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Re: Baby auf Neo/Aussicht auf Sonde: Stillen irgendwann möglich?

Verfasst: 17.12.2022, 10:56
von Wuss
Danke Euch.

Das macht alles so müde.
Emotional und körperlich.

Hoffentlich gibt es bald Lichtblicke und Sicherheit. Mein kopf schwirrt und schmerzt.
Stillen/abpumpen ist eher nebensache geworden, auch wenn das so viel Zeit benötigt.

Pumpen. Spital. Hebamme. Schlafen.

Naja, irgendwann gehts weiter, wie auch immer

Re: Baby auf Neo/Aussicht auf Sonde: Stillen irgendwann möglich?

Verfasst: 17.12.2022, 11:55
von vam
((Wuss))
Ich mag dir einfach eine Umarmung und viele gute Gedanken da lassen. Ich wünsche euch, dass ihr diese schwere Zeit gut aushalten und schon bald alle zusammen ohne diese schweren Sorgen zuhause sein könnt.

Re: Baby auf Neo/Aussicht auf Sonde: Stillen irgendwann möglich?

Verfasst: 17.12.2022, 13:59
von anni1110
Ich bin in Gedanken ganz viel bei euch. Ich kann gut nachfühlen wie es dir/euch gehen muss und ich weine gerade mit dir.
Viel viel Kraft!

Re: Baby auf Neo/Aussicht auf Sonde: Stillen irgendwann möglich?

Verfasst: 17.12.2022, 14:01
von Wuss
Ach Ihr Lieben!

Vielen lieben Dank!

Re: Baby auf Neo/Aussicht auf Sonde: Stillen irgendwann möglich?

Verfasst: 17.12.2022, 14:54
von fragolapopulare
Gibt es in Eurer Klinik Unterstützungsangebote für Eltern?

Bei uns gibt's etwa einen Verein, der neben der Klinik ein Elternhaus mit Übernachtungsmöglichkeiten und Kinderbetreuung für Geschwisterkinder betreibt. Wichtig ist auch psychosoziale Unterstützung! Klinikseelsorger, Besuchsdienst, Psychologe? Vor allem, wenn sich der Partner zuhause um die älteren Kinder kümmern muss oder wegen Corona evtl. nur ein Elternteil da sein darf, ist man als Mutter eigentlich ziemlich allein. Alle Mütter, die ich auf der Intensivstation kennengelernt habe, hat das ziemlich überfordert.

Seien wir ehrlich: Auch nach einer normalen Geburt kann das Hormon- und Gefühlschaos groß sein. In DIESER Situation unterdrückt man das aber, weil man einfach funktionieren muss, und das ist krass! Es gibt ein Buch "Wenn das Leben intensiv beginnt" von Susanne Bürger. Ich habe es nicht gelesen, weil es vergriffen ist, aber für K*indle ist es noch erhältlich. Auf geborgen-wachsen gibt es ein Interview mit der Autorin, das mich sehr getröstet und mir weitergeholfen hat. Eigentlich sollte Buch auf jeder Neo-Intensiv liegen, finde ich.

Eine Beobachtung will ich noch teilen: Die Ärzte und Pfleger waren uns gegenüber nie optimistisch. Sie waren sachlich und dem Baby gegenüber liebevoll, aber es war offensichtlich, dass sie den Eltern keine falschen Hoffnungen machen wollten. Positive Zeichen waren dann eher weniger Schläuche, ein anderes Bett oder dass ich ihn auf den Bauch gelegt bekam, solche Dinge halt. Es hat uns daher total umgehauen, als Mini plötzlich auf Normalstation verlegt wurde. Die andere Mutter im Zimmer hat immer versucht, zwischen den Zeilen gute Neuigkeiten herauszuhören, und dann hat sie jeder noch so kleine Rückschritt total umgehauen. Als ich das kapiert hatte, habe ich beschlossen, mich auf die Gegenwart zu konzentrieren. Das half.

Re: Baby auf Neo/Aussicht auf Sonde: Stillen irgendwann möglich?

