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Re: Nadelbinden

Verfasst: 13.02.2016, 12:59
von Myeskathry
Eigentlich wollte der Ritter genau solche Strümpfe haben wie die kleine Schwester. Dann habe ich aber statt weiß grün gewählt. Und dann hatte ich immer keine Zeit zum weiternadeln... Letztlich habe ich beschlossen, dass es doch keine Strümpfe werden, sondern nur Stulpen. Die kann er an Arme oder Beine ziehen und in seine Winterstiefel hätten die Strümpfe eh nicht gepasst. Kind ist glücklich :D und ich habe ein Projekt fertig.

Re: Nadelbinden

Verfasst: 12.12.2016, 17:29
von Abua
Huhu, ich hänge mich hier nochmal dran. Eure Sachen sind soooo toll!
Nachdem ich eben nach Anleitungen gesucht habe, habe ich den Eindruck, es handelt sich sich um sehr verschiedene Knoten. Womit fange ich denn am besten an?

Re: Nadelbinden

Verfasst: 12.12.2016, 17:35
von kerstins
Ach, immer noch socool :)
Die nafeln sind schön, wie machst du die? Und was für knochen? Geht auch geweih?

Re: Nadelbinden

Verfasst: 12.12.2016, 17:51
von Myeskathry
Nadelbinde-Nadeln kann man aus sehr vielfältigem Material machen. Holz, Horn, Geweih, Knochen (ich nehme Markknochen), Bronze, etc.
Und es gibt beim Nadelbinden tatsächlich sehr viele unterschiedliche Stiche (Knoten): Freihand oder mit Daumenschlaufen. Ich kann eigentlich nicht viel. Zwei verschiedene Daumenschlaufenstiche (verwechsel immer die Namen) und den normalen Knopflochstich. Mit diesem sind die Muster genadelt. Das Internet ist voll von Anleitung. Z.B. Flinkhand hat auch Videotutorials. So habe ich auch angefangen. Oder man lässt es sich bei einer guten Mittelalterveranstaltung zeigen. Ich hatte das Glück auf dem Spielplatz eine Frühmi-Darstellerin kennen zu lernen, mit deren Sohn mein Großer Schaufelkampf machte. Sie hat mir das Musternadeln beigebracht.

Re: Nadelbinden

Verfasst: 12.12.2016, 17:58
von Myeskathry
Aus den Stäbchen von Weihnachtsmarkt-Schokofrüchten kann man super Nadeln schnitzen. Das geht ganz schnell und ich bevorzuge runde Nadeln. Wenn sich mein Faden beim Arbeiten verdrullert, kann ich sie zwischen den Fingern entgegendrehen. Das Öhr so groß wie möglich für dicke Fäden, aber nach außen abgerundet, dass es den Faden nicht aufribbelt. Die Spitze allmählich zulaufend, aber nur so spitz, dass man sie noch angenehm an den Fingerspitzen entlang schieben kann. Es funktionieren auch ganz dicke, stumpfe Stopfnadeln. Das kommt ja auch immer auf die Fadenstärke an. Ich habe mit Filzwolle angefangen, aber etwas fettigere Dochtwolle geht noch besser.

Re: Nadelbinden

Verfasst: 12.12.2016, 19:13
von kerstins
Danke. Und was für werkzeug nimmst du?

Re: Nadelbinden

Verfasst: 12.12.2016, 19:46
von Myeskathry
Nicht nur das historische Werkzeug ;) .
Zuerst hatte ich hauptsächlich Messer, Pfeilen und den Akuschrauber meines Mannes zum Bohren. Dazu Schleifpapier und Schleifstein. Mittlerweile besitze ich einen Drehmel und allerlei Aufsätze dafür. Damit geht das natürlich noch viel besser.

Re: Nadelbinden

Verfasst: 12.12.2016, 19:48
von kerstins
Das klingt alles toll, das muss ich mir demnächst mal aneignen, wenn geklärt und behoben.ist das meine finger nicht mehr richtig funktionieren. Danke.

Re: Nadelbinden

Verfasst: 12.12.2016, 20:20
von Myeskathry
Ohweh, was ist mit deinen Fingern?

Re: Nadelbinden

Verfasst: 12.12.2016, 22:03
von kerstins
Das wüsste ich auch gern mal. Vielleicht weiß ich es im januar, mal sehen. Evtl. Rheuma? Die bewegen sich schon länger nicht mehr wie sie sollen und tun auch irgendwie weh. Ein bisschen. Ich kann seit jahren schon nicht mehr häkeln, stricken auch nicht mehr. Schreiben wird schwieriger. Doof.
Aber sticken geht und nähen, ich hab mir mal ne anleitung hierzu angesehen, mal schauen ob sowas klappt.