Welches Alter am herausfordernsten?
- Johana
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Re: Welches Alter am herausfordernsten?
Ich fand es bei allen Kindern vom zweiten bis dritten Geburtstag am schwierigsten...
Vor allem zwei Zweijährige auf einmal...
Vielleicht auch von 1-3...
Jetzt sind meine Kinder zwischen sechs und vierzehn Jahren und ich finde alles entspannt und leicht [SMILING FACE WITH SMILING EYES]
Vor allem zwei Zweijährige auf einmal...
Vielleicht auch von 1-3...
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- Nuala
- Power-SuTler
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Re: Welches Alter am herausfordernsten?
Ich würde nicht sagen, dass meine Große ein schwieriges Kind ist. Sie ist ein Kind voll Lebensfreude, Energie und Begeisterung. Sie ist in alle Richtungen und mit allen Sinnen offen und sie ist voller Emotion.tania hat geschrieben:also mein fast achtjaehriger hat hoechstens wutanfaelle, wenn sein lego nicht so will wie er (so einmal im monat??![]()
). und wenn ich ihm dann sage er soll bitte aufhoeren so zu wueten, ich wuerde mir sorgen machen es sei was schlimmes, hoert er auf..
![]()
mit mir ist er ehrlich gesagt nie sauer. manchmal sagt er mir abends, dass ich heute nicht immer freundlich mit ihm gesprochen hab, dass ich auch freundlich mit ihm sein soll, wenn ich stress mit anderen dingen habe und dass er mehr mit mir machen will. aber wuetend mit mir.. ich kann mich ehrlich nicht erinnern, ob er seit er reden kann jemals wuetend mit mir war.. ich frag ihn gleich mal
beschimpfen tun wir uns nur im spiel - dann beschimpfen wir uns gegenseitig
und zusammen sind die kinder zwar echt ungeheur laut, aber sie streiten sich wirklich sehr selten, also nicht mal taeglich, obwohl (oder weil) sie den ganzen tag zusammen sind. und so richtig streiten, dass sie laenger als 30 sekunden nicht miteinander spielen - kann mich nicht erinnern![]()
ich kann also offensichtlich nicht mitreden bei "schwierigen kindern". hab deswegen zwischen eins und zwei angeklickt. das war das alter, in dem der grosse GERANNT ist. in alle richtungen. immer. oh man. und er war sooo schwer (19 kilo..). ich koennt gleich wieder ins jammern verfallen wenn ich nur dran denke.
beim kleinen fand ich nur die ersten wochen tierisch anstrengend, aber die kann ich ja nicht ankreuzen![]()
ich glaub ja, mein grosser ist engelsgleich auf die welt gekommen (er hat auch kaum je geweint) und der kleine guckt es sich ab(nur schlafen tun beide nicht.. aber schlafen engel ueberhaupt??)
Als Baby und kleines Kind war sie nie schüchtern oder hat gefremdelt, sie hat immer alle angestrahlt und war glücklich. Ich stillte sie, ich trug sie und ich ließ sie einfach... Sie war und ist ein Sonnenschein und ein Mensch voller Power.
Sie war jedoch schon sehr früh impulsiv und konnte sich immer gut verteidigen, ihre Grenzen schützen. Die Strategie dabei war und ich jedoch das Problem. Denn wenn sie sich angegriffen oder nicht wertgeschätzt fühlt, ist das für sie so schmerzvoll, dass sie nicht denken kann, sondern blitzschnell handelt. Obwohl sie die Erstgeborene ist und sie nie mitbekam dass wir oder jemand anderer gehaut hätte, so war das bereits um den ersten Geburtstag ihre Strategie und ist es immer noch. Ich habe lange gegrübelt was ich "falsch" gemacht hätte und wie sie es schaffen könnte sich durch diese Impulsivität nicht selbst das Leben schwer zu machen. Wir reden viel. Das Proble ist, dass sie es nicht steuern kann weil die Gefühle zu stark sind. Es wird aber besser. Und falsch gemacht habe ich nichts - das weiß ich seit ich meine Kleine habe. Denn obwohl sie Hauen von ihrer großen Schwester kannte, tat und tut sie es nie.
In dem Ausmaß in dem das Hauen zurück geht, kommt das Schimpfen. Quasi als verbale Attacke.
