Re: B12 Mangel bei Kind (Vegetarier)
Verfasst: 02.03.2022, 07:44
Ich lass dir mal noch diesen Link da, weil es da auch um Alternativen zu den Spritzen geht https://www.vitaminb12.de/aufnahmestoerung/
Das Forum
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Guter Hinweis. Erfrage ich alles morgen! Hab mir einen Termin geben lassen.andallthatjazz hat geschrieben: 02.03.2022, 07:39Wurde denn eine Resorbtionsstörung von B12 ausgeschlossen?AnnieMerrick hat geschrieben: 01.03.2022, 21:38Die Gedanken habe ich eben auch, ich bin Vegetarierin, supplementiere, auch recht großzügig. Das einzige was trotzdem bei mir immer ein Mangel ist ist D3.trotz 20000ie stoß.auch om Hochsommer.ShinyCheetah hat geschrieben: 01.03.2022, 19:47 Und noch ein Gedanke: Wenn die Werte trotz Supplementierung so schlecht sind, kannst du dich von dem Gedanken verabschieden, es wäre besser, würde sie nur Eier/Milch/Fleisch zu sich nehmen. Veganer, die regelmäßig supplementieren, sind genau so gut mit B12 versorgt wie Menschen, die sich auch mit Fleisch und anderen Tierprodukten ernähren. Da muss das Problem woanders liegen, genau wie andallthatjazz schreibt.
Und nehmt mir die Besserwisserei bitte nicht übel, aber Sublimieren - also der direkte Übergang von der festen in die Gasphase, also z. B. von Eis direkt zu Wasserdampf, hat mit dem Thema hier echt nichts zu tunIch bin Biochemikerin
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Ansonsten sieht es bei mir immer grenzwertig aber nicht ganz so schlecht aus. Vielleicht familiär bedingt?
Schlechter Stoffwechsel?
Ernährungstechnisch reagiert sie wie ich. Z.b. Wenn wir beide Milch trinken, rennen wir 30 min später zur Toilette. Kein Durcjfall, aber Toikette muss da sein.
Wir haben unser Kind wirklich durchchecken lassen. Im Krankenhaus. Beim Spezialisten. Laktose, Gluten, Fructose. Alles war in Ordnung. Zökalie wurde extra noch einmal überprüft.
Im Gegensatz zu mir, bei mir gab es konkrete Diagnosen (ua. Lactose)
Wenn ich das lese, kommen bei mir ungute Gefühle. Wenn sie neugierig ist und probieren will, dann ist das was anderes. Aber wenn sie denkt, sie müsste um Spritzen zu umgehen etwas tun, was ihr moralisch widerstrebt, dann fühlt sich das ungut an. Zumal es nicht stimmt - Fleisch hat definitiv weniger B12 als eine gute berechnete Substitution.AnnieMerrick hat geschrieben: 01.03.2022, 21:30 Kind hat aus Angst vor den Spritzen (?) ein Stückchen Schitzel gegessen (vom Mann gemopst) würde gut schmecken.
Ebenso heute 1 Dino vom Bruder gemopst.
Für sich selbst wollte sie nichts, aber "mopsen". Soll sie! Darf sie!
Mir geht es genauso. Ich weiß dass das Fleisch ihr schmeckt. Das sagt sie auch immer wieder. Will das aber wegen den Tieren nicht essen. Ich kann das zu 100% nachvollziehen. Für mich wäre jetzt erst einmal wichtig, warum die Substitution nicht funktioniert hat.Pirouge hat geschrieben: 02.03.2022, 21:31Wenn ich das lese, kommen bei mir ungute Gefühle. Wenn sie neugierig ist und probieren will, dann ist das was anderes. Aber wenn sie denkt, sie müsste um Spritzen zu umgehen etwas tun, was ihr moralisch widerstrebt, dann fühlt sich das ungut an. Zumal es nicht stimmt - Fleisch hat definitiv weniger B12 als eine gute berechnete Substitution.AnnieMerrick hat geschrieben: 01.03.2022, 21:30 Kind hat aus Angst vor den Spritzen (?) ein Stückchen Schitzel gegessen (vom Mann gemopst) würde gut schmecken.
Ebenso heute 1 Dino vom Bruder gemopst.
Für sich selbst wollte sie nichts, aber "mopsen". Soll sie! Darf sie!
Da bin ich ganz bei... wer schrieb das nochmal...?, und würde mit ihr besprechen, was ihre moralischen Grenzen sind, und würde die nicht infrage stellen. Und wenn sie mopst, nicht kommentieren, sondern bei häufigem Mopsen außerhalb des Esszimmers kurz sachlich nachfragen, ob das immer noch gilt.
Ich stelle mir das alles unglaublich belastend und zehrend vor und wünsche euch richtig gute Unterstützung!
Kann es sein, dass ihre Essensentscheidungen ziemlich oft Thema für Gespräche ist? Liest sich an mehreren Stellen so und wäre vielleicht auch ein Ansatz, Spannung rauszunehmen.AnnieMerrick hat geschrieben: 03.03.2022, 03:41 Ich weiß dass das Fleisch ihr schmeckt. Das sagt sie auch immer wieder. Will das aber wegen den Tieren nicht essen.
