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Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Verfasst: 06.02.2016, 21:41
von maerchen
wir haben es von anfang an so gemacht das wir uns abgewechselt haben. die ersten 3 monate oder so lebte sie quasi auf uns. ablegen? pustekuchen! da ich nun mal keine kängurutasche habe wodrin die kleine rumgetragen werden kann, haben wir uns abgewechselt. klar gab und gibt es tage an denen sie lieber mit papa einschlafen will, oder ich bin so müde das ich sie lieber ins bett bringen will um selbst ein nickerchen zu machen, aber es hält sich die waage.
gestillt habe ich sie bis sie 1,5 jahre alt war. papa hat einfach eine andere einschlafstrategie entwickelt.
das einschlafen in der kita klappt übrigens völlig anders als zuhause. dort schläft sie alleine ein, zuhause geht es nur mit körperkontakt.
sie kam mit 1 jahr in die krippe, sie wurde also da noch gestillt.
schon nach ein paar wochen nach der geburt kam die oma und ist mit der kleinen spazieren gegangen, zuerst nur kurz aber je älter die kleine wurde, desto länger war der omatag. mit dem start der krippe hat wir den omanachmittag eingeführt: anstatt das ich die kleine nach dem mittagsschlaf abhole, hat sie oma abgeholt. wir haben uns dann erst so gegen 17h gesehen. sie hat also seit dem morgen nicht gestillt. auch das ging problemlos. sie hat dann erst um 17h die brust bekommen. an den anderen tage direkt nach dem mittagsschlaf.
du siehst, es geht alles. die frage ist nur ob man es will.
unser einschlafritual hat sich bei uns bewährt: ca 1h vor dem zubett gehen wird es hier ruhiger. weniger toben, mehr kuscheln. abendessen, ein buch lesen oder kuscheln. dann zähne putzen, gesicht und hände waschen, wickeln, eventl umziehen, weil zuviel wasser im spiel war. dann noch mehr kuscheln, buch lesen, etwas singen oder erzählen, dann ab ins bett und mama oder papa legen sich dazu, sternenlicht an und dann tür zu. entweder erzählt sie dann im dunkeln noch etwas oder sie schläft schnell ein, weil sie müde ist. am besten klappt es, wenn man ein nickerchen macht und sie keine reaktion bekommt. dann wird ihr das zu langweilig und sie schläft fix ein [emoji12]
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Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Verfasst: 06.02.2016, 22:11
von sandywa
Ich habe jetzt nicht alles gelesen, wollte aber trotzdem kurz schreiben. Mein Mann kann die Maus eigentlich schon seit sie 3-4 Monate alt war ins Bett bringen. Anfangs nur, wenn ich mal weg war, später (so ab einem Jahr in etwa) dann auch wenn ich da bin. Abgestillt haben wir immer noch nicht.
LG Sandra
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Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Verfasst: 06.02.2016, 22:48
von Francisam
Caitrionagh hat geschrieben:Bei uns bin ich diejenige, die sagt, es geht nicht, mach du mal