Warum sie sich so oft nicht wertgeschätzt fühlt ist durchaus ein Problem. Ich sehe da auch meinen Anteil. Wir leben in der Großstadt. In meiner Familie gibt es nur meine Kinder und es fehlt trotz viel Liebe oft das Verständnis. Vor allem für Kinder wie meine Große. Ich kämpfe da oft auch selbst um Abgrenzung. Meine Tochter spürt das. Sie fühlt sich oft nicht richtig verstanden und merkt nicht, dass ich das eh oft tu und einen Weg suche ihr zu ermöglichen so zu sein wie sie will. Weil sie wunderbar ist. Aber sie merkt oft nicht was ihr Verhalten in anderen auslöst und ist von deren Reaktionen überfordert. Ich hatte im Sozialen auch einen sehr langen Lernprozess, weil ich mir schwer tue mit Empathie. Nicht generell, im Gegenteil. Aber im Unmittelbaren. Da weiß ich oft nicht ob ich mein Gefühl spüre oder das der anderen oder die Stimmung allgemein. Und finde oft keine Worte für meine sehr subtilen verschwommenen Gefühle.
Durch meine Kinder bin ich hier viel besser geworden und ich verstehe, wie es meiner Tochter manchmal schwer fällt. Wie sie sich manchmal angegriffen fühlt ich Dingen, die nicht als Angriff gemeint sind. Und manchmal reagiere ich auch nicht gut. Weil sich nicht gut anfühlt wie sie sich verteidigt. Ich versuche es nicht persönlich zu nehmen, weil ich weiß dass es nur ein Abbau ihrer starken unmittelbaren Emotionen ist. Aber manchmal ist es mir auch zu viel.
Ich sehe was für ein wunderbares begeisterungsfähiges strahlendes Kind sie ist. Und ich denke mir, vielleicht braucht sie den Ausgleich. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Alles liebend und alles hassend. Wenn man starke Gefühle hat - wie kann es sein, dass es nur positive sind? Das negative gehört zum Leben dazu. Es sind zwei Seiten von derselben Medaille: die leuchtenden Augen und die feurigen Augen. Das laute Lachen und das laute Schreien. Die Hingabe und das Abwenden.
Es ist MEINE Aufgabe, die unterschiedlichen Seiten nicht in gut und schlecht einzuteilen, sondern sie einfach sein zu lassen. Sie zu unterstützen mit der Zeit und der Reife diese Gefühle kanalisieren zu lernen, ohne etwas abzustellen. Ich muss hier sehr stark gegen das arbeiten, was ich als Kind kennengelernt habe und was die Gesellschaft dazu sagt. Immer wieder rutsche ich in diese wertenden Ansichten. Aber ich arbeite dran, und es wird...
Großes Mädel 10/08 & kleines Mädel 04/11
- Kinsale
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- Registriert: 26.10.2010, 19:12
Re: Welches Alter am herausfordernsten?
Ich fand auch zwischen 1 und 3 anstrengend. Die Große nicht so, die hat nie was kaputt gemacht oder ist weg gelaufen oder so. Da brauchte "nur" ganz viel Mama und alle Probleme blieben mit Tuch und Brust lösbar. Die Kleine raste ununterbrochen in alle Richtungen, räumte Sachen aus und um und so. Das ständige Hinterher sein war anstrengend. Seit sie so 2,5 ist, wurde es besser. Seither spielen sie auch viel zusammen und wir mussten keine Kleinteile mehr wegräumen und so. Und jetzt ist es total toll mit ihnen. Sie bringen mir Sonntags Frühstück ans Bett und lassen mich schlafen bis. 8. [emoji41] ich werde insgesamt weniger gebraucht. Daher habe ich mehr Kapazitäten für coole Sachen, die wir zusammen machen.
Manchmal erwarte ich zu viel, weil es oft so glatt läuft. Wenn es Streit gibt, können sie sich aber gut erklären. "Dazu bin ich noch zu klein" sagt die Kleine manchmal- und damit hat sie dann auch recht.
Hier ist es (bisher) also echt so, dass es von Jahr zu Jahr leichter wird.
Trotzdem wollte ich die Babyzeit nicht missen, die war zwar anstrengend aber auch wunderschön.
Manchmal erwarte ich zu viel, weil es oft so glatt läuft. Wenn es Streit gibt, können sie sich aber gut erklären. "Dazu bin ich noch zu klein" sagt die Kleine manchmal- und damit hat sie dann auch recht.
Hier ist es (bisher) also echt so, dass es von Jahr zu Jahr leichter wird.
Trotzdem wollte ich die Babyzeit nicht missen, die war zwar anstrengend aber auch wunderschön.
