Leider nichts neues. Sie nuckelt am Daumen sobald sie müde wird, etwas gemütlich findet oder unsicher ist. Da sie vor ein paar Wochen in den Kindergarten gewechselt hat, ist das nicht gerade selten.
Was mich inzwischen am meisten daran stört, ist der Speichelgeruch an ihrem Gesicht und die Tatsache, dass sie alles mit eingespeicheltem Finger anfasst.
Ich glaube nur noch an ein Abgewöhnen über die kognitive Schiene. Sie muss selbst verstehen, warum Daumennuckeln nicht gut ist und es dann aufhören wollen. Dann können wir unterstützen. Ich vermute nicht, dass das vor 5 Jahren oder so gelingt. Das heißt natürlich nicht, dass wir es einfach unkommentiert laufen lassen. Wir bitten sie in Spielsituationen oft, den Daumen rauszunehmen (wir sagen "plopp"

Das ist das Codewort für "Daumen raus") und sie soll dann auch den Daumen trocknen, oder, je nach Situation, Hände waschen gehen.
Ich gebe mir aber Mühe, es immer neutral zu halten und anzuerkennen, dass Daumennuckeln für sie offenbar etwas schönes ist. Und sie auf keinen Fall dafür zu beschämen.