Verfasst: 17.12.2022, 18:44
von Wuss
Hallo fragola

Vielen Dank für den Tipp. Werd ich lesen.

Ich hab bereits andere Mütter kennengelernt. Das tut gut, das gegenseitige Verständnis ist gross und sehr verbindend.

Wir sind familiär gut vernetzt und unterstützt, aber auf lange Sicht wird es noch viel strenger.
Und mit Wochen und Monaten müssen wir leider auch im besten (überlebens-)Fall rechnen.

Lieber Gruss und Dank

Re: Baby auf Neo/Aussicht auf Sonde: Stillen irgendwann möglich?

Verfasst: 17.12.2022, 22:08
von Carraluma
Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und gutes Durchhalten. Wegen des Anregens der Milchbildung musste ich nur an dein 3-jähriges Kind denken. Würde es vielleicht wieder stillen wollen? Oder hatte es von sich aus schon mit dem Milch trinken aufgehört? Falls es von dir initiiert abgestillt wurde, vielleicht würde es wieder wollen, falls du dir das vorstellen kannst.

Re: Baby auf Neo/Aussicht auf Sonde: Stillen irgendwann möglich?

Verfasst: 18.12.2022, 03:56
von Wuss
Danke für Eure aufmunternden Worte

Das Dreijährige hat von sich aus aufgehört vor 10 Monaten. Es möchte nicht mehr stillen und mag die milch nicht mehr. (Hat kurz aus Neugier probiert😝)

Die Milch läuft. Ca alle 2-3h gibts gesamt 150-200ml, gestern 1,6liter in 24h. Das reicht sicher für ein 6-7 tage baby.
Ich habe keine Ahnung, wieviel „normal“ ist.
Wird alles im Krankenhaus eingefroren für später.

Und die stillberatung da mag ich nicht fragen. Hab schon andere Mütter auf der neo-Intensivstation getroffen, die haben sich über die stillberatung aufgeregt. Das brauch ich grad gar nicht. Mein Mann hat die stillberatung sm Bettchen getroffen und sie schon mal abgewimmelt, weil er dich dachte, die kommt sicher mit doofen ideen an und ich kann mich immer noch melden bei Bedarf.

Soll ich einfach aufs Maximum? Pumpen, was geht?

Ich habe ja bis vor 10 Monaten 6,5 Jahre gestillt und dann 1-3 Kinder jeweils. Jetzt ja nur 1, wenn überhaupt je möglich. Irgendwie muss die menge sich dann einpendeln.
Wie weiss ich, welche menge ok ist?

Ich habe schiss, dass ich dann mit maximaler milchproduktion dastehe, das kind stirbt, und meine brüste platzen. Trauriger geht ja nicht, als diese Vorstellung…

Re: Baby auf Neo/Aussicht auf Sonde: Stillen irgendwann möglich?

Verfasst: 18.12.2022, 06:43
von ShinyCheetah
Du brauchst sicher keine 1,6L und ich persönlich denke, du kannst das Pumpen reduzieren, um nicht in dieser starken Überproduktion zu bleiben (es sei denn, du könntest die Milch spenden). Melde deinen Thread hier ruhig, ich bin sicher, eine der Stillberaterinnen kann dir helfen die optimale Pumpmenge zu finden und dich irgendwann hoffentlich beim Übergang zum Stillen zu begleiten - oder im schlimmsten Fall beim Abstillen. Es tut mir so leid, dass du dir solche Gedanken machen musst. Alles Gute für euch!

Re: Baby auf Neo/Aussicht auf Sonde: Stillen irgendwann möglich?

Verfasst: 18.12.2022, 08:00
von Sommermama2017
((Wuss))
Trinkmengen kursieren hier irgendwo im Forum, bestimmt kann das jemand reinkopieren. Als Größenordnung schon mal: definitiv weniger als 1l pro Tag! (Wobei man zb bei Flasche wahrscheinlich ein bisschen Puffer braucht, weil man den Rest verwerfen muss).
Aber am Anfang waren es mehr so 600ml +/- 200ml oder so... Also vielleicht nachts einmal weiterschlafen statt pumpen.
Dir und deiner Familie alles Gute!!