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Re: Ich will nachts abstillen

Verfasst: 10.06.2009, 08:58
von Charli
ach, das freut mich aber sehr für Dich! Bei uns lief das auch ganz gut ein paar Wochen lang, bis sie krank wurde (Infekt + 3-Tage-Fieber + 4 Backenzähne auf einmal) und die einzige Möglichkeit, sie nachts zu beruhigen war zu stillen :( jetzt geht es ihr etwas besser, aber natürlich fordert sie das stillen jetzt wieder ein und wir fangen quasi von vorne an, ihr das sanft abzugewöhnen... mit Rückschlägen muss man rechnen, aber ich bin guter Hoffnung, dass wir das wieder hinbekommen... aber ich merke sehr, wie mich das anstrengt, nachts zu stillen und ich ertrage es auch nicht mehr, denn sie stillt "härter" (ich spüre sehr stark ihre Zähne und es tut oft schon weh).
Ich drück Euch ganz doll die Damen, dass Du nachts besser schlafen kannst und es so bleibt!

Liebe Grüße

Re: Ich will nachts abstillen

Verfasst: 10.06.2009, 19:19
von Angora
oh das mit den Zähnen hab ich auch grad, der Kerli ist ein bissel krank und beißt dann immer so übel die Zähne aufeinander beim saugen! das tut so schweineweh. und zudem nuckelt er dann auch noch die halbe nacht, wenn ich ihn loslöse, brüllt er gleich :-( ich weiß manchmal nicht mehr weiter. hätte dann doch gerne jemanden, der mal mein kind nachts holen kann!!! wenn ich wieder vollzeit arbeiten gehe im oktober, kann das ja heiter werden :-( ich werd wohl auf der arbeit schlafwandeln (momentan bei teilzeit gehts grad noch so) ich wünschte, ich würde einen weg finden, der für uns beide gut ist... (kommt zeit, kommt rat, gelle!)

Re: Ich will nachts abstillen

Verfasst: 10.06.2009, 22:25
von cocotte
Ich kann den Wunsch nachts abzustillen auch sehr gut nachfühlen... Meine Maus ist auch knapp über 1 Jahr alt; vielleicht ist nach dieser Zeit einfach bei vielen Mamas so eine Grenze erreicht, wo sich der Schlafmangel, der "Dauereinsatz" fürs Baby eben doch bemerkbar macht. Die letzten 2, 3 Monate hatte ich auch versucht, nachts nicht mehr bei JEDEM Aufwachen zu stillen; teilweise hat sie sooo oft stillen wollen, ich hatte echt das GEfühl, ichs pack´s nicht mehr. Vor allem bringt sich mein Mann in der Richtung kaum ein, leider... Allerdings haben wir in der Zeit dann doch mal versucht, dass der Papa sie ins Bett bringt, da ich in der Zeit wieder öfter abends meinem Hobby nachgegangen bin und siehe da - es hat super geklappt, ganz ohne Stillen. Am Ende hat sie sich dann auch ca. jedes 2. Mal ohne Brust beruhigen lassen, v.a. auch mal vom Papa.

Kurz gesagt, wir haben das halt nicht mit einer "Hauruck"-Methode probiert, sondern über die letzten Monate so ganz zart Stück für Stück. Und ich war superfroh, dass es so funktioniert hat. Im Mai hat sie sogar mehrfach von 22/23 Uhr bis morgens 5/6 Uhr geschlafen, was bei ihr wirklich als "Durchsc hlafen" bezeichnet werden kann!!! *freu*

Das mit meinem Hobby war aber leider nur für ne begrenzte Zeit (ich spiele Theater, Stück war abgespielt), der Papa arbeitet die letzten 5-6 Wochen fast immer bis spät abends, sodass sie schon schläft, wenn er heimkommt :roll:. Insofern ist sie aktuell wieder ein völliges MamaKind geworden... Außerdem geht sie seit nun 3 Wochen täglich für momentan 2-3 Stunden vormittags in die Krippe, da ich ab August wieder anfange zu arbeiten. Und die Backenzähne kommen durch...

