Schlafen ohne Mama daneben (nicht einschlafen gemeint)

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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MamaMonster
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Re: Schlafen ohne Mama daneben (nicht einschlafen gemeint)

Beitrag von MamaMonster »

Wirklich helfen kann ich dir nicht. Aber Mut zusprechen... Du schaffst das! Denk einfach nicht daran, wie lange das noch dauern könnte. Nimm einen Tag nach dem anderen, dann geht es.
Ich weiss, wie anstrengend das ist, der Monsterjunge hat fast ein Jahr tagsüber nur im Tuch und nachts nur mit Körperkontakt geschlafen. Ich konnte ihn irgendwann ablegen (direkt neben mich), dafür haben wir es erst nach 10 Monaten geschafft, im Liegen zu stillen. Ich will dir damit keine Angst machen, das muss ja bei dir nicht gleich laufen. Ich möchte nur sagen, wenn ich vorher gewusst hätte, wie lange es dauert, hätte ich Panik gekriegt, das hätte mich viel zuviel Kraft gekostet. Aber einen Tag nach dem anderen war es machbar und irgendwann fühlte es sich auch gar nicht mehr schlimm an. Die Situation annehmen, wie sie ist (und nicht mit Müttern mit Super-easy-Schlafbabys reden [emoji6]) hilft.
Später lag ich übrigens schräg auf der Seite, fast auf dem Rücken, den Rücken durch ein Stillkissen gestützt, so dass die BW schön die richtige Höhe hat (ich fand die untere bequemer) und der Kleine seitlich neben mir auf dem Bett. Das fand ich sehr bequem, vielleicht ist das ja etwas für euch? Es brauchte aber auch etwas Übung.
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MamaMonster
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Re: Schlafen ohne Mama daneben (nicht einschlafen gemeint)

Beitrag von MamaMonster »

Ach ja, noch zum Bewegen: ich fand es immer einfacher, mich zu bewegen, kurz nachdem das Baby eingeschlafen war, also so nach 10 Minuten. Dann war er wirklich ruhig (aber oft noch am nuckeln) und ich konnte mich bequemer hinlegen, ohne dass es ihn störte. Nach über einer Stunde wachte er (und wacht er noch heute) sofort auf. Das ist oft eine Frage des passenden Moments. Noch heute ist das hier eine kleine Wissenschaft, obwohl der Monsterjunge inzwischen kein "schwieriger" Schläfer mehr ist.
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RonjaR
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Re: Schlafen ohne Mama daneben (nicht einschlafen gemeint)

Beitrag von RonjaR »

Hallo kuriburi,
Wir haben auch eine ganze Weile gebraucht, bis mein Sohn im Liegen stillen konnte. Ich habe immer im Bett gesessen und es manchmal sehr verflucht, weil ich müde war und mir der Nacken weh tat und überhaupt. Letztendlich ist die Zeit so schnell vorbei gegangen. Das merkt / weiß man nur nicht, wenn man drin steckt.
Ich habe zwar ein Jahr lang jeden Abend bei meinem Kind gesessen, konnte mich aber irgendwann ganz gut bewegen und bequem Serien gucken und im Netz daddeln, arbeiten, essen und mit meinen Mann quatschen. Hätte ich es nicht mehr ausgehalten, hätte ich es sicherlich auch drauf ankommen lassen können, raus zu gehen. Wollte ich aber nicht, da ich tagsüber arbeiten war und die Nähe genossen habe.
Das fühlt sich sicher anders an, wenn man den ganzen Tag schon allein für das Kind da war. Und ich fand die Anfangszeit sowieso am intensivsten, weil es schon eine ganz schön harte Umstellung ist, plötzlich ununterbrochen für jemanden da zu sein. Es wird besser!!


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Kuriburi
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Re: Schlafen ohne Mama daneben (nicht einschlafen gemeint)

Beitrag von Kuriburi »

