Ich kann das Problem irgendwie kaum nachvollziehen. Was ist das denn für eine Methode, bei der Würgen, Verschlucken und schlimmstenfalls Erbrechen mit einkalkuliert werden? Sorry, DAS kann doch nicht kindgerecht sein!
Wo ist denn das Problem beim Unterstützen? Zwischen Kind auf den Schoß setzen und beide Arme festklemmen, um ihm den Löffel in den Mund zu schieben (das habe ich bei meinen Kindern auch vehemnt abgelehnt - komischerweise war das das einzige, was mit Unverständnis seitens der Familie bedacht wurde

) und ein wenig Unterstützung ist doch ein himmelweiter Unterschied!
Sie kann und will essen? Fein! Sie beißt zu große STücken ab? Dann biete ihr Kleinere an! Sie kann sie nicht greifen? Dann leg die Stücken in Deine Hand und lass sie sie nehmen, das geht leichter, wie von einer glatten Oberfläche. Das klappt auch noch nicht? Ja - wieso denn bitte NICHT in den Mund stecken? Du wirst SEHR deutlich merken, ob sie das mag oder nicht
Im Mund hin und her schieben ist normal, ausspucken auch.
Ehrlich gesagt kann ich nichts, wo etwas aus Prinzip getan oder unterlassen wird, wirklich etwas abgewinnen. Sie möchte also essen und macht Dir das deutlich klar. Ich verstehe natürlich, was gegen Breipampe à la Konservengläschen spricht. Ich verstehe auch, was gegen Fütterung im klassischen Sinne spricht. Aber was spricht denn dagegen, ein weichgekochtes Stück Gemüse in eine für das Kind bewältigbare Größe zu bringen und es zu unterstützen, das in seinen Mund zu verfrachten?
Welch ein Alptraum - ein Kind, das an einem aspirierten Stück Apfel oder einer aspirierten Nudel erstickt oder einen bleibenden Hirnschaden erleidet

Das ist auf jeden Fall möglich!
Ich würde es entspannt und vor allem kindgerecht angehen. Aspirationsgefährliche Kost (die allseits beliebten Reiswaffeln kämen mir nie an einen Säugling!) wäre für mich absolut tabu. Auch abseits von klassischer Zwangsfütterung gibt es noch mehr, als das Kind an Dingen, die es einfach noch nicht kann, verzweifeln zu lassen oder es gar mit Husten und Schlimemmerem zu konfrontieren.
So absolut sinnvol ich es auch halte, das, was uns Wirtschaft und "die Leute" als notwedig verkaufen wollen, in Frage zu stellen, so problematisch finde ich es, dann in der "Gegenrichtung" strikte Regeln aufzustellen. Die Ablehnung von weichem Essen oder Breien nur aus Prinzip oder das Bestehen darauf, daß das Kind das alles ausschließlich alleine in seinen Mund stecken muss, halte ich persönlich ähnlich wie "Karotte ab dem vierten Monat muss sein" oder "ab dem 6. Monat hat die Milch nicht mehr genügend Nährstoffe"
Entspann Dich und tu das, was Dein Baby mag
Liebe Grüße Alex