Wieder mal kurz gesagt: Zurzeit ist es ganz schön anstrengend. Sie wird zwar nach wie vor weniger oft wach nachts, meist nur 3 Mal, und das ist echt klasse gegenüber vorher. AAAAber sie lässt sich aktuell absolut nur durch die Brust beruhigen. Papa bringt überhaupt gar nichts. Wenn ich es anders versuche, wird sie total traurig/wütend und ist außer sich irgendwann. Und tagsüber wird hier wieder 4-5 Mal gestillt (vorher nur noch 1-2x zum Einschlafen) . Ich schieb es zurzeit auf die Krippe. So viel Trennung von Mama muss sie wohl erst mal verkraften. Insofern werd ich mit dem nachts abstillen wohl warten, bis sie sich mit der Zeit ohne Mama besser arrangiert hat (ich muss aber sagen, dass die Eingewöhung super klappt, sie weint kaum im KiGA bzw. lässt sich dort super beruhigen und mag die ERziehrin wirklich gerne).

Naja, momentan "ergebe ich mich also in mein Schicksal" :wink: . Bzw. bin ich ganz froh, dass sie mit Brust immerhin superschnell wieder einschläft. Mal sehen, was die Zukunft so bringt.
Angora hat geschrieben:(kommt zeit, kommt rat, gelle!)
*unterschreib*

Re: Ich will nachts abstillen

Verfasst: 11.06.2009, 13:40
von Angora
oh nein, das macht mir nun doch wieder sorgen, dass es mit der kita wieder anstrengender wurde... mein zwergi kommt doch in ein paar monaten in die kita und ich muss dann wieder vollzeit durchhalten... wuaaaah. schlafen kann ich wohl wenn ich tot bin...
immerhin hat die maus gestern "richtig" was gegessen, ich hab gemüsesuppe gehabt und das fand er plötzlich interessant. und walderdbeeren aus dem garten isst er grad haufenweise (das krümeltt mal übel in der windel!!;-)) vielleicht steigt er ja jetzt auf essen um und hört irgendwann bald demnächst in kürze selber auf mit gestillt werden?!

Re: Ich will nachts abstillen

Verfasst: 16.06.2009, 13:06
von ninaK
na das glaube ich ja nicht :wink: meine essen tagsüber meist ganz ordentlich, alles was so rein geht. trotsdem wollen sie nachts dauernd stillen.tagsüber zeigen sie kaum interesse an der buse, aber nachts würden sie gern die ganze zeit dranhängen.
ich hab es aber nun auch wieder etwas eingeschränkt und zur zeit gehts ganz gut. stille meist nur 2-3 mal pro kind, das ist deutlich weniger als vor ein paar monaten und entlastet gleich unheimlich, auch wenn mich alle in meiner umgebung ungläubig, fast entsetzt anschauen und das nicht glauben können :)
also dir weiterhin viel erfolg und uns allen endlich mal 6-8 h schlaf am stück!
das wäre doch traumhaft!

Re: Ich will nachts abstillen

Verfasst: 16.06.2009, 13:33
von Amhran
Angora, es tut mir so leid, daß Dich da gar niemand unterstützen kann in der Nacht :( Ich wünsche Dir sehr, daß auch bei euch bald ruhigere Nächte einkehren.

Cocotte, ich möchte gerne noch etwas sagen wegen Hauruck-Aktion. Auf den ersten Blick ist es das wohl - von einer Nacht auf die andere nicht mehr zu Stillen. Von "nach Bedarf Stillen" hin zu "einfach nicht". Ist es aber eigentlich nicht.

Ich habe ein wenig über die Stillbeziehung mit meiner Tochter nachgedacht und habe festgestellt, daß wir bereits vor einem halben Jahr mit dem nächtlichen Abstillen angefangen haben. Wir haben das Stillen reduziert, indem mein Mann wenn ich nicht mehr konnte/wollte mit der Kleinen rausging.

Das war ursrpünglich als Überganslösung gedacht, mit dem Hintergedanken, daß die Kleine sich daran gewöhnt, nicht mehr ganz so oft gestillt zu werden und sich mit weniger zufriedengibt. Sie wurde auch nicht mehr so oft gestillt, aber gewöhnt hat sie sich daran in all den Monaten nicht. Wenn mein Mann rausging, beruhigte sie sich schnell, weil ihr klar war, daß es bei ihm nichts zu holen gibt. In meiner Anwesenheit nicht gestillt werden - das ging für sie gar nicht, auch wenn ich es mit Streicheln, Singen und Halten versuchte. Sie schrie jedesmal und brüllte und tobte, bis ich schließlich trotz extremer Erschöpfung, wunder Brustwarzen und Aggressionen gegen sie schließlich doch die Brust auspackte und so den (ha :roll: !) einfacheren Weg wählte.