Hallo MonsterMama und RonjaR,

Danke für eure Erfahrungen. Es stimmt, wenn mir jetzt jemand sagen würde dass es noch ein ganzes Jahr lang so gehen wird wäre ich total verzweifelt. Einen Tag nach dem anderen ist da tatsächlich eine gute Strategie. Ich bin leider momentan so müde und vom Tag geschlaucht (wir tragen ihn tagsüber zu jedem Schlaf, momentan ist mein Mann noch in Elternzeit aber ab morgen muss ich das alleine Schultern) dass ich abends oft noch beim Stillen einschlafe. Ich habe schon. Riesige Angst ab morgen alleine zu sein! :cry:
So halb seitlich habe ich auch schon probiert zu stillen, allerdings bekomme ich davon leider auch Hüft- und Rückenschmerzen. Echt blöd. Letzte Nacht dann halb sitzend. Ging einigermaßen, bin aber regelmäßig mit schmerzendem Nacken wach geworden... Ich hoffe so sehr, dass es ganz bald besser wird.
Was lustig ist: Ich habe auch schon zu meinem Mann gesagt, dass ich erstens echt irritiert wäre wenn er sich ablegen ließe und ich dann wahrscheinlich dennoch bei ihm liegen bleiben würde weil ich ihn gar nicht einfach so alleine lassen könnte. Ich würde also auch erstmal freiwillig dabei bleiben. Aber zu wissen dass ich weg KÖNNTE wäre trotzdem toll. :D
RonjaR, ich finde es auch krass, plötzlich so ununterbrochen für jemanden da zu sein. Ich frage mich, ob ich jemals wieder etwas für mich tun können werde und vor allem ob es mir dabei gelingt abzuschalten und es zu genießen.
Der Austausch mit Gleichgesinnten tut mir hier gut. Gestern war eine Freundin da,dessen Baby ist einfach beim Kuchen essen auf ihrem Arm eingeschlafen. :shock: Wärend mein Mann mit unserem Wurm über eine Stunde im Tuch unterwegs war und zwischendurch mit weinendem Baby zurück kam und ich nochmal stillen musste. Als der Besuch aufgebrochen ist hat unser Wurm endlich geschlafen... Der Mann meiner Freundin war schockiert dass ich abends so lange zum Einschlafen stille und wollte wissen warum ich dann nicht lieber die Flasche gebe. Sein Kind schläft meist beim Trinken ein... (Flasche). :roll: Im Freundeskreis gibt's ansonsten keine Babys mit solchen Einschlafproblemen.
Schön, dass es bei euch nun besser ist! Und dass es rückblickend gar nicht sooo schlimm war. Ich hoffe das kann ich auch bald von mir behaupten. :wink:
Viele Grüße von Kuriburi mit Sohn (7/2016) und Sohn (09/2020)
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MamaMonster
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Re: Schlafen ohne Mama daneben (nicht einschlafen gemeint)

Beitrag von MamaMonster »

Halb sitzend kenne ich gut. Ichhabe da noch so ein Mini-Lagerungskissen (wie ein Stillkissen, nur kleiner) genommen. Und alleine geht das auch, bei uns gibt es keine Elternzeit, ich war also immer alleine. Du schaffst das. Tag für Tag...
Bei mir ist es eigentlich nicht erst rückblickend "nicht so schlimm" gewesen, es wurde schon währenddessen irgendwie leichter. Ich konnte es besser akzeptieren und damit hatte ich einfach mehr Kraft übrig. Der Anfang war bei uns furchtbar (aber mehr wegen viiieler Schreistunden) und das finde ich auch rückblickend nicht besser. Aber zu akzeptieren, das Kinder verschieden sind und meines eben mehr Begleitung brauchte, war wirklich hilfreich. Und Gespräche à la "still doch ab, dann wird alles besser..." vermeiden.
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Re: Schlafen ohne Mama daneben (nicht einschlafen gemeint)

Beitrag von RonjaR »

Ich drücke dir die Daumen, dass du den Tag morgen gut schaffst!


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Littlepa
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Re: Schlafen ohne Mama daneben (nicht einschlafen gemeint)

Beitrag von Littlepa »

Ich mag dieses Forum [emoji6] da macht man sich Gedanken über etwas und schon gibt es andere die das auch tun und es hilft sehr das zu lesen.

Mein kleiner schläft auch schon immer beim stillen ein oder Papa trägt. Abgelegt wacht er ebenso wie eure Babys recht schnell auf wenn ich nicht dabei bleibe. Eine Freundin meinte ich solle das üben weil mit 7,5 Monaten sollten sie das schon können.

Ups da war er der Stachel - ohne es böse zu meinen von ihr. Aber ich hab plötzlich gedacht ich muss das Aufstehen üben. Nun lese ich das es bei euch von selber besser wurde und werde weiter kuscheln und genießen. [emoji7] geht eh so schnell vorbei die Zeit.
Haushalt leider halt total und das macht uns als paar manchmal zu schaffen [emoji17]




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Kuriburi
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Re: Schlafen ohne Mama daneben (nicht einschlafen gemeint)

Beitrag von Kuriburi »

Danke, RonjaR. Unsere Nacht war furchtbar. Mein kleiner wollte gerne schlafen aber er hat immer den Kopf von einer zur anderen seite geworfen. Und das bis 4 Uhr morgens! Ich weiß gar nicht was da los ist, er quält sich richtig damit. Ich biN dann für eine weile zum Wickeltisch gegangen mit ihm , dOrt war er sichtlich seeeeehr müde. Dann wieder ins Bett mit lange stillen. Er hat dann bis eben nochmal gelegen aber ständig den Kopf geschmissen. Ich habe ihn dann viel gestreichelt und so hat er in Etappen bis eben versucht zu schlafen. Auf mir. Aber so richtig gut war das auch nicht. Nun schläft er beim stillen fast wieder ein. Ich denke ich werde aufstehen und ihn dann ziemlich bald ins Tragetuch stecken damit er mal erholsamen Schlaf bekommen kann. Der arme...
Littlepa dir drücke ich die Daumen dass es bald von selbst besser wird bei euch. Dass es euch als Paar zu schaffen macht (nicht nur wegen des Haushalts) verstehe ich sehr gut. Wir essen auch selten zusammen und es findet so gar keine Zweisamkeit mehr statt. Im Moment trösten wir uns mit "es wird bald besser ", aber wenn das hier ein Dauerzustand wird dann wird der Trost nicht ewig reichen.
Viele Grüße von Kuriburi mit Sohn (7/2016) und Sohn (09/2020)
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Re: Schlafen ohne Mama daneben (nicht einschlafen gemeint)

