Re: Austausch zu Kinder im Haushalt
Verfasst: 20.12.2019, 13:47
Ich mache Mal weiter, wo ich vorhin aufgehört hab.
Wir haben am Anfang verschiedene Sachen probiert. Aufgaben verteilt, aussuchen lassen, eng begleiten, ermahnen, mit Belohnung locken. Ich kann auch nicht sagen, was im Endeffekt "gewirkt" hat, aber wir haben vieles probiert, waren mit den Kindern im Dialog und haben immer zusammen nach Lösungen gesucht. Vor allem meinem Sohn ist es extrem wichtig, dass die Aufgabe sinnvoll ist und von ihm eigenverantwortlich ausgeführt wird, niemand darf da rein reden. Wenn er zehn Paprikas kaufen will, kauft er die halt. Er darf generell viel selbst entscheiden: wann er aus der Betreuung nach Hause geht, welche Klamotten er anzieht, welchen Ranzen er kriegt, welche Freizeit Aktivitäten er macht.
Beim Kochen und Nähen hab ich den Begriff des Führerscheins eingeführt. Ab und zu frage ich vor dem Essen "wer will für seinen Kochführerschein üben?" (Wenn ich selber Nerven übrig habe) und dann dürfen die Kinder selbst was machen, ich spreche nur dazu. Die Jungs haben so schon Würstchen braten gelernt und als nächstes ist Spiegelei dran. Und nebenbei erzähle ich ihnen Dinge, die ich später zwischendurch wie für einen Test abfrage. Zum Beispiel: wie löschst du ein Fett Feuer? (Für mich richtige Antwort: gar nicht, ich renne ganz schnell weg und hole einen Erwachsenen) was passiert, wenn du Wasser auf ein Fett Feuer gießt? Usw.
Irgendwann in der (fernen?) Zukunft dürfen die Kinder dann wohl eigenverantwortlich kochen, ich weiß noch nicht wann. Ich habe, ich habe ab der dritten Klasse alleine Zuhause gekocht. Halt am Anfang eher Dose aufmachen oder Reste von gestern warm machen, Sandwiches...
Übrigens als kleine Anekdote: der Preis, den man für sowas zahlt: letztens haben die Kinder Labor gespielt und ich durfte nicht schauen. Sie haben dafür allerhand Tupper Dosen gebraucht und viel Sonnencreme und Zeckenspray leer gemacht. Das haben sie versteckt und als Überraschung für den Sommer aufbewahrt. Als ich das rausgefunden habe und erklärt habe, dass wir das lieber weg schütten sollten, war vor allem mein Sohn am Boden zerstört, weil er sich ja so viel Mühe gegeben hat und ich musste und wollte ihn lieber trösten als zu schimpfen, dass sie was "verbotenes" gemacht haben. Also die Kinder müssen dann ja selbst rausfinden, was zur sinnvollen Hilfe zählt und was nicht. Vor allem wenn man möchte, dass sie selbstständig sinnvolle Sachen sehen, bemerken und erledigen und nicht nur stur machen, was man ihnen vorsagt.
Wir haben am Anfang verschiedene Sachen probiert. Aufgaben verteilt, aussuchen lassen, eng begleiten, ermahnen, mit Belohnung locken. Ich kann auch nicht sagen, was im Endeffekt "gewirkt" hat, aber wir haben vieles probiert, waren mit den Kindern im Dialog und haben immer zusammen nach Lösungen gesucht. Vor allem meinem Sohn ist es extrem wichtig, dass die Aufgabe sinnvoll ist und von ihm eigenverantwortlich ausgeführt wird, niemand darf da rein reden. Wenn er zehn Paprikas kaufen will, kauft er die halt. Er darf generell viel selbst entscheiden: wann er aus der Betreuung nach Hause geht, welche Klamotten er anzieht, welchen Ranzen er kriegt, welche Freizeit Aktivitäten er macht.
Beim Kochen und Nähen hab ich den Begriff des Führerscheins eingeführt. Ab und zu frage ich vor dem Essen "wer will für seinen Kochführerschein üben?" (Wenn ich selber Nerven übrig habe) und dann dürfen die Kinder selbst was machen, ich spreche nur dazu. Die Jungs haben so schon Würstchen braten gelernt und als nächstes ist Spiegelei dran. Und nebenbei erzähle ich ihnen Dinge, die ich später zwischendurch wie für einen Test abfrage. Zum Beispiel: wie löschst du ein Fett Feuer? (Für mich richtige Antwort: gar nicht, ich renne ganz schnell weg und hole einen Erwachsenen) was passiert, wenn du Wasser auf ein Fett Feuer gießt? Usw.
Irgendwann in der (fernen?) Zukunft dürfen die Kinder dann wohl eigenverantwortlich kochen, ich weiß noch nicht wann. Ich habe, ich habe ab der dritten Klasse alleine Zuhause gekocht. Halt am Anfang eher Dose aufmachen oder Reste von gestern warm machen, Sandwiches...
Übrigens als kleine Anekdote: der Preis, den man für sowas zahlt: letztens haben die Kinder Labor gespielt und ich durfte nicht schauen. Sie haben dafür allerhand Tupper Dosen gebraucht und viel Sonnencreme und Zeckenspray leer gemacht. Das haben sie versteckt und als Überraschung für den Sommer aufbewahrt. Als ich das rausgefunden habe und erklärt habe, dass wir das lieber weg schütten sollten, war vor allem mein Sohn am Boden zerstört, weil er sich ja so viel Mühe gegeben hat und ich musste und wollte ihn lieber trösten als zu schimpfen, dass sie was "verbotenes" gemacht haben. Also die Kinder müssen dann ja selbst rausfinden, was zur sinnvollen Hilfe zählt und was nicht. Vor allem wenn man möchte, dass sie selbstständig sinnvolle Sachen sehen, bemerken und erledigen und nicht nur stur machen, was man ihnen vorsagt.