroffenen so vermittelt, finde ich (oder wir) das vieleicht nicht gut, aber es entpricht dann den offiziellen "Regeln" und DAS muss eben auch in Disskussion gebracht werden.
Das Gute an der Sache ist (hoffentlich), dass so viele Sachen noch mal auf den Tisch und Prüfstand kommen!