Hallo, Toni.
Tonispatz89 hat geschrieben: 15.11.2021, 22:03Daher auch meine Vermutung dass ich vielleicht nicht voll stillen kann, auch wenn das sehr wenige Frauen sein sollen. Ich scheine eine von ihnen zu sein.
Das ist natürlich theoretisch möglich, aber manchmal sind es auch nur Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen. Wir können auf jeden Fall das Stillmanagement verbessern und bei Bedarf die richtige Zufüttermenge herausfinden.
Unser Stillstart vor 14 Tagen verlief gut, ich hatte nach 48h meinen milcheinschuss und auch das Gefühl der kleine Mann trinkt gut und kräftig und ist auch für ca 2h satt.
Das klingt auf jeden Fall gut und spricht dafür, dass du stillen kannst.
Leider kommt pro abpumpen nur 10-20ml beidseitig. Was mich sehr deprimiert. Es erinnert mich einfach auch so sehr an die Situation mit meiner Großen damals, ich konnte leider bis zur Beikost das zufüttern nicht ausschleichen.
Ich kann verstehen, dass du so fühlst. Aber es muss nicht so sein. Warst du damals in Stillberatung?
Ich würde wirklich unglaublich gerne weiter stillen und auch wieder weg von PRE und Pumpe, gerade weil meine Große auch Zeit mit mir braucht und das alles viel Zeit und Kraft kostet. Aber ich möchte auch dass der kleine wächst und gedeiht und nicht hungert.
Das bekommen wir gemeinsam hin.
Tonispatz89 hat geschrieben: 16.11.2021, 12:18Tagsüber minimum alle 2 Stunden stillen, 3x zufüttern mit BES
Nachts 1 längere Schlafpause 4h, danach clusterfeeding bzw Kuschelstillen
Nachts solltest du ihn spätestens nach 3h (gerechnet bom letzten Stillstart) wecken jnd anlegen. Deine Brust brauch Stimulation, insbesondere nachts, da zu dieser Zeit the Rezeptoren am empfindlichsten sind und die Entleerung der Brust Auswirkung auf die Milchproduktion der nächsten 24h hat.
Kein stuhlgang, 6x pipi
In den ersten 6 Lebenswochen sollte ein voll gestilltes Baby täglich Stuhlgang haben, teil- oder voll PRE-gefütterte Babys auch danach noch. Dass der*die Kolleg*in vor Ort das anders sieht, erstaunt mich, liegt aber ggf. auch daran, dass sie*er andere Infos durch die Anamnese hat. Generell sind 14 Tage ohne Stuhlgang in den ersten Lebenswochen ein Hinweis auf mangelnden Milchtransfer.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Hebamme, Stillberatung ab heute nachmittag, Kinderärztin
Welche Form von Stillberatung? Wenn du Support vor Ort bekommst, macht parallele online Beratung wenig Sinn.
Grizzly hat geschrieben: 17.11.2021, 11:14Ich hab mal gelesen (ich glaube im still - Lexikon . de) dass alles, was so groß wie ein Ok-Zeichen (Daumen und Zeigefinger zum Kreis zusammenführen, der Bereich im der Mitte dann) als Stuhlgang gezählt wird.
Jede schmutzige Windel wird als Stuhl gezählt, auch wenn's wenig ist.
Tonispatz89 hat geschrieben: 18.11.2021, 12:56das zungenbändchen meines schatzes war laut Aussage der Oralchirurgin stark verkürzt und es sei ihr ein Rätsel warum dies nicht schon längst im Krankenhaus spätestens aber bei der U2 aufgefallen ist. Die Durchtrennung ging so schnell und einfach.
Das kann evtl. schon das ganze Problem gewesen sein. Verkürzte Zungenbändchen reduzieren oft den Milchtransfer.
Der kleine Mann ist dabei nicht mal richtig wach geworden. Wir haben soeben gestillt und ich habe das Gefühl er kann viel besser Andocken und auch schlucken. Mal sehen ob uns das jetzt auch bei der Gewichtszunahme helfen wird. Heute hat er wieder genauso viel gewogen wie vor der großen Stuhlmenge. Ich füttere ihm jetzt trotzdem etwas mehr zu, einfach um mich zu beruhigen.
Ich kann den Impuls verstehen, aben wenn du zu viel zufütterst, trinkt er weniger aus der Brust und deine Milchmenge geht zurück. Wir brauchen eine gute Balance.
Tonispatz89 hat geschrieben: 19.11.2021, 10:26
Es kommt jetzt gerade ein neues Problem dazu, durch das häufigere zufüttern will er nicht mehr so oft an die brust. Auch spuckt er sehr viel pre aus. Deswegen gebe ich ihm heute mal etwas kleinere Portionen.
Das ist auf jeden Fall besser. Am besten, du fütterst nach dem Stillen
stillfreundlich zu.
...
Ich habe noch ein paar Fragen:
- Wiegst du immer under denselben Bedingungen (Uhrzeit, Kleidung, Abstand zum letzten Stillen, etc.)?
- Hörst/siehst du dein Baby schlucken?
- Hat dein Baby Brustgewebe im Mund oder nur die Brustwarze?
- Wie füttert ihr zu? Und wann?
...
Generell sind für die Milchsteigerung folgende Maßnahmen wichtig:
- mindestens 10-12 x stillen in 24 h
- tags alle 2h, nachts alle 3h (dazu auch wecken:
Tipps für schläfrige Babys)
- Stilleinheiten mit 20 min effektivem Stillen
-
Wechselstillen oder
Brustkompression
- keine künstlichen Sauger
- keine anderen Flüssigkeiten
Die Stillabstände werden von Stillbeginn zu Stillbeginn gerechnet.
...
So weit erst mal von meiner Seite. Wenn ich mehr Infos habe, kann ich mehr sagen.