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Seelentattoo
- Profi-SuTler
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Re: Welches Alter am herausfordernsten?
Jetzt gerade. Zwischen 2 und 3 fand ich ihn schon fordernd, aber momentan blicke ich nicht, was mit meinem Sohn los ist. Ich denke auch, er hat einfach sehr starke Emotionen und muss irgendwo hin mit denen, dazu haut und schubst er sehr viel, dauernd fällt bei egal wem: du bist nicht mehr mein Freund. Ich finde es zum weglaufen. Alles müssen wir mindestens 3 mal wiederholen, nur dass er es fünf Minuten später doch macht. Das ihm noch nichts ernsthaftes passiert ist, verwundert mich immer wieder. Auch das er es immer noch nicht schafft, mal kurz allein im Bett liegen zu bleiben finde ich langsam sehr anstrengend. Er braucht noch das komplette begleitprogramm zum einschlafen...
Seine Babyzeit mit wenig Schlaf und viel Gebrüll war dagegen noch harmloser.
Die kleine finde ich easy, auch wenn sie nicht wie der Bruder beim stillen einschläft. Stillen ist bei ihr wirklich nur Nahrungsaufnahme. Daher bin ich gespannt, welches Alter ich dann bei ihr anstrengend finden werde.
Die Gedanken mit den Veränderungen bei den größeren nach einem Entwicklungsschub fand ich sehr hilfreich- Danke dafür.
Seine Babyzeit mit wenig Schlaf und viel Gebrüll war dagegen noch harmloser.
Die kleine finde ich easy, auch wenn sie nicht wie der Bruder beim stillen einschläft. Stillen ist bei ihr wirklich nur Nahrungsaufnahme. Daher bin ich gespannt, welches Alter ich dann bei ihr anstrengend finden werde.
Die Gedanken mit den Veränderungen bei den größeren nach einem Entwicklungsschub fand ich sehr hilfreich- Danke dafür.
Mit Mann, drei Bonuskindern (*97, *04, *07) und drei Kindern (*12, *16, *18) sowie unserem Sternchen fest im Herzen (05/11)
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Gelda
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Re: Welches Alter am herausfordernsten?
Ich habe zwischen 3 und 4 genommen, weil alle meine Kinder genau in diesem Alter ungenießbar waren, immer am knöttern, wenn man etwas kriegen wolltet, keine Bitte war das, sondern sofort Schreierei. Es war schrecklich, aber wir haben das überlebt.
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Jilliana
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Re: Welches Alter am herausfordernsten?
Ich hab zwischen 5 und 6 genommen, eigentlich würde ich aber sagen genau um den 6ten Geburtstag herum, lag und liegt wohl auch viel an der Gesamtsituation jeweils die ich leider so nicht ändern kann/konnte, aber dieses alles zig mal sagen müssen um dann doch konsequent ignoriert zu werden, obwohl es Auge in Auge Gespräche sind meistens um dann ständig zu gesagt zu bekommen "das hab ich nicht gehört" es nervt mich grade sehr und die Erinnerung daran meine Große vor 2 Jahren am liebsten zu ihrem Papa ziehen zu lassen zwangsweise sind noch um einiges frischer als die Jahre davor. 
Meine kleine Große: 09/08,
Mein großer Kleiner: 06/10
& mein kleiner Kleiner 07/14
Mein großer Kleiner: 06/10
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- Roxy89
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Re: Welches Alter am herausfordernsten?
Ich habe erst ein kind, das gerade 5,5 jahre alt ist.
ich finde 4-5 am anstrengendsten bisher, weil er ein absolut ruhiges baby und kleinkind war und einfach alles gepasst hat. mittlerweile ist er ein richtiger lausbub geworden der sich auch mal auflehnt
ich finde 4-5 am anstrengendsten bisher, weil er ein absolut ruhiges baby und kleinkind war und einfach alles gepasst hat. mittlerweile ist er ein richtiger lausbub geworden der sich auch mal auflehnt
Großer Spatz *4/11
Goldene Mitte *12/17
Kleine Maus 3/21
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Amesads
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- Registriert: 07.10.2016, 09:59
Re: Welches Alter am herausfordernsten?
Ich finde neugeborene unkompliziert, ab ca 6 Monate bis zum 3. Lebensjahr fand ich alles ziemlich anstrengend. Es ist unheimlich niedlich und man schaut ihnen gern zu wie sie lernen und sich entwickeln.
