liebelolle hat geschrieben:Das mit dem falschen Zeitpunkt, es ist halt schwer, wenn er in der Kita den Tag ohne Schlaf schafft, geht es am Abend schneller, wenn sie ihn hinlegen, weil er sich nicht mehr auf den Beinen halten kann, ist er halt abend schon noch fitter, klar. Aber trotzdem muss irgendwann mal Schluss sein, er kann halt nur einschlafen, wenn er zum Umfallen müde ist, aber das erreicht man eben nicht jeden Tag, versteht ihr?
hier würde ich als erstes ansetzen. ich fand die zeit mit mal mittagschlaf, mal nicht, am anstrengensten. und klar ist, dass er abends nicht müde ist, wenn er mittags geschlafen hat. schläft er mittags, schläft er abends enstsprechend später ein, dann ist die nacht zu kurz und die gefahr groß, dass er am nächsten oder übernächsten tag wieder einen mittagschlaf braucht und alles geht von vorne los.
wir haben den mittagschlaf aus genau diesem grund mit 2 jahren und 2 monaten einfach abgeschafft. dazu habe ich die letzten schönen tage im oktober genutzt und bin mit ihr gegen 16/17 uhr raus auf den spielplatz und erst gegen 18:30/19 uhr wieder nach hause. da gab es dann abendessen, anschließend ins bad und dann ins bett, geschichte vorlesen, stillen und singen und spätestens um 20uhr war feierabend.
ich habe mich echt davor gefürchtet, aber sie hat das super gepackt und war auch nachmittags dank der ablenkung gut drauf und nach 2 wochen ging es auch ohne.
erst als sich das eingespielt hat und sie abends wirklich müde war, war überhaupt dran zu denken, dass sie alleine einschläft. mich hat die einschlafbegleitung nie gestört, aber dann kam mit 2,5 jahren eine phase, in der sie abends beim einschlafen total unruhig war, sich hin und her gedreht hat, in der nase gebohrt hat, stofftiere in die luft geschmissen und wieder aufgefangen hat usw. dass ich da nicht ruhig neben dran liegen konnte. also habe ich mich an die schlafzimmertür gestetzt, im flur das licht angemacht und gelesen. die ersten tage hat sie natürlich ständig nach mir geschaut, mich gefragt ob ich noch da bin, aber mit der zeit hat das nachgelassen. dann ging ich ins wohnzimmer nebenan und habe auf dem sofa gelesen, da kam sie dann immer noch mal raus und hat geschaut, ob ich auch wirklich auf dem sofa liege und lese
dann sind wir umgezogen und kurz darauf fing der kindergarten an, sie war also drei jahre alt. durch die ganzen veränderungen war sie ziemlich durch den wind und ich habe sie erst mal wieder in den schlaf begleitet. war auch eine angenehme phase, denn sie schlief schnell und problemlos ein. dann fing wieder eine wurschtel-einschlafphase an und eines abends habe ich gesagt, ich gehe aufs klo, ich habe bauchweh (entsprach der wahrheit), du kannst schon schlafen und ich komme dann wieder. als ich später zurück kam, hat sie tief und fest geschlafen. die nächsten abende mußte ich dann natürlich wieder aufs klo und so ist sie mit der zeit wieder alleine eingeschlafen. dann war ich ehrlich und habe ihr gesagt, dass ich runter gehe und noch was arbeite und später ins (familien)bett komme und zu ihr kuschel. die ersten abende hat sie das geschluckt und dann wollte sie das nicht mehr. also alles auf anfang, ich habe wieder bei ihr an der schlafzimmertür gelesen, dann habe ich direkt neben ihr im bett gelesen, weil es da gemütlicher für mich ist. seit wir im haus wohnen schläft sie mit nachttischlicht ein, wir machen das dann aus, wenn wir ins bett kommen.
aktuell hat sich das so entwickelt, dass ich jetzt nach vorlesen und singen noch ein paar minuten im bett lese und dann noch mal gute nacht sage und runter gehe. ich versicher ihr aber, dass ich unten die küchentür ganz weit auflasse und sie mich hören kann. in der küche klapper ich dann auch ziemlich viel rum und wenn ich nach 10 min nach ihr schaue, dann schläft sie in der regel auch.
das klappt aber auch nur, wenn wir ihren schlafbedarf berücksichtigen. da sie 10-11h schlaf auf 24 h braucht, muß sie morgens allerspätestens um halb acht aufstehen, wenn hier abends um 20:30 uhr geschlafen werden soll. sie kann am wochenende auch durchaus mal bis neun uhr morgens schlafen, aber dann ist uns klar, dass wir diesen luxus mit einer späteren bettgehzeit am abend bezahlen werden und wir bringen sie dann auch später ins bett. als ich ein kind war, hat man meinen schlafbedarf maßlos überschätzt. ich habe mich oft stundenlang im bett gewälzt, mit meiner decke eine höhle gebaut oder mich sonstwie beschäftigt, weil ich einfach noch nicht müde war. das möchte ich meinem kind ersparen, heute liebe ich es zu schlafen, aber ich hasse es ins bett zu gehen.
was ich mit meinem roman sagen will...
mein rat: schafft den mittagschlaf erst mal konsequent ab und schaut was passiert und macht euch dann erst an das projekt "alleine schlafen", wenn das dann noch nötig ist.
alles gute