Hallo
Ich war damals wohl ein interessanter Fall für meine Gyn und meine Hebamme. Am Abszess hab ich mich vorbei manövriert, es wurde dann aber einige Male nekrotisches Gewebe rauspunktiert, bis irgendwann rechts dann so viel kleiner war als links, dass so ein Medela-Auffangschälchen locker mit in den Still-BH passte, der links schon wirklich gut gefüllt war. Könnte ich länger ausführen, hilft aber hier wohl nicht weiter. Milch war dann irgendwann auch nicht mehr wirklich drin (meine Gyn griff da im Normalfall zum Ultraschall und hat nicht nur getastet, da sieht man ja, was vorgehalten wird).
Für dich vielleicht interessant:
Die Maus hat die rechte Brust dann auch sehr früh abgelehnt und nur links gestillt. Sie wurde ein halbes Jahr "offiziell" voll gestillt, hat im Prinzip ihr erstes Lebensjahr ihren Gesamtbedarf über Milch gedeckt und galt nur wegen mal mehr mal weniger Krümeln nicht mehr wirklich als voll gestillt. Sie blieb dabei immer auf ihren Perzentilkurven, war immer aktiv und ... überhaupt alles gut einfach. Mit Flaschen, BES und PRE haben wir null Erfahrungen gesammelt.
Ausgelaufen ist rechts für... hm, ich glaub bis zur zweiten Schwangerschaft (da war die Maus dann gute 2), zumindest beim Stillen. Da hat Abdrücken (als alles ausgeheilt war) anfangs ganz gut geholfen als es anfangs noch stark war, relativ bald war es dann nur noch genug, dass es ganz ohne Stilleinlage dann halt manchmal doch ein bisschen Flecken aufs Oberteil gab.
Innerhalb der zweiten Schwangerschaft hat sich jetzt der Großteil des Gewebes nachgebildet (vielleicht (fast) alles, links hat ja immer noch die Milch für die große (jetzt 3) und rechts läuft neuerdings auch wieder aus (so seit 9tem Monat oder so)). Ich rechne gerade damit, dass Nummer zwei dann beidseitig gestillt werden kann. (schon allein um die Vorteile in Sachen Brustkrebs auf beiden Seiten zu haben)
Es gibt auch Kulturen, in denen von vornherein nur einseitig gestillt wird, das ist sehr gut möglich. Der Blick drauf, ob es dem Kind gut geht, ist sicher trotzdem sinnvoll, aber ich würde mir da nicht zu viele Sorgen machen (denn das hemmt die Milchbildung).
Das ist jetzt natürlich keine Datenlage, aber vielleicht macht es Mut: ja, das geht, alles nicht schlimm, für eine Brust gelten im Prinzip die gleichen Regeln wie für zwei: wenn man zufüttert passt die Brust die Milchmenge entsprechend an und man macht sich eventuell unnötige Probleme; theoretisch reicht die Milch, aber es lohnt aufs Kind zu schauen. (man könnte schließlich auch zwei Kinder damit ernähren, das ist ganz klar vorgesehen. Wie gesagt, ob im Einzelfall alles läuft wie es soll muss man halt sehen).
Wie man auf der stillgelegten Brust bei dem Kind, das gelernt hat, dass da doofe Milch rauskommt, wieder anfängt mit Stillen weiß ich leider nicht. Aber zumindest wir sind mit unserer Strategie sehr gut gefahren.
Liebe Grüße
Angua