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Re: Stillverunsichert

Verfasst: 15.09.2009, 12:32
von mellmull
minou77 hat geschrieben:mellmull hat geschrieben:
Sagt ja keiner, aber gegen das Argument -wir sind auch alle groß geworden- steht eben, dass sich unsere Gesellschaft ja im Moment nicht aus wirklich vielen mitfühlenden, selbstbewußten und gestärkten Menschen besteht, oder?
Eben, aber wenn man das unseren Eltern in's Gesicht sagt ist das schon eine sehr harte Kritik. Deshalb finde ich unsere "Erkenntniss": alle Eltern haben immer das Beste gewollt und nach ihren Möglichkeiten gehandelt, einen guten Kompromiss. Unsere Eltern wollten uns ja nicht quälen, sie waren sicher genauso überzeugt wie wir jetzt! Wenn wir, in 20, 30 Jahren, unseren Kindern in die Erziehung quatschen werden die sicher auch den Kopf schütteln .
Das sehe ich eigentlich genauso. Aber mein Schwiegerpapa kann manchmal schon ein ganz schöner Stinkstiefel sein und wenns eben manchmal zu viel wird, dann stinkstiefel ich zurück. :mrgreen:

Re: Stillverunsichert

Verfasst: 15.09.2009, 12:47
von Jill
Es ist schon schwer gegen den Strom zu schwimmen, aber immer noch besser als gegen die eigene Überzeugung zu handeln.
Meine Familie ist meinen "Sturkopf" mittlerweile gewöhnt und auch meine Einstellung zum Stillen. Da wagt sich schon keiner mehr mit mir zu diskutieren. :D

Meine Mutter läßt mich zum Glück in Ruhe, was dieses Thema betrifft - dafür findet sie genug andere Dinge an mir, auf denen sie rumhacken muß. :roll:

Meine Schwiegermutter ist sehr hilfsbereit und mütterlich. In der Zeit nach der Geburt hat sie sich ganz liebevoll um mich gekümmert und auch um die Kinder. Wir wohnen im gleichen Haus und oft steht sie mit "scharrenden Hufen" vor meiner Türe und fragt, ob sie die Kleine spazieren fahren soll (der Opa ist auch nicht besser *g*), am liebsten ist es ihr, wenn die Kleine wach ist, damit sie sie herumtragen kann. Sie mag es überhaupt nicht, wenn die Kleine mal schläft. :lol:
Obwohl Beide total lieb zu den Kindern sind, bin ich etwas eifersüchtig, was meine Kleine angeht (bei meinem Sohn 10J. bin ich ja noch auf den 1. Platz). Aber andererseits möchte ich Oma und Enkeltochter auch nicht im Weg stehen. Ich hatte damals auch eine sehr gute Beziehung zu meiner Oma - dafür nie zu meiner Mutter.

Ich vermute es lag daran, weil ich die ersten Wochen von ihr getrennt wurde durch das Krankenhaus. Ich war zu leicht und zu klein. Sie konnte dadurch nie diese Bindung zu mir aufbauen, wie wir mit unseren Kindern. Zu meiner jüngeren Schwester hat sie ein bei weitem besseres Verhältnis. Als sie geboren wurde gab es bereits rooming in und sie wurde nicht von ihr getrennt.
Daran sieht man, welche Folgen solche Trennungen haben können. :cry:

@minou77 : Vollkommen recht hast Du! :twisted: