Meine Kä will das ich mit 6 Monaten zufütter!

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Happy
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Re: Meine Kä will das ich mit 6 Monaten zufütter!

Beitrag von Happy »

:roll: mein "s" will heut nich so wie ich :roll:
LG Happy mit
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inmediasres
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Re: Meine Kä will das ich mit 6 Monaten zufütter!

Beitrag von inmediasres »

Hallo,

wenn Dein Sohn 6 und einen halben Monat alt ist, ist der siebte Monat schon zur Hälfte rum.
Zur Verdeutlichung:
Angenommen ein Kind wurde am 1.1. geboren. Dann ist der Januar der erste Lebensmonat.
Am 1.2. ist das Kind einen Monat alt (hat den ersten Monat vollendet), der zweite Monat beginnt.
Am 1.3. ist das Kind zwei Monate alt (2 vollendete Monate), der dritte Monat beginnt.
Am 1.4. ist das Kind drei Monate alt (3 vollendete Monate), der vierte Monat beginnt.
Am 1.5. ist das Kind vier Monate alt (4 vollendete Monate), der fünfte Monat beginnt.
Am 1.6. ist das Kind fünf Monate alt (5 vollendete Monate), der sechste Monat beginnt.
Am 1.7. ist das Kind sechs Monate alt (6 vollendete Monate), der siebte Monat beginnt. (das sind etwa 26 Kalenderwochen)

Wenn man mit Mondmonaten rechnet, verschieben sich die Daten ein wenig nach vorne.
Nach 4 Wochen ist das Kind 1 Mondmonat alt, der zweite Monat beginnt am ersten Tag der fünften Woche.
Nach 8 Wochen ist das Kind 2 Mondmonate alt, der dritte Monat beginnt am ersten Tag der neunten Woche.
Nach 12 Wochen ist das Kind 3 Mondmonate alt, der vierte Monat beginnt am ersten Tag der dreizehnten Woche.
Nach 16 Wochen ist das Kind 4 Mondmonate alt, der fünfte Monat beginnt am ersten Tag der siebzehnten Woche.
Nach 20 Wochen ist das Kind 5 Mondmonate alt, der sechste Monat beginnt am ersten Tag der einundzwanzigsten Woche.
Nach 24 Wochen ist das Kind 6 Mondmonate alt, der siebte Monat beginnt am ersten Tag der fünfundzwanzigsten Woche.

Viele Grüße
Karin
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chennai
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Re: Meine Kä will das ich mit 6 Monaten zufütter!

Beitrag von chennai »

Also ich glaub schon, dass du bei der Begrifflichkeit da falsch liegst, Happy: Der erste Monat sind die ersten 4,5 Wochen ab Geburt, mit dem ein-monatigen Geburtstag kommt dein Baby in's 2. Lebensmonat. Also ist dein Baby wenn es 6,5 Monate alt ist schon mitten im 7. Lebensmonat. 6 Monate alt sein bedeutet, dass man 6 Monate vollendet hat. der 1. Geburtstag wird ja auch gefeiert, nachdem man schon 12 Monate auf'm Buckel hat und direkt danach beginnt das 2. Lebensjahr.

Mir wurde übrigens von der deutschen KiÄ gesagt, dass man möglichst schon gaaaanz langsam im 5. Lebensmonat mit Beikost anfangen soll (neuste Studien), weil es da einen Allergie Dip gibt. Ich war erst mal genauso überrumpelt und hab mich innerlich komplett quergestellt. Da wir eh nicht so Allergie gefährdet sind und man ja auch nich mit hochallergenen Lebensmitteln anfängt, hab ich diesen Tipp jetzt mal geflissentlich ignoriert und werde nach den landläufigen Empfehlungen vorgehen, also nach 6 Monaten mal anbieten.
Lieben Gruß,
Chennai mit Weihnachtsengel (Ende Dezember 2008) und Maikäferchen (Ende Mai 2011)


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Happy
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Re: Meine Kä will das ich mit 6 Monaten zufütter!

Beitrag von Happy »

hm okay, dann muß ich das in ruhe nochmal nachvollziehen mit den vollendeten monaten :oops:

ändert aber nix an meinem vorhaben, erst mit dem 7.monat (also dem 25.mai) mit beikost zu beginnen :D (natürlich immer vorausgesetzt er ist vollkommen gesund und hat keine mangelerscheinung ;) )
LG Happy mit
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Sagittaria
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Re: Meine Kä will das ich mit 6 Monaten zufütter!

Beitrag von Sagittaria »

Fang einfach dann an, wenn Dein Kind Dir zeigt, dass es beikostreif ist - egal wie alt es dann ist :wink:
LIEBE Grüße,
Denise, Anna (12/2007), Mika (05/2010), Jonathan (08/2013) und Lebens/Liebespartner Thomas

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Altraia
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Re: Meine Kä will das ich mit 6 Monaten zufütter!

Beitrag von Altraia »

Happy, Dein Kind IST schon im 7. Monat, glaub es uns doch ;-). Was Du planst, ist ein Beginn mit 7 Monaten, also ab dem 8. Monat. Das mag auch okay sein, aber die Zahlen sind halt, wie sie sind.
Mir wurde übrigens von der deutschen KiÄ gesagt, dass man möglichst schon gaaaanz langsam im 5. Lebensmonat mit Beikost anfangen soll (neuste Studien), weil es da einen Allergie Dip gibt.
Diese Theorie geistert seit neuestem durch die Presse und offenbar auch bei den Ärzten herum. HIer eine Stellungnahme der AFS:
Die offizielle Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation lautet: sechs Monate ausschließliches Stillen, und daran anschließend, mit geeigneter Beikost, bis zum Alter von zwei Jahren und darüber hinaus, weiter zu stillen (15).

Diese Empfehlung wird in Deutschland nur sehr halbherzig umgesetzt. Weniger als 20 % der Säuglinge werden mit sechs Monaten noch ausschließlich gestillt (Berlin: 16,7, Bayern 21,4.). Fast die Hälfte der Säuglinge sind in diesem Alter schon komplett abgestillt (Berlin: 43%, Bayern 48,6%) (4).

In letzter Zeit wird von einigen Seiten zunehmend darauf gedrängt, die Altersangabe in der Empfehlung zur Beikosteinführung von sechs Monaten auf vier bis sechs Monate abzuändern. Als Begründung für diese Änderung wird ein möglicherweise verringertes Risiko für die Entstehung von Allergien und Zöliakie bei frühzeitigerer Beikosteinführung angegeben (3,11).

Für die Manifestation von Allergien sind andere Faktoren wesentlich bedeutsamer als der Zeitpunkt der Beikosteinführung, z.B. Genetik, prä- und postnatale Keimberührung einschließlich Darmflora und umweltbedingte chemische Belastungen (8-10 u.a.).


Die Empfehlung, sechs Monate ausschließlich zu stillen, berücksichtigt nicht nur die Prävalenz von Allergien, sondern die gesamte Entwicklung des Kindes. Die derzeitige Datenlage spricht auch in Hinblick auf Allergien nicht dagegen, weiterhin zu empfehlen, sechs Monate ausschließlich zu stillen (3, 5, 12). In Anbetracht der nachweisbaren Risiken des Nichtstillens oder Teilstillens sollte die Empfehlung, sechs Monate ausschließlich zu stillen, aufrecht erhalten bleiben.

Eine Empfehlung, nur vier bis sechs Monate ausschließlich zu stillen, birgt die große Gefahr, dass Eltern verstärkt ihre Säuglinge bereits mit vier Monaten, einige sogar im 4. Monat (ab drei Monate) mit Beikost zufüttern. Die Milchbildung wird dadurch bereits frühzeitig reduziert, und ein längeres weiteres Stillen wird deswegen erschwert. Dieses birgt erhebliche Risiken (1).

Wir plädieren dafür, die Empfehlung, sechs Monate ausschließlich zu stillen beizubehalten, da damit kein erhöhtes Risiko für Allergien und Zöliakie zu erwarten ist (2, 11, 12). Demgegenüber steht bei einer Empfehlung für früheres Zufüttern ein Risiko für ein verfrühtes Abstillen mit dementsprechend erhöhtem Risiko für Infekte und SIDS (14), und im späteren Leben einem erhöhten Risiko für Adipositas (1,5), einer schlechteren psychomotorischen Entwicklung (7) und ungünstigeren Kieferentwicklung (5), einem erhöhten Risiko für Diabetes Mellitus und möglicherweise für kardiovaskuläre Erkrankungen beim Kind (1, 5), einem erhöhten Risiko für Mammakarzinom, Ovarialkarzinom und Osteoporose bei der Mutter (1), und einer schlechteren Mutter-Kind-Bindung mit einem erhöhten Risiko für Verwahrlosung (13).


März 2009,

Elien Rouw, Ärztin, AFS Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen

Utta Reich-Schottky, AFS, Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen

Denise Both, IBCLC, LLL La Leche Liga Deutschland

Unterstützt von:

Aktionsgruppe Babynahrung AGB

Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen

Ausbildungszentrum für Laktation und Stillen

Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen BDL

Deutscher Hebammenverband DHV

Europäisches Institut für Stillen und Laktation des VELB

La Leche Liga Deutschland e.V. LLLD

Verband Europäischer LaktationsberaterInnen VELB

Literatur
1. Agency for Healthcare Research and Quality: Breastfeeding and Maternal and Infant Health Outcomes in Developed Countries. Evidence Report/Technology Assessment Nr 153, 2007

2. Espghan Committee on Nutritions: Agostoni C, Decsi T, Fewtrell M, Goulet O, Koletzko B, et al: Complementary Feeding: A Commentary by the Espghan Committee on Nutrition. Journal of Pediatric Gastro-enterology and Nutrition 2008; 46: 99-110

3. Filipiak B, Zutavern A, Koletzko S, et al, and the GINI Group. Solid Food Introduction in Relation to Eczema: Results from a Four-Year Prospective Birth Cohort Study. J. Pediatr. 2007; 152:352-358, Epub August 23, 2007

4. Fragen Bundestag Oktober 2008

5. Goldberg G, Prentice A, Prentice A, Filteau S, Simondon K (editors): Breast-feeding: early influences on later health. Advances in Experimental Medicine and biology Vol. 639, 2009

6. Karamaus W, Dobai AL, et al: Long-Term Effects of Breastfeeding, Maternal Smoking During Pregnancy, and Recurrent Lower Respiratory Tract Infections on Asthma in Children. Journal of Asthma, 45:688-695, 2008

7. Kramer MS, Aboud F, Mironova E, et al: Breastfeeding and child cognitive development. Arch Gen Psychiatry. 2008;65(5):578-584

8. Kummeling I, Thijs C, Huber M, Van de Vijver LPL et al: Consumption of organic foods and risk of atopic disease during the first 2 years of life in the Netherlands. British Journal of Nutrition (2008), 99:598-605

9. Martel M-L, Rey E, Malo JL, Perreault S, Beauchesne MF, Forget A, Blais L: Determinants of the Incidence of Childhood Asthma: A Two-Stage Case-Control Study. American Journal of Epidemiology Advance Access published November 24, 2008

10. Morgenstern V et al.: Atopic Diseases, Allergic Sensitation, and Exposure to Traffic-related Air Pollution in Children. Am. J. Respir. Crit. Care Med, 2008 Jun 15;177(12):1331-7, 2008

11. Prescott, S.L., et al.: The importance of early complementary feeding in the development of oral tolerance: Concerns and Controversies: Pediatric Allergy and Immunology 2008;19:375-380.

12. Sicherer SH: Food for Thought on Prevention and Treatment of Atopic Disease Through Diet..

Editorial J. Pediatrics 2007; 152: 331-333

13. Strathearn L, Mamun AA, Najman JM, O’Callaghan MJ: Does breastfeeding protect against substantiated child abuse and neglect? A 15-year cohort study. Pediatrics 2009; 123: 483-493.

14. Vennemann MM, Bajanowski T, Brinkmann B, Jorch G et al: Does breastfeeding reduce the risk of sudden infant death syndrome? Pediatrics 2009; 123: e406-e410

15. WHO: Infant and young child feeding. Model Chapter for textbooks for medical students and allied health professionals. Savage King F, Da Cunha A, Lang S, WHO 2009: 13-14,.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
Happy
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Re: Meine Kä will das ich mit 6 Monaten zufütter!

Beitrag von Happy »

:lol: ja ich glaubs euch doch :D
ich muß das nur nochmal für mich im kopf in ruhe nachrechnen :oops: . steh da noch etwas aufm schlauch wo da mein denkfehler ist :oops:
happy braucht manchmal etwas länger *lach*
LG Happy mit
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Altraia
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Re: Meine Kä will das ich mit 6 Monaten zufütter!

Beitrag von Altraia »

:lol:
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
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Pips
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Re: Meine Kä will das ich mit 6 Monaten zufütter!

Beitrag von Pips »

Wow Christine, DANKE für das Zitat (incl. der Quellenangaben etc. pp.) :D
Sowas kannste dann wenigstens gleich dem 'geschätzten' Kollegen unter die Nase halten... :twisted: 8)
Gruß vom Pips :D
Wenn wir einfach schon ganz früh erfahren dürfen, dass wir sind, und dass wir, weil wir sind, gut sind, ich glaube, das kann eine Gesellschaft wirklich grundlegend verändern. Alexandra 2011
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Re: Meine Kä will das ich mit 6 Monaten zufütter!

Beitrag von jusl »

Kurz zu der "Stellungnahme der AFS":
auch wenn sie von AFS-Frauen verfasst wurde - das tolle daran ist m.E., dass sich ALLE namhaften Institutionen, die in Deutschland mit Stillförderung und damit mit Gesundheitsförderung zu tun haben, angeschlossen haben.

LG;
Julia
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