in letzter Zeit schläft das Mäuschen oft beim Stillen nicht ein, dafür beim Tragen auf dem Arm, was vorher nie geklappt hat. Dazu bin ich allerdings erstens zu ungeduldig und zweitens tun mir schnell die Arme weh. Also übernimmt das mein Mann, manchmal schläft sie schnell ein, manchmal dauert es eine halbe Stunde oder länger.
Hier genau das gleiche
Wir haben damit angefangen, als ich einen Abendkurs an der VHS besucht habe und Baby ein halbes Jahr alt war. Einmal die Woche hat das super geklappt, bis auf eine Ausnahme kam ich immer zu einem schlafenden Kind nach Hause. Der Papa hat sie auf dem Arm in den Schlaf getragen und irgendwann ganz vorsichtig abgelegt. Hätte bei mir vermutlich nie geklappt, beim ihm auf Anhieb.
Seit ein paar Wochen - das Baby wird nächste Woche ein Jahr alt - bringt er sie jeden Abend ins Bett. Ich stille im Wohnzimmer nochmal, Papa übernimmt, tragen, einschlafen, ablegen, fertig. An zwei von drei Tagen ist das ne Sache von maximal zehn Minuten, längstens hat es mal zwanzig Minuten gedauert.
Wenn sie nach ner Stunde oder so nochmal wach wird (passiert nicht oft, aber ab und an mal, vielleicht zweimal die Woche), gehe ich hin. Irgendwann MUSS es dann doch Mama sein
Bei mir würde es mittlerweile vermutlich auch durchs tragen funktionieren, ICH habe da aber keinen Nerv zu. Mir ist das zu anstrengend und wenn ich minütlich auf die Uhr gucke, weil es mir viel zu lange dauert, hilft das auch nicht unbedingt..
Und mein Mann macht's tatsächlich gerne. Wenn ich dran bin oder zum Mittagsschlaf unter der Woche, stille ich wie gehabt. Dauert zwar oft länger, aber dabei kann ich im Internet daddeln
Die fünfzehn Minuten, die er weg ist, nutze ich immer zum Küche aufräumen - perfekte Arbeitsteilung
Bei Oma und den Tanten klappt das übrigens genauso zuverlässig. Also nur Mut - das kann durchaus funktionieren!
Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Verfasst: 06.02.2016, 22:59
von Mel82
Ich stille die Kleine in den Schlaf. Bei meinem Mann funktioniert es mit zusammen ins Bett legen und etwas streicheln und dann schläft sie. Da das so einfach und schnell klappt, übernimmt mein Mann mittlerweile das ins Bett bringen von beiden Kindern.
Smartphoneritis
Mel mit M (06/11) und L (08/14)
Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Verfasst: 06.02.2016, 23:07
von Saskia78
Jetzt ist meine getippt Antwort weg.
Ich war das erste Mal abends weg, da war unser Sohn 11 Monate alt. Er hat sich bei meinem Mann eine Stunde lag weggeschrien und ist dann erschöpft eingeschlafen. Beim zweiten Versuch ging es schon schneller und inzwischen relativ problemlos. Allerdings nur, wenn Mama nicht da ist. Ansonsten geht's nur mit Mama. Das frustriert meine Mann sehr. Hier hat es aber auch nichts mehr mit Einschlafstillen zu tun. Wir stillen seit unser Sohn 17 Monate alt ist nur noch tagsüber und auch nicht mehr zum Einschlafen.
Ich gehe zwei Vormittage in der Woche arbeiten und Schwiegereltern passen auf den Knirps auf. Zu Beginn, mit 12 Monaten, war er Mittags wenn ich Heim kam nie im Bett, aber inzwischen schläft er auch mit Omas Einschlafbegleitung ein. Auch da ist eine Gewöhnung eingetreten.
Ich glaube, dein Mann muss seinen eigenen Weg finden, und das dauert etwas, kostet Energie und Nerven. Aber du kannst ich ewig nur zurück stecken.
Ich werde übernächstes Wochenende von Freitag bis Sonntag weg sein und freue mich sehr auf freie Zeit mit Freundinnen. Letztes Jahr waren Mann und Kind mit, jetzt bleiben sie daheim. Mein Mann hat aber auch schon seit Wochen Angst davor, ich bin mir aber sicher, dass er das meistern wird.

Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Verfasst: 07.02.2016, 11:38
von 08u11
Ich kann grundsätzlich bei allen anderen voll unterschreiben: Dein Mann wird sein eigenes Ritual finden müssen - unabhängig von Dir.
Und außerdem: vieles wird mit der Zeit von selbst - ich musste noch Mitte August vorzeitig von einem Elternabend nach Hause, weil die Minimaus sich weggebrüllt hat

. Anfang November war ich bereits einen ganzen Samstag (bis spätabends) und den halben Sonntag weg und es ging wunderbar

