Pägagoginnen - Zahlenräume

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Elena
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Re: Pägagoginnen - Zahlenräume

Beitrag von Elena »

Sakura hat geschrieben:
Schnatzmama hat geschrieben:Zählen können ist das eine, also eine Zahlenreihe mehr oder weniger wie ein Gedicht zum Beispiel sagen zu können. Das andere ist die Zahlzuordnung
Stimmt, das ist ein interessanter Aspekt. Vor dem Hintergrund würde ich sagen, die Große begreift sicher bis 20, der Rest ist auswendig Zahlwörter in der richtigen Reihenfolge.
Hm, aber sie könnte doch auch z.B. 25 oder 30 Steine abzählen, wenn sie die Zahlwörter kennt? Wenn man das Prinzip Zählen begriffen hat und die Zahlwörter kennt...? Meine Kleine (6/2013) zählt tatsächlich: Felder beim Brettspiel, Playmomännchen etc. Sie kennt halt nur die Zahlwörter bis ca. 20. Aber sie zählt, sie sagt nicht auswendig gelernte Wörter und er richtigen Reihenfolge auf (das hat sie vorher natürlich auch gemacht).
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Elena
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Re: Pägagoginnen - Zahlenräume

Beitrag von Elena »

In dem Zusammenhang fällt mir ein - wann haben Kinder eurer Erfahrung nach eine Vorstellung davon, was 100 Jahre sind? Wenn ich ein Sachbuch vorlesen und da steht, irgendwas wurde 1950 erfunden, dann sage ich, das war, als die Oma geboren wurde oder so. Ich vermute, auch die 7jährige könnte die Info "vor 65 Jahren" nicht so schnell erfassen, wie es im Text weitergeht.
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Sakura
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Re: Pägagoginnen - Zahlenräume

Beitrag von Sakura »

Elena hat geschrieben:Hm, aber sie könnte doch auch z.B. 25 oder 30 Steine abzählen, wenn sie die Zahlwörter kennt? Wenn man das Prinzip Zählen begriffen hat und die Zahlwörter kennt...? Meine Kleine (6/2013) zählt tatsächlich: Felder beim Brettspiel, Playmomännchen etc. Sie kennt halt nur die Zahlwörter bis ca. 20. Aber sie zählt, sie sagt nicht auswendig gelernte Wörter und er richtigen Reihenfolge auf (das hat sie vorher natürlich auch gemacht).
Wie gesagt, meine Große zählt bis 99. Aber eben oft fehlerbehaftet. Wenn ich so drüber nachdenke, dann ist das schon ein Zeichen. Wenn nach der 45 die 56 kommt, zb. . Ich bin mir sicher, sie kann sich nicht vorstellen, wie viel 45 oder 56 ist, und welche Menge größer ist.

Zahlen / Zählen bis 20 finde ich irgendwie nochmal was anderes als über 20 hinaus.
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Elena
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Re: Pägagoginnen - Zahlenräume

Beitrag von Elena »

Sakura hat geschrieben:
Elena hat geschrieben:Hm, aber sie könnte doch auch z.B. 25 oder 30 Steine abzählen, wenn sie die Zahlwörter kennt? Wenn man das Prinzip Zählen begriffen hat und die Zahlwörter kennt...? Meine Kleine (6/2013) zählt tatsächlich: Felder beim Brettspiel, Playmomännchen etc. Sie kennt halt nur die Zahlwörter bis ca. 20. Aber sie zählt, sie sagt nicht auswendig gelernte Wörter und er richtigen Reihenfolge auf (das hat sie vorher natürlich auch gemacht).
Wie gesagt, meine Große zählt bis 99. Aber eben oft fehlerbehaftet. Wenn ich so drüber nachdenke, dann ist das schon ein Zeichen. Wenn nach der 45 die 56 kommt, zb. . Ich bin mir sicher, sie kann sich nicht vorstellen, wie viel 45 oder 56 ist, und welche Menge größer ist.
Ah, verstehe. Stimmt, es gehört auch dazu, dass man versteht, wie die Zahlen aufgebaut sind (aus 10ern und 1ern).
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Sakura
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Re: Pägagoginnen - Zahlenräume

Beitrag von Sakura »

Nee, die Große weiß, wie die zweistellige Zahlen aufgebaut sind. Aber wenn sie 45 denkt, dann denkt sie an die 5, und nach der 5 kommt die 6, und dann war da irgendwie noch was mit der 5, und zweistellig muss es werden, und wie war nun gleich nochmal die Reihenfolge??? Wenn sie sich bei zahlen größer 20 verzählt, dann immer nach dem gleichen Muster. Sie wählt immer Zahlen, die zwischen 1 bis 10 nacheinander kommen, aber setzt sie eben falsch zusammen.
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Re: Pägagoginnen - Zahlenräume

Beitrag von Lösche Benutzer 8492 »

Wer meint denn, dass eine 3-jährige das Datum kennen muss? Mit 3 hatte meine Kleine noch sowas wie "Gestern will ich mich mit Jochen verabreden" drauf, jetzt ist es noch schwierig, wenn ich sage, noch 7 Mal schlafen bis du mit Jochen verabredet bist. Mit am 6.9. bist du mit Jochen verabredet kann sie definitiv nichts anfangen :-).
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blauelagune
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Re: Pägagoginnen - Zahlenräume

Beitrag von blauelagune »

In der ersten Klasse rechnen sie im Zahlenraum bis 20, Klasse 2 bis 100.

