Klarrti hat geschrieben: 08.02.2019, 09:22
Regenbogen82 ich seh das wieder. Ich könnte vermutlich mittlerweile trotz Stillens auf Dienstreise, aber ich mag mich auch nicht für mehr als ein Tag von meiner Familie trennen. Ich habe mit meinem Arbeitgeber auch viel Glück gehabt. Der Inhaber ist ein Familienmensch. Das heisst, wenn man als Elternteil, und es ist sogar egal ob Mann oder Frau, kann man den Wunsch äußern, die ersten Jahre keine Dienstreisen zu machen. In 90% der Fälle lässt sich das auch umsetzen, liegt aber auch natürlich daran, dass wir sehr gut besetzt sind. Und da es durch sehr flache Strukturen in dem Sinne eh kaum Aufstiegsmöglichkeiten gibt, gibt es auch für die Mütter keine Nachteile. Finanziell werde ich da zum Glück auch nicht benachteiligt und durfte kurzfristig mich für Teilzeit entscheiden. Es ist wohl auch viel vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer und Job abhängig, ob Stillen/Kind mit der Karriere vereinbar sind.
Hm...ja und nein - mir geht es schon auch ab, mal mehrere stunden am Tag was konzentriert machen zu können oder einfach mal wieder alleine für mich zu sein und bspw. Einen Film zu schauen. Bei meiner ersten hat sich die Zeit, die ich von ihr getrennt sein konnte, ohne mich schlecht zu fühlen und sie unendlich zu vermissen immer mehr ausgedehnt. Jetzt bei der kleinen ist es auch so, dass ich mir langsam gut vorstellen kann, zwei Tage nicht da zu sein, wenn ihr vater aufpasst. Bei fremden Personen könnte ich sie aber nicht so lange ohne mich lassen. Bei meiner bald vierzehnjährigen sind zwei Wochen die Schmerzgrenze - aber wie gesagt, das hatte sich langsam gesteigert.
In den ersten Wochen nach der Geburt konnte ich ja nicht mal in ruhe am Tisch sitzen, während die Kleine aif der couch gelegen ist und geschlafen hat, weil ich Mich so weit weg gefühlt habe...
Aber das ist sicher auch typsache - ich bin gerne auch mal ohne Familie ... Oder ohne Partner unterwegs...