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Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Verfasst: 30.10.2015, 21:03
von elfenblume
Hallo Teazer!
Vollspruehen und überlaufen hab ich jetzt nicht bemerkt, trotzdem könnte das mit dem Milchspendereflex hinkommen, weil bei den ersten Zügen bis der msr einsetzt , ist das Schnalzen nicht da.
Gut, dann weg mit der Waage.
Das hilft mir schon, trotzdem würde ich gerne dahinter kommen woher diese Unruhe an der Brust kommt. Brust ist doch eigentlich die Geheimwaffe...Ich hoffe, ich komme da bald hin!
Danke und LG!

Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Verfasst: 31.10.2015, 09:26
von Teazer
Hallo elfenblume,

ja, das wirst Du. Ich habe selbst die Freude eines sehr starken MSR. Alle meine drei Kindern kamen früher oder später damit klar. Hast Du Dir schon den Beitrag "Unruhe an der Brust" durchgelesen? Da stehen wirklich viele Tipps drin.

Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)

Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Verfasst: 01.11.2015, 12:01
von elfenblume
Hallo Teazer! Ich hab mir die Tipps bei Unruhe an der Brust durchgelesen. Ein paar hab ich eh schon vorher probiert, wie stillen im liegen usw.
Ich bin mir nur nicht sicher, ob das Problem wirklich der msr ist. Es läuft irgendwie gar nicht gut. Gestern um zwei hat sie nach einem langen Schlaf super gut getrunken und danach gings dann los. Schlafen war nicht, auch nicht nach zwei Stunden. Dann folgten bis 23 Uhr zahlreiche Stillversuche. Sie beginnt zu saugen und wenn die Milch kommt, weint sie. Letzten Endes ist sie völlig fertig weggebrochen. Um drei und um sieben hat sie dann sehr zaghaft, weil ja totmüde aber immerhin an der Brust getrunken. Seit 9 haben wir wieder dasselbe. Es rumort in ihrem Bauch, eigentlich wäre sie hundemuede, sie saugt an ihrem Fäustchen, ich versuche sie zu stillen. Wenn die Milch einschießt und sie schluckt kracht es richtig in ihrem Bauch ( so hört es sich zumindest an) und sie beginnt zu weinen. Ich hab dann auch schon mitgeweint.
Jetzt schläft sie unruhig in ihrem Körbchen und ich warte mal ab bis sie ausgeschlafener ist. Bei Uebermüdung klappt es noch schlechter. Sie spuckt auch sehr viel, auch noch Stunden nach dem Stillen. Man könnte fast den Eindruck haben, dass sie meine Milch nicht verträgt, was ja Quatsch ist!
Zudem hab ich Bedenken, dass die Milch zurückgeht, weil obwohl sie länger nicht viel getrunken hat, spannt da nix?
Bin ziemlich ratlos....

Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Verfasst: 01.11.2015, 18:08
von Teazer
Guten Abend!
elfenblume hat geschrieben:Es läuft irgendwie gar nicht gut. Gestern um zwei hat sie nach einem langen Schlaf super gut getrunken und danach gings dann los. Schlafen war nicht, auch nicht nach zwei Stunden. Dann folgten bis 23 Uhr zahlreiche Stillversuche. Sie beginnt zu saugen und wenn die Milch kommt, weint sie. Letzten Endes ist sie völlig fertig weggebrochen. Um drei und um sieben hat sie dann sehr zaghaft, weil ja totmüde aber immerhin an der Brust getrunken.
Puh, das ist wirklich anstrengend, für alle Beteiligten. ((()))
Seit 9 haben wir wieder dasselbe. Es rumort in ihrem Bauch, eigentlich wäre sie hundemuede, sie saugt an ihrem Fäustchen, ich versuche sie zu stillen. Wenn die Milch einschießt und sie schluckt kracht es richtig in ihrem Bauch ( so hört es sich zumindest an) und sie beginnt zu weinen. Ich hab dann auch schon mitgeweint.
Mensch. Das kenne ich. Man fühlt sich so hilflos.
Sie spuckt auch sehr viel, auch noch Stunden nach dem Stillen. Man könnte fast den Eindruck haben, dass sie meine Milch nicht verträgt, was ja Quatsch ist!
Das halte ich für unwahrscheinlich. Allerdings fände ich es gut, wenn Du mit Eurem KiA über das Spucken reden würdest. Es könnte ein Reflux sein. Aber das kann nur er/sie beurteilen.
Zudem hab ich Bedenken, dass die Milch zurückgeht, weil obwohl sie länger nicht viel getrunken hat, spannt da nix?
Das ist ganz normal. Die Milchproduktion hat sich an den Bedarf angepasst und überproduziert nicht mehr. Es ist ein gutes Zeichen, dass Du nicht mehr "platzt", wenn sich Pausen verlängern.

Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)

Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Verfasst: 01.11.2015, 19:40
von elfenblume
Danke für deine Antwort! Ich hätte da noch ein paar Fragen. Sie streckt die Zunge raus und wenn ich sie trage versucht sie bei meinem Dekolleté anzudocken, das werte ich als Stillsignal. Auch wenn das letzte Stillen erst eine halbe Stunde her ist.Wenn ich sie dann anlege saugt sie zuerst ganz gierig und wenn die Milch kommt, beginnt sie zu weinen. Ich nehme sie dann hoch und probiere nachdem ich sie beruhigt habe wieder. Soll ich sie lieber an der Brust weinen lassen?Das fühlt sich aber gar nicht gut an! Wenns dann wieder nicht klappt, wird erst mal getragen. Würdest du das auch so machen? Bzw. Wie hast du das gemacht und vor allem wie lange hat das denn gedauert? Sind das Koliken? Es scheint ihr gar nicht gut dabei zu gehen. Versuche gerade warmes Traubenkernsackerl auf den Bauch...

Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Verfasst: 01.11.2015, 20:23
von Teazer
So wie Du es beschreibst, kann es sein, dass sie gerne trocken nuckeln würde, es jedoch noch nicht kann.

Oder der gastrokolische Reflex ist bei ihr stark ausgeprägt und tut ihr weh.

Ob ich meine Mäuse an der Brust ließ, das habe ich immer aus dem Bauch heraus entschieden. Manchmal half es, sie abzuhalten und pupsen/pieseln zu lassen. Manchmal habe ich sie getragen, gewippt, mit ihnen getanzt. Zwischendrin habe ich immer wieder die Brust angeboten.

Mit ca. 6 Wochen hat meine Kleine insbesondere Nachts viel geweint, irgendwann saß ich auch neben ihr und habe mitgeheult. Das ist echt hart. Nach zwei oder drei Wochen war der Spuk vorbei. Ich denke, es war vielleicht der wachsende Darm, der sue gequält hat. Mit Sicherheit weiß ich es aber nicht.

Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)

Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Verfasst: 07.11.2015, 20:51
von elfenblume
Hallo Teazer! Deine Schilderungen haben mir sehr geholfen. Es tut gut zu hören, dass man nicht alleine ist mit so einem Problem. Sikafi, auch dir ein Dankeschön. Ich habe das Gefühl, dass ihr das trocken Nuckeln schon immer öfter gelingt. Und diese extreme Situation ist zum Glück nur mehr ein weiteres mal aufgetreten.
Wenn sie jetzt mal weint an der Brust hab ich das Gefühl, dass sie einfach gerade nicht stillen möchte,warum auch immer.
Allerdings hat sich ein neues Problem aufgetan. Sie hat ja seit Längerem Schwierigkeiten mit dem Einschlafen. Das wäre ja an und für sich nicht ganz so schlimm. Ich versuche sie meist zuerst einzustillen, was manchmal klappt aber wenn ich sie ablege ist sie wieder wach. Oder ich trage sie oder nehme sie ins Tuch. So schläft sie auch ein aber es dauert wirklich lang und sie schläft nie wirklich tief. Die Folge davon ist, dass sie dann irgendwann völlig übermüdet wegbricht und die letzten Tage von 19 bis 7 Uhr mit nur zwei Stillpausen um Mitternacht und um 5 aufwacht. Auch da stillt sie dann nur sehr zaghaft.
Heute hatte ich schon das Gefühl, dass die Milch deutlich weniger geworden ist. Sie hatte auch in den letzten Tagen nur mehr einmal Stuhl und heute noch gar nicht.
Zusätzlich hab ich jetzt auch noch eine Erkältung und bin selbst total schlapp.
Meinst du ich hätte sie wecken sollen? Wie würdest du weiter vorgehen?
Nachdem ich die Waage für einen Monat geliehen habe, habe ich unregelmäßig noch ein paar mal gewogen.
Ich denke die Zunahme passt, oder?
27.10. 3890g Hebamme
30.10. 3960g eigene Waage
5.11. 4100g eigene Waage
7.11. 4140g eigene Waage
Es hat ja auch was Positives, sie schluckt nicht mehr soviel Luft und hat mit dem msr nicht mehr zu kämpfen und die Verdauung läuft runder. Dafür war sie heute von drei Uhr Nachmittag bis 20 Uhr auf und ich hab sie quasi ständig angelegt.

Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Verfasst: 07.11.2015, 22:43
von Teazer
Guten Abend!