Wir haben es auch eine Weile mit fixen Stillzeiten versucht, aber wenn sie dazwischen aufwachte und nichts bekam war es wieder das alte Spiel. Entweder sie brüllte solange, bis sie doch noch nuckeln konnte, oder mein Mann ging mit ihr raus. Nachvollziehbar war das aber für sie alles nicht.

Die Übergangslösung wurde bei uns zum Dauerproblem, nämlich unruhige Nächte mit viel Aufwachen, Schreien, Dauernuckeln und schließlich dem Auswandern das halben Familie aus dem Familienbett. Und das jede Nacht, seit über einem halben Jahr. Es war für alle Beteiligten ein untragbar gewordener Zustand.

Stillen nachts nur reduzieren ging also nicht bei uns. Die einzige Alternative war das komplette nächtliche Abstillen, liebevoll, aber dennoch absolut determiniert, bis sie den Neuzustand verstanden und akzeptiert hat. Dieser Schritt mag abrupt erscheinen, aber er war eigentlich nur der letzte Schritt auf einer Reise, die schon vor Monaten begonnen hat.

Und ich bin froh, so unsagbar froh, denn bei uns hat es gut funktioniert. Es ist so ein gewaltiger Unterschied zu vorher, endlich kann ich sie auch ohne Brust beruhigen und endlich schläft die Familie wieder zusammen, und ich komme zu deutlich mehr Schlaf. Sie ist noch weit entfernt vom legendären Durchschlafen, aber das war ohnehin nie mein Anspruch. Einfach nur etwas weniger oft geweckt werden, aber vor allem dann nicht ewig wachgehalten werden durch das Nuckeln. Das haben wir jetzt endlich geschafft.

Es mag doof klingen, aber es ist auch schön für mich, wenn sie nachts aufwacht, und sich nach kurzem Jammern beruhigt, wenn sie meinen Körper und meinen Atem fühlt. Ich fühle mich jetzt wieder mehr als Mama, als ganzer Mensch, nicht mehr ausschließlich als Brust, und das finde ich nun mal sehr schön.

Re: Ich will nachts abstillen

Verfasst: 17.06.2009, 22:59
von Angora
ach jaaaa.... das klingt gut... ich bin auch grad wieder nachts der menschliche Schnuller....
Ich hab festgestellt, wenn ich den Bobbel vorher im Tragetuch zum einschlafen bringe und dann auch noch mindestens eine stunde trage, DANN kann er sogar ganze 6 stunden ohne Milch/Brust/Nuckeln/Mamaindenwahnsinntreiben.... (sorry, aber ich kann manchmal echt nimmer, würd dann am liebsten brüllen und heulen) aushalten und schläft ganz lieb und friedlich. ABER: ich schaffe es nicht jeden Abend ihn im Tuch zum einschlafen zu bewegen!!! Wenn er auf einschlafstillen besteht, dann hilft nix anderes :-( Mal schauen, wie diese Nacht wird- ich hab ihn grad vorm Bauch hängen, meine kleine Wärmflasche (hier in meinem Dachzimmer sind es ja nur grad 25°! ist schon abgekühlt...)

Re: Ich will nachts abstillen

Verfasst: 18.06.2009, 08:14
von petra066
Ich habe nicht alle Beiträge gelesen, doch vor wenigen Monaten hatte ich genau das gleiche Problem. Meine Tochter wollte nachts dauernd trinken.
Alles, was ich versucht habe, fruchtete gar nicht. Nur eines hat tatsächlich gewirkt: Abwarten, Ruhe bewahren und einfach schauen, was passiert.
Als ich gesagt habe "Okay, dann stillst du eben nachts und es ist so. " löste sich das Problem von selbst auf. Inzwischen glaube ich dass ich, mit meinem Wunsch nach nächtlicher Ruhe, bei meinem Kind mehr stillen ausgelöst habe statt weniger. Irgendwie hat sich mein Stress auf die Kleine übertragen und dann hat sie viel öfter gestillt.
Seit 2 Monaten schläft sie jetzt nachts durch von abends 21.30 Uhr bis morgens um 8 Uhr. Heute morgen ist sie noch gar nicht aufgewacht.
Das hört sich vielleicht etwas esoterisch an.....doch die unsichtbare Nabelschnur wirkt nicht nur in eine Richtung ;-)

Alle Methoden, die zum nächtlichen Abstillen wirken sollen, sind oft mit weinen und innerem Unwohlsein beim Kind und oft auch bei der Mutter verbunden. Das kann nach meinem Gefühl nicht wirklich richtig sein.