Beitrag von molai »

Hallo KuriBuri, ja das mit dem Vergleichen kenne ich soooooo gut! Ob die lieben Freunde es stachlig meinen oder nett, es trifft fast immer... und selbst wenn keine Kommentare kommen, dann fange ich selbst an zu vergleichen und denke: warum klappt das bloß nicht hier. Auch bei anderen Themen als dem Schlafen.... Mittlerweile versuche ich dann immer mir zu sagen: Ruhig bleiben, bei denen ist das vielleicht dafür Thema XY ganz heikel und bei uns nicht. Ist natürlich einfach gesagt....

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Re: Schlafen ohne Mama daneben (nicht einschlafen gemeint)

Beitrag von Samsoli »

Es wird besser, ganz bestimmt! Die Frage ist halt nur, wann?? :roll:

Mir ist aber jetzt wieder ein- und aufgefallen, warum ich bei dem Großen damals gesagt habe, dass das erste halbe Jahr einfach nur anstrengend ist, danach wirds besser. Hat sich jetzt beim zweiten bestätigt. Und die waren beide solche, wie du auch beschreibst. Weglegen ging am Anfang gar nicht - GAR NICHT! Egal, wie lange sie schon auf mir oder an mir geschlafen haben. Einschlafen ohne Stillen? Haha - guter Witz :?

Der Kleine ist jetzt bald sieben Monate und so langsam klappt es besser. Er schläft inzwischen auch tagsüber mal weiter, wenn ich ihn nach dem Einschlafen ins Bett lege und vor allem abends kann ich ihn jetzt auch gegen neun ins Bett legen wo er dann weiter schläft. Das ging bis vor einer Weile überhaupt nicht, nach fünf Minuten allein im Bett hat er wieder geweint, also hab ich ihn wieder zu mir aufs Sofa geholt. Ich hab es immer mal wieder versucht, irgendwann gings. Ich musste die richtige Zeit rausfinden...
Noch ein paar Dinge, die mir hier bei uns auffallen:
Im Bett im liegen stillen und einschlafen klappt nicht - da dreht er immer wieder den Kopf weg und ist zappelig (nachts so stillen geht aber gut). Das geht im Sitzen besser, ich denke, weil er da etwas weniger Bewegungsfreiheit hat. Hat auch Vorteile, ich kann solange noch am Laptop sitzen oder fernsehen (leise).
Beim hinlegen sollte es im Schlafzimmer sehr dunkel sein (also bei uns), Buch lesen während dem STillen klappt nicht - das umblättern weckt ihn auf
Manchmal hilft ein Seitenwechsel beim Stillen.
Ich hatte auch lange noch extreme Hüftschmerzen, wenn ich auf der SEite lag - echt doof, wenn man gefühlt ständig stillt. Langes Stillkissen im Rücken hilft echt gut gegen Verspannungen! Hüftschmerzen gingen irgendwann von allein weg.

Was mir (mental) hilft: Mich bei andere über meine super nervigen anstrengenden Kinder auskotzen! Dann fühl ich mich hinterher ihnen gegenüber schlecht, ich denke mir dann oft: Das war jetzt eigentlich gemein, sooo schlimm sind sie gar nicht :)
Glücklicherweise hab ich eine Mama, die mich total bestärkt und sagt: Gib ihnen soviel Nähe und Liebe wie du kannst, lass sie nicht allein, lass sie nicht weinen, kuschel sie, schmus sie, lass sie in dein Bett, die BRAUCHEN das.

Mir geht es auch oft so, dass ich mir denke - Oh man, jetzt geht das schon eeeewig so, immer nur dieses Kind, das ständig an mir dranklebt. Ich kann niiiieeee wieder was alleine machen.
ABER: Mit Abstand betrachtet, ja es sind ein paar Monate - die sind anstrengend und erschöpfend, aber man schafft das. Und die sind noch sooo klein, diese Babys. Die verstehen die Welt noch nicht, so viel Neues, vielleicht beängstigendes - DU bist die Einzige (vielleicht noch der Papa ein bisschen) auf die es sich verlassen kann. Du bist der Mittelpunkt ihres Universums. Du bzw. dein Busen helfen immer, bei (fast) allen Problemen :)
Ich mit Großem (3/13) und Kleinem (2/16)
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