. Geändert haben wir dafür nichts - das Baby ändert sich sowieso ständig.
Gleichzeitig war es mir immer wichtig, dass ich mehr als nur ein Einschlafritual parat habe. Das hat sich bei uns sehr bewährt. Wenn die Minimaus abends schon frühzeitig müde ist, nehme ich sie auf den Rücken und sie schläft ein, während ich den Haushalt fertig mache. Wenn nicht, spielt sie da noch oder ist wach auf dem Rücken und wird dann, während ich die Jungs in's Bett bringen, in den Schlaf gestillt. Insofern schließt sich das eine und das andere nicht aus. Schläft Eure Kleine denn tatsächlich immer beim Stillen ein - auch tagsüber? Wenn nicht, wäre das ja ein Ansatzpunkt. Wenn doch, könntest Du ja für Dich überlegen, ob es auch Einschlafsituationen gibt, bei denen Du auch etwas davon hättest, wenn sie nicht beim Stillen einschlafen würde und überlegen, ob Du die ändern willst. Auch da wäre wieder ein Ansatzpunkt.
Oder irgendwie die beiden tagsüber einfach mal losschicken. Eigenen Friseurtermin in die Mittagsschlafzeit legen - ups, ging jetzt nicht anders. Und Mann und Tochter gleichzeitig nebenan im Park/Einkaufsstraße/... spazieren gehen lassen. Vielleicht schläft sie ja ein.
Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Verfasst: 07.02.2016, 13:39
von Linda89
Hab nicht alles gelesen, mag aber auch unsere positiven Geschichten los werden.
Kind eins wurde bis 20 Monate gestillt und ab circa 15 Monaten nur noch tagsüber. Von Geburt an konnte er bei Papa (oder anderen halbwegs vertrauten Menschen) im Tuch schlafen, ab 12 Monaten in der Krippe erst im Kinderwagen und dann im Bett (zu dem Zeitpunkt völlig undenkbar Zuhause). Dann ab etwa 16 Monaten mit kuscheln mit Papa. Jetzt ohne Körperkontakt im eigenen Bett, einmal sogar alleine. Alles ohne Druck (außer halt das abstillen, aber das hatte beides Male Gründe, die ausschließlich mich betrafen: Schwangerschaft und Verletzung).
Kind zwei wird noch gestillt, tagsüber und nachts. Schlief auch ab Geburt bei Papa im Tuch ein. Leider nicht bei anderen Leuten im Tuch. Dafür ab etwa vier Monaten bei meiner Mutter und beim Babysitter im Kinderwagen, ab neun Monate in der Krippe in der Manduca und kurz darauf dort auch in der Hängematte. Ab etwa sechs Monaten beim Papa im liegen.
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Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Verfasst: 07.02.2016, 14:48
von Novalia
Bei mir stillen beide Kinder in den Schlaf.
Beim Großen war es so:
anfangs hat der Papa ihn getragen. Das hat sehr lange sehr gut geklappt. Inzwischen, er ist 3,5Jahe alt, lesen die beiden ein Buch und dann wird er noch massiert ( Füße (findet er ganz toll!), Rücken, Beine) bis er schlaft. Klappt meist in 3-10 Minuten.
Der Kleine kommt in den Sling und pennt dort auch schnell ein.
Manchmal wollen sie lieber bei mir sein, das ist für uns auch ok. Es gibt auch immer wieder Phasen, da möchte ein Kind ausschließlich bei mit einschlafen. Wenn ich da bin, darf es das.
Wir wollen aus dem Einschlafen keine große Sache, keinesfalls einen Machtkampf machen. Die Kinder dürfen da die Führung übernehmen, und bisher klappt das richtig gut

Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Verfasst: 07.02.2016, 16:36
von Zööö
Bei mir schläft sie öfter mal. (Ungewollt) im Tuch ein, im Auto schläft sie auch manchmal ein. Es kommt auch manchmal vor, dass sie sich beim einschlafstillen wegdreht und dann ohne nuckeln einschläft.
Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Verfasst: 07.02.2016, 20:37
von 08u11
Zööö hat geschrieben:Bei mir schläft sie öfter mal. (Ungewollt) im Tuch ein, im Auto schläft sie auch manchmal ein. Es kommt auch manchmal vor, dass sie sich beim einschlafstillen wegdreht und dann ohne nuckeln einschläft.
Okay, sie schläft also keineswegs wirklich NUR beim Stillen ein - wenn auch im Augenblick eher versehentlich

. Das wären doch schon mal Situationen, an denen man anknüpfen oder die man ausbauen kann. Ob es Sinn macht, dass Du diese Situationen ausbaust, ist natürlich fraglich. Wie gesagt, ich würde auf keinen Fall grundsätzlich auf das Einschlafstillen verzichten wollen (sonst könnte ich jetzt z. B. nicht schreiben - Minimaus hängt an der Brust und döst soeben weg

). Finde es aber durchaus gut, auch noch mindestens ein anderes Ritual zu haben. Bei uns ist das gerade tagsüber häufig Tragen und nachts versuche ich gerade das Streicheln auszubauen, was bislang aber nur bedingt klappt. Kann bei Euch ja auch anders sein.
Wenn es Deinem Mann bisher abends so schwer gefallen ist und Du keinen konkreten Termin hast, bei dem es jetzt bald schon abends passen muss, dann fangt doch langsam an: ein Spaziergang zur Mittagsschlafszeit und Mann trägt oder so, dann mal ein Versuch mit ablegen, dann mal abends, wie's eben passt.
Und grundsätzlich: klar kann der das - er muss sich nur trauen. Und oft machen bei so Kleinen ein paar Wochen echt viel aus

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