Als mein Großer mit 3 in den Kindergarten kam, zählte er fehlerfrei vorwärts und rückwärts bis 100, konnte fehlerfrei zweistellige Zahlen lesen. Datum wusste er immer. Im Kindergarten waren sie absolut erstaunt / geschockt deswegen. So etwas sei absolut ungewöhnlich, wurde mir gesagt.
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Re: Pägagoginnen - Zahlenräume

Beitrag von Schnatzmama »

Elena hat geschrieben:
Sakura hat geschrieben:
Schnatzmama hat geschrieben:Zählen können ist das eine, also eine Zahlenreihe mehr oder weniger wie ein Gedicht zum Beispiel sagen zu können. Das andere ist die Zahlzuordnung
Stimmt, das ist ein interessanter Aspekt. Vor dem Hintergrund würde ich sagen, die Große begreift sicher bis 20, der Rest ist auswendig Zahlwörter in der richtigen Reihenfolge.
Hm, aber sie könnte doch auch z.B. 25 oder 30 Steine abzählen, wenn sie die Zahlwörter kennt? Wenn man das Prinzip Zählen begriffen hat und die Zahlwörter kennt...? Meine Kleine (6/2013) zählt tatsächlich: Felder beim Brettspiel, Playmomännchen etc. Sie kennt halt nur die Zahlwörter bis ca. 20. Aber sie zählt, sie sagt nicht auswendig gelernte Wörter und er richtigen Reihenfolge auf (das hat sie vorher natürlich auch gemacht).
Naja, wenn sie alle Zahlen in der richtigen Reihenfolge sagt, und wirklich für jede Zahl auf einen Gegenstand tippt, dann kann sie abzählen. Aber ich habe auch keine Vorstellung, was z.B. 36 ist. Das sind halt ein Haufen Gegenstände oder was auch immer.

Im Vorschuljahr sollte man Mengen simultan erkennen können, und das geht meiner Ansicht nach bis drei, das heißt, du musst drei Gegenstände nicht abzählen, sondern weißt vom Draufschauen, dass es drei sind. Die darauf folgenden Mengen (bis 5 oder 6, weiß ich auch nicht mehr genau) können dann quasi-simultan erfasst werden. Man zerlegt sich die Mengen im Kopf in 3 und noch irgendwas. Wenn die Kinder das können, haben sie auch schon wieder einen Schritt in Richtung Zahlverständnis getan.
Liebe Grüße!

Schnatzmama mit Schnatz (5/09) und Maus (2/12) und Ameisenbärin (8/14) und Schlumpf des Hauses (9/17)
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netteanne
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Re: Pägagoginnen - Zahlenräume

Beitrag von netteanne »

Es stimmt, es gibt da das Aufsagen der Zahlenreihe, quasi auswendig, wie es viele 3jährige Kinder tun. Der nächste Schritt ist die Menge-Zahl-Zuordnung. Wenn du 8 Kastanien oder Bonbons auf den Tisch legst und das Kind zählt, muss es zeitglich zu jeder Zahl auch auf ein Bonbon zeigen. Meistens zählen die Kinder nämlich wild drauf los und verheddern sich dann, eben weil dieses Verständnis noch nicht da ist.
Und dann folgt irgendwann die Kombination mit dem Symbol, also der Ziffer.
Und die Zahl 45 besteht eben nicht aus der 4 und der 5, sondern aus 4 Zehnern und 5 Einern, also Zehnerstangen und Einerperlen oder 4 Zehnerzahlen und 5 Einerzahlen.
Der Rest wurde schon gesagt.
Viele Grüße von netteanne
mit Groß (07), Mittel (10) und Klein (13) und Mini (10/17)

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Re: Pägagoginnen - Zahlenräume

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Meine Kinder haben immer geteilt-lustigerweise in 3er-Gruppen ( das mache ich heute noch so, z.B. auch bei Telefonnummern. Was ätzend ist, weil mein Mann in 2er-Schritte zerlegt und es echt schwierig ist, da längere Nummern zu übermitteln ohne aufzuschreiben). Durchzählen wer chaotisch.
7 Gummibärchen wurden also in 2 3er-Gruppen und ein einzelnes Bärchen gelegt und dann "7" zugeordnet.
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