Hier könntet ihr die Esssituation durch ein ähnliches Angebot von Ersatzprodukten entspannen.AnnieMerrick hat geschrieben: 03.03.2022, 03:41 Sie mopst ja nicht außerhalb des Esszimmers, sondern direkt während des abendbrotes fragt sie, ob sie etwas davon bekommen kann.
Das Thema Essen ist eigentlich nur in der Verwandtschaft, bei den Großeltern ein großes Problem. Da ist Fleisch noch etwas Gutes. Gehört zum Essen dazu. Da herrscht völliges Unverständnis. Vor allen Dingen weil ich Vegetarierin bin. Ich würde mein Kind zu ungesunden Ernährungsweise hin erziehen. Aber ich persönlich schalte da auf Durchzug. Wir sind nicht oft dort. Aber wenn wir dort sind, wird das natürlich thematisiert. Leider. Ersatzprodukte finde ich ein wichtiges Thema, aber hier sagt mein Kind, sie möchte nichts was wie Fleisch schmeckt oder riecht. das kann ich verstehen. Mir geht es ähnlich.andallthatjazz hat geschrieben: 03.03.2022, 09:57Kann es sein, dass ihre Essensentscheidungen ziemlich oft Thema für Gespräche ist? Liest sich an mehreren Stellen so und wäre vielleicht auch ein Ansatz, Spannung rauszunehmen.AnnieMerrick hat geschrieben: 03.03.2022, 03:41 Ich weiß dass das Fleisch ihr schmeckt. Das sagt sie auch immer wieder. Will das aber wegen den Tieren nicht essen.
Mich haben diese Diskussionen mit der Verwandtschaft im Sinne von "dir schmeckt wohl kein Fleisch?" "WARUM isst du kein FLEISCH" "ABER *hier seltsames Argument, warum Vegetarismus Unsinn ist einfügen*" ziemlich gestresst. Ich hab mit 10 mitbekommen, dass Tiere vor der Verarbeitung zu Lebensmitteln keines natürlichen Todes sterben und damit war die Sache für mich zu einer Zeit entschieden, in der das alles noch super schräg war und ich gleichzeitig weit von einem gefestigten Charakter, den ich gegenüber Erwachsenen verteidigen konnte, entfernt.
An der Stelle auch unbedingt der Hinweis, dass ihr euch für die Diagnostik gut informierte Leute sucht. Meine Kinderärztin wollte mich damals, nachdem ich wegen Gelatine ein Gummibärchen nach einer Impfung abgelehnt habe, in die Psychiatrie einweisen und sämtliche Infekte etc. die ich in den folgenden Jahren hatte, wurden nicht mehr behandelt sondern auf die Ernährung geschoben. Hätte es wirklich Probleme gegeben, hätte ich da keine kompetente medizinische Betreuung erfahren.
Hier könntet ihr die Esssituation durch ein ähnliches Angebot von Ersatzprodukten entspannen.AnnieMerrick hat geschrieben: 03.03.2022, 03:41 Sie mopst ja nicht außerhalb des Esszimmers, sondern direkt während des abendbrotes fragt sie, ob sie etwas davon bekommen kann.
Das hatten wir, sogar vom Bauern unseres Vertrauens. Das geht schon mal gar nicht, weil dann hat sie die Tiere gesehen. Und jetzt ihr bekommt bei ihr sofort einen Namen. Ganz schlechte Idee. Ich denke sie sieht dahinter einfach das Lebewesen mit dem Namen XY. Was ist ja auch ist. Wenn Tiere zum Knuddeln, zum Streicheln, ein Haustier.Samsoli hat geschrieben: 03.03.2022, 10:11 Könntet ihr evtl Fleisch bekommen, dass für deine Tochter moralisch vertretbar ist?
Also zB Wildfleisch (ist natürlich die Frage, ob ihr das schmeckt), da sind die Tiere ja bis zum Schuss in der Natur aufgewachsen, müssen nicht leiden, sind halt einfach von einem Moment auf den anderen tot...
Oder Rindfleisch aus Weideschlachtung, Schwein aus Freilandhaltung, sowas eben... Vielleicht gibt es da was bei euch in der Nähe? Vielleicht auch mal einen Hof besichtigen, der Direktvertrieb macht? Es gibt ja inzwischen wieder vermehrt Fleischproduktion, die sich um größtmögliches Tierwohl und eine vertretbare Schlachtung bemüht.
Scheinbar seid ihr schon weit über den Punkt hinaus, wo es sich von alleine erledigt, wenn man es nicht ständig thematisiert.
Ich habe prinzipiell gar nichts gegen vegetarische Ernährung auszusetzen, ich habe selbst als Kind/Jugendliche lange vegetarisch gelebt. Aber mein sonstiger Speiseplan war sehr vielfältig. Wenn es so stark richtung Mangelernährung geht, wie bei deiner Tochter, finde ich es schwierig. Das wirkt sich ja evtl auch langfristig gesundheitlich aus.