Schön, dass es besser läuft. :)
elfenblume hat geschrieben:Sie hat ja seit Längerem Schwierigkeiten mit dem Einschlafen. Das wäre ja an und für sich nicht ganz so schlimm. Ich versuche sie meist zuerst einzustillen, was manchmal klappt aber wenn ich sie ablege ist sie wieder wach. Oder ich trage sie oder nehme sie ins Tuch. So schläft sie auch ein aber es dauert wirklich lang und sie schläft nie wirklich tief. Die Folge davon ist, dass sie dann irgendwann völlig übermüdet wegbricht und die letzten Tage von 19 bis 7 Uhr mit nur zwei Stillpausen um Mitternacht und um 5 aufwacht. Auch da stillt sie dann nur sehr zaghaft.
Das ist sicher sehr anstrengend. Manche Babys finden einfach schwer in den Schlaf. Aber das wird mit der Zeit besser.
Heute hatte ich schon das Gefühl, dass die Milch deutlich weniger geworden ist.
Woran machst Du das fest?
Sie hatte auch in den letzten Tagen nur mehr einmal Stuhl und heute noch gar nicht.
Wenn einmal der Stuhlgang ausbleibt, ist das unproblematisch. Wenn sie 6 Wochen alt ist, darf er sogar zwei Wochen ausbleiben, wenn dann eine ordentliche Menge ausgeschieden wird. So lange sie täglich 4 bis 6 nasse Windeln hat, passt es.
Zusätzlich hab ich jetzt auch noch eine Erkältung und bin selbst total schlapp.
Gute Besserung!
Meinst du ich hätte sie wecken sollen?
Nein. Die Zunahme ist völlig normal, da darf sie gerne lang schlafen.
Ich denke die Zunahme passt, oder?
Ja, definitiv.
Es hat ja auch was Positives, sie schluckt nicht mehr soviel Luft und hat mit dem msr nicht mehr zu kämpfen und die Verdauung läuft runder.
Das freut mich sehr. :)
Dafür war sie heute von drei Uhr Nachmittag bis 20 Uhr auf und ich hab sie quasi ständig angelegt.
Ich wünsche Euch, dass es "bloß" der 6-Wochen-Schub ist und die Tage wieder ruhiger werden.


Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)

Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Verfasst: 07.11.2015, 23:50
von elfenblume
Guten Abend! Das mache ich daran fest, dass sie nur kurze Zeit definitiv geschluckt hat, sprich saugen schlucken, saugen schlucken und danach nur mehr gesaugt und nach einer Zeit aufgegeben hat. Da hat sie auch den Kopf so ganz fest in die Brust gedrückt Fäustchen gemacht und gesaugt wie eine Wilde, aber eben nicht geschluckt. Sie war dann auch sichtlich unzufrieden und hat an den Fäustchen gesaugt und Zunge raus gestreckt usw. Also hab ich nach kurzer Zeit wieder angelegt, wieder dasselbe Spiel. Sie ist leider auch immer noch nicht ganz fit. Sie hustet auch etwas öfter und die Nase ist zeitweise verschleimt, wobei sie in den Wachphasen total vital ist. Der msr ist dann auch nicht so schnell auszulösen und so stark. Also gleich drauf los schlabbern wie gewohnt, ist erstmal nicht.
An den Schub hab ich auch schon gedacht.
Dann genieße ich mal die angenehme Nachtruhe, wobei ich in der Nacht mehr Zeit zum Stillen hätte. :D
Danke Teazer

Re: Hilfe, Stillproblem direkt nach Geburt

Verfasst: 08.11.2015, 07:51
von elfenblume
Mit genießen war da leider nix. Um 2 Uhr ist sie zum Stillen gekommen und hätte danach gerne weitergeschlafen. Dann musste sie aufstoßen und wurde davon wach. :( Also wieder anlegen. Sobald ich sie abdocke, gehen die Augen wieder auf.Federwiege und Stubenwagen brachten auch keinen Erfolg. Ich muss dann irgendwie stillend mit ihr eingenickt sein, weil gegen vier Uhr, als ich aufgewacht bin, hatte sie die Brust immer noch im Mund. Da hat sie dann nur ein paar Schluck gemacht. Und ist endlich eingeschlafen bis 6.
Jetzt hat sie wieder gut getrunken. Ist hundemuede aber durch das Spucken leider wieder auf.
Ich wollte eigentlich keinen Schnuller geben, weil wir bei der Großen mit einer Saugverwirrung zu kämpfen hatten, aber so ist es halt auch suboptimal.
Das ist vermutlich der ganz normale Wahnsinn, irritiert hat mich nur die Sache mit der Milchmenge. Stellt sich die Brust eigentlich darauf ein? Also nur nuckeln, msr schwach, es fließt wenig Milch. Starkes Saugen, stärker msr, viel Milch? Also quasi bei jedem Stillen?
Druck macht mir halt so manches Kommentar, wie von dem Rumgenuckel geht nur die Milch zurück und sie ist ja auch arm, wenn sie ständig aufwacht und nie entspannt schlafen kann....
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