Doch danach kann ich persönlich einfach mehr mit Kindern "anfangen". Man kann mehr gemeinsam unternehmen, ist nicht mehr so eingeschränkt usw.
Meine Kinder sind 6, 9 und 12 Jahre alt.
Doch danach kann ich persönlich einfach mehr mit Kindern "anfangen". Man kann mehr gemeinsam unternehmen, ist nicht mehr so eingeschränkt usw.
Meine Kinder sind 6, 9 und 12 Jahre alt.
- Nat24
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 23.06.2011, 21:13
Re: Welches Alter am herausfordernsten?
Genauso hier! Ausser dass sich sei Schulanfang noch nicht wirklich was gelegt hat...Nuala hat geschrieben:Ich fang mal an - bei mir nämlich bei BEIDEN Kindern ganz klar zwischen 5 und 6 Jahren.
Beide Kinder hatten nur wenig Trotzphase und auch wenn die Zeit dafür oft fordernd und intensiv war, kam es bei beiden vor allem zwischen 5 und 6 zu Trotz- und Wutanfällen, die allein aufgrund des Alters vor allem in der Öffentlichkeit peinlich sein können (mir zumindest). Vor 5 könnte man oft ablenken, trösten oder verstehen warum es geht. Zwischen 5 und 6 - keine Chance. Es ist als wäre das Gehirn im Umbau.
Ab Schulalter kann man immer besser mit Ihnen reden und die Heftigkeit der Anfälle in der Öffentlichkeit nimmt ab.
Gewöhne dich nie an Ungerechtigkeiten.
Hédi Fried
Hédi Fried
-
knöpfle
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 61
- Registriert: 21.02.2015, 14:48
Re: Welches Alter am herausfordernsten?
abgesehen davon, dass ich die ersten wochen immer (noch) herausfordernd finde mit einem baby, ist es defintiv das alter ab vier, womit ich weniger gut klar komme. wobei sich das erst so langsam und allmählich entwickelt hat.
ich habe also 5-6 gewählt. das davor war für mich wirklich "nur" anstrengend, aber schön. wir waren eigentlich alle sehr zufrieden. jetzt es geht sehr ans eingemachte.
vielleicht hat das aber weniger mit dem alter an sich zu tun, sondern vielmehr mit den derzeitigen umständen. ehrlich, wie ist das, können kinder in dem alter eigentlich mal leise sein? ich kann es hundert mal sagen, weil der kleine sonst nicht schlafen kann, aber fast täglich gibts momente wo ich allein deswegen schon aus der haut fahren könnte.
grenzwertig ist für mich auch die ständige jammerei und weinerei. ich weiß nicht wie und wo ich das einordnen soll, aber man merkt deutlich, wenn sie nochmal extra einen oben drauf legt. ob sie damit irgend etwas bestimmtes ausdrücken will? von früh bis spät halte ich das jedenfalls einfach nicht gut aus!
ganz crass ist es, wenn sie den kleinen öfter zum weinen bringt! das macht mich rasend.
sie ist zwar auch gerne lieb, hilfsbereit und beschäftigt sich gern mit ihm. aber man merkt, wenn der kleine mal alleine spielen darf (und nicht jemand da ist, der alles besser weiß...). das ist schon entspannter. 
irgendwie habe ich auch nicht mehr so den guten draht zu ihr.. und wenig geduld.. das macht mich traurig.
ich habe also 5-6 gewählt. das davor war für mich wirklich "nur" anstrengend, aber schön. wir waren eigentlich alle sehr zufrieden. jetzt es geht sehr ans eingemachte.
vielleicht hat das aber weniger mit dem alter an sich zu tun, sondern vielmehr mit den derzeitigen umständen. ehrlich, wie ist das, können kinder in dem alter eigentlich mal leise sein? ich kann es hundert mal sagen, weil der kleine sonst nicht schlafen kann, aber fast täglich gibts momente wo ich allein deswegen schon aus der haut fahren könnte.
grenzwertig ist für mich auch die ständige jammerei und weinerei. ich weiß nicht wie und wo ich das einordnen soll, aber man merkt deutlich, wenn sie nochmal extra einen oben drauf legt. ob sie damit irgend etwas bestimmtes ausdrücken will? von früh bis spät halte ich das jedenfalls einfach nicht gut aus!
ganz crass ist es, wenn sie den kleinen öfter zum weinen bringt! das macht mich rasend.
irgendwie habe ich auch nicht mehr so den guten draht zu ihr.. und wenig geduld.